Fast & Furious 5 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Fast & Furious 5

    Fast & Furious 5


    Land/Jahr:
    USA 2010
    Genre:
    Action
    Regie:
    Justin Lin
    Darsteller:
    Vin Diesel
    Paul Walker
    Dwayne Johnson
    Jordana Brewster
    Tyrese Gibson
    Matt Schulze
    Sung Kang
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    125 Minuten
    Kaufstart:
    1. September 2011
    Label:
    Universal Pictures




    Gerade erst mit spektakulären Mitteln aus dem Gefängnis geflohen, steht für den legendären Dom Toretto bereits der nächste große Job an. Gemeinsam mit dem ehemaligen Cop Brian O’Conner und seiner Schwester Mia wollen sie einige teure Fahrzeuge von der Drogenfahndung stehlen – direkt aus einem fahrenden Zug. Als dann jedoch die beiden Beamten von den Schergen eines Drogenbosses erschossen werden, stehen Dom und Brian plötzlich unter Mordverdacht. Da hilft nur noch eines: Rache. Mit einem Team aus den fähigsten Leuten von Rio de Janeiro zögern sie nicht lange, ihren Gegner zu ruinieren. Dumm nur, dass sie dabei nicht nur gefährlichen Gangstern gegenüber stehen, sondern es auch noch mit korrupten Polizisten und dem Federal Agent Hobbs zu tun bekommen…

    Kritik:
    Rasante Autos brettern über die Straße, gefolgt von einem Gefängnistransporter, der kurzerhand durch die Lüfte fliegt und damit einem gefährlichen Verbrecher zur Flucht verhilft. An anderer Stelle warten bereits die geliebten Stunts und heftige Explosionen auf den Zuschauer, während sich Vin Diesel und Paul Walker heiße Straßenrennen leisten. Bei diesen Bildern müssen wir nicht lange überlegen, mit welchem Streifen wir es hier zu tun haben: „Fast & Furious“ geht in die fünfte Runde und setzt seine packende Actionstory endlich fort.

    Action geht auch ohne Autos
    Doch eines mag irgendwie anders sein: Die Stunts und Rasereien wurden leicht zurückgefahren. Plötzlich bekommen wir einen Gegner namens Dwayne Johnson, der es von der Statur locker mit Vin Diesel aufnehmen kann. Während die besten Szenen zwar durchaus noch aus Verfolgungsjagden bestehen, punkten an anderer Stelle bereits die heftigen Faust- und Nahkämpfe zwischen zwei Muskelprotzen. Da mag vielleicht erwartungsgemäß nicht allzu viel Blut fließen, doch zimperlich gehen die Kerle da sicher auch nicht zur Sache. Fäuste fliegen da nur so umher, während so manch einer regelrecht zu Tode geprügelt wird. In puncto Actionchoreographie kann sich Vin Diesel also neuerdings auch sehen lassen, da ist er definitiv nicht mehr auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen. Umso mehr wundern wir uns über die niedrige Freigabe, denn „Fast & Furious 5“ hätte bei dem hohen Gewaltgehalt sicherlich locker eine Nummer höher eingestuft werden können. So gesehen ist der Film also nicht einfach nur knallhartes Popcorn-Kino, sondern neuerdings auch ein Titel für erwachsene Zuschauer.

    Rasante Brachialstunts
    Dennoch sind es natürlich weiterhin die spektakulären Stunts bei den extremen Verfolgungsjagden, die mit ihrer hervorragenden und einwandfreien Inszenierung punkten können. Da wird dann alles nicht nur ein wenig schneller, sondern auch noch viel knapper. Auf pubertäre Drifts und Macho-Gehabe wird da gänzlich verzichtet, um sich voll auf die kriminellen Jobs zu konzentrieren. Bereits zu Beginn sehen wir da den Diebstahl von rasanten Fahrzeugen aus einem ebenso rasanten fahrenden Zug, der die Hauptfiguren prompt in Bedrängnis bringen könnte. Doch spätestens beim Showdown in Form einer synchronisierten Verfolgungsjagd mit einem etwas besonderen Anhängsel, werden Zuschauer äußerst positiv überrascht und bekommen Stunts zu sehen, die wir so seinesgleichen suchen. Wie bereits erwähnt, überwiegen die Verfolgungsjagden in dem Film zwar nicht mehr, doch das ändert nichts daran, dass sie ihn deutlich aufwerten können. „Fast & Furious“-Fans wissen also was sie erwartet – und werden damit vollends zufrieden gestellt.

    Böse Cops – gute Verbrecher
    Interessant wird der fünfte Teil der Reihe auch bei seiner Story, die sich ein wenig in Richtung Cop- und Raubthriller bewegt. Immer wieder geht es letztendlich um den Diebstahl und den Kampf gegen einen verfeindeten Drogenboss. Ob es nun Autos, oder schlichtweg eher das Geld sein mag – die spannenden Aktionen können uns immer wieder begeistern. Begeistern können dabei allerdings nicht nur Vin Diesel und Paul Walker, sondern auch Muskelprotz Dwayne Johnson und seine Kollegin, dessen Positionen lange Zeit unklar bleiben und sich insgesamt vielseitig zeigen können. Inhaltlich hätte der Film zwar in puncto Mordverdacht und Korruption noch ein wenig mehr Potential gehabt, doch wir sind es zugleich ja auch gewohnt, dass derartiges in „Fast & Furious“ lediglich oberflächlich angesprochen wird. Aber seien wir ehrlich: Fans lieben die Reihe so, wie sie ist. Ganz davon abgesehen, dass die korrupte örtliche Polizei, die sich mit dem Drogenboss verbündet hat, durchaus für Spannung sorgt und auch die Inszenierung nicht immer offensichtlich gehalten wurde. Der Zuschauer wird also nicht mehr immer auf die Ereignisse hingewiesen, sondern muss gelegentlich auch einmal selbst aufpassen, um anhand der Bilder, die für sich sprechen, zu erkennen, was vor sich geht. Damit ist „Fast & Furious 5“ insgesamt also deutlich erwachsener geworden – das freut uns natürlich.

    Fazit:
    Der fünfte Teil der „Fast & Furious“-Reihe kann nicht nur einmal mehr mit seinen spektakulären Stunts und Verfolgungsjagden überzeugen, sondern punktet zugleich auch mit den packenden Faustkämpfen und der durchaus gelungenen Story. Für Fans der Reihe ein Muss – für alle anderen ebenso sehenswert.