Doctor Who: Tödlicher Fund - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Doctor Who: Tödlicher Fund

    Doctor Who: Tödlicher Fund


    Land/Jahr:
    GB 2019
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Wayne Yip
    Darsteller:
    Jodie Whittaker
    Tosin Cole
    Bradley Walsh
    Mandip Gill
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    60 Minuten
    Kaufstart:
    31. Mai 2019
    Label:
    Polyband

    Eigentlich wollten der Doktor und seine Begleiter Ryan, Graham und Yaz nur eine wunderschöne Silvesternacht verbringen, indem sie sich die überwältigendsten Feuerwerke aller Jahrhunderte anschauen. Diesem Spaß sollte aber schon bald ein Ende bereitet werden, als die Tardis sie zurück nach Hause auf die Erde führt. Dort nämlich machen sie einen grausamen Fund: Ein mysteriöses außerirdisches Wesen mit Tentakeln ist in der Lage, Menschen zu kontrollieren und setzt alles daran, seiner Flotte den Weg zur Invasion zu bereiten. Und noch ahnen die vier Freunde gar nicht, dass es sich dabei um das wohl gefährlichste Wesen des Universums handeln würde…       

    Kritik:
    Bei der britischen Kultserie „Doctor Who“ hat es schon fast Tradition, mindestens einmal im Jahr ein besonderes Special zu drehen. Nachdem es in den Jahren zuvor meist eine Spezialfolge zu Weihnachten gab, in der man sich thematisch dieser Jahreszeit widmete, durfte es dieses Mal endlich wieder ein legendäres Neujahrsspecial sein, das wie gewohnt an Silvester auf der Erde spielt. Und auch das hat Tradition: Ganz bestimmte Erzfeinde des Doktors spielen dabei desöfteren eine große Rolle.

    Aggression der Daleks
    So ist „Tödlicher Fund“ nämlich bereits das dritte Neujahrsspecial, das von den berühmten und ebenso kultigen Dalek handelt, den skrupellosen Außerirdischen, die in ihrer Metallrüstung traditionell den Planeten Erde heimsuchen. Erstaunlich mag dabei sein, dass Showrunner Chris Chibnall auch in der heutigen Zeit noch neue Storyideen einfallen, um spannende Geschichten um die Daleks zu erzählen. Immerhin gab es diese Außerirdischen schon im zweiten Handlungsstrang des ersten Doktors damals im Jahre 1963. Seither sind sie aus der Serie nicht mehr wegzudenken, obwohl zumindest Staffel 11 zur Abwechslung einmal auf die Wesen verzichtete. In „Tödlicher Fund“ wird es nun ein bisschen gruseliger, denn Chibnall gelingt es nun, die Daleks tatsächlich so bedrohlich erscheinen zu lassen, wie man es ihnen nachsagt. Mit der geistigen Kontrolle menschlicher Körper und eine gewaltige Extraportion Aggressivität, könnte es den Daleks daher sogar erstmals gelingen, dem ein oder anderen jüngeren Zuschauer Angst einzujagen. Angesichts dessen, dass die Daleks als gefährlichster Feind des Universums gelten, ist das aber genau der richtige Weg.

    Der Nerd-Doktor
    Doch auch das Storytelling von „Doctor Who“ scheint mit Jodie Whitaker als erster weiblicher Doktor nun endlich einen interessanten Weg mit besonderen Eigenheiten gefunden zu haben. Die etwas ausufernde „politische Korrektheit“ der vorausgegangenen elften Staffel wird wieder ein wenig zurückgefahren und die Weiblichkeit des Doktors spielt zunehmend eine untergeordnete Rolle. Das eröffnet natürlich neue Türen, um wieder klassische „Doctor Who“-Geschichten in neuem Stil zu erzählen und die besonderen Eigenarten des dreizehnten Doktors ein wenig in den Vordergrund zu rücken. Die BBC scheint an dieser Stelle voll und ganz auf die Zielgruppe einzugehen und bietet den nerdigen Science-Fiction-Fans mit Jodie Whitaker somit endlich auch einen zu ihnen passenden Nerd-Doktor, dessen technische Skills einen wesentlich höheren Stellenwert einnehmen, als die soziale Komponente. Mit anderen Worten: Whitaker redet einen Tick weniger als ihre zahlreichen Vorgänger, kennt sich dafür mit Technologie aber umso besser aus. Nervend dabei allerdings, dass sie mit dem Schallschraubenzieher als Lösung für alles ein wenig zu sehr herumfuchtelt. Vor allem die Reisen durch den Weltraum und die Nutzung technischer Fähigkeiten der Tardis macht aber durchaus Spaß. Und nicht zuletzt fällt es eben den Nerds auch noch ein bisschen leichter, sich mit dieser extravaganten Variante des Doktors zu identifizieren.

    Fazit:
    Im jüngsten Neujahrsspecial von „Doctor Who“ stößt Jodie Whitaker in der Rolle des Doktors erstmals auf die kultigen Dalek und erzählt nach der etwas zu politisch angehauchten Staffel 11 endlich wieder klassische Abenteuer. Gleichzeitig kann sie ihre charakterlichen Eigenheiten weiter ausbauen und punktet bei Sci-Fi-Fans mit ihrem nerdigen, technisch interessierten Auftreten.

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