Doctor Who: Logopolis - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Doctor Who: Logopolis

    Doctor Who: Logopolis


    Land/Jahr:
    GB 1981
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Peter Grimwade
    Darsteller:
    Tom Baker
    Peter Davison
    Janet Fielding
    Matthew Waterhouse
    John Simm
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    96 Minuten
    Kaufstart:
    31. Januar 2020
    Label:
    Pandastorm

    Eigentlich wollte die junge Tegan nur zum Flughafen fahren, um ihren neuen Job als Stewardess anzutreten. Doch kaum auf der Autobahn, bleibt ihr Auto wegen einer Reifenpanne liegen. Und es kommt noch schlimmer: Die in der Nähe befindliche Polizeinotrufzelle entpuppt sich obendrein auch noch als mysteriöser Kasten, der offenbar von innen größer ist als von außen und aus dem es so schnell kein Entkommen mehr gibt. Prompt befindet sie sich schließlich in der Zeitmaschine des Doktors und dessen Begleiter Adric, die auf ihrer Durchreise zum Planeten Logopolis nur einen Zwischenstopp auf der Erde machen. Auf Logopolis soll schlielich der defekte Chamäleon-Schaltkreis der Tardis von den einheimischen Bewohnern repariert werden. Dumm nur, dass ausgerechnet der Master bereits sein Unwesen auf dem frenden Planeten treibt und Tegan damit in ernsthafter Gefahr schwebt…

    Kritik:
    Eine Serie, dessen Konzept darauf ausgelegt ist, nach mehreren Staffeln stets den Hauptdarsteller zu wechseln, bedeutet ständige Veränderung. Doch mit jedem Abschied wartet auch eine neue Ära auf den Zuschauer. Und manchmal dürfen sogar gleich zwei neue Darsteller begrüßt werden.

    Ein (zu) schneller Abschied
    Für fleißige Käufer der deutschen „Doctor Who“-Veröffentlichungen sind die neu eingeführten Figuren allerdings gar nicht mehr so unbekannt. Ein Teil der Releases bei Pandastorm erscheinen immerhin nach wie vor in umgekehrter Reihenfolge. Und während wir bei „Logopolis“ das letzte Abenteuer des vierten Doktors Tom Baker erleben, haben so manche Fans bereits diverse Handlungsstränge seines Nachfolgers Peter Davison gesehen. Ein trauriger und irgendwie ungewohnter Abschied mag das trotzdem sein, denn in deutscher Sprache sind bisher erst lediglich drei Handlungsstränge mit Tom Baker erschienen – für so manchen Fan daher ein zunächst recht früher Abschied. Doch wenn ein Tom Baker die Serie verlässt, möchte er sich noch einmal von seiner besten Seite zeigen.

    Die Tardis Inception
    So ist es kaum verwunderlich, dass „Logopolis“ nochmal alles bieten möchte, was „Doctor Who“-Fans an ihrer Serie so sehr lieben. Die Reise zu fernen Planeten, ein Blick in vergangene Zeiten und das immer wieder erfreuliche Kennenlernen eines neuen Begleiters. Immerhin handelt es sich bei diesem vierteiligen Handlungsstrang auch um den ersten Auftritt der – zu diesem Zeitpunkt noch etwas nervigen – Stewardess Tegan, die später mit dem fünften Doktor auf Reisen geht. Vor allem aber soll es mit „Logopolis“ zum Abschied des vierten Doktors noch einmal ein richtiges Science-Fiction-Erlebnis geben. Die Macher haben sich dafür eine interessante Geschichte mit faszinierenden SF-Elementen ausgedacht. Denn was passiert, wenn eine Tardis, die bekanntlich von innen größer ist, als von außen, innerhalb einer anderen Tardis materialisiert, dürfte das interessierte Herz eines Genre-Fans wohl brennend interessieren und ihn am Ball halten.

    Sci-Fi trifft Mystery
    Ungewöhnlich für die Classic-Ära von „Doctor Who“ ist allerdings auch, dass „Logopolis“ einen Bogen zum vorherigen Handlungsstrang „Der Wächter von Traken“ spannt. Immer wieder gibt es deshalb Anspielungen an die vorherigen Episoden, die man optimalerweise zuvor gesehen haben sollte und sogar eine der wichtigsten Figuren taucht dieses Mal erneut auf. In gewisser Weise bekommt „Logopolis“ damit sogar gewisse Mystery-Elemente, denn die regelmäßige Einblendung seltsamer Figuren, dessen verfolgtes Ziel stets unklar bleibt, sorgt für eine kleine Unvorhersehbarkeit des Handlungsstrangs – und das, obwohl die klassischen Episoden von „Doctor Who“ im Vergleich zur modernen Neuauflage typischerweise recht einfach gehalten sind. Man könnte aber sicherlich sagen, dass „Logopolis“ eine Art Vorreiter des fortschreitenden Erzählformats ist, das wir heute vor allem von den Streaminganbietern kennen.

    Das Vermächtnis des vierten Doktors
    Unterdessen zeigt sich der Doktor von seiner – vergleicht man mit den anderen Veröffentlichungen mit Tom Baker – bisher besten Seite. Vor allem in der ersten der vier Episoden dieses Handlungsstrangs macht Tom Baker einen dermaßen humorvollen und zuweilen schrägen Eindruck, dass wir ihn nach seiner Regeneration zum fünften Doktor in jedem Fall positiv in Erinnerung behalten werden. Bei so vielen positiven Aspekten bei „Logopolis“ – von den darstellerischen Leistungen bis hin zum faszinierenden Science-Fiction-Inhalt der Story – haben wir dann auch schnell vergessen, dass die klassische „Doctor Who“-Serie mit ihrem damaligen niedrigen Budget und den veralteten Mitteln, immer noch ziemlich alberne Kostüme und Kreaturen zu bieten hat. Und selbst an dieser Stelle muss man dann erfreut feststellen, dass „Logopolis“ insgesamt noch zu den besser gealterten Episoden der Ära des vierten Doktors gehört, da man durch praktisch ausschließlich menschliche Figuren auf den Einsatz von Pappaußerirdischen gänzlich verzichten konnte. Ein würdiger und gelungener Abschluss für Tom Baker, der am längsten in der Geschichte der Serie die Hauptrolle übernahm.

    Fazit:
    Der letzte Handlungsstrang mit Tom Baker in der Rolle des Doktors dürfte aus vielen Gründen die Geschmäcker der Fans treffen: Mit einem starken und faszinierenden Science-Fiction-Part, reichlich Humor und vielen Anspielungen auf die vorherigen Episoden macht „Logopolis“ rundum Spaß.

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