Doctor Who: Erdstoss - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Doctor Who: Erdstoss

    Doctor Who: Erdstoss


    Land/Jahr:
    GB 1982
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Peter Grimwade
    Darsteller:
    Peter Davison
    Janet Fielding
    Matthew Waterhouse
    Sarah Sutton
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    100 Minuten
    Kaufstart:
    DVD:
    11. Mai 2018

    BluRay:
    25. Januar 2019
    Label:
    Pandastorm

    Der Doktor ist es mittlerweile gewohnt, dass die Tardis ihn stets an jene Orte bringt, an denen er unbedingt gebraucht wird. Das kommt vor allem einem Team aus Soldaten zu Gute, die in einem unterirdischen Höhlensystem nach verschollenen Wissenschaftlern suchen. Anstelle der Wissenschaftler stoßen sie dort nämlich auf grausame Androiden, die bereits einige ihrer Kameraden ermordet haben. Doch was selbst der Doktor zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt: In Wirklichkeit beschützen die Androiden eine Bombe, die den gesamten Planeten Erde zerstören kann. Ein altbekannter Erzfeind, die Cybermen, möchten damit nämlich ein wichtiges Bündnis im 26. Jahrhundert verhindern…

    Kritik:
    Dass sich Pandastorm an den mutigen Plan gewagt hatte, von den alten Episoden der klassischen Doctor Who-Serie eine eigene deutsche Synchronisation zu erstellen, war für viele Fans der britischen Kultserie ansich schon eine große Sensation. Umso beeindruckender erscheint es da, die doch stark in die Jahre gekommene und mit geringem Budget gedrehte Serie dann auch noch mit einer Neuabtastung auf BluRay zu veröffentlichen. Offenbar gab das Quellmaterial jedenfalls genug Qualität her, um dem besseren Format gerecht zu werden.

    Theater statt Effekte
    Auf den ersten Blick ändert das natürlich nichts an dem grundlegenden Alter der Serie. Im direkten Vergleich mit der neueren Doctor Who-Serie wird auch im Falle von „Erdstoss“ einmal mehr auffallen: Die Kulissen sind insgesamt ziemlich einfach gehalten, die Effekte sehen entsprechend albern aus und die Kostüme erinnern eher an Regenjacken, als an bösartige fortschrittliche Lebewesen aus der Zukunft. Für viele Fans allerdings hat genau das seinen Charme, denn bei den damaligen Handlungssträngen fällt doch immer wieder auf, wie nah etwa die schauspielerische Qualität eher am Theater war, als an modernem Effektkino. Körpersprache, offensichtliche Inszenierungen und ein bisschen Humor waren da schon immer wichtiger, als eindrucksvolle Hochglanzbilder, bei denen der Fokus auf die Charaktere in der heutigen Zeit oftmals ein wenig verloren geht. Wohl auch deshalb – und wegen der interessanten Sci-Fi-Geschichten – finden Genrefans den alten Doktor noch immer so interessant.

    Der Doktor und seine Erzfeinde
    Leider merkt man allerdings auch, dass sich das damalige geringe Budget auch auf den Inhalt der Serie mitunter auswirkte. Somit ist auch „Erdstoss“ mal wieder einer jener Handlungsstränge, die erzählerisch doch ziemlich einfach gehalten wurden. Ganz nach dem typischen 80iger Jahre Klischee kommt eben auch der Doktor nicht immer drumherum, eine klassische Rachegeschichte um die Zerstörung des Planeten durch eine fremde Spezies zu erzählen. Dafür aber waren die bekanntesten kultigen Monster in „Doctor Who“ schließlich schon immer da: Ob die legendären Daleks, oder in dieser Geschichte die ebenso bekannten Cybermen – diese Erzfeinde sind schon seit den 60iger Jahren der Inbegriff des simplifizierten Bösen, das mit bloßer Zerstörungswut lediglich die Vernichtung der Menschheit und des Doktors im Sinn haben. Damit ist natürlich klar: Der intellektuelle Anspruch von „Erdstoss“ mag sich unter dem Strich ein wenig in Grenzen halten. Da ändert auch der hochbegabte Begleiter Adric nichts daran, der ähnlich wie einst Spock in „Raumschiff Enterprise“ zu komplexen Berechnungen in Windeseile in der Lage ist. Aber zumindest: Die Nebencharaktere bleiben dabei durchweg interessant und sympathisch. Und am Ende geht es bei den Classics ohnehin mehr um die Figur des Doktors als um seine aus heutiger Perspektive banal erscheinenden Abenteuer.

    Classic Doctor Who erstmals auf BluRay
    Kommt man an dieser Stelle noch einmal auf die recht einfach gehaltene Inszenierung zurück, die stets mit sehr niedrigem Budget auskommen musste, wird sich wohl der ein oder andere interessierte Käufer fragen, ob sich die BluRay im Vergleich zur DVD-Ausgabe tatsächlich lohnen mag. Bereits beim Intro wird allerdings klar: Mit der Neuabtastung in HD erkennt man im direkten Vergleich schnell eine deutliche Verbesserung bei Schärfe und Detailgrad. Das macht sich vor allem in den Außenszenen bemerkbar, in denen Landschaften und Gesichter deutlich „knackiger“ erscheinen und auch die Kontraste kommen in der höheren Auflösung feiner daher. Trotzdem bleibt aber auch die „Remastered“ Version nicht davon verschont, gewisse Alterserscheinungen sichtbar werden zu lassen. Während die Außenaufnahmen überzeugen, wird vor allem bei Innenszenen und Effekten deutlich, dass es sich lediglich um Hochskalierungen handelt. Ebenso wurden die Schliereneffekte von Lichtquellen nur geringfügig reduziert, bleiben aber innerhalb der Höhlen weiterhin gut sichtbar. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die Computereffekte der 80iger Jahre insbesondere bei Laserwaffen ohnehin kaum Möglichkeiten zur Verbesserung bieten. Insofern sei an dieser Stelle klar empfohlen: Wer „Erdstoss“ noch gar nicht hat, kann bedenkenlos zur BluRay greifen und durchaus von den Verbesserungen profitieren. Für einen Wechsel von DVD zur BluRay ist die Qualitätsaufwertung aber insgesamt zu geringfügig, um lohnenswert zu sein.

    Fazit:
    Mit dem Charme von Peter Davison und den kultigen Cybermen kann „Doctor Who: Erdstoss“ auch heute noch trotz der vergleichsweise einfachen Handlung seine Fans überzeugen. Vor allem die BluRay holt obendrein die wohl bestmögliche Qualität aus dem alten Low Budget-Material der BBC heraus und verbessert vor allem Schärfe und Detailgrad.

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