Doctor Who: Die Daleks - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Doctor Who: Die Daleks

    Doctor Who: Die Daleks


    Land/Jahr:
    GB 1963 / 64
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Waris Hussein
    Darsteller:
    William Hartnell
    William Russell
    Jacqueline Hill
    Carole Ann Ford
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    175 Minuten
    Kaufstart:
    29. Juni 2018
    Label:
    Polyband

    Kurz nach ihrem letzten Abenteuer landet der Doktor mit seinen Begleitern auf einem mysteriösen fremden Planeten. Die Strahlungswerte kurzerhand übersehen, stellen sie schon bald fest, dass offenbar jegliches Leben versteinert wurde. Der Boden ist völlig unfruchtbar und die Pflanzen verfallen bei der kleinsten Berührung zu Staub. Trotzdem allerdings scheinen sie auf dem seltsamen toten Planeten nicht alleine zu sein. Eine bösartige außerirdische Spezies, die durch Mutationen geschaffen wurde und seither in gepanzerten Maschinen feststeckt, setzt alles daran, jegliches humanoides Leben auszulöschen. Das betrifft dann nicht nur den Doktor und seine Begleiter, sondern auch eine weitere außerirdische Spezies, die auf dem Planeten beheimatet ist…

    Die Entstehung eines Kult-Aliens
    Wer die britische Kultserie kennt oder auch nur einmal davon gehört hat, kennt einen außerirdischen Feind vermutlich umso besser: Die Daleks, die in ihren gepanzerten Körpern und mit ihrem obligatorischen Pömpel, schon seit Jahrzehnten als Erzfeind des Doktors etabliert sind. Selbst in den neuesten Staffeln mit Peter Capaldi sind die Daleks noch immer nicht wegzudenken und seit ihrem Bestehen dürfte es wahrscheinlich kaum eine Staffel gegeben haben, in denen sie nicht auftauchten. Auch wenn sie inzwischen ein bisschen bunter und weiterentwickelter in Erscheinung treten. Durch den zweiten Handlungsstrang des ersten Doktors gibt es dadurch aber nun ein besonderes Abenteuer für die Fans auch mit deutscher Tonspur: In „Die Daleks“ sehen wir schließlich das erste Zusammentreffen zwischen dem Doktor und den Daleks, sodass innerhalb der sieben Episoden auch ein wenig Fanservice enthalten ist, erfahren wir schließlich mehr über die Hintergründe dieser Spezies und ihrer Herkunft.

    Endlich Science-Fiction
    Optisch wirkt der Handlungsstrang für heutige Verhältnisse natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, wurde schließlich auch „Die Daleks“ vollständig in schwarz-weiß gedreht – eher günstig herzustellende Kulissen inklusive. Umso mehr sieht man den alten Folgen an, dass echte Personen in den „Kisten“ der Daleks stecken, mit einem (eigentlich albern wirkenden) Pömpel umher wedeln und irgendwie gar nicht so bedrohlich wirken, als handele es sich um einen der gefährlichsten Feinde des Universums. Und doch hatte es der Handlungsstrang schon zur damaligen Zeit geschafft, das Interesse des Publikums an „Doctor Who“ erstmals so richtig zu wecken. Kein Wunder, denn nachdem wir mit „Das Kind von den Sternen“ lediglich eine einfache Geschichte über Höhlenmenschen zu sehen bekamen, hält nun erstmals echte Science-Fiction in die Serie Einzug. Fremde Planeten, außerirdische Zivilisationen und vielleicht eine kleine Reise in die Zukunft. Das, was „Doctor Who“ im Kern auch heute noch ausmacht und die Fans unter den Science-Fiction-Liebhabern gewinnen konnte.

    Doktor mit Längen
    Gemäß des damaligen 60iger Jahre Stils verzichtete man sogar noch auf allzu schnelle Schnitte und ein hohes Erzähltempo. Die Zeiten, in denen der Doktor rasant durch die Gegend rennt, mit einem leuchtenden Schallschraubenzieher in der Luft herumfuchtelt und stets lustige Sprüche auf Lager hat, waren nämlich längst noch nicht angebrochen. Der oft als „Großvater“ bezeichnete weise alte Mann gehörte doch eher zu den ernsthafteren Figuren und ließ auch das Erzähltempo gerne etwas langsamer voranschreiten. Vielleicht ein wenig zu lang, denn zur damaligen Zeit hat man einen Handlungsstrang schließlich noch auf sieben Episoden a 25 Minuten gezogen. Das Problem daran: Eigentlich gibt die Geschichte lediglich Stoff für die Hälfte her. Heutzutage hätte man „Die Daleks“ vermutlich um die halbe Laufzeit gekürzt. Kaum vorstellbar wäre, die kurzen 25-Minuten-Episoden tatsächlich im Wochentakt zu schauen, weshalb es sich sicherlich lohnen dürfte, die kompletten beiden DVDs in einem Rutsch zu sehen. Insofern richtet sich natürlich auch dieser Handlungsstrang des ersten Doktors eher an eingefleischte Fans der Serie und eignet sich daher weniger als Neueinstieg in „Doctor Who“. Qualitativ liegt „Die Daleks“ aber eindeutig oberhalb der vorherigen Episoden.

    Fazit:
    Mit dem zweiten Handlungsstrang des ersten Doktors erleben wir nicht nur die erste Begegnung mit den kultigen Daleks, sondern auch echte Science-Fiction hält endlich Einzug in die klassische Serie. Durch die neue deutsche Synchronisation wird „Die Daleks“ somit zum Must-Have für Doctor Who-Fans.

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