Doctor Who: Castrovalva - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Doctor Who: Castrovalva

    Doctor Who: Castrovalva


    Land/Jahr:
    GB 1982
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Fiona Cumming
    Darsteller:
    Peter Davison
    Janet Fielding
    Sarah Sutton
    Matthew Waterhouse
    Anthony Ainley
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    96 Minuten
    Kaufstart:
    24. August 2018
    Label:
    Pandastorm

    Die letzte Regeneration ist für den Doktor offenbar nicht ganz so optimal gelaufen, leidet er seitdem schließlich unter zahlreichen körperlichen Problemen. Zunehmend geschwächt und mit schwindendem Erinnerungsvermögen setzen seine Begleiter Tegan und Nyssa alles daran, dem zeitreisenden Außerirdischen zu helfen. Während der dritte Begleiter Adric sich allerdings längst in den Fängen des Masters befindet, führt sie der Weg in das beschauliche Castrovalva, wo das Leben noch ein bisschen einfacher sein soll. Dumm nur, dass auch dort nicht alles mit rechten Dingen zu geht und der Doctor mit seinen Begleitern schon bald auf verschobene Dimensionen stößt. Das macht auch die Rettung von Adric nicht gerade einfacher…

    Kritik:
    Nachdem nun auch die Classics der britischen Kultserie endlich in Deutschland erscheinen, mag die Reihenfolge für manchen Fan ein wenig gewöhnungsbedürftig erscheinen: Die Episoden des fünften Doktors erschienen schließlich in umgekehrter Reihenfolge und „Castrovalva“ ist somit nicht der Abschluss seiner Staffeln, sondern viel mehr der Beginn.

    Folgen einer Wiedergeburt
    Dass „Castrovalva“ somit der erste Handlungsstrang mit dem fünften Doktor ist, hat jedoch auch einen Vorteil: Wir sehen nicht nur zu Beginn eine kurze Szene mit seinem Vorgänger und haben damit erstmals einen deutschen Einblick in die Rolle von Tom Baker, sondern bekommen zudem interessantere charakterliche Entwicklungen zu sehen. Dabei ist es eigentlich nachteilig, den damals noch jungen Peter Davison nicht gleich mit dieser Folge auf deutsch kennengelernt zu haben: Im Gegensatz zu seinen späteren Handlungssträngen macht er in „Castrovalva“ schließlich deutlich, dass er mehr als nur den etwas tollpatschig anmutenden, witzigen Doktor kann, sondern auch einen verletzlichen, geistig und gesundheitlich angeschlagenen Zeitreisenden beherrscht, der durch seine Verwirrtheit noch eine interessante Entwicklung vor sich hat und auch die Mimik und Körpersprache vielleicht gar ein bisschen besser beherrscht, als mancher seiner Kollegen.

    Sci-Fi und Mystery
    Noch dazu ist „Castrovalva“ eigentlich für alle Genrefans ein guter Einstieg in den fünften Doktor. Immerhin bekommen wir hier waschechte Science-Fiction geboten, die gleich in zwei der insgesamt vier Episoden einige echte Highlights zu bieten hat. Mag man doch von manch anderem Classic-Handlungsstrang etwas enttäuscht sein, weil die Handlung zu albern und die Kulissen zu trashig erscheinen, machen die spannende Reise zum Urknall und die aufregenden Weltraumphänome doch richtig Spaß. Selbst in der modernen Neuauflage sind echte Reisen durch den Weltraum schließlich noch eine Besonderheit. Kommen dann auch noch Raumfalten hinzu, die für ein Labyrinth der Dimensionen sorgen und dem „Castrovalva“-Handlungsstrang damit einen Mystery-Touch verleihen, kommen die echten Genrefans innerhalb der etwas mehr als 90 Minuten gleich doppelt auf ihre Kosten. Für Science-Fiction-Fans könnte „Castrovalva“ vielleicht das interessanteste Abenteuer des fünften Doktors sein.

    Greenscreen aus der Hölle
    Das kann natürlich nach wie vor nicht darüber hinweg täuschen, dass die klassischen Episoden der britischen Kultserie selbst für die damalige Zeit optisch rückständig wirken. Vor allem bei den Effekten wird das mehr als nur deutlich, wenn Umrandungen des Greenscreens gut erkennbar sind und die Displays der Tardis doch ganz schön verpixelt daher kommen. Da wird auch bei „Castrovalva“ das damalige äußerst niedrige Budget der Serie ersichtlich. Hinsichtlich der Bildqualität kann sich der Handlungsstrang aber durchaus sehen lassen und macht einen insgesamt besser abgetasteten Eindruck, als so manche andere Box von Classic Doctor Who. Eines dürfte aber ohnehin feststehen: Eingefleischte Doctor Who-Fans werden sich von diesen kleineren Mängeln nicht abschrecken lassen und sich stattdessen an einigen spannenden Retro-Sci-Fi-Episoden erfreuen.

    Fazit:
    Durch die umgekehrte Veröffentlichungsreihenfolge der klassischen Doctor Who-Episoden bekommen Fans mit „Castrovalva“ nicht nur das erste Erscheinen des fünften Doktors zu sehen, sondern endlich auch eine seiner spannendsten echten Science-Fiction-Geschichten, in denen gleich zwei aufregende Phänomene auf den Zuschauer warten.

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