Die Super-Cops - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Die Super-Cops

    Die Super-Cops


    Land/Jahr:
    F 2017
    Genre:
    Komödie
    Regie:
    Dany Boon
    Darsteller:
    Alice Pol
    Dany Boon
    Yvan Attal
    Michel Blanc
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    107 Minuten
    Kaufstart:
    24. November 2017
    Label:
    Ascot Elite

    Bei ihrem Job als Polizistin konnte die junge Johanna ihr Können bisher noch nicht so richtig unter Beweis stellen. Stattdessen schießt sie häufig über das Ziel hinaus, hilft Bankräubern auch mal beim Verstauen ihrer Beute und gerät sowieso ständig in die tollpatschigsten Situationen. Trotzdem hält sie auch heute noch an ihrem langjährigen Ziel fest, endlich bei der Elite-Einheit RAID aufgenommen zu werden, von der sie schon seit der Kindheit träumt. Ein Glück also, dass ihr Vater ausgerechnet der Innenminister ist und über reichlich Einfluss verfügt. Mit seiner Einmischung beginnt sie trotz mangelnder Eignung schließlich schon bald ihre Ausbildung bei der Spezialeinheit. Dumm nur, dass die an ihrer Anwesenheit kurzerhand verzweifeln…

    Kritik:
    Französische Komödien haben schon häufig ein bestimmtes Ziel gehabt: Sie machen sich gerne über Polizisten und Behörden lustig. Spätestens seit der beliebten „Taxi“-Reihe von Luc Besson ist diese Art des Humors in unserem Nachbarland geradezu obligatorisch. Wenn dann auch noch Komiker Dany Boon mit von der Partie ist, kann ein solcher Film doch eigentlich nur noch ein riesiger Spaß werden.

    Mit Mimik zum Lacher
    Der eigentliche Star von „Die Super-Cops“ ist allerdings gar nicht der bereits seit vielen Jahren aus zahlreichen Komödien bekannte Komiker, sondern viel mehr Hauptdarstellerin Alice Pol. Als unter den Cineasten noch größtenteils unbekanntes Gesicht, scheint sie für diese Rolle gar die Optimalbesetzung zu sein. Eines gelingt ihr nämlich fantastisch: Sie beherrscht ihre Mimik derartig grandios, dass wir ihr beinahe schon im Gesicht die Dummheit und Tollpatschigkeit ansehen können. Und wenn sie dann mal wieder eine ihrer Grimassen zieht, benötigt es gar keine allzu aufwändig geschriebenen Gags, um den Zuschauer zum Lachen zu bringen. Ein Blick reicht – und das Grinsen steht dem Publikum ins Gesicht geschrieben. Genau das macht einen guten Komiker schließlich auch aus.

    Der lange Weg zum Helden
    Grundsätzlich hat die französische Komödie nämlich auch mit einigen Schwächen zu kämpfen, die eben vor allem durch Alice Pols Leistungen kaschiert werden. Die gesamte Handlung des Streifens basiert schließlich auf der Tollpatschigkeit einer Polizistin, der es nur mit Mühe gelingt, ihr Können nach und nach unter Beweis zu stellen. Anfänglich mag das sogar funktionieren und für einen hohen Unterhaltungswert zu sorgen. Mit fortschreitendem Filmverlauf entwickeln sich auf Grund der sich häufig ähnelnden Situationen allerdings auch einige Längen, die „Die Super-Cops“ gelegentlich etwas vor sich hinplätschern lassen. Die immer gleichen Gags mit einer überdrehten Polizistin, die über jede Stufe stolpert und ständig beinahe ihre eigenen Kollegen erschießt, funktioniert nämlich leider nicht auf Dauer und erzeugt früher oder später Ermüdungserscheinungen. Schlussendlich leidet selbst ein Film mit der grandiosesten Schauspielerin am Ende unter einem nicht ganz optimal ausgearbeiteten Drehbuch.

    Fazit:
    Obwohl sich Alice Pol mit ihrer herausragenden Mimik schnell als Optimalbesetzung für diesen Film entpuppt, kann auch sie leider nicht über ein schwächelndes Drehbuch hinweg täuschen, bei dem die Gags schlichtweg an Ermüdungserscheinungen scheitern.

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