Die Monster Uni - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Die Monster Uni

    Die Monster Uni


    Land/Jahr:
    USA 2013
    Genre:
    Animation
    Regie:
    Dan Scanlon
    Darsteller:
    -
    FSK:
    ab 0 Jahren
    Dauer:
    104 Minuten
    Kaufstart:
    14. November 2013
    Label:
    Walt Disney Studios
    Home Entertainment



    Bereits seit seiner Kindheit hatte Mike Glotzkowski nur einen einzigen Berufswunsch: Er möchte ein berühmter Erschrecker werden, der den Kindern in der Nacht ganz viel Angst einjagt und damit die Energieversorgung seiner Heimatwelt sichert. Bis dahin hat er allerdings noch einen weiten Weg vor sich, denn auf der Monster Universität gilt es, das Schreckologie-Studium erfolgreich zu absolvieren. Dass er schon immer eher ein unbeholfener Außenseiter war, der nicht so leicht Freunde finden konnte, erleichtert ihm die erste Zeit auf der Uni nicht gerade. Hänseleien, Mobbing und andere Eskapaden stehen also an der Tagesordnung, während Mike seine gesamte Freizeit damit verbringt, die Lehrbücher in und auswendig zu lernen. Leider hat er jedoch noch ein viel größeres Problem: Als einäugiges grünes Monster ist er einfach nicht schrecklich und kann den Kindern so kaum wirklich Angst einjagen. Doch nachdem er die Prüfung gemeinsam mit dem gruseligen Monster Sullivan nicht bestanden hat, setzt er alles daran, die universitären Schreckspiele zu gewinnen und so sein Studium doch noch fortsetzen zu können. Dumm nur, dass er dabei ausgerechnet auf die Hilfe von anderen Studienabbrechern angewiesen ist, die selbst nicht gerade zu den gruseligsten Gestalten des Campus gehören. Sein Vorhaben scheint zum Scheitern verurteilt…

    Kritik:
    Fragen wir einmal die Filmfans aller Generationen, welchen Pixar-Animationsfilm sie am meisten mögen, wird dabei nicht selten die „Monster AG“ genannt. Damit hatten die Macher also hohe Qualitätsansprüche und mussten sich an einem herausragenden Vorgänger messen. Mit „Die Monster Uni“ bringt man jedoch neue Ideen mit ein und versuch an alten Qualitäten festzuhalten. Ob dies wohl gelungen ist?

    Freundliche Monster
    Natürlich fällt es nicht schwer, die Monster des Filmes in unser Herz zu schließen. Die aufgeschlossenen und tollen, teils ängstlichen Charaktere, sind doch schließlich schon seit langem die sympathischsten Monster, die wir je auf unserem Bildschirm bewundern durften – und begeistern bereits seit dem ersten Teil alle Generationen. Um das Qualitätskonzept beizubehalten, setzt man daher auf überwiegend bekannte Figuren. Im Mittelpunkt stehen dabei erneut der einäugige grüne Mike Glotzkowski und das flauschig-blaue Monster Sullivan, die jetzt offensichtlich als Nachkommen der Helden aus dem ersten Teil in Erscheinung treten. Damit haben Kinder und Kenner des ersten Teils zunächst einen Wiedererkennungswert, können sich aber zudem auch in die Erfahrungen von Schulkindern gut einfühlen. Immerhin hat nämlich auch „Die Monster Uni“ wieder einen großen pädagogischen Wert, der genauestens auf die bekannten schulischen Probleme eingeht, mit denen wohl viele Kinder letztendlich zu kämpfen haben. Der Animationsfilm ist damit eine Spiegelung der realen Welt – nur eben mit niedlichen Monstern, die den Menschen noch etwas beibringen können.

    Angst vor Kindern
    Wie bereits im Vorgänger haben nämlich auch im zweiten Teil alle Monster irgendwie Angst vor den realen Kindern. Die gelten schließlich als giftig und dürfen auf gar keinen Fall die rationaler denkenden Erwachsenen alarmieren. Für die Monster gilt also: Möglichst leise vordringen, unentdeckt für gruselige Atmosphäre sorgen und dann dem Kind einen solch großen Schrecken einjagen, dass es möglichst das ganze Haus zusammenschreit. Das allein ist schon sehr unterhaltsam anzusehen und baut die Spannung des Films auf. Nebenbei geht es aber vor allem um das Leben auf der Universität. Mobbing von schüchternen Außenseitern, Versagensängste, Zusammenhalt, Freundschaft – das alles spielt eine große Rolle in diesem Film und vermittelt Kindern die Werte, die sie benötigen, um ihre Ängste zu überwinden. So gibt es etwa gute Tipps, wie man trotz körperlicher Schwächen doch seine Individualität nutzen kann, um schulisch doch erfolgreich zu sein und Anerkennung bei seinen Mitmenschen zu erlangen. Natürlich sind die Charaktere dabei insgesamt stereotypisch ausgefallen, sind aber gerade deshalb so gut nachvollziehbar und echte Identifikationsfiguren für die Kids jeden Alters. Pixar ist es damit gelungen, einen Film zu drehen, der von kleinen Kindern über Jugendliche, bis hin zu Erwachsenen doch irgendwie jedem gefällt. Eine Meisterleistung, wie bereits im ersten Teil.

    Skurriles unter dem Bett
    Daneben bietet „Die Monster Uni“ natürlich regelmäßige, einfallsreiche Lacher, durch die wir stets mit guter Laune vor dem heimischen Bildschirm sitzen. Körperliche Eigenheiten werden dabei nicht selten für absolut schräge und skurrile Momente genutzt, etwa dann wenn eine Monster-Schnecke einfach nicht rechtzeitig zum ersten Tag des Semesters in der Universität erscheint – nun, Schnecken sind eben langsam. Oder aber, wenn Sullivan mit ulkiger Mimik und lockeren Umgangsformen versucht, ein rasendes Campusschwein einzufangen und dabei nicht gerade für wenig Chaos sorgt. Es sind immer wieder diese humorvollen Zwischenmomente, die den Film doch stark auflockern und mit viel Witz in Erinnerung bleiben. Letztendlich sorgt die Mischung aus tollen Charakteren, guter Story, pädagogischen Werten und absolut genialer Situationskomik dann dafür, dass man „Die Monster Uni“ unbedingt unter allen Umständen gesehen haben muss. Fans der „Monster AG“ werden nämlich nicht enttäuscht und kommen voll auf ihre Kosten. In dieser Hinsicht können wir also eine klare Empfehlung aussprechen, denn auch dieser Teil zählt zu den besten Animationsfilmen, die Disney je zu bieten hatte. Großartig!

    Haarige Tierchen (3D-Bewertung)
    Im Heimkino kann man den Film allerdings nicht nur in seiner gewöhnlichen Fassung genießen, sondern kommt ebenfalls in den Genuss einer 3D-Version. Dank hochwertigem Steelbook mit beiden Fassungen des Films sieht der dann nicht nur im Regal richtig hübsch aus, sondern kann sich auch auf dem Fernseher richtig gut sehen lassen. Bekanntermaßen funktionieren dreidimensionale Effekte bei Animationsfilmen bestehend aus Computergrafiken schließlich besonders gut. Da braucht man eben keine entsprechende Kamera, sondern kann die ohnehin schon in 3D vorliegenden Daten für die stereoskopische Darstellung bestens nutzen. Das Ergebnis ist eine extrem scharfe Bildqualität, herausragende Tiefeneffekte und ganz viele Details. Selbst die Haare eines flauschigen Sullivan kommen dabei gut zur Geltung und beweisen, dass die Pixar-Filme auch heute noch zu den Referenztiteln in Sachen Animation und Bildqualität zählen. Besitzer von entsprechendem Equipment sei die 3D-BluRay also wärmstens ans Herz gelegt.

    Fazit:
    Die Filme um die berühmten ängstlichen Monster gehören zu den Referenztiteln aus dem Hause Pixar und sorgen erneut auch in der Fortsetzung mit mega sympathischen Charakteren, einer pädagogisch enorm wertvollen Story und erstklassigem Humor für richtig viel Spaß für alle Generationen.