Die Eiskönigin - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Die Eiskönigin

    Die Eiskönigin


    Land/Jahr:
    USA 2013
    Genre:
    Animation
    Regie:
    Jennifer Lee
    Chris Buck
    Darsteller:
    -
    FSK:
    ab 0 Jahren
    Dauer:
    102 Minuten
    Kaufstart:
    3. April 2014
    Label:
    Walt Disney Studios
    Home Entertainment



    Seit ihrer Kindheit hat Prinzessin Elsa eine schreckliche Gabe. Sie verfügt die Macht über das Eis und kann sowohl wunderschöne Dinge erschaffen, als auch zu einer enormen Gefahr werden. Bereits beim Spielen kommt es so schnell zu einem Unfall, bei dem ihre Schwester Anna von einem Eisblitz getroffen und schwer verletzt wird. Seitdem muss sie vollkommen isoliert von der Außenwelt in ihrem heimischen Schlosszimmer leben und darf seither keinen Kontakt mehr zu ihrer Schwester halten. Niemand soll je erfahren, über welche Fähigkeiten sie tatsächlich verfügt. Dennoch gilt sie als Thronfolgerin der Familie und soll im Erwachsenenalter endlich gekrönt werden. Damit ist die Zeit des Versteckens schon bald vorbei und sie muss sich ihren Herausforderungen stellen. Dumm nur, dass bereits der erste Tag zu einer echten Katastrophe wird und ihre gesamte Heimat in eine Eiszeit versetzt. Der richtige Moment für Anna, sich auf die Suche nach ihrer weggelaufenen Schwester zu machen…

    Kritik:
    Nach dem ersten märchenhaften Animationsfilm „Rapunzel“ wagen sich die Macher nun erneute an ein richtig verzaubertes Abenteuer. Denn in „Die Eiskönigin“ treffen wir auf eine magische Prinzessin, die mit ihren Händen wirklich alles in wunderschöne Eislandschaften verwandeln kann. Optisch ein Hit – und auch ganz schön witzig.

    Kitsch mit Glitzer
    Natürlich kennt man sie: Die typischen Disney-Animationsstreifen über schnulzige Liebesgeschichten und Prinzessinnen, die unter allen Umständen ihren Traummann finden müssen und dabei die wahre Liebe entdecken. Es geht doch nichts über die süßen Mädchen, die uns eine unrealistische Liebesgeschichte mit der heilen Welt erzählen und dabei einfach nur unser Herz erwärmen wollen. Ganz so einfach macht es sich „Die Eiskönigin“ dieses Mal allerdings nicht, obwohl zumindest der Beginn mit den Liebesschnulzen der Schwester Anna zunächst diesen Anschein macht. Dieses Mal bekommt die eigentliche Prinzessin wegen ihres großen Geheimnisses nicht einmal die Gabe ab und die vorbestimmte wahre Liebe der Schwester wird gewaltig auf die Probe gestellt. Auf eine moderne und lockere Art versucht der Streifen dabei, die positiven Seiten der heute eher schnelllebigeren Lebensabschnittsgefährten und austauschbaren Verlobten nahezulegen. Das ist irgendwie erfrischend, weil nicht mehr so abgehoben und übertrieben kitschig, wie in der Vergangenheit.

    Olaf, der Schneemann
    Beim Creature Design haben die Macher außerdem wieder richtig viel Fantasie walten lassen. Da kann man mit den Kollegen von Pixar zwar vielleicht nicht uneingeschränkt mithalten, doch immerhin die dargebotenen Figuren können schnell große Sympathiepunkte ernten und uns großartig unterhalten. Bereits zu Beginn des Films schließen wir die niedlichen kleinen Trolle aus dem Wald richtig in unser Herz, kurz bevor das Rentier Sven mit seiner Karottensucht für gelungene Running Gags sorgt und der lebendige und sprechende Schneemann Olaf deutlich macht, welchen kinderfreundlichen und liebenswürdigen Humor die Filmemacher hier verfolgen. Ganz zu schweigen vom ohnehin schon atemberaubenden Design der Kulisse, die mit glitzernden Kleidern und glänzenden Schlössern aus Eis zu einem echten Augenschmaus werden. Da muss man sich auch definitiv nicht vor den Größen wie Pixar verstecken und kann sich zu den hochwertigeren Animationsfilmen zählen. Spaß für die ganze Familie ist also garantiert.

    Musical on Ice
    Man muss allerdings anerkennen, dass „Die Eiskönigin“ in so manchem Moment nicht immer wie ein Animationsfilm wirkt, sondern beinahe von einem Musical abgeschaut sein könnte. Die fast schon theatertauglichen Kulissen mit den opulenten animierten Kleidern fügen sich nämlich perfekt in die gelungenen Musikeinlagen ein, die wir bereits aus früheren Disney-Filmen kennen. Kann man sich also mit kitschigem Disney-Frauengesang wenig anfreunden, so könnte einem auch dieser Film schnell auf den Wecker fallen, immerhin gibt es davon in „Die Eiskönigin“ überdurchschnittlich viel zu hören. Mit der Mischung aus optischem Design und angenehmem Klang kann man aber wiederum echte Disney-Fans mehr als nur begeistern. Man merkt eben doch sehr, dass das Musical „Die Schneekönigin“ hier als Vorlage für den Film diente. Sehr gelungen.

    Fazit:
    Vom Musical zum Animationsfilm: Kitschige Prinzessinnengeschichte mit optisch eindrucksvollen Effekten und liebenswürdigen Kreaturen. Spaß für die ganze Familie.