Death Note: Light up the new world - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Death Note: Light up the new world

    Death Note: Light up the new world


    Land/Jahr:
    J 2016
    Genre:
    Mystery
    Regie:
    Shinsuke Sato
    Darsteller:
    Tatsuya Fujiwara
    Ken'ichi Matsuyama
    Erika Toda
    Masaki Suda
    Noémie Nakai
    Shido Nakamura
    Sosuke Ikematsu
    Masahiro Igashide
    Mina Fuji
    Sergey Kuvaev
    Rina Kawaei
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    135 Minuten
    Kaufstart:
    14. September 2018
    Label:
    Kazé

    Etwa zehn Jahre nach dem Tod von Light Yagami scheint alles wieder von vorne zu beginnen: Die mysteriösen Notizbücher namens „Death Note“ tauchen wieder auf und werden im Besitz von Menschen zur ultimativen Waffe. Schreibt man nämlich einen Namen in das Buch, wird die betroffene Person kurzerhand ums Leben kommen. Das bringt auch Nachahmer auf den Plan, die nach dem Finden eines Death Note zum Nachfolger von Light Yagami werden wollen und seine damaligen Ziele fortsetzen möchten. Dieses Mal allerdings finden sich gleich sechs Death Notes auf der Erde, die allesamt unter Kontrolle gebracht werden müssen, um nicht selbst ins Visier der Konkurrenz zu gelangen. Und das ist längst nicht der einzige Gegner: Interpol hat unterdessen nämlich auch einen neuen Privatdetektiven auf den Fall angesetzt, der in die Fußstapfen des legendären L schlüpfen soll, der einst Yagami das Handwerk legte. Ein Wettlauf um die Vorherrschaft um die Death Notes beginnt…

    Kritik:
    Zehn Jahre waren vergangen zwischen den ersten drei „Death Note“-Filmen und „Light up the new world“. Statt aber, wie es mittlerweile in Hollywood üblich geworden ist, ein Remake daraus zu machen, wagten sich die Japaner an eine echte Fortsetzung, die nahtlos an die Geschichte der vorangegangenen Filme ansetzt.

    Manga einfach weitergedacht
    Eines ist dabei allerdings klar: Die Story ist mit „Light up the new world“ bereits soweit fortgeschritten, dass sie in den dazugehörigen Mangavorlagen gar nicht mehr vorkommt. Die Macher des neueren Filmes haben die Geschichte stattdessen einfach weiter gedacht und ignorieren dabei keinesfalls die Entwicklungen der ersten beiden Filme, die sich noch recht nah an die Vorlage hielten. Das bringt aber zugleich auch interessante neue Möglichkeiten mit sich: Nicht nur kann man mit Misa einen Charakter aus dem zweiten Teil erneut auftreten lassen, sondern zugleich auch das Hintergrundwissen darüber ausnutzen, dass es mehr als nur einen Shinigami – also einen Todesgott – mit seinem jeweiligen Death Note gibt. Das macht schließlich auch die Story ein wenig verstrickter.

    Mehr Krimi statt Mystery
    Im Mittelpunkt stehen dieses Mal allerdings nicht mehr die Erfahrungen einer Einzelperson mit dem Death Note, sondern ein ganzes Ermittlungsteam, das es mit insgesamt sechs Besitzern eines Death Notes aufnehmen möchte, die offenbar gegenseitig versuchen, die Konkurrenz aus dem Weg zu räumen und aus Gier alle Death Notes in ihren eigenen Besitz zu bringen. Kurz gesagt: Die Faszination um die Shinigamis ist längst verflogen, da für Fans seit vielen Jahren bekannt und man konzentriert sich stattdessen auf eine Handlung, die eher einem Krimi gleicht, als einem typischen Mysteryfilm, wie es noch die Vorgänger waren. Insgesamt erreicht „Light up the new world“ damit nicht mehr die emotionale Intensität der ersten beiden Teile, kann mit seiner Story aber immer noch punkten.

    Etwas zu große Fußstapfen
    Eine etwas ungünstige Situation ist allerdings auch, dass der Publikumsliebling der drei Vorgängerfilme dummerweise nicht mehr auftauchen kann. Der Spezialermittler „L“ spielt somit keine Rolle mehr in „Light up the new world“ und muss, damit die Story auch weiterhin Sinn ergibt, von einem neuen Charakter ersetzt werden. Dieser allerdings schafft es einfach nicht mehr, den überaus schrägen Charakter von L, der auch mit besonderen kulinarischen Vorlieben, spezieller Mimik und einem außergewöhnlichen Gang überzeugte, zu kopieren. Sousuke Ikematsu gelingt mit seiner etwas wahnsinnigen, abgedrehten Art zwar durchaus ein eigener Stil, aber die Fußstapfen sind hier offensichtlich zu groß, um einen ernstzunehmenden Ersatz abzuliefern.

    Shinigami etwas bösartiger
    Dafür allerdings wurden die Shinigamis mitsamt ihrem Creature Design nochmal ein wenig überarbeitet. Man erkennt vor allem den aus Teil 1 und 2 bereits bekannten Ryuk zwar problemlos wieder, aber schnell wird durchaus klar, wieso das Netflix-Remake zwei Jahre später einen noch düstereren Stil einführte: Insgesamt hat man ihm schließlich einen bösartigeren und gehässigeren Charakter verpasst und auch die Animationen leicht an sein gestiegenes Alter angepasst. Richtig gruselig wird „Light up the new world“ allerdings zu keiner Zeit, da der Streifen weder auf Horror setzt, noch den bösartigeren Stil bei den anderen Shinigamis fortsetzt: Insgesamt punktet der Film da nämlich eher mit etwas mehr Kreativität, künstlicher Abwechslung und mitunter sogar einem kleinen Niedlichkeitsfaktor. Für die Herausbildung der Persönlichkeitsunterschiede ist das aber durchaus von Vorteil und verleiht den Shinigamis ein bisschen mehr Tiefgang.

    Fazit:
    Fortsetzung statt Remake: Der vierte Teil der „Death Note“-Reihe setzt die Geschichte seiner Vorgänger nahtlos fort und erzählt somit auch die Handlung der Mangavorlage kreativ weiter. Stilistisch allerdings verringert man den Mysterypart ein wenig und setzt stattdessen etwas mehr auf Krimi.

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