Death Note 1 – 3 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Death Note 1 – 3

    Death Note 1 – 3


    Land/Jahr:
    J 2006 - 2008
    Genre:
    Mystery
    Regie:
    Shusuke Kaneko
    Hideo Nakata
    Darsteller:
    Tatsuya Fujiwara
    Kenichi Matsuyama
    Takeshi Kaga
    Yuu Kashii
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    394 Minuten
    Kaufstart:
    14. September 2018
    Label:
    Kazé

    Bei seinem Jura-Studium in Tokio lernt Light Yagami immer wieder die Grenzen des Rechtsstaates kennen. Am liebsten würde er die Justiz manches Mal selbst in die Hand nehmen. Dafür soll er allerdings schon bald die passende Möglichkeit haben: Eines Tages findet er nämlich ein Notizbuch mit dem Titel „Death Note“, das über einige Regeln verfügt. Jede Person, dessen Namen er dort einträgt, kommt kurze Zeit später ums Leben. Einzige Voraussetzung: Er muss das Gesicht des Opfers kennen und, wenn er möchte, die Todesursache eintragen. Aus einem anfänglichen Experiment voller Ungläubigkeit folgt schon bald der Reiz darin, der Justiz ein bisschen „unter die Arme“ zu greifen. Dumm nur, dass er damit zugleich auch die Polizei auf den Plan ruft, die mit einem Spezialermittler namens „L“, der seinen echten Namen niemals bekannt geben möchte, gegen die mysteriösen Todesfälle ermittelt. Und ausgerechnet sein eigener Vater gehört ebenfalls zu den Ermittlern…

    Kritik:
    Eigentlich war es Netflix erst vor einiger Zeit, die die Mangareihe „Death Note“ wieder in die Gedächtnisse der Zuschauer holte, in dem sie eine eigene Neuauflage veröffentlichen. Ganz so neu ist die Geschichte um das „Todesnotizbuch“ allerdings nicht, denn bereits im Jahre 2006 drehte Shusuke Kaneko eine eigene Umsetzung des Mangastoffs.

    Detaillierter als die Neuauflage
    Und bei einer Sache sind sich viele eingefleischte Filmfans einig: Das Original ist meistens immer noch am besten. Kein Wunder also, dass die japanischen „Death Note“-Filme aus dem Jahre 2006 bis 2008 selbstverständlich zum Pflichtprogramm für Fans des Mangas und allen, die es noch werden wollen, gehört. Und letztendlich sollen die Fans des Originals recht behalten: Indem Kaneko nämlich die Story des über 2000 Seiten dicken Mangas in zwei Filme mit Überlänge packt, kann er schließlich viel detaillierter auf die Handlung eingehen und wesentlich näher an der Vorlage bleiben. Die lässt nämlich viel weniger aus als etwa der Netflix-Film: Immerhin dürfen wir in diesen beiden Filmen auch auf einen weiteren wichtigen Hauptcharakter aus dem Manga treffen, der in der amerikanischen Neuauflage praktisch keinerlei Rolle spielte.

    Leicht verkürzter Stoff
    Klar ist allerdings auch, dass selbst diese „Death Note“-Filme nicht in der Lage sind, sämtliche Inhalte aus der Vorlage gänzlich umzusetzen. Aus dramaturgischen Gründen und vielleicht auch ein bisschen aus Gründen des Jugendschutzes verzichtet man schließlich auf einige etwas zu abschweifende Inhalte und konzentriert sich voll und ganz auf Light und die Ermittlungen gegen ihn. Letztendlich fehlen dadurch vor allem einige erotische Szenen, die im originalen Manga tatsächlich noch zu finden sind und liefert somit vor allem hinsichtlich einiger freizügiger Szenen eine eher abgeschwächte Variante. Aber kein Wunder: Die Wirkung in einem Film ist eben doch eine andere, als bei gezeichneten Mangas. Über eine Sache werden sich die Fans des Mangas allerdings freuen: Anders als die Netflix-Verfilmung verzichten die japanischen Filme auf eine Neuinterpretation des Stoffs und erfinden keinen alternativen Handlungsverlauf hinzu.

    Die japanische Verrücktheit
    Vor allem aber punkten die japanischen „Death Note“-Filme mit ihren interessanteren Hauptcharakteren, die – im typisch japanischen Stil – wesentlich schräger ausgefallen sind, als in der amerikanischen Version. Insbesondere die charakterliche Ausarbeitung des Spezialermittlers L kann dabei überzeugen, wirkt er nicht nur wesentlich eigenartiger und introvertierter, sondern verkörpert eigentlich sogar schon einen „Emo-Charakter“ mit einer außergewöhnlichen Vorliebe für Zucker. Auf solche Details ist die Neuauflage nämlich nur sehr grob eingegangen und hat interessante Details, die die Figur erst so richtig formen können, komplett weg gelassen. Eines ist somit klar: Um neue Fans für die Reihe zu gewinnen, war der Netflix-Film sicherlich gut zu gebrauchen – wer sich aber richtig für das „Death Note“-Universum interessiert, sollte sich unbedingt die japanischen Originale ansehen.

    Kein gruseliger Shinigami
    Bei all dem Lob muss man aber doch einräumen, dass die japanischen „Death Note“-Filme eine Sache dann doch schlechter machen, als die Neuauflage: Die Animationen sahen vor über zehn Jahren einfach noch wesentlich schlechter und unglaubwürdiger aus, sodass die auftauchenden „Shinigamis“, also die in Verbindung zum Death Note stehenden Todesgötter, eigentlich überhaupt nicht mehr gruselig wirken. Insgesamt kann man die Neuauflage also als einen Tick düsterer betrachten, dafür aber die japanischen Originale als detailreicher und hinsichtlich seiner Story qualitativer. Auch deshalb kann es durchaus sinnig sein, mit der Neuauflage zu beginnen und bei gestiegenem Interesse dann zu der vor kurzem erschienen Box mit den japanischen Filmen zu greifen.

    Fazit:
    Die originalen japanischen „Death Note“-Filme können zwar nicht mit dem Gruselfaktor und den gelungenen Animationen der Netflix-Neuauflage mithalten, punkten dafür aber mit einer stärkeren Orientierung an der Manga-Vorlage, einer besseren Charakterdarstellung und einem detailreicheren Handlungsverlauf.

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