Cooties - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Cooties

    Cooties


    Land/Jahr:
    USA 2014
    Genre:
    Horrorkomödie
    Regie:
    Jonathan Milott
    Cary Murnion
    Darsteller:
    Elijah Wood
    Alison Pill
    Rainn Wilson
    Jack McBrayer
    Leigh Whannell
    Nasim Pedrad
    Jorge Garcia
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    88 Minuten
    Kaufstart:
    15. Oktober 2015
    Label:
    Universal Pictures

    Der Einstieg in den Beruf als Schriftsteller kann überaus schwierig sein, vor allem wenn es um die finanziellen Mittel geht. Das muss auch Clint feststellen, der sich ein wenig Taschengeld als Aushilfslehrer an der örtlichen Grundschule des kleinen Vororts Fort Chicken dazuverdienen möchte. Gerade erst in der Bildungseinrichtung angekommen, in der die Lehrer mitunter noch verrückter sind, als die hyperaktiven sozial gestörten Kinder, soll allerdings auch er schnell bereuen, worauf er sich hier eingelassen hat. Dass es allerdings nicht nur erzieherisch ein enorm großes Problem darstellt, die jungen Schüler in den Griff zu bekommen, soll schon bald nur noch die geringste Herausforderung in seinem neuen Beruf darstellen. Denn bereits an seinem ersten Arbeitstag verwandeln sich die mit Ritalin vollgepumpten Kids in blutrünstige Zombies, die ihren Lehrern auf brutale Weise nach dem Leben trachten…

    Kritik:
    Kleine Kinder können grausam sein, das wissen Lehrer sicherlich am besten. Dass sie sich dabei mitunter aufführen, wie kleine Zombies ohne jeglichen Verstand, dürfte uns heutzutage wohl auch nicht mehr überraschen. Neu ist hingegen, dass sie tatsächlich ihre Lehrer gleich auffressen wollen – und Elijah Wood ist einer von ihnen.

    Schule des Todes
    Die Horrorkomödie „Cooties“ nutzt dabei einen ganz geschickten Übergang: Sie stellt die Kinder von ihrer grausamsten Seite voller Erziehungsprobleme in ihrem sozial überaus fragwürdigen Umfeld dar und treibt das soweit auf die Spitze, dass aus ohnehin schon geistig umnachtenden medikamentenabhängigen Kindern schon bald echte Zombies werden. Natürlich satirisch extrem überspitzt, ist dem Zuschauer schon bald gar nicht mehr klar, ob die Kinder eigentlich als Zombie besonders schlimm sind, oder doch schon vorher mindestens genauso grausam gewesen sind. Und genau das nutzt „Cooties“ zugleich auch aus, um richtig geniale Lacher mit viel Situationskomik zu erzeugen. Etwa dadurch, dass Hauptdarsteller Elijah Wood als Aushilfslehrer auch schon vor der Zombieepidemie wohl der einzig vernünftige Mensch an dieser Schule war und mit einem sarkastischen Blick auf den heutigen normalen Wahnsinn an zahlreichen Schulen schaut. Dass sich die Schüler heute schließlich aufführen wie Zombies, dürfte so manchem wohl auch ohne echte Verwandlung bereits in den Sinn gekommen sein.

    Humorvolle Gesellschaftssatire
    Dass man dann allerdings die Problematik rund um Hyperaktivität und ausufernden Drogenkonsum durch psychoaktive Medikamenten nutzt, um Situationskomik und Sozialkritik gleichzeitig einzubauen, ist ein wahrlich genialer Spagat. Beispielsweise dann, wenn Elijah Wood die blutrünstigen Grundschul-Zombies ausgerechnet mit Methylphenidat ruhigstellen will und Ritalin somit als taktisches Mittel zur Bekämpfung der Zombieapokalypse nutzen kann. Ein ziemlich direkter Wink mit dem Zaunpfahl an eine fragwürdige Praxis, der aber so übertrieben daher kommt, dass er uns gleichzeitig zum Lachen bringen kann. Genau so muss Satire aussehen, wenn sie tatsächlich funktionieren soll. Gleichzeitig schafft es „Cooties“, diesen Stil auch bei der Rollenbesetzung fortzusetzen und kombiniert Kritik am Lehrpersonal zugleich ebenfalls mit trashig-humoristischen Szenen. Da ist das Sozialverhalten des Sportlehrers einerseits selbst draufgängerisch-asozial, dient er auch gleichzeitig für trashige Actionszenen, die hier den höchsten Unterhaltungswert bieten und sich beim Zuschauer einprägen können. Auch das ein genialer Spagat zwischen gesellschaftlicher Kritik und Humor – verpackt in einem blutigen Horrorsetting mit reichlich Slasher- und Goreszenen, die locker und witzig daher kommen. Damit eine der besten Horrorkomödie, die wir in diesem Jahr bisher gesehen haben.

    Fazit:
    Extrem unterhaltsame Horrorkomödie mit einem genialen Mix aus blutigem Horror-Slasher, witziger Satire und tiefgründiger Sozialkritik. Ein echter Spaß für Horrorfans, die sich ungern an die Schulzeit erinnern.

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