Cat Run - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Cat Run

    Cat Run


    Land/Jahr:
    USA 2010
    Genre:
    Actionkomödie
    Regie:
    John Stockwell
    Darsteller:
    Paz Vega
    Janet McTeer
    Scott Mechlowicz
    Alphonso McAuley
    Christopher McDonald
    Tony Curran
    Darryl Lynn Hughley
    FSK:
    ab 18 Jahren
    Dauer:
    106 Minuten
    Kaufstart:
    12. Januar 2012
    Label:
    Universal Pictures


    Die beiden Kumpels Julian und Anthony hatten sich ihr Leben ganz anders vorgestellt, bevor ihre Berufswünsche nicht so recht in Erfüllung gingen. Gestrandet in Montenegro wollen sie ihrem Berufsleben also ein wenig auf die Sprünge helfen und gründen prompt ein Detektivbüro, um sich auf waghalsige Jobs freuen zu können. Ausgerechnet der erste Kunde hat da auch gleich einen besonders komplizierten Auftrag, denn als Vater einer Edelprostituierten will er unter allen Umständen den Schutz für seine Tochter. Die nämlich ist im Besitz von wichtigen Beweisen und hat damit nicht nur einen korrupten Senator und die Mafia am Hals, sondern auch noch eine brutale und skrupellose Auftragskillerin, die nicht gerade zögert, jeden zu misshandeln, der sich ihr in den Weg stellt. Dumm nur, dass die beiden Detektive sich nicht gerade als große Profis herausstellen…

    Kritik:
    Denken wir an waghalsige Detektivabenteuer und skrupellose Profi-Killer kommen uns wohl eher Größen, wie Daniel Craig in den Sinn. Dass es irgendwie auch anders geht, will uns nun „Cat Run“ mit eher ungewöhnlichen Methoden beweisen. Da liegt die Betonung aber wohl eher auf „irgendwie“, denn so richtig einordnen lassen will sich der Streifen auf gar keinen Fall.

    Schräger Detektivstreifen
    Zu sehen bekommen wir eher eine Mischung aus Agententhriller, Road Movie und abgedrehte Komödie, denn das was uns die beiden vermeintlichen Detektive hier präsentieren wollen, sprudelt nur so vor ausgefallenen Gags und verrückter Situationskomik. Dabei versucht es der Film zunächst ganz ernsthaft, denn mit einer Story um die Edelprostituierte Cat und ihrer Flucht vor einer gnadenlosen Profi-Killerin ist zumindest Spannung einigermaßen garantiert. Dumm ist dabei nur: Die meisten Zuschauer werden die erste halbe Stunde eher ratlos vor dem Bildschirm sitzen, weil sie den Sinngehalt des Films einfach nicht verstehen wollen. Da sehen wir tollpatschige Kerle, die sich ohne jegliche Erklärung das Fahrzeug von ihrem Schützling stehlen lassen, um anschließend mit Gags und stylischen Frisuren auf Verfolgungsjagd zu gehen. Doch während die Jungs so auffällig, wie nur möglich, dem jungen Mädel hinterher hetzen, geht die Killerin ganz anders vor.

    Diskrete Brutalität
    Die nämlich ist ebenso auf der Jagd nach Cat und macht jeden gnadenlos kalt, der sich ihr in den Weg stellt. Dabei geht sie sogar äußerst brutal vor, denn zu ihren Folterungsmethoden gehören neben Arm-Transplantationen auch das abschneiden von Fingern. Da braucht man sich also kaum wundern, dass der Titel nicht gerade für Kinder geeignet ist und Actionfans sicherlich auf ihre Kosten kommen. Dabei kann man „Cat Run“ noch nicht einmal wirklich ernst nehmen, denn Regisseur John Stockwell inszeniert den Streifen so abgedreht, dass wir regelmäßig unsere Lachmuskeln trainieren können. Da treffen dann stylische Splitscreens auf kommentierte Flashbacks und comicartige Charakterbeschreibungen – komplett aufgedreht und wahnsinnig. Doch „Cat Run“ hat keinerlei Anspruch, legt auch nicht viel Wert auf eine komplexe Story. Der Film will einfach nur unterhalten, turbulent sein und mit größtmöglicher Rasanz den Zuschauer begeistern. Teilweise gelingt das sogar an manchen Stellen ganz gut, denn zumindest Langeweile will keine aufkommen. Doch das „gewisse Etwas“ fehlt da einfach ebenso, wie der Tiefgang. Abgedreht reicht eben nicht immer für einen guten Film.

    Unter der Gürtellinie
    Wie wohl die meisten Filme versucht dann auch „Cat Run“ seine kleinen, aber eben vorhandenen Qualitätsmängel mit viel nackter Haut zu überdecken – und spätestens da kann der Streifen auch sein dringend benötigtes Niveau verlieren. Was da noch recht stilvoll beginnt und mit nackt durch den Raum huschenden Mädchen irgendwie zum Gesamt-Look des Streifens passt, wird spätestens beim „Penis-Schock“ zum Ende des Filmes einfach nur noch niveaulos. Dabei hat die Hodenentfernung als Foltermethode mit ihrem anschließenden „Angebot des letzten Moments“ doch seinen Stil und zeigt, warum nackte Haut zumindest nicht immer so schlecht daher kommt. In jedem Fall beweist „Cat Run“ definitiv, dass nicht alle Amerikaner prüde sind – und kann mit seiner Crazyness einfach zumindest manches Zuschauerklientel begeistern.

    Fazit:
    Völlig abgedrehter Detektivspaß mit einer überraschend hohen Brutalität und witzigem Humor – leider will der allerdings nicht bei jedem Zuschauer zünden.