Bus 657 - Kritik – Virtual DVD Magazine


Bus 657


Bus 657

Land/Jahr:
USA 2015
Genre:
Action / Thriller
Regie:
Scott Mann
Darsteller:
Dave Bautista
Mark-Paul Gosselaar
Robert De Niro
Jeffrey Dean Morgan
Gina Carano
Kate Bosworth
FSK:
ab 16 Jahren
Dauer:
93 Minuten
Kaufstart:
29. Dezember 2015
Label:
Ascot Elite



Seit vielen Jahren ist Vaughn schon Mitarbeiter des örtlichen Casinos und teilt dort die Black Jack-Karten für die zahlreichen Spieler aus. Doch während sein Chef ein großes Imperium damit aufgebaut hat, wird Vaughn ganz und gar nicht reich mit diesem Job. Die nötigen Kosten von 300.000 Dollar für die Operation seiner Tochter kann er jedenfalls nicht ansatzweise aufbringen. Und besonders spendabel ist sein Vorgesetzter Frank auch nicht gerade, verweigert er ihm schließlich jegliche finanzielle Unterstützung in dieser schwierigen Lage und setzt ihn obendrein auch noch eiskalt vor die Tür. Nur aus purer Verzweiflung lässt er sich deshalb mit dem Sicherheitsmitarbeiter Cox ein, der schon seit längerem im Sinn hat, das Casino auszurauben. An die Summe hängt die Truppe dann kurzerhand eine Null dran und nutzt die Insider-Informationen, um an den Tresor des Chefs zu gelangen. Dumm nur, dass sie bei der Flucht plötzlich in einem öffentlichen Linienbus landen und diesen fortan unter Kontrolle bringen müssen. Eine spektakuläre Jagd über die Autobahn beginnt…

Kritik:
Verfolgungsjagden und Entführungen von öffentlichen Verkehrsmitteln sind natürlich ein Garant für einen spannenden und aufregenden Actionfilm. Mit einem Robert De Niro in der Rolle des zwieträchtigen Bösewichts gibt es dann sogar noch einen gelungenen Headliner. Doch worauf müssen sich Zuschauer hier wirklich einlassen?

Entführung im Bus
Die Rückseite des Covers beschreibt den Streifen schließlich als eine Mischung aus „Ocean’s Eleven, „Speed“ und „Inside Man“. Schaut man sich den Film dann an, kommt man zumindest zu dem Entschluss, dass einer dieser drei aufgezählten Titel tatsächlich vergleichbar ist. Nicht selten erinnert „Bus 657“ nämlich an den legendären Action-Hit „Speed“, in dem einst eine Bombe dafür sorgte, dass ein Linienbus eine gewisse Geschwindigkeit nicht unterschreiten darf. Dass man unterwegs dann sogar einmal neuen Treibstoff benötigt, dürfte ganz klar inspiriert sein. Dennoch: Ganz so rasant wird es in diesem Actionfilm dann doch nicht, denn auf eine Bombe müssen wir leider verzichten. Das sorgt schon bald allerdings auch für einige Glaubwürdigkeitsprobleme, denn „Bus 657“ tut sich gelegentlich schwer damit, die Handlung realistisch wiederzugeben. Speziell das Verhalten der Polizisten wirkt nämlich manches Mal befremdlich bis unglaubwürdig, was spätestens im letzten Drittel des Streifens dann auch deutlich wird. Zu viele Glücksfälle und etwas zu viel Mitgefühl sorgen schließlich dafür, dass die Räubertruppe allzu lange unbeschadet davon kommt.

Auf engstem Raum
Dass „Bus 657“ allerdings trotzdem kein totaler Reinfall wird, haben wir vor allem den Darstellern und den Geschehnissen innerhalb des Busses zu verdanken. Hier sorgen insbesondere Jeffrey Dean Morgan und Dave Bautista für das nötige Konfliktpotential, wenn ihre Auseinandersetzungen sie doch regelmäßig in brenzlige Situationen gelangen. Dass sich ausgerechnet Bautista da allerdings als der psychopathische Muskelprotz herausstellt, der nicht lange fackeln würde, um mit der Waffe auf jemanden zu schießen, sorgt für den nötigen Nervenkitzel. Gemeinsam im Duo mit Morgan, der auf diplomatische Art versucht, eine Eskalation der Situation zu verhindern und Verhandlungen mit den nicht immer glaubwürdigen Polizisten zu führen, sorgt das dann dafür, dass wir bis zur letzten Sekunde des Films gefesselt werden und am Ball bleiben wollen. Trotzdem ist klar: Mit den herausragenden Qualitäten eines „Speed“ kann dieser Film dann leider doch nicht mithalten, sodass wir hier lediglich von einem soliden und spannenden Actionstreifen sprechen können.

Fazit:
Mit dem Megastar Robert De Niro als Headliner und einer spannenden Entführungsstory mit Verfolgungsjagd liefert uns „Bus 657“ zwar kein neues Story-Meisterwerk, aber einen grundsoliden und fesselnden Actionfilm.

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