Bumblebee - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Bumblebee

    Bumblebee


    Land/Jahr:
    USA 2018
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Travis Knight
    Darsteller:
    Hailee Steinfeld
    John Cena
    Jorge Lendeborg jr.
    John Ortiz
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    110 Minuten
    Kaufstart:
    Amazon Prime:
    30. September 2019
    Label:
    Paramount
    Home Entertainment

    1987: Nach dem verheerenden Krieg gegen die Decepticons sucht Bumblebee Zuflucht auf einem Schrottplatz und tarnt sich dabei als gelber VW Käfer. Für die junge Charlie, die gerade erst achtzehn Jahre alt geworden ist und sich sehnlichst ein eigenes Auto wünscht, scheint das geradezu perfekt: Obwohl ein wenig eingerostet und nicht gerade das ansehnlichste Fahrzeug, setzt sie alles daran, den Kleinwagen wieder flott zu bekommen. Noch ahnt sie jedoch nichts vom aufregenden Eigenleben des Fahrzeugs, das sich problemlos in andere Wesen verwandeln kann. Und schon gar nicht davon, dass sie durch das Einschalten des Autoradios ein Signal an die Decepticons gesendet hat, die sich schon bald auf den Weg machen, um nicht nur die Autobots, sondern auch die Erde zu vernichten…

    Kritik:
    Nach fünf erfolgreichen Filmen aus der „Transformers“-Reihe war es beinahe schon naheliegend, endlich ein Spin-Off zu drehen, das sich ganz der Lieblingsfigur aus den Filmen widmet. Der gelbe Transformer, der sich mit seinem liebenswerten Charakter „Bumblebee“ schimpft, kam bei den Fans der Reihe schließlich am besten an. Gesagt, getan: Schon steht die Vorgeschichte zu dem gelben Außerirdischen in den Heimkino-Regalen.

    Rückkehr des Publikums-Lieblings
    Jetzt darf man sich natürlich durchaus die Frage stellen, ob beim mittlerweile sechsten „Transformers“-Film nicht allmählich die Luft raus ist. Die einst so spektakulären und extrem detaillierten Effekte sind heute, über zehn Jahre nach dem ersten „Transformers“ doch eher Standard, als eine echte Besonderheit. Und auch erzählerisch gibt die Story rund um die Außerirdischen, die sich in Autos verwandeln können, eigentlich nicht mehr viel her. Das ist auch das größte Problem des Spin-Offs „Bumblebee“: Eigentlich kennen wir die Story rund um den gelben Autobot schließlich zu genüge. Dass es einen großen Krieg auf Cybertron gab, bei dem die Autobots vor den Decepticons auf die Erde geflohen sind, hat uns immerhin auch Optimus Prime schon mehrfach erzählt. Mit anderen Worten: In „Bumblebee“ erfährt der langjährige Zuschauer, der die gesamte Reihe von Beginn an verfolgt hat, eigentlich nichts Neues mehr.

    Keine neue Geschichte
    Hinzu kommt, dass das Erzählmuster von „Bumblebee“ nun auch nicht besonders innovativ ist, sondern eher an den ersten „Transformers“-Film erinnert. Auch hier tarnt sich der Autobot schließlich als gelbes Auto, das sich schon bald als riesiger Roboter entpuppt und sich mit dem neuen Besitzer anfreundet, den es fortan zu beschützen gilt. Mit dem einzigen Unterschied, dass statt Shia LaBeouf nun Hailee Steinfeld in die Rolle schlüpft und dem Film einen weiblichen Touch verleiht. Davon abgesehen bekommt der Zuschauer hier aber schnell den Eindruck, eine „verweiblichte“ Variante des ersten Films zu sehen, bei dem die Besitzerin erneut alles daran setzt, dass die wahre Identität des Autos nicht ans Licht gerät und das – natürlich idiotische – Militär schon bald ebenso Jagd nach dem Autobot macht, wie die obligatorischen Decepticons, die sich wie üblich eine Effektschlacht liefern.

    Gelungener Humor
    Am Ende muss man aber dennoch zugeben: Unterhaltsam ist das allemal, da der Humor aus Situationskomik und Wortwitzen zu jedem Zeitpunkt recht gut funktioniert. Auch Bumblebee kommt als ängstliche, vermenschlichte Figur recht sympathisch und glaubwürdig rüber und bringt seinen ganz eigenen Charme und Witz mit. Vor allem aber punkten Nebenfiguren wie etwa Len Cariou als Hank und Jorge Lendeborg Jr. als Memo ausgesprochen gut und bringen zudem ein paar unverbrauchte Gesichter in den Film. Lässt man die ansich etwas uninnovative und dünne Story außen vor und hat es ohnehin hauptsächlich auf unterhaltsames Popcorn-Kino abgesehen, bekommt man mit „Bumblebee“ auf jeden Fall recht spaßige Kost fürs Heimkino geboten. Viel mehr möchte der Streifen schließlich gar nicht bieten und genau diese Kernkompetenz erfüllt er durch tolle Figuren und gelungenen Humor mit Bravour.

    Fazit:
    Die „Transformers“ sind auserzählt: Mit der Vorgeschichte der Lieblingsfigur des Publikums bekommen Fans der Reihe eigentlich keine besonders innovative Story mehr geboten, sondern erleben lediglich eine aufgewärmte Geschichte, die uns Optimus Prime wohl schon desöfteren erzählt hat. Der gelungene Humor und die einfühlsamen Figuren machen „Bumblebee“ aber trotzdem zu unterhaltsamem Popcorn-Kino.

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