Bent - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Bent

    Bent


    Land/Jahr:
    USA 2018
    Genre:
    Thriller
    Regie:
    Robert Moresco
    Darsteller:
    Karl Urban
    Andy Garcia
    Sofia Vergara
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    96 Minuten
    Kaufstart:
    23. November 2018
    Label:
    Universum Film

    Nachdem der Rauschgiftfahnder Danny Gallagher wegen dem Tod eines Polizisten zu Unrecht für drei Jahre hinter Gitter gebracht wurde, hat sich für ihn alles verändert: Die gesamte Polizei der Stadt hat es seitdem auf ihn abgesehen und schikaniert ihn, wo sie nur kann. Dabei hat Gallagher eigentlich selbst einen schweren Verlust hinzunehmen, ist schließlich auch sein langjähriger Partner bei der damaligen Aktion ums Leben gekommen. So will er nicht nur seinen Namen endgültig rein waschen, sondern vor allem auch den Mord an seinem Partner rächen. Doch die Hintermänner ausfindig zu machen, stellt sich dabei als gar keine so leichte Aufgabe heraus, gerät er dabei immerhin auch in das Visier der korrupten CIA…

    Kritik:
    Obwohl Karl Urban spätestens seit Abrams Version von „Star Trek“ sicherlich kein Unbekannter mehr in Hollywood ist, sind echte Hauptrollen mit ihm auch heute noch eine Seltenheit. In „Bent“ bekommt er nun endlich wieder die Gelegenheit, sich in einer tragenden Rolle zu beweisen.

    Klischees statt roter Faden
    Vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht, stellt sich die Handlung von „Bent“ immerhin als ziemlich einfach und klischeehaft heraus. Die Story bedient sich schließlich gleich an zwei ganz üblichen Motiven: In der Hauptrolle möchte Karl Urban nämlich sowohl seinen Namen rein waschen, als auch gleichzeitig Rache üben. Irgendwo schon mehr als einmal gesehen, schlägt der Streifen dabei durchaus spannend den Kurs eines Spionagethrillers ein, der sich überwiegend mit der Suche nach Indizien und der Verfolgung von Personen beschäftigt. Gerade an der Stelle allerdings hakt es dann beim Drehbuch, weil es „Bent“ nur selten gelingt, einen mitreißenden roten Faden zu entwickeln und die Aufdeckung von Hinweisen etwas zu oft so konstruiert wirkt, dass wir ihm den tatsächlichen Handlungsverlauf meist gar nicht so recht abkaufen.

    Ein sympathischer Karl Urban
    Ein Glück an der Stelle, dass wir immerhin Karl Urban als Sympathieträger in diesem Film haben, der selbst ein mäßiges Drehbuch noch zu diversen Stärken verhilft. Vor allem in den emotionaleren Szenen kann der Darsteller dann schließlich begeistern, obgleich er manchmal sichtlich unterfordert wirkt. Kommt es aber erst einmal zu Konflikten mit mobbenden und korrupten Polizeibeamten, oder muss sich Hauptfigur Danny Gallagher mit seiner Vergangenheit und verflossenen Lieben auseinandersetzen, reicht bereits die gekonnte Mimik des Hollywoodstars aus, um dem Streifen doch noch eine gewisse Emotionalität zu verleihen. Schade ist dann lediglich, dass es von eben solchen Szenen etwas zu wenig gibt, obwohl „Bent“ vermutlich ein wesentlich besserer Film geworden wäre, hätte er sich auf ein Mobbingdrama unter Polizisten konzentriert. Als reiner Thriller mit Spionageansätzen will er schließlich einfach nicht so recht funktionieren.

    Action unter den Erwartungen
    Womöglich aber auch deshalb, weil das eher mäßig durchdachte Drehbuch seine Schwächen dann auch nicht mit unterhaltsamer Action auszugleichen vermag. Die ein oder andere Schießerei vor einer Kirche reicht dann eben doch nicht aus, um den geneigten Actionfan zufrieden zu stellen. Insgesamt wäre die Erwartung an die Action, auch angesichts einer Story um die Rache an einem Mord, wohl wesentlich größer gewesen. Bedenkt man, wie soft „Bent“ letztendlich ausgefallen ist, mag man sich mitunter wohl auch über die hohe Altersfreigabe des Films wundern und bekommt mangels ansprechender Verfolgungsjagden – wenn Karl Urban immerhin schonmal andauernd in einem Auto sitzt – auch keine wirklich bemerkenswerten Schauwerte geboten. Unter dem Strich bleibt „Bent“ also vor allem ein Werk für Fans von Karl Urban, die ihn gern als Sympathieträger in einer Hauptrolle sehen, denn schlussendlich ist seine Leistung im guten Zusammenspiel mit Andy Garcia fast das einzig nennenswerte Argument für den Streifen.

    Fazit:
    Möchte man ein Argument zur Sichtung dieses Films anbieten, fällt einem da in erster Linie wohl nur Karl Urban ein, der in der Hauptrolle eine sympathische Figur mit gelungenen Leistungen abliefert. Immerhin gelingt es ihm, einen Thriller mit eher mäßigem Drehbuch noch halbwegs unterhaltsam zu gestalten, auch wenn die wirklich starken Szenen leider etwas zu kurz kommen.

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