Avengers: Age of Ultron - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Avengers: Age of Ultron

    Avengers: Age of Ultron


    Land/Jahr:
    USA 2015
    Genre:
    Fantasy / Action
    Regie:
    Joss Whedon
    Darsteller:
    Robert Downey jr.
    Chris Hemsworth
    Mark Ruffalo
    Chris Evans
    Scarlett Johansson
    Jeremy Renner
    James Spader
    Samuel L. Jackson
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    141 Minuten
    Kaufstart:
    24. September 2015
    Label:
    Walt Disney Studios
    Home Entertainment

    Eigentlich hatte Tony Stark eine wunderbare und bahnbrechende Idee: Die von ihm geschaffene künstliche Superintelligenz sollte der Menschheit endgültig überlegen sein und die Welt endlich zum langersehnten Frieden führen. Doch der Plan ging nicht ganz auf die Weise auf, wie sich der berühmte Iron Man das gedacht hatte. Stattdessen glaubt die KI „Ultron“, dass die Vernichtung der gesamten Menschheit der einzige Weg zum wahren und langanhaltenden Frieden sei. Schließlich ist die Spezies Mensch hoffnungslos und gar nicht in der Lage, jemals friedlich und harmonisch miteinander auszukommen. Da bleibt ihm und den Avengers natürlich keine andere Wahl, als ihre gemeinsamen Kräfte zu vereinen und den wohl stärksten Gegner aller Zeiten tatkräftig zurückzuschlagen. Dumm nur, dass das Team schon bald innerlich zusammenzubrechen droht, ist schließlich Stark selbst für das Unheil verantwortlich…

    Kritik:
    Die Superhelden aus dem Marvel-Universum sind endlich wieder vereint: Ob Iron Man, Captain America, Hulk, Arrow, Black Widow oder Nick Fury – im neuen „Avengers“-Streifen von Serenity-Regisseur Joss Whedon geht es wieder tatkräftig und effektvoll zur Sache. Und das macht Comicfans sichtlich Spaß.

    Die dunkle Seite von Iron Man
    Spannend wird der neue Fantasy-Actionstreifen vor allem deshalb, weil es die Gruppe mit dem wohl stärksten Feind aller Zeiten zu tun bekommt. Das ist nicht etwa der Bösewicht Ultron, der sich kurzerhand einen Stahlkörper aus fortschrittlichem Material verschafft, sondern ein noch wesentlich unberechenbarerer Gegner: Sie selbst. So manche der Experimente, die Tony Stark und seine Superhelden durchführen, kann schließlich auch einmal nach hinten losgehen. Wenn die Avengers durch ihre enormen Fähigkeiten plötzlich selbst zum Feind für die Menschheit werden und miteinander in Konflikt geraten ist das weitaus schlimmer, als irgendein üblicher Feind nach dem klassischen Gut- und Böse-Muster. Das hat dann sogar charakterlichen Tiefgang, bekommen wir schließlich einen genaueren Einblick in den Charakter von Tony Stark als in den richtigen „Iron Man“-Filmen selbst. Und auch die Nebencharaktere rund um Black Widow, Hulk und Arrow dürfen sich über ein wenig mehr Tiefgang und einen kleinen Einblick in das Privatleben freuen.

    Bösewicht mit Humor
    Der wahre Träger dieses Films ist aber – natürlich – der Bösewicht. Und der könnte klassischer kaum gestaltet sein. Mit einem düster gefärbten stählernen Körper und einer blutrünstigen künstlichen Intelligenz ausgestattet, scheint er den Avengers beinahe überlegen. Wie üblich benötigen sie ihre gemeinsame Kraft, um den Gegner besiegen zu können, was ihnen wie bereits erwähnt, durch eigene Konflikte eher schwer fällt. Doch dabei hat unser komplett animierter Bösewicht auch seine ganz eigenen Seiten, die ihn in „Age of Ultron“ zur wohl sympathischsten und interessantesten Figur macht. Da kann man auch einmal darüber hinweg sehen, dass er die gesamte Menschheit vernichten will, wenn man sich mitunter eingesteht, dass er nicht ganz im Unrecht sein kann. Spaßig wird dann allerdings sein sarkastischer schwarzer Humor, der perfekt im Einklang mit seiner leicht paradoxen Persönlichkeit steht. Möchte man nämlich paradoxerweise den Frieden durch Zerstörung herbeiführen, kann man im Kern nicht ausschließlich bösartig sein. Wechselt Ultron also zwischen seinem netten und freundlichen Charakter und seiner Vernichtungswut hin und her, entsteht dadurch schnell eine zum schreien witzige Situationskomik. Genial! Da wünscht man sich beinahe einen eigenen Film mit Ultron als Helden.

    Konkurrenz für Transformers
    Womit sich die Marvel-Produktion sonst noch auszeichnen kann, sollte aber auch dieses Mal sicherlich wieder auf der Hand liegen: Es sind die atemberaubende Action, die überwältigenden Stunts und Choreographien und die spektakulären Effekte, die einmal mehr die Möglichkeiten der aktuellen Technik vor allem hinsichtlich des CGI auskosten. Dabei geht man dieses Mal gar soweit, dass man „Avengers: Age of Ultron“ durchaus als Konkurrenz für Michael Bays effektgewaltige „Transformers“-Filme betrachten könnte. Sind schließlich die dargestellten futuristischen Designs und riesigen Zerstörungseffekte mindestens genauso detailreich, wie Bumblebee und seine Freunde. Und dennoch wird stellenweise auch klar, dass die etwas zu sehr ausartende Technik einem Film durchaus auch schaden kann. Das führt letztlich dazu, dass „Age of Ultron“ in vereinzelten Abschnitten beinahe eher wie eine Tech-Demo wirkt, denn wie ein liebenswürdiger Film mit Tiefgang und Geschichte. Dass es sich dabei um reines Popcorn-Kino handeln würde, war natürlich sowieso klar, sehen allerdings Bewegungen vor allem zu Beginn des Films aus, wie aus einem Videospiel, ist das definitiv zu viel des Guten. Den Unterhaltungswert kann der Streifen zwar dennoch behalten, zur besten Marvel-Verfilmung schafft man es damit aber leider nicht.

    Fazit:
    Spektakuläres Effekt-Kino mit einem gelungenen schwarz-sarkastischen Bösewicht, interessanten Charakterdarstellungen durch Robert Downey Jr und einem großen Unterhaltungswert. Nur beim CGI neigt man allmählich etwas zur Übertreibung.

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