Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks

    Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks


    Land/Jahr:
    F 2018
    Genre:
    Animation
    Regie:
    Alexandre Astier
    Louis Clichy
    Darsteller:
    -
    FSK:
    ab 0 Jahren
    Dauer:
    85 Minuten
    Kaufstart:
    26. Juli 2019
    Label:
    Universum Film

    Der Druide Miraculix steckt in der Krise: Da die Druiden normalerweise zu den geschicklichsten Wesen der Welt gehören, ist die Psyche des alten weißhaarigen Zaubertrankbrauers ziemlich angeschlagen, als er plötzlich unerwartet von einem Baum fällt. Für Miraculix steht damit fest: Sein Ende kann nicht mehr lange auf sich warten lassen und er braucht dringend einen Nachfolger, der zukünftig den berühmten Zaubertrank für die Gallier herstellt. Der ist allerdings gar nicht so leicht gefunden, denn für seine Suche muss er durch das ganze Land reisen, um die guten Druiden von den unfähigen zu trennen – und da wird er ausgerechnet nicht nur von Asterix und Obelix begleitet, sondern praktisch von allen fähigen Männern des Dorfs. Dumm nur, dass die Römer von dessen Ausflug Wind bekommen und fortan das Gallier-Dorf angreifen, das nur noch von Frauen bewohnt wird, denen schon bald auch der Zaubertrank ausgeht. Außerdem ist ihnen auch der hinterhältige Dämonix auf den Fersen, der sogar einen Pakt mit den Römern eingeht, um an das gefragte Rezept zu kommen…

    Kritik:
    Der Gallier, der einfach nicht von der Bildfläche verschwinden will: Nachdem selbst die etwas ältere Generation bereits in den 70er Jahren mit dem kleinen Asterix und seinem dicken Freund Obelix aufgewachsen sind, sind die Kultfiguren einfach nicht von der Kinoleinwand wegzudenken. Nach insgesamt acht Zeichentrickfilmen, vier Realverfilmungen und einem Animationsfilm geht die Reihe nun mit einem weiteren animierten Kinderfilm in die vierzehnte Runde. Ob da die Luft langsam raus ist?

    Plastikfiguren mit dicken Nasen
    Über den optischen Stil werden sich dabei sicherlich die Geister scheiden. Vor allem die Fans der ganz alten Zeichentrickfilme mit ihren liebevoll handgezeichneten Figuren werden sich mit dem mordernen Animationsstil vermutlich kaum anfreuden können. Das liegt nicht zuletzt daran, dass man sich vor allem im Jahre 2019 nach wie vor wundert, wieso Kinder-Animationsfilme eigentlich immer noch so aussehen, wie sie aussehen. Während die neuesten Videospiele mit einer immer realistischeren Grafik und ziemlich detaillierten Gesichtsanimationen überzeugen, sieht so mancher Animationsfilm immer noch aus, als hätte man ihm Plastikfiguren aus dem vergangenen Jahrzehnt spendiert. Wie aufgeblasen wirkende Nasen natürlich gleich inklusive. Sicher: Die Tricktechnik mag insgesamt ein wenig fortgeschritten sein und das sieht man vor allem an der Flora und Fauna des Films, zeitgemäß wirkt „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ deswegen aber trotzdem nicht mehr.

    Die spinnen, die Gallier
    Optik allein allerdings macht noch keinen guten oder schlechten Film. Bei „Asterix“ war es schon immer viel wichtiger, dass vor allem die Figuren mit einem gewissen Charme und viel Humor daher kommen. Erfreulich ist an der Stelle, dass dem Animationsfilm „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ genau das ziemlich gut gelingt. Vor allem bei den beiden Hauptfiguren Asterix und Obelix haben es die Macher zu jedem Zeitpunkt geschafft, den Charakter und Wortwitz der alten Filme erneut einzufangen. Mit den typischen Klischees wie den großen Hunger und das einfache Gemüt von Obelix und dem intelligenten, flinken Charakter von Asterix spielt dieser Streifen nämlich regelmäßig und kann damit auch bei den älteren Fans schnell Sympathiepunkte sammeln. Mit dem hohen Humoranteil, der unerwartet oft zündet, kann „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ vor allem Skeptiker überraschen.

    Ein kleines Deja Vu
    Ganz an die herausragenden Qualitäten der alten Kultfilme kommt der jüngste Film allerdings trotzdem nicht heran. Dafür fehlt es dem Animationsfilm oftmals einfach an innovativen Ideen, denn „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ kupfert ganz schön viele Dinge bei den Klassikern ab. Der Bösewicht Dämonix etwa wirkt ganz so, als hätte man sich die Figur beim Seher aus „Asterix – Operation Hinkelstein“ abgeschaut. Trotzdem gelingt es zu keinem Zeitpunkt, diese Figur auf dem gleichen Niveau mysteriös, gruselig und stilsicher in Szene zu setzen. Insgesamt ist „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ dafür nämlich ein bisschen zu locker ausgefallen und setzt – für den heutigen Zeitgeist typisch – auf eher simple kindgerechte Geschichten. Bei der recht einfach erzählten Geschichte bleibt trotz den angreifenden Römern als Running Gag nämlich auch der früher übliche Bildungseffekt größtenteils aus.

    Fazit:
    An der Optik des Animationsfilms werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit die Geister scheiden. Mit viel Charme und Humor der beiden Hauptfiguren gelingt es „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ jedoch die Atmosphäre der Klassiker einzufangen und die Erwartungen insgesamt zu übertreffen. Dennoch: An die herausragende Qualität der Originale kommt der Film trotzdem nicht heran.

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