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    Mardock Scramble 2

    Mardock Scramble 2


    Land/Jahr:
    J 2011
    Genre:
    Anime
    Regie:
    Susumu Kudo
    Darsteller:
    -
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    64 Minuten
    Kaufstart:
    7. Dezember 2012
    Label:
    Universum Anime


    Beim Kampf gegen ihren größten Widersacher gerät Rune Balot nicht nur einmal in schwerste Bedrängnis. Fast übermächtig scheint der Muskelprotz, der alles daran setzt, sie ins Jenseits zu befördern. Lediglich der mysteriöse Dr. Easter kann sie noch vor dem Untergang bewahren und bringt sie ins Innere seines Forschungsinstituts Paradise. Dort, hinter enormen Schutzschilden, hat er eine gänzlich eigene Welt aufgebaut: Das Paradies. So forscht er tagtäglich an der Wiederbelebung von Lebewesen und konnte selbst einem Delfin zum Sprechen verhelfen. Doch Rune Balot muss weiterhin gegen das Verbrechen kämpfen und soll im Auftrag der Justiz, ein betrügerisches Spielcasino unter die Lupe nehmen…

    Kritik:
    Anime-Fans kennen sicherlich noch das interessante Mädchen aus dem ersten Teil, welches nach mehrfachen Vergewaltigungen und ihrem Job als Prostituierte nun für Gerechtigkeit sorgen soll. Neben futuristischer Optik, ernster Story und kindlichen Figuren konnte vor allem die Story überaus überzeugen und faszinieren. „The Second Combustion“ geht nun etwas andere Wege und baut einmal mehr neue, faszinierende Gestalten ein – doch hinkt die Story trotz beeindruckender Handlung etwas dem Vorgänger hinterher.

    Spannung für Casino-Fans
    Die nämlich ist für den ein oder anderen Neueinsteiger ohnehin kaum verständlich. Eine Sichtung des vorangegangenen ersten Teils ist daher dringend zu empfehlen und dessen Inhalt sollte auch noch zumindest in einer kleinen Ecke des Gedächtnisses zu finden sein. Andernfalls sind die meisten Zuschauer hoffnungslos überfordert, den tatsächlichen Zusammenhang, geschweigedenn den Sinn dieser Geschichte zu entschlüsseln. Lediglich die Ermittlungsarbeit gegen das Casino, in dem vor allem Poker- und Blackjack-Fans auf ihre Kosten kommen, sind für Kenner des Spiels dann noch sehenswert. Doch auch hier ist Hintergrundwissen erforderlich, um den Motiven der Handlung folgen zu können. Hat man dieses Wissen, so kann „The Second Combustion“ jedoch viel Faszination wecken.

    Das bunte Paradies
    Auf futuristische Science-Fiction-Einlagen müssen wir allerdings leider verzichten, was die Optik nicht immer ganz so eindrucksvoll erscheinen lässt. Das mag insbesondere daran liegen, dass sich Rune Balot nun nur noch selten in die reale Außenwelt begibt und sich stattdessen in einer Forschungsstation herum treibt. Die wiederum hat mit neuartiger Technik auf den ersten Blick nur bedingt etwas zu tun und schafft eher ein zweites künstliches Eden. Beeindruckende Stimmungen, Lichteffekte und Farbverläufe faszinieren dabei den Zuschauer und zeugen von außerordentlicher Kreativität. Hier bekommen Anime-Fans also eine Welt geboten, die sie wahrlich noch nie gesehen haben und vor allem Erwachsene dürfen sich an einer fantastischen Umgebung erfreuen. An der Stelle muss man allerdings auch klar sagen, dass sich „Mardock Scramble“ weiterhin eher an die nicht mehr ganz so jungen Zuschauer richtet.

    Skurrile Figuren
    Obwohl ein kleiner, süßer und gelb leuchtender Mäuserich zwar den Eindruck erweckt, es handele sich um einen Kinderfilm, sprechen die Brutalität, Thematiken und Gestalten doch eher für das genaue Gegenteil. So dürften es wohl auch kontroverse, eher perverse Inhalte in den Streifen geschafft haben, denn Runes neuer Freund pflegt doch glatt eine homosexuelle Beziehung zu einem Delfin. Ja, richtig gelesen – ein Delfin! Da dürfen wir uns zwar nicht auf abartige Sexszenen freuen, aber immerhin lassen die Zeichentrickfiguren gerne einmal ihre Hüllen fallen und allein die Vorstellung beim Zuschauer spricht wohl Bände. Dass dann das Leben als Kopf in einem Käfig auch noch völlig zufriedenstellend sein soll und der Erzfeind mal glatt ein in rot getränktes Blutbad anrichtet, spricht zudem ebenfalls dafür, dass sich „Mardoch Scramble“ eben doch an Erwachsene richtet. Andererseits mag es fragwürdig erscheinen, ob jüngere Zuschauer überhaupt den Sinngehalt des Filmes verstehen würden.

    Fazit:
    Der zweite Teil der „Mardock Scramble“-Reihe sprudelt vor Kreativität, faszinierenden Bildern und skurrilen Figuren, kann jedoch nicht mehr die futuristische Begeisterung seines Vorgängers wecken. Die relativ komplizierte Handlung richtet sich jedoch direkt an eingefleischte Anime-Fans, die hier eine ganz besondere Filmperle geboten bekommen, die in ihrer Sammlung auf keinen Fall fehlen sollte.