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    White Collar

    White Collar


    Land/Jahr:
    USA 2009
    Genre:
    Krimi / Serie
    Regie:
    Diverse
    Darsteller:
    Matt Bomer
    Tim DeKay
    Willie Garson
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    560 Minuten
    Kaufstart:
    16. März 2012
    Label:
    20th Century Fox

    Der mehr oder minder erfolgreiche Kunstdieb Neal Caffrey kann es noch gar nicht fassen, bereits zum zweiten Mal von FBI-Agent Peter Burke hinter Gitter gebracht worden zu sein. Da hat er natürlich ganz anderes im Sinne, als seine Zeit im Gefängnis zu verbringen und setzt alles daran, wegen seiner geliebten Freundin aus dem Knast auszubrechen. Die hat ihm schließlich längst eine „Lebe wohl“-Botschaft hinterlassen und will unter allen Umständen an eine wertvolle Spieluhr gelangen, hinter dessen Geheimnis Neal noch nicht gekommen ist. Dumm nur, dass auch dieser Fluchtversuch schnell misslingt und er prompt erneut in den Fängen von Burke landet. Wie der Zufall und die ungewöhnlichen Umstände jedoch wollen, sollen Caffreys Talente nun für gute Zwecke verwendet werden: Er soll dem FBI dabei helfen, andere Kunstdiebe und Betrüger dingfest zu machen. Einziges Problem: Seine funkgesteuerte Fußfessel am Bein, die es ihm lediglich erlaubt, in seiner Freizeit einen Umkreis von gerade einmal 3 km frei zu betreten. Dumm nur, dass das Katz-und-Maus-Spiel gegen seine Feinde längst begonnen hat – und die wollen ihn lieber tot sehen…

    Kritik:
    Die Idee hinter dieser Krimiserie, die so manch einer womöglich aus dem RTL-Abendprogramm kennen dürfte, scheint überaus genial: Ein Verbrecher soll seine Fähigkeiten nutzen, um dem FBI dabei zu helfen, andere Verbrecher zu jagen und dient einem Agenten als Berater in Sachen Fälschung, Kunstraub und Betrug. Das mag wohl in etwa das sein, was sich so mancher Informatiker wohl von den berühmten Hackern wünschen würde, doch eine solche Konstellation bringt zwangsläufig ihre Probleme mit. Ganz zur Unterhaltung des Zuschauers natürlich.

    Süffisanter Humor
    Nun, die Charaktere stellen dabei wohl das mit Abstand qualitativste Kriterium der Serie dar. Allen voran Matt Bomer, der in der Rolle des Kunstdiebs wohl seinen ganz eigensinnigen Charakter spielen darf. Er hält sich wohlbekannt für den Größten und kann mit seiner ausgeklügelten Wortwahl und seiner flinken Zunge wohl so manchen Fall lösen. Gleichzeitig kann sein arroganter Stil allerdings auch den Zuschauer mit sarkastischen und süffisanten Kommentaren belustigen, hält er sich doch stets selbst dem FBI unterlegen. An seiner Seite: Ein vermeintlich ehrlicher und vertrauensvoller FBI-Agent, der ganz emotional vor allem an seine geliebte Frau denkt und wohl nie Dreck am Stecken hat – zumindest wie es zunächst den Anschein macht, denn zahlreiche Wendungen dürfen den Zuschauer später überraschen. Dass zudem auch noch ein paranoider Allrounder sowohl Berater, Anwalt, als auch Wanzenspezialist für Neal Caffrey spielen darf, macht das Trio praktisch komplett und liefert Charaktere, die wir jederzeit sofort wieder erkennen können.

    Klasse Story – wenig ausgearbeitet
    Die Story kann auf den ersten Blick obendrein ebenfalls begeistern. Die Suche nach der verschollenen Geliebten Kate und der sagenumwobenen Spieluhr scheint die Folgen insgesamt gut zusammen zu halten und dem Zuschauer einen Anreiz geben, auch tatsächlich dran zu bleiben. Tatsächlich stellen wir allerdings immer wieder fest, dass die vermeintliche Liebesgeschichte nun nicht gerade sonderlich ausgearbeitet wurde und sich die meisten Folgen doch zu sehr auf die Ermittlungsarbeit konzentriert. Das mag den ein oder anderen „CSI“-Fan begeistern, wirkt aber aus Sicht der Charakterzeichnungen dann wieder etwas zu wenig. Zu viele Fragen bleiben am Ende offen und die Entwicklung von Neal scheint dann doch eher als Mittel zum Zweck.

    Folgen auch einzeln gut
    Alles in allem funktionieren die einzelnen Folgen allerdings recht gut – und das auch einzeln, ohne den vorangegangen Kontext zu kennen. Sicherlich mag die persönliche Geschichte um Neals Privatangelegenheiten einen Grund geben, die Staffel von ihrem Beginn an zu verfolgen, doch wer sich vor allem für die FBI-Arbeit interessiert, bekommt auch in den einzelnen Episoden gut funktionierende geschlossene Stories. So ermittelt das Duo immer wieder an neuen Fällen und kann die Spannung daher gut aufrecht erhalten. Speziell zur Mitte der Staffel kann „White Collar“ dann sogar einige Höhepunkte aufweisen, obwohl es auch hier nicht schlecht gewesen wäre, die Folgen um je zehn bis zwanzig Minuten zu verlängern, um die Story ausführlicher auszuarbeiten. Das macht die Serie also keineswegs zu einem Meisterwerk, aber immerhin sehenswert und unterhaltsam für Genre-Liebhaber.

    Fazit:
    Einzigartige Charaktere und spannende FBI-Fälle machen „White Collar“ zu einem spannenden Krimiabenteuer, das vor allem Fans von „CSI“ & Co. schnell begeistern kann. Leider ist die Story nicht immer perfekt ausgearbeitet, sodass so manch unausführliche Episode wiederum enttäuscht.