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Mead & Greed Festival: Viking-Metal in Oberhausen
Rock meets Classic: Rock-Legenden der 70er & 80er treffen auf Klassik-Orchester
Mortal Hunters Convention: Das Event für Shadowhunters-Fans in Düsseldorf
The Subways: Kölner Auftakt der Europa-Tour mit neuem Album
Fiddle Festival 2: Von der Geige bis zum Swing
Mystica Hamelon: Das Mittelalterfest in der Altstadt

Archiv fürMärz, 2023


29
Mrz

Mead & Greed Festival: Viking-Metal in Oberhausen

Hurra, die Wikinger sind da! Am 24. und 25. März 2023 allerdings nur in musikalischer Form. Beim alljährlichen Mead & Greed Festival im Resonanzwerk Oberhausen gab es nämlich nicht nur – wie der Name bereits andeutet – reichlich leckeren Met (Honigwein), sondern auch so manche Band aus dem hohen Norden. Im Mittelpunkt des Festivals, das von hartem Metal bis melodischem Folk einiges zu bieten hatte, stand in diesem Jahr vor allem der typische Wikinger-Metal, der in Skandinavien seinen Ursprung hat, inzwischen aber europaweit zahlreiche Fans findet. Dass sich das eigentlich eher kleine Festival deshalb auch genauso international aufstellt, verwundert daher nur wenig. Immerhin wirklich aus Schweden angereist waren an den beiden Tagen etwa die Folk-Metal-Band Fejd und der Headliner Månegarm, der sich für den perfekten Sound auch gerne noch ein paar Minuten mehr für den Soundcheck gönnte – um dann dem Publikum einzuheizen.

Mead & Greed Festival 2023

Bei dem Festival, das sichtbar “von Fans für Fans” ausgerichtet war und bei dem sich auch die Mitarbeiter offen als Fans der auftretenden Bands outen, sah man zwischendurch allerdings auch Instrumente, die der Besucher eines Viking-Metal-Festivals zunächst wohl eher nicht erwarten würde. Ob Geige, Drehleier oder Flöten: Tritt etwa die niederländische Pagan-Folk-Band Pyrolysis auf, könnte das Aufgebot an Instrumenten kaum weiter vom üblichen Metal entfernt sein. Mit “We just weren’t angry enough” begründete Frontmann Tim Elfring schließlich, warum die Band inzwischen kein Metal mehr spielt. Umso spaßiger und erfreulicher dann zu sehen, wie langhaarige Metalheads, die sonst eher zu harten Gitarrenriffs headbangen, plötzlich sogar zu Folk im Kreis tanzen. Gute Laune war auf dem Mead & Greed Festival also garantiert.

Sowieso gab es auf dem Festival immer wieder vereinzelte Bands, die musikalisch ein bisschen aus der Reihe tanzten und damit den Abend ein wenig auflockerten. Die Acoustic Folk Metal-Band Baumbart packte am Samstag auch gleich mal Geige und Akustikgitarre aus, um eher softere melodische Rhythmen anzuspielen und das Publikum mit durchaus tanzbaren Stücken zu begeistern. Ganz anders wiederum dann Morgarten, die mit ihren langen Mönchskutten vor allem optisch einiges zu bieten hatten und mit ihrem eher gröhlenden Gesang zur härteren Gangart zählten. Insgesamt kamen vor allem die Freunde des harten Metals in der heiligen Methalle des Resonanzwerks stark auf ihre Kosten.

Mead & Greed Festival 2023

Und wenn in einer Methalle dann zu guter letzt eines nicht fehlen darf, dann ist es – natürlich – der gute Met aus der Metwabe in Willich, der sich auf dem Mead & Greed Festival gefühlt größerer Beliebtheit erfreute, als das klassische Bier. Immerhin gleich fünf Sorten durften die Metalheads und “Wikinger” an den beiden Tagen ausprobieren, auch wenn vor allem der besondere Kastanien-Met ein wenig schneller ausging, als den meisten Besuchern lieb war. Bei solchem Erfolg verwundert es dann auch wenig, dass die Fortsetzung des Mead & Greed Festivals bereits angekündigt wurde: Am 15. und 16. März 2024 soll die Methalle des Resonanzwerk Oberhausen dann wieder seine Pforten öffnen. Mit beliebten Headlinern wie “Manntra” und “Storm Seeker”, sowie einem geringfügig höheren Eintrittspreis scheint sich das kleine Fan-Festival dann aber auch zu vergrößern und noch größere Acts am Start zu haben.


22
Mrz

Rock meets Classic: Rock-Legenden der 70er & 80er treffen auf Klassik-Orchester

Es ist erst ein paar Jahre her, da sagte William Zabka alias Johnny Lawrence in der erfolgreichen Karate Kid-Netflixserie Cobra Kai: “Dee Snider ist der größte Rockstar aller Zeiten”. Auf deutschen Bühnen ist der Frontmann der legendären Hard-Rock-Band “Twisted Sister” aber dennoch ein ziemlich seltener Gast. Seit der Auflösung seiner Kultband vorwiegend Solo unterwegs, soll sich das in diesem Jahr bei einem ganz besonderen Event allerdings ändern: Die Legende Dee Snider trifft bei Rock meets Classic tatsächlich auf ein klassisches Sinfonie-Orchester und seine Fans dürfen die Songs in einem recht außergewöhnlichen Gewand erleben. Bei vier Terminen verteilt in ganz Deutschland bringt er allerdings noch einige andere legendäre Kollegen mit: Gemeinsam mit Joey Tempest von “Europe”, Mick Box & Bernie Show von “Uriah Heep”, Ronnie Romero von “Rainbow”, Maggie Reilly – die Solistin neben Mike Oldfield und Mike Tramp von “White Lion” rockt er die Bühne unter anderem in Oberhausen.

Veranstalter Manfred Hertlein verkündete dazu frohen Herzens: “Wir sind überglücklich, Gitarrist Mick Box und Sänger Bernie Show von den fantastischen Uriah Heep präsentieren zu können. Die beiden standen zuletzt 2016 auf der Rock meets Classic Bühne und haben das Publikum mit ihren Mega-Hits wie “Lady in Black” von den Stühlen gerissen”. Darüber hinaus dürfen sich Fans natürlich auch auf große Hits wie “We’re not gonna take it” von Twisted Sister, oder “Final Countdown” von Europe oder “Moonlight Shadow” von Mike Oldfield freuen – natürlich allesamt performt von originalen Bandmitgliedern, begleitet von einem riesigen Orchester im Hintergrund. Passend zum diesjährigen Motto der Rock meets Classic: “The Greatest Hits Rock Tour”. Tickets für die Konzerte 2023 gibt es unter ticketmaster.de, bei Eventim und natürlich allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Rock meets Classic


22
Mrz

Mortal Hunters Convention: Das Event für Shadowhunters-Fans in Düsseldorf

Am diesjährigen Osterwochenende, am 8. und 9. April 2023, ist es wieder soweit: Die Stars aus der beliebten Fantasyserie “Shadowhunters” kommen auch in diesem Jahr wieder nach Düsseldorf. In dem luxuriösen Hilton Hotel, gleich in der Nähe zur hübschen Rheinpromenade in Düsseldorf-Derendorf werden die Herzen der Fans bei dem zweitägigen Event höher schlagen. Schließlich können die Besucher einigen Hauptdarstellern aus der Serie ziemlich nahe kommen und eine recht familiäre Convention erleben. Mit Matthew Daddario als “Alec”, Alberto Rosende als “Simon Lewis”, Katherine McNamara als “Clary Fray” und Dominic Sherwood als “Jace Wayland” hat die Mortal Hunters Convention immerhin gleich vier Hauptdarsteller aus der Serie am Start. Und dazu gesellen sich mit Luke Baines und Alan Van Spring sogar noch zwei Nebendarsteller aus der amerikanischen Erfolgsserie.

Bei dem umfangreichen Wochenend-Programm haben Fans dabei nicht nur die Möglichkeit, ihre Lieblingsstars aus Shadowhunters zu treffen, sondern können bei den Foto-Opportunities gemeinsame gemeinsame Fotos mit den Stars machen, Souveniere in Form von Autogrammen mit nach Hause zu nehmen, oder den Stars beim Meet and Greet ganz besonders Nahe kommen und die intimsten Fragen stellen. In dem kleinen Rahmen während der Hotel-Convention können die Fans ihren Stars dabei weitaus näher kommen, als bei den Massenveranstaltungen der großen Comic Cons. Und mit den großen Silver-, Gold- und VIP-Tickets gibt es für die größten Fans sogar das umfangreiche Komplettpaket, bei dem je nach Preisklasse, gleich alle Extras wie Fotos und Autogramme inklusive sind.

Die Veranstalterinnen freuen sich unterdessen schon sehr auf das in Kürze anstehende Event. Marianne Esser, CEO von Entertainment Events sagt dazu: “Unser Ziel ist es, ein einzigartiges und personalisiertes Erlebnis für die Teilnehmer zu schaffen, bei dem sie mit ihren Lieblingsstars interagieren und unvergessliche Erinnerungen schaffen können”. Und mit ihrer jahrelangen Erfahrung sollte das auch ein Kinderspiel sein, denn die Mortal Hunters Con geht immerhin schon in die zweite Runde und auch die Schwester-Convention “Purgatory Con” findet in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt. Tickets für das Event gibt es bei Eventbrite unter auf der Webseite unter mortal-hunters.de.

Mortal Hunters Convention


19
Mrz

The Subways: Kölner Auftakt der Europa-Tour mit neuem Album

Wenn im hübsch gestalteten Vorgarten des Eingangsbereichs am Artheater in Köln-Ehrenfeld plötzlich ein riesiger Reisebus den Weg versperrt, macht das schon einen ziemlich wuchtigen Eindruck. Und es kann vor allem nur eines bedeuten: Die Indie-Rock-Band The Subways sind aus England angereist, um die kleine Bühne der ungewöhnlichen Subkultur-Location im Ehrenfeldgürtel zu rocken. Rund 400 Leute passen in die kleine, hübsch geschmückte Halle. Scheinwerfer versteckt in halbdurchsichtigen Kanistern als Lampen zu verwenden, ist da nicht weniger kreativ, als die Pflanzendeko an der Decke zur Garderobe im Untergeschoss. Man merkte hier schnell: Das Artheater ist keine Hochglanz-Location für die ganz großen Acts, sondern eine liebevoll gestaltete Niederlassung der subkulturellen Szene Kölns. Eine, in der sich sonst Techno-Disco, Poetry Slam-Stage und Theaterbühne gleich nebeneinander befinden. Und manchmal eben, da darf auch Gitarre und Schlagzeug auf die Bühne.

The Subways @ Artheater Köln

Zu Beginn des Abends zunächst ein kleiner Support: Mit der aus Hamburg und teilweise ursprünglich den Niederlanden stammenden Band Get Jealous wurde es ein bisschen punk-rockiger auf der Bühne. Ein bisschen weniger Mainstream, dafür deutlich wilder ging es da zur Sache, wenn die Band dem Publikum vorab ein bisschen einheizen durfte. In der Mitte wird schon klar, dass die Band sich ein bisschen von der Konkurrenz abgrenzen mag. Mit Otto gibt’s eine non-binäre Frontperson am Gesangsmikrofon, ausgestattet mit ein paar Tattoos, Hipster-Brille und der winterlichen Mütze, die in der Konzerthalle eigentlich viel zu warm sein müsste. Daneben: Die selbsternannte “Wannabe-Skaterin” Marike an der Gitarre und Marek im Hintergrund an den Drums. Doch wer an der Stelle langweiligen Singer-/Songwriter-Pop für den Hipster erwartet, wurde schnell eines Besseren belehrt: Eine so wilde, steil abgehende Band, die mit der E-Gitarre auch schnell mal mitten im Publikum steht, hat man dann doch selten gesehen. “Get Jealous” liefern – und machten bereits Bock auf den danach folgenden Main-Act.

Man mag es da fast kaum glauben, dass “The Subways” tatsächlich die ruhigere der beiden Bands sein kann, wenn man Charlotte Cooper ihre Bühne rocken sieht. Erfahrung hat die englische Rockband, bestehend aus Billy Lunn, Charlotte Cooper und Camille Phillips aber genügend, um allein mit ihrer musikalischen Leistung immer wieder zu überzeugen. Immerhin wird ihre erste Single “Oh Yeah”, mit der sie damals berühmt wurden, in diesem Jahr ganze 18 Jahre alt. Zur Ruhe gesetzt haben sie sich seitdem aber keineswegs. Erst vor kurzem erschien das neue Album “Uncertain Joys”, für das die Band während der Corona-Pandemie sogar neue Instrumente ausprobiert hat. Ein bisschen mehr Synthesizer-Sounds finden sich da nun neben der Gitarre – und die durften auch mal live gespielt werden. Insgesamt bleibt “The Subways” aber auch ihren großen Hits treu, denn auch dieses Konzert war einmal mehr eine Zusammenstellung ihrer größten Erfolge. Legendäre Songs wie “Rock & Roll Queen” oder “Kiss Kiss Bang Bang” dürfen auf einem Subways-Konzert nunmal einfach nicht fehlen. Damit aber machten sie ihre Fans, die in verschiedenen Generationen hier anwesend waren, am 17. März 2023 mehr als glücklich.


14
Mrz

Fiddle Festival 2: Von der Geige bis zum Swing

Bereits im vergangenen Jahr begeisterte ein ganz besonderes Festival die kulturbegeisterten Besucher der Harmonie Bonn: Das Fiddle Festival drehte sich an einem kompletten Abend nur um ein einziges Instrument. Die Geige stand im Fokus des Abends und sollte dem Publikum ihre vielfältigen musikalischen Möglichkeiten näherbringen. Bei den Zuschauern kam das so gut an, dass es am 12. März 2023 auch schon die zweite Auflage des Events gab. Das gleiche Konzept, aber drei völlig andere Bands und teilweise sogar gänzlich andere Musikrichtungen standen dieses Mal auf der Bühne in Bonn Endenich.

Den Anfang machte um 19 Uhr auch in diesem Jahr das Experiment des Solo-Geigers, dessen Aufgabe es war, das Publikum mit solch minimalistischen Klängen zu überzeugen. Eine Herausforderung für manchen Besucher, die im Vorjahr bereits Johannes Epremian hervorragend meisterte. Etwa die Hälfte des Publikums gaben anschließend offen zu, noch nie zuvor bei einem Konzert mit nur einem einzigen Geiger gewesen zu sein. Ein zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftiges Erlebnis für die Ohren, bei dem Andrew Cadie aber trotz der Schwierigkeit für tobenden Applaus sorgte.

Fiddle Festival 2023 - Sebastian Reimann

Gleich danach durfte die Moderatorin Sabrina Palm, die beim Fiddle Festival auch organisatorisch involviert ist, einmal selbst auf die Bühne. Für gewöhnlich im Folk angesiedelt und manchmal sogar mit Le Clou-Bandmitglied Steve Crawford unterwegs, bot sie dem Publikum an diesem Abend eine echte Premiere: Ihr neues Trio Palm Bay Frost feierte nämlich zugleich auch die Releaseparty ihres neuen Albums und teste gleich mal, wie die neuen Albumsongs wohl beim Publikum ankommen. Ein bisschen im Indie Singer-/Songwriter-Stil gehalten mit Gitarre, Geige und Akkordeon und obendrein gleich zwei Gesangsstimmen war das schon wesentlich fetizger, als die vorangegangene Solo-Geige. Und das Publikum wusste die handgemachte Musik der drei Talente ebenfalls zu schätzen.

Die wohl größte Überraschung folgte aber natürlich zum Schluss, als kurzerhand Sabrina Palms einstiger Geigenlehrer die Bühne der Harmonie Bonn betrat. Sebastian Reimann sorgte mit seinem Quartett für den Rest des Abends doch glatt für einen Swing-Tanzabend und war somit zugleich das Highlight des Fiddle Festivals. Im Stile von Stephane Grappeli gab es dabei vor allem eindrucksvolle Filmmusik der 80iger und 90iger Jahre auf die Ohren. Natürlich auch dieses Mal handgemacht, denn auch wenn die Geige im Fokus stehen mag, sorgte das Quartett mit Piano, Kontrabass und Rhythmusgitarre nicht weniger für Eindruck beim Publikum der verschiedensten Generationen. Das kam an und war wohl für manchen Besucher, der noch nie zuvor Swing live gehört hat, eine akustische Offenbarung.

In jedem Jahr wurde das Fiddle Festival natürlich auch von einem eindrucksvollen Finale gekrönt, bei dem alle drei Bands, die sonst eigentlich nie gemeinsam auf der Bühne stehen, einen gemeinsamen Song spielten – und dabei mit einer beeindruckenden Harmonie punkteten. Mit dem stehenden Applaus soll dann auch am 21. April 2024 gleich die nächste Auflage des Fiddle Festivals in der Bonner Harmonie folgen.


14
Mrz

Mystica Hamelon: Das Mittelalterfest in der Altstadt

Der geneigte Mittelalterfan, der sich auch gern eine aufwändige mittelalterliche Gewandung zulegt, ist es zumeist gewohnt, teuren Eintritt für seine Festivals zu bezahlen. Riesige Festivals wie das MPS ziehen quer durch Deutschland, um namhafte Bands auf die Bühnen und großen Wiesen zu bringen. Dass Vergleichbares auch mit wenig Geld geht, beweist in jedem Jahr die Mystica Hamelon – das Mittelalterfest in der historischen Altstadt der Rattenfängerstadt Hameln. Dort gab es vom 3. bis 5. März 2023 nämlich ein Mittelalterfest völlig ohne jeglichen Eintrittspreis. Einfach in der öffentlichen Fußgängerzone der Stadt, umgeben von gewöhnlichen Geschäften und staunenden Schaulustigen, die sich zum ersten Mal auf ein Mittelalterfest gewagt haben. Die perfekte Gelegenheit also, um Neugierige und Nachwuchs für die mittelalterliche Szene zu begeistern.

Auf gleich mehreren Straßen gab es dann immerhin auch mehr als hundert Händler, die ihre vielfältigen mittelalterlichen Produkte an die Besucher bringen wollten. Ob leckerer Met, handgemachte Figuren, aufwändige Stoffe oder doch mal der mutige kleine Probeschluck des mächtigen Absinth – hier kam ziemlich jeder auf seine Kosten. Und bei niedrigen, fast noch winterlichen Temperaturen, wird der Met, der mittelalterliche Honigwein, auch gerne einmal zum Glüh-Met erwärmt – als angenehme Alternative zum üblichen Glühwein, den die meisten Besucher innerstädtischer Märkte wohl von den Weihnachtsmärkten kennen.

Mystica Hamelon

Auf musikalische Unterhaltung musste allerdings auch nicht verzichtet werden – und das natürlich in dem freien Eintritt gleich inkludiert: Auf sogar zwei Bühnen gab es an dem Wochenende umfangreiches Programm eher kleiner, aber nicht weniger stark begeisternder Bands. So trat etwa John Kanaka auf und hielt das Publikum bis in die späten Abendstunden mit gelungenen Versionen klassischer Shantys und Irish Folk-Songs bei Laune. Und sogar die ein oder andere mittelalterliche Veralberung von „Alle meine Entchen“ durfte dabei auch nicht fehlen. Generell war die Mystica Hamelon ohnehin für gute Laune, lockere Stimmung und viel Humor bekannt. Den Besuchern und auch den Ausstellern sah man den Spaß an der Veranstaltung regelrecht an.

Nicht zuletzt auch, wenn sich echte Besonderheiten durch die Fußgängerzone von Hameln wagten. Eine Steampunk-Band mit aufwändig umgestalteten Instrumenten und batteriebetriebenen Lautsprechern und E-Gitarren ließ es sich jedenfalls nicht nehmen, sich mit ihrer Musik den Jubel der Passanten abzuholen. Und das mit hoher Wahrscheinlichkeit gänzlich ohne jede Gage. Und wenn dann erst einmal in den Abendstunden die Sonne unterging, gehörten die Feuershows vor dem Hochzeitshaus wie selbstverständlich dazu, ehe die Thüringer Bergteufel mit ihren Krampuskostümen die Gegend unsicher machten. Und wem das dann noch nicht reichte, der konnte dem traditionellen Glockenspiel in Hameln lauschen oder sogar auf den Kirchturm steigen, um von oben einen Blick auf das Event zu werfen. Kurzum: Die Mystica Hamelon bot bei freiem Eintritt mehr, als so manch kostenpflichtiges Mittelalter-Event.

Mystica Hamelon