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Dark Zone Essen: Filmstars auf dem Weltkulturerbe
E.T. Armies
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Train Simulator: West Highland Line
Soap mit Zombies
Nitzer Ebb: Von Oldschool-EBM zum Saw IV Soundtrack
Berlin: MPS erstmalig in Hoppegarten
Matrix Bochum: Gothic trifft Steampunk
Hernebration: Fan-Convention mit Stargästen
Bonn: Abschied von der Hobbitcon

Archiv fürApril, 2016


25
Apr

Dark Zone Essen: Filmstars auf dem Weltkulturerbe

Ein riesiges Gelände, auf dem sich früher Tausende von Arbeitern um die Braunkohle kümmerten und eine fast unüberschaubar wirkende Anzahl von großen Hallen: Das ist das Weltkulturerbe der Zeche Zollverein in Essen. Mittlerweile stillgelegt findet dort nun nämlich tatsächlich sehr viel Kultur statt. Vom Museum, bis hin zu Konzerten und Veranstaltungen ist sie regelmäßiger Anlaufpunkt. Ein bisschen versteckt in der Halle 12 gab es am vergangenen Wochenende aber auch ein wenig andere Kultur, die man dort womöglich nicht erwartet hätte: Filmstars aus bekannten Horrorfilmen trafen sich dort auf dem Conventiongelände der The Dark Zone Horrorcon mit ihren Fans, gaben Autogramme und beantworteten ihre Fragen in den Q&A-Panels auf der Bühne. Sogar echte Größen wie Robert Englund aus “Nightmare on Elm Street” und Alex Vincent aus “Chucky, die Mörderpuppe” konnten wir dort antreffen.

The Dark Zone

Ein bisschen anders als auf den großen kommerziellen Mediacons, bei denen Besucher hohe dreistellige Beträge hinterlassen, war es dann aber dennoch: Statt das Bühnenprogramm in den Mittelpunkt zu stellen, hatte die The Dark Zone dann doch ein bisschen mehr Filmbörsencharakter mit einigen anwesenden Stargästen. Auf zwei Etagen konnten die Fans also in den Kisten der Händler stöbern und die neuesten Horror-Hits aus Österreich ergattern, während die Schauspieler auf Grund der recht überschaubaren Größe der Veranstaltung genügend Zeit hatten, bei den Autogrammen auch mal ein längeres Gespräch mit den Fans zu beginnen. Einer war dabei besonders gesprächig: Mark Patton, den die Besucher vor allem wegen seiner Nähe zu den Fans sehr lieb gewonnen haben. Trotz seiner Rolle in “Nightmare on Elm Street 2″ zeigte er sich sehr bescheiden und fast schon nervös im Panel, was ihm schnell Sympathien und eine gewisse Authentizität einbrachte. Und auch Chad L. Coleman aus “The Walking Dead” genoss sichtlich seine Zeit mit den Fans.

The Dark Zone

Ein bisschen vermisst man bei all dem vielleicht das ein oder andere sekundäre Programm, wie Vorträge oder Workshops. So manch jahrelanger Congänger dürfte derartiges womöglich erwarten und gewöhnt sein. Dadurch macht die The Dark Zone im Vergleich doch einen recht kompakten Eindruck für zwei Tage und richtet sich offensichtlich ein wenig mehr an Tagespublikum. Und obwohl die Convention sicherlich noch ausbaufähig sein könnte, hat sie bei genauerem Hinsehen für ihr Zielpublikum wiederum interessante Aspekte: Ein günstiger Eintrittspreis von 20 Euro für die Tageskarte, ebenso günstige Autogrammpreise von 20 – 40 Euro je nach Stargast und ein Programm, für das der geneigte Besucher nicht gleich Urlaub einreichen muss, machten das Event schließlich perfekt für Autogrammjäger, Filmliebhaber und Kurzentschlossene. Darüber hinaus stand die Convention grundsätzlich unter einem guten Stern: Ohne auch nur eine einzige Absage eines Stargasts wirkte die Organisation geradezu vorbildlich. So kamen definitiv alle Besucher auf ihre Kosten und die kleineren Schwächen sind schnell vergessen.


21
Apr

E.T. Armies

In einer nicht allzu weit entfernten Zukunft, liegt die Erde längst in Schutt und Asche. Mangels Ressourcen hat sich die gesamte Menschheit gegenseitig abgeschlachtet und ihren eigenen Planeten zerstört. Da gab es für die eigene Spezies nur noch eine Hoffnung: Auf der Suche nach neuen Energiequellen waren die Menschen gezwungen, fremde Planeten zu besiedeln. Doch nicht alle hatten damals die Möglichkeit, in ferne Welten vorzudringen. Einige von ihnen wurden zurückgelassen auf einer zerstörten Welt ohne jegliche Hoffnung und ohne brauchbare Ressourcen. Seitdem hat sich dieser Teil der Menschheit in ihrem Kampf und ihrem Hass vereint, um Rache zu nehmen an jenen Menschen, die sie einst zurückgelassen haben. Doch das ist erst der Beginn eines neuen Krieges, der noch weit schlimmer werden könnte…

Iraner gegen den Krieg
Eines würden wir wohl aus einem muslimischen Land wie dem Iran am allerwenigsten erwarten: Einen Science-Fiction-Shooter, der ganz bewusst eine Anti-Kriegs-Haltung einnimmt und vor den sinnlosen zerstörerischen Auseinandersetzungen warnt, bei dem letztendlich nur beide Seiten verlieren können. Das ist es, womit „.E.T. Armies“ die Hintergrundgeschichte in einem kleinen Monolog-Video vor Spielstart einführt und dem Spieler ein Motiv für seine darauffolgenden Handlungen zu geben. Schon allein für den Mut, den die Entwickler mit diesem Thema womöglich aufbringen, müsste man sie eigentlich loben. Denn das Setting ist grundsätzlich durchaus bodenständig und zeigt interessante Ideen aus der Perspektive von Menschen jenseits der westlichen Zivilisation. Der gute Wille allein reicht allerdings wohl noch nicht, um dann auch unterhaltsames und gutes Spiel auf den Markt zu bringen.

E.T. Armies

Generischer Shooter
Natürlich ist angesichts der Herkunft dieses Spiels auch klar, dass wir hier kein aufwändig entwickeltes AAA-Game mit internationalem Standard erwarten kann. Bedenkt man die auf DirectX 9 basierende alte Unreal-Engine wird aber zumindest deutlich, dass man bei „E.T. Armies“ wohl von einem Bemühen sprechen kann. Das tröstet allerdings keinesfalls darüber hinweg, dass von der einst so guten Story nach dem Introvideos schnell nicht mehr viel zu sehen ist. Stattdessen begeben wir uns meist in Begleitung eines anderen Soldaten durch Level auf fremden Planeten und befolgen dessen Anweisungen, während wir zahlreiche Gegner bekämpfen. Man könnte auch sagen: Der iranische Ego-Shooter wird ganz schnell zu eines der generischsten Spiele, das wir in der letzten Zeit gespielt haben. Praktisch das gesamte Gameplay wäre vollständig austauschbar und hinkt qualitativ hinter der Referenz deutlich zurück. Spätestens jetzt merkt man nämlich, dass „E.T. Armies“ insgesamt dann doch einfach einen recht „billigen“ Eindruck hinterlässt.

E.T. Armies

Schwache Armee
Das beginnt einerseits bereits bei der eher weniger intelligenten KI. Als hätte man sie an festen Punkten platziert, greifen sie uns in mehr oder weniger vorhersehbaren Wellen an und reagieren mitunter nicht einmal, wenn wir neben ihnen stehen. Immerhin: Sterben wir, finden wir den Gegner zumindest nicht in jeder Runde an derselben Stelle. Allerdings müssen wir unter normalen Umständen eher selten sterben, lässt der Schwierigkeitsgrad für heutige Verhältnisse schließlich auch zu wünschen übrig. Mit den zwei Stufen „einfach“ und „normal“ kann man den geneigten Spieler jedenfalls kaum genügend fordern. Selbst wenn uns gleich fünf Gegner auf einmal treffen, dauert es schon eine Weile, bis wir nicht mehr aufrecht stehen. Einen höheren Schwierigkeitsgrad wie etwa „schwer“ suchen wir hier leider vergebens. Erst nach Beendigung eines kompletten Durchgangs können wir die schwierigeren Modi freischalten, allerdings werden wir bis dahin eher mit Langeweile gequält. Wobei „unter normalen Umständen nicht sterben“ bedeutet, dass wir auf Grund von Bugs dann doch manchmal unser Leben lassen müssen. Etwa weil Gegner durch Objekte hindurch schießen können, durch die wir auch laufen können. Technisch kann sich das Spiel also keineswegs mit Ruhm bekleckern.

E.T. Armies

Gar nicht barrierefrei
Das ist unterdessen auch nicht der einzige Bug, der während dem Test überaus negativ aufgefallen ist. So kommt es mitunter vor, dass wir herum schwebende Patronenhülsen unserer Waffen sehen können, oder in den eher beschränkten Levels mitunter häufig vor unsichtbare Wände laufen, weil es die Entwickler nicht geschafft haben, die Level sinnvoll abzugrenzen. Allerdings kein Bug, sondern ein Feature ist wohl die etwas skurril anmutende Tatsache, dass das Spiel automatisch beendet wird, wenn wir mehr als fünf Sekunden in die falsche Richtung laufen. So möchten uns die Entwickler vom „Raspina Studio“ offenbar darauf hinweisen, dass wir uns doch an die linearen Vorgaben unserer Zielgebung halten. Absurd wird das aber dann, wenn wir in die entgegengesetzte Richtung laufen, weil sich dort eine Munitionskiste befindet – und wir diese schlicht gar nicht erreichen können, weil das Spiel schon bei dem Versuch unterbrochen wird. Sehr intelligent.

E.T. Armies

Abrams lässt grüßen
Übrigens: Auch sonst kann „E.T. Armies“ technisch nicht wirklich begeistern. Bei der Grafik stellen wir schließlich fest, dass die tatsächliche In-Game-Grafik selbst auf den maximalen Einstellungen noch nicht den Vorschaubildern entspricht, die wir im Shop von Steam zu sehen bekommen. Insgesamt enttäuscht das Spiel nämlich leider mit einer eher altbackenen und groben Grafik, gelegentlich unscharfen Texturen und manchmal unerklärlich unflüssig wirkender Performance, obwohl der Testrechner geradezu Langeweile hatte. Immerhin hat man allerdings versucht, einen eigenen Stil einzubringen und sich dabei offenbar an J.J. Abrams neuesten „Star Trek“-Filmen zu orientieren: Mit der Anhäufung an Lensflares geizen die Entwickler jedenfalls nicht und verpassen der recht altbacken aussehenden Grafik hier und da dennoch einen farblich stimmigen Stil. Das macht „E.T. Armies“ optisch einigermaßen akzeptabel, von guter Grafik ist man hier aber meilenweit entfernt.

Das kleine Arsenal
Ähnlich mager sieht das Ganze dann beim Umfang aus. Generell kann man den Shooter wohl als recht kurz bezeichnen, denn nach spätestens drei Stunden dürfte wohl jeder halbwegs erfahrene Spieler fertig sein. Auch deshalb, weil wir eben kaum ernsthaft gefordert werden. Doch auch sonst wird hier inhaltlich nicht viel Abwechslung geboten. Mit nur wenigen Gegnertypen, ein paar Flugobjekten und Selbstschussanlagen muss man sich auch kaum auf härtere Brocken einstellen. Das setzt sich auch bei der Auswahl an Waffen fort, denn abgesehen von einer Laserpistole, ein paar automatischen Gewehren und einem Scharfschützengewehr gibt es auch hier nicht besonders viel Abwechslung. Wer also gehofft hat, im Stile der hochwertigeren Shooter mit allerlei Geschütz kämpfen zu dürfen, hat sich getäuscht. Für alle die sich dennoch an das Spiel heranwagen wollen, gibt es aber immerhin ein zusätzliches zweites Spiel als Geschenk für Freunde dazu und auch im Multiplayer-Modus kann man sich – sofern man andere Spieler trifft – durchaus ein bisschen austoben. Zu viel sollte man allerdings auch hier nicht erwarten.

Fazit:
Dass sich ein iranisches Entwicklerstudio mit einem Sci-Fi-Shooter auf den internationalen Markt wagt, ist grundsätzlich schon lobenswert und außergewöhnlich. Spielerisch bekommen wir aber leider doch nur eine generische Ballerei mit altbackener Grafik und eher mittelmäßigem Gameplay geboten.

E.T. Armies Wertung


20
Apr

Adr1ft

Alex Oshima ist Astronautin und schon seit geraumer Zeit auf einer Raumstation im Orbit unseres blauen Planeten beschäftigt, die offenbar unter anderem der Erforschung von Pflanzen im Weltraum dienen sollte. Doch bei einem schrecklichen Unfall wird die Station zerstört und in mehrere Teile gerissen. Mit einem akuten Gedächtnisverlust und einem beschäftigen Raumanzug wacht Alex dann prompt im Weltraum auf und muss einen Weg finden, in der Stille des Weltraums und gänzlich auf sich allein gestellt, zu überleben. Ihr Ziel: Die Systeme der Raumstation wieder ans Laufen zu bringen und mit einem Rettungsshuttle auf die Erde zurückzukehren. Dumm nur, dass sie sich dafür in Schwerelosigkeit durch die gesamte zerstörte Station bewegen muss und sie stetig an Sauerstoff verliert. Sparsam mit ihren Bewegungen muss sie also darauf achten, nicht zu ersticken, bis sie an der nächsten Sauerstoffstation ihren Behälter wieder auffüllen kann. Keine leichte Aufgabe, umgeben von herumfliegenden Wrackteilen und offenen Kurzschlüssen…

Kritik:
Das Science-Fiction-Genre hat offenbar längst wieder seine Bestzeiten erreicht und dass das Überleben in einer zerstörten Raumstation überaus spannend sein kann, haben wir bereits im Hollywood-Blockbuster „Gravity“ gesehen, bei dem Sandra Bullock in der Stille des Weltraums um ihr Überleben kämpfen muss.

Adr1ft

Survival im All
An einem solchen Szenario orientiert sich nun auch das First Person Survival Game „Adr1ft“, bei dem wir ebenfalls in der Rolle einer weiblichen Astronautin ganz auf uns allein gestellt in der Station überleben und den Weg zurück zur Erde finden müssen. Außergewöhnlich ist dabei, dass man das Spiel durchweg auch als eine Art „Kammerspiel“ bezeichnen kann, denn auf andere Protagonisten verzichtet man dabei vollständig. Wir sollen zu jeder Zeit das Gefühl haben, völlig aussichtslos und allein in der Schwerelosigkeit zu schweben und niemanden im Rücken zu haben, der uns im Ernstfall einmal helfen kann. Man darf sich dies auf einer VR-Brille sicherlich überaus faszinierend vorstellen, getestet haben wir das Spiel allerdings mangels entsprechender Hardware auf einem ganz normalen Bildschirm. Auch hier ist schnell klar: Ein Augenschmaus ist „Adr1ft“ allemal.

Adr1ft

Ein kleiner Augenschmaus
Grafisch kann man das Spiel also bedenkenlos zu den Referenztiteln zählen, obwohl die Hardwareanforderungen erstaunlich human sind. Praktisch von Haus aus stellt das Spiel bereits beim ersten Start eine höhere Auflösung ein, als unser Bildschirm nativ unterstützt, um das Supersampling des Spiels zu aktivieren, sofern es die Hardware zulässt. Auf einer Grafikkarte der aktuellen Generation wäre es sogar ohne weiteres möglich gewesen, das Supersampling auf die maximale 4K-Auflösung zu stellen, ohne dass wir Ruckeln hätten bemerken können, allerdings wirkt sich die niedrigere Framerate negativ auf die Steuerung aus, welche daraufhin recht träge erscheint. Das Spielen auf nativer Auflösung macht also durchaus Sinn und ist auch nicht wesentlich hässlicher, sofern wir die anderen Einstellungen entsprechend hoch stellen. Dann jedenfalls begeistert die gesamte Raumstation mit einem enorm hohen Detailgrad, bei dem mitunter Außenszenen schon beinahe fotorealistisch erscheinen. Da bleibt am Ende nur die Frage: Hat „Adr1ft“ denn auch mehr zu bieten, als nur hübsche Grafik? Zumindest bei den Vorschaubildern auf Steam mogelt das Spiel jedenfalls nicht: Was wir hier sehen, entspricht tatsächlich der Ingame-Grafik.

Adr1ft

Faszinierende Schwerelogiskeit
In jedem Fall ist es allerdings auf den ersten Blick schon einmal faszinierend und innovativ, ein Survival Game in ein solches Setting zu versetzen. Physikalisch kann „Adr1ft“ nämlich zu jeder Zeit bestechen, gelingt es doch zumindest, die Fortbewegung einigermaßen realistisch darzustellen. Damit gehört auch die Orientierung schon zu den schwierigsten und interessantesten Dingen dieses Spiels, denn in der unteren linken Ecke verfügen wir lediglich über eine klassische zweidimensionale Minimap. Ob sich unser Ziel oder andere Objekte oberhalb oder unterhalb von uns befinden, lässt sich so erst einmal nicht erkennen. Nicht selten wundern wir uns darüber, dass unser Zielrichtungspfeil gegen eine Wand zeigt oder wir im Weltraum plötzlich zum falschen Zielpunkt navigiert sind. Lediglich die Stabilisierungsfunktion unseres Anzug hilft uns ein wenig dabei, wenn er uns wieder in eine aufrechte Position versetzt. Liegt das nächste Ziel allerdings oben oder unten, hilft das noch nicht zwangsläufig. Atmosphärisch lohnt sich „Adr1ft“ also auf jeden Fall schon deswegen für Genrefans.

Adr1ft

Der Wiederholungseffekt
Schade ist gerade deshalb, dass man spielerisch hier nicht besonders viel zu bieten hat. Im Prinzip ist der Ablauf recht linear vorgegeben und wir machen mehr oder weniger gleich vier Mal dasselbe: Immerhin verfügt die Raumstation Northstar über vier verschiedene Systeme, die wir wieder zum Laufen bekommen müssen. Der Ablauf dabei ist stets derselbe: Wir begeben uns in den Bereich des Systems, reaktivieren dieses, stellen einen Systemkern manuell wieder her und reparieren anschließend dessen Funktionsfähigkeit. Das ist ein, vielleicht auch zwei Mal interessant, sorgt allerdings für einen enormen Abfall der Motivation spätestens beim dritten oder vierten Mal. Immerhin, wie bereits zuvor erwähnt: Auf andere Protagonisten werden wir hier nicht treffen. Ebenso wenig abwechslungsreich ist aber auch der restliche Ablauf, denn auch sonst treten keinerlei unerwarteten Ereignisse auf. Der einzige verbleibende spielerische Aspekt liegt darin, dass wir umher schwebende Erinnerungsstücke und Aufzeichnungen finden können, oder unsere Vergangenheit anhand von E-Mails auf den Computern erkunden. Das ist allerdings auch nicht wirklich spannend, um sich länger damit zu beschäftigen. Ergo kann man bei recht pragmatischer und zielgerichteter Vorgehensweise davon ausgehen, hier nach etwa 3,5 Stunden das Spiel beenden zu können. In dieser Hinsicht ist „Adr1ft“ also dennoch enttäuschend und man könnte das Spiel auch getrost als „Grafik- und Physikblender“ bezeichnen. Immerhin ist aber die technische Seite vollends gelungen.

Fazit:
Das Weltraum-Survival-Game begeistert vor allem mit seiner Grafik, Atmosphäre und Physikengine. Spielerisch bleibt es aber insgesamt kurz und deutlich unterhalb seiner Möglichkeiten.

Adr1ft Wertung


18
Apr

Train Simulator: West Highland Line

Die beeindruckenden Landschaften der Highlands inmitten von Schottland sind längst dafür bekannt, zahlreiche Touristen anzulocken und dienen auch gerne als Filmkulisse. Besonders das Glenfinnan Viadukt haben wir selbst in Hollywood-Produktionen wie „Harry Potter“ bereits bewundern dürfen. Dass das Eisenbahnunternehmen ScotRail die hügelige Strecke von Fort William nach Mallaig aber auch heute noch mit einer überwiegend eingleisigen Route und einigen Diesellokomotiven in Betrieb hält, ist nicht unbedingt jedem bekannt. Das ist allerdings nicht nur wegen der durchaus fordernden Steigungen und der dichten Flora interessant, sondern auch wegen des eher rückständig erscheinenden Sicherheitssystems, das für die eingleisige Strecke offenbar ausreichend erscheint. Dass zwei Unternehmen die lokale Industrie außerdem am Laufen halten, macht die Strecke im Westen der Highlands besonders interessant.

Einmal durchs Set von Harry Potter…
Immerhin wurde dieses Routen-Addon nicht von Dovetail Games, die den Train Simulator veröffentlichen, selbst entwickelt. Stattdessen hat sich der für besonders hochwertige Strecken bekannte Entwickler Thomson Interactive an das Projekt gewagt und die grundlegende Funktionsweise auf spannende Art ein wenig erweitert. Denn neben Signal- und Sicherheitssystemen finden wir noch andere innovative Neuigkeiten, die wir bisher im Simulator so nicht gewohnt sind. Die Strecke profitiert davon, denn während (in jedem Szenario variabel platzierte) Hirsche die Strecken unsicher machen, dürfen auch drehbare Kanalbrücken nicht fehlen, die für unsere Fahrt durchaus ein Hindernis darstellen können.

Train Simulator: West Highland Line

… und Outlander
Generell sind wir bei der Strecke allerdings eher mit kurzen Zügen unterwegs. Die meist doch recht kleinen Bahnhöfe mit geringem Fahrgastaufkommen sind mitunter nämlich gar nicht lang genug, um den vollständigen Zug aufzunehmen. Exaktes Anhalten unserer Bahn ist also an jedem Punkt absolute Pflicht. Die Zentimeterarbeit macht es bei einem engen Fahrplan nicht immer leicht, tatsächlich Pluspunkte zu sammeln. Und auch die Ankunft ist nicht immer ganz so einfach: Da die eine enthaltene Diesellokomotive nicht über Steuerwagen am anderen Ende des Zuges verfügen und sowohl Mallag, als auch Fort William aus einem Kopfbahnhof bestehen, müssen wir die Lok anschließend abkoppeln, über das Nebengleis an den Waggons vorbei fahren und sie dann an das andere Ende wieder heran setzen. Auch dafür ist Zentimeterarbeit nötig, sonst kommen wir mitunter gar nicht auf das Nebengleis. Ganz zu schweigen von einer Fahrt mit dem Güterzug von Spean Bridge nach Mallaig, wenn wir durch Rangieren und An- und Abkoppeln an Fort William vorbei müssen.

Train Simulator: West Highland Line

Radio Token System
Eine weitere Besonderheit dieser Route, die mitunter ein wenig unsere Zeit aufhält, ist das innovative Radio Token-System, bei dem Streckenfreigaben noch ganz klassisch ablaufen. Mit einem funktionierenden Funksystem, müssen wir also vor der Abfahrt zunächst ein Token für die Streckenfreigabe anfordern, ehe wir überhaupt losfahren dürfen. Andernfalls reagiert früher oder später das Sicherheitssystem und führt eine Zwangsbremsung durch, immerhin könnte uns ein Zug entgegen kommen. Dieses Token gilt dann allerdings nicht für die komplette Fahrt, sondern nur für kleine Abschnitte. Am Ende dieses Abschnitts angekommen, also meist an einem zweigleisigen Bahnhof, müssen wir das Token erneuern und auf die Freigabe des nächsten Abschnittes warten. Anstelle von klassischen Signalanlagen gibt es an dieser Stelle ein Token-Hinweissignal. Ganz egal, ob dieses eine Streckenfreigabe anzeigt oder nicht – solange nicht auch unser Onboard-System über das Token verfügt, greift das Sicherheitssystem. Das ist spannend, vor allem dann, wenn wir an Bahnhöfen oder Rangiergleisen die Weichen manuell stellen und ein entsprechendes Rangier-Token anfragen müssen. Dieses Feature gibt es so in keinem anderen Addon und schon allein deswegen sollten Train Simulator-Fans sich die Strecke unbedingt zulegen.

Train Simulator: West Highland Line

Wie in der Realität
Ansonsten kommen dieses Mal sowohl Güter-, als auch Passagierfahrtfans auf ihre Kosten. Abwechselnd dürfen wir dabei nämlich sowohl Passagier- und Schlafwagen fahren, als auch verschiedene Güterwaggons mit Holz oder Öl transportieren. Dabei orientiert man sich an zwei real an dieser Strecke existierenden Unternehmen, der BWS Timber Group und einem Forstwirtschaftsunternehmen zwischen Fort William und Spean Bridge. Erstere lässt sich sogar über Google Maps finden. Insgesamt benötigt man dabei allerdings ganz schön Geduld, denn die Karriereszenarien sind allesamt zwischen 30 und 135 Minuten lang. Insbesondere die Passagierszenarien dauern dabei mehr als zwei Stunden, da dies der kompletten Fahrt von Fort William nach Mallaig entspricht. Etwas kürzer sind da eher die Aufgaben rund um Fort William selbst und Spean Bridge, wo wir nach realem Vorbild eher mit Güterwaggons hantieren dürfen.

Train Simulator: West Highland Line

Der lange Weg nach Mallaig
Grundsätzlich erkennt man auch schnell, wie beeindruckend realistisch die Strecke gestaltet ist. Vor allem rund um Fort William begeistert die „West Highland Line“ mit einer dichten Flora und Fauna, wenn wir durch dichte grüne Wälder fahren dürfen und dabei sogar hin und wieder Tiere beobachten können. Der Detailgrad setzt sich dann auch bei den liebevoll gestalteten Gebäuden fort und hat sogar noch einige Besonderheiten zu bieten. Allerdings kann die Strecke dennoch stellenweise recht langweilig werden. Vor allem der Abschnitt von Glenfinnan nach Mallaig zieht sich mitunter doch recht stark und ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Immerhin dürfen wir hier häufig nur mit 30 oder 40 Meilen pro Stunde fahren. Hochgeschwindigkeitsszenarien vermissen wir also vollständig. Dafür hat man an die Erweiterbarkeit gedacht, denn neben Dieseltankstellen für unsere Lokomotiven, finden wir auch Wasseranlagen, um die Strecke mit Dampfloks zu befahren. Da ist es umso mehr schade, dass man keine Dampflok dem Addon beigelegt hat.

Train Simulator: West Highland Line

Tiere in der Wildnis
Nichts desto trotz kann man über den Umfang kaum meckern und sieht auch an anderer Stelle, welchen Aufwand die Entwickler hier betrieben haben. Vor allem der variable Austausch von Objekten, der in jedem Szenario individuell ist, ist so keine Selbstverständlichkeit bei den Routen-Addons über den Train Simulator. Dabei hat man dann nicht nur die Tiere in jedem Szenario an einer anderen Stelle platziert, sondern setzt auch Mitarbeiter der ScotRail ein, um bei Rangierarbeiten dem Lokführer zu winken, auf den Waggons zu arbeiten oder die Sicherheit beim Ankoppeln zu gewährleisten. Auch dies jedes Mal individuell auf das Szenario zugeschnitten, sodass die Figuren genau an der Stelle stehen, wo sie auch ein realer Lokführer benötigen würden. So bleibt die „West Highland Line“ auch beim letzten Szenario noch abwechslungsreich und es lohnt sich ein Blick aus dem Fenster unserer Lok. Da dürfen sich die Erbauer manch amerikanischer Strecke durchaus eine Scheibe von abschneiden, um ihre stundenlangen Güterfahrten aufzulockern.

Fazit:
Obwohl die meist eingleisige Strecke im Westen von Schottland durchaus ihre Längen und langweiligen Abschnitte hat, gelingt es Thomson Interactive auch diese Abschnitte mit variabel eingefügten Objekten aufzulockern. Das funktionsfähig integrierte RETB-System der ScotRail und einige andere neuartige Innovationen machen die Route außerdem einzigartig. Die „West Highland Line“ sollte daher in keiner Train Simulator-Sammlung fehlen.

West Highland Line Wertung


18
Apr

Soap mit Zombies

Es war damals eine kleine Sensation, als die Horrorserie „The Walking Dead“ im Jahre 2010 zum ersten Mal dem deutschen Publikum vorgestellt wurde. Damals sogar noch als besonderes Feature auf der Buchmesse, welches von Cross Cult auch als Promo für ihre dazugehörigen Comic-Veröffentlichungen genutzt wurde. Besonders war es aber vor allem eine Sensation, dass die Serie selbst bei denjenigen gut ankam, die eigentlich nicht so sehr auf Horror stehen und Zombies bisher nicht viel abgewinnen konnten. Immerhin standen bei der Serie die Charaktere und ihre Ängste im Vordergrund und nicht die pure Gewalt, wie in den meisten Horrorfilmen.

Es ging um eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam in einer Welt zurecht kommen mussten, die von Zombies überrannt wurde und die einen besonderen Umgang mit dem Tod erlernen mussten. In der schwierigen Zeit, in der Plünderei und Nahrungsknappheit zu eines ihrer größten Probleme wurde, mussten sich diese Menschen aufraffen und lieferten dem Publikum eine emotionale Geschichte, dessen Ziel gänzlich ungewiss war. Allerdings: Es gab ein Ziel, ein Entkommen aus der misslichen Lage und ein voranschreiten in der Welt. Doch dann plötzlich kam die große Verwirrung: Plötzlich in einer der fortgeschritteneren Staffeln wirkte es, als wären die Protagonisten nicht mehrere Staffeln durch die Wildnis gelaufen und hätten eine enorme Strecke, teilweise sogar im Fahrzeug zurückgelegt, sondern wären gerade einmal wenige Kilometer von ihrem ursprünglichen Startpunkt entfernt. Es war der Moment, in dem „The Walking Dead“ zur Soap wurde.

Mittlerweile ist die Serie längst nicht mehr das, was sie einmal war: Es geht nicht mehr um die Ängste in einer so schwierigen Welt, sondern die Protagonisten haben sich längst eingelebt. Und genau da liegt auch das Problem, denn aus der einst ungewissen Serienentwicklung ist eine vorhersehbare Actionserie mit immer gleichem Muster geworden. In fast jeder Staffel wissen wir bereits vorher, dass die Figuren sich einmal mehr ein bisschen durch den Wald bewegen, um dann auch gleich auf ein neues Lager mit neuen Leuten zu treffen, mit denen sie sich wieder die Köpfe einschlagen können. „The Walking Dead“ ist zur Soap geworden, in der die Zombies und die eigentlich ursprüngliche Handlung zu dekorativem Beiwerk verkommen. Es ist ein bisschen wie in den typischen Nachmittags-Soaps, in der wir lediglich damit unterhalten werden, welche Konflikte unter den Menschen wohl als nächstes aufkommen. Das was „Unter uns“ oder „Alles was zählt“ in irgendwelchen Wohnzimmern veranstalten, passiert hier in einem Überlebenden-Lager mit Zombies drumherum. Das sieht ein bisschen ansprechender aus, ist inzwischen inhaltlich aber ähnlich anspruchsvoll.

Soap mit Zombies

Da stellt man sich natürlich die Frage, wie es dazu kommen konnte und warum die Qualität von „The Walking Dead“ über die Jahre so stark gesunken ist. Die Antwort könnte leicht gefunden sein: Es liegt an veralteten Vorstellungen und Verträgen der großen Fernsehsender, die noch am linearen Programm festhalten. In der heutigen Zeit möchte ein Publikum schließlich eine zusammenhängende Geschichte, in der wir komplexe Charakterentwicklung geboten bekommen. Das klassische episodische Format gilt nicht mehr als zeitgemäß. Heute erzählen wir Serien genauso, wie man Filme erzählt und nutzt dabei die Vorteile der deutlich längeren Spielzeit einer Staffel. Doch vor einem schrecken die Sender immer noch zurück: Sie wollen kein Ende festlegen. Man probiert erst einmal aus, schaut wie die Quoten sind und entscheidet dann, ob es weiter geht. Für eine Serie mit zusammenhängender Handlung ist das fatal: Man braucht ein festgelegtes Ende und eine Idee davon, in welche Richtung sich die Serie in welchem Zeitraum entwickeln soll. Dreht man in jeder Staffel so, dass man sich eine Fortsetzung offen lässt, entstehen Muster unter denen auch „The Walking Dead“ zu leiden hat. Deswegen ist es wichtig, dass sich Sender und Produktion auf eine festgelegte Anzahl von Staffeln verpflichtend einigen und diese auch bis zum Schluss durchziehen. Das birgt natürlich finanzielle Risiken für die Sender. Aber es würde uns auch vor den zahlreichen Enttäuschungen bewahren, weil eine Serie vorzeitig und unfertig wieder abgesetzt wird. Und es verhindert, dass sich Serien womöglich irgendwann im Kreis drehen könnten.

Vielleicht wäre es also für die Sender an der Zeit, ihr lineares Sendekonzept zu überdenken und ihre Serien auf ein Publikum auszurichten, das heute jederzeit und auf Abruf einschaltet, wann immer sie wollen. Entweder mit eigenen Video on Demand-Plattformen, oder aber durch exklusive Ko-Produktionen mit einem der großen VOD-Anbieter, bei dem man sich dann aber auch die Produktionskosten gerecht aufteilt. Eines steht jedenfalls fest: Wird es erst einmal zur Gewohnheit, Serien vorzeitig einzustampfen oder sie – wie „The Walking Dead“ – vor sich hinplätschern zu lassen, schneiden sich die Sender damit in ihr eigenes Fleisch. Denn irgendwann wird so mancher Zuschauer einer neuen Serie womöglich keine Chance mehr geben, in der Befürchtung, diese würde ja ohnehin wieder genau so enden. Dass es auch anders geht, machen uns Sender wie FX oder ITV längst vor, wenn Serien wie „Fargo“ oder „Broadchurch“ genau wegen diesem festgelegten Ende überhaupt erst so hervorragend funktionieren und ihr Qualitätsniveau über eine gesamte Staffel hinweg hoch halten.


13
Apr

Nitzer Ebb: Von Oldschool-EBM zum Saw IV Soundtrack

Nicht jeder kennt sie, doch trotzdem hat schon fast jeder einmal einen Song von ihnen gehört: Die britischen EBM-Pioniere von Nitzer Ebb. Fernab des Mainstreams werden sie seit vielen Jahren gefeiert und ihre Platten sind noch heute heißbegehrt. Etliche heutige Musiker der Gothic- und Industrialszene dürften womöglich von ihnen inspiriert worden sein, obwohl das letzte Album offiziell bereits vor sechs Jahren erschien. Selbst zum Soundtrack des ultrabrutalen Horrorfilms Saw IV konnten sie bereits ihren Teil beitragen. Ein Grund genug also, einmal einen genaueren Blick auf diese Band zu werfen, zumal sie ihr letztes Album „Industrial Complex“ mittlerweile auch extra für die Fans auf streng limitiertem Vinyl in drei verschiedenen Farben veröffentlicht haben.

Hat man die Band allerdings schon von Beginn an verfolgt, dürften dem geneigten Hörer wohl einige Veränderungen aufgefallen sein. Die Briten versuchen mit „Industrial Complex“ schließlich einen Bogen zwischen den guten alten Zeiten und dem modernen elektronischen Stil zu spannen. Das ist für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig, für den Mainstream sowieso, kann aber auch verdammt gut ankommen, denn mancher Song erinnert verdächtig an diverse bekannte Rockbands. Obwohl längst nicht so hart, wie manche Vertreter der Industrial- oder auch Aggrotechszene, kommt bei ihren Songs längst keine Langeweile auf, obwohl sie zwischenzeitlich auch einmal wandlungsfähig sind. Doch worum geht es bei Nitzer Ebb eigentlich?

Nitzer Ebb

In erster Linie dürfte es wohl um schnelle, fast schon stakkatoartige Sounds der Electronic Body Music (EBM) gehen. Nicht zu verwechseln mit dem häufig als Synonym für kommerzielle Dancemusik verwendeten EDM, das seit einigen Jahren die Technoszene in verschiedene Geschmacksrichtungen spaltet. Obwohl Nitzer Ebb keineswegs weniger elektronisch zu sein scheint, will Nitzer Ebb aber stilistisch eine gänzlich andere Richtung einschlagen, als wir es vom Kommerz gewohnt sind. Das machen sie auch bereits mit dem ersten Track auf der Doppel-LP klar, wenn “Promises” uns an die guten alten Zeiten erinnert. Immerhin dürfte der Song zu den wohl bekannteren der Band gehören. Hört man sich die recht einprägsamen Lyrics an, verwundert das nicht lange.

Damit macht die Band allerdings anschließend auch gleich weiter. Auf der ersten Seite des ersten Vinyls versammeln sich regelrecht jene Songs, die Kenner wohl schon aus den einschlägigen Szenediskotheken kennen. Dazu gehört schließlich auch „Once you say“, einer der wohl am häufigsten geremixten Songs der Band. Gleich fast die komplette zweite LP widmet sich den Remixes dieses Werkes, meist schnell und mitunter eine Nummer härter als das eigentliche Album. Da orientiert man sich vor allem an der belgischen Veröffentlichung, die jene Versionen auch schon auf einer CD anbot. Auf Vinyl macht das Ganze aber doch nochmal ein bisschen mehr her.

Ein bisschen „oldschooliger“ wird es hingegen bei „Never Known“, obwohl die Lyrics wohl mindestens ebenso einprägsam sind, wie noch bei den beiden vorherigen Tracks. Doch mit dem etwas eingängigeren, aber dennoch powervollen Song können sie beim klassischen EBM-Fan schnell punkten. Ähnliche Ambitionen zeigt übrigens auch „I don’t know you“ auf der B-Seite der Scheibe, wo es dann insgesamt ein bisschen langsamer und melodischer wird, aber dennoch längst nicht die volle Vielfalt der Band entfaltet wird.

Die kommt nämlich schon eher mit „Going Away“ und „I am Undone“ zur Geltung, wenn es vor allem bei ersterem schon fast zu einer Ballade wird. Ein bisschen wie in einem Electro-Blues setzt „Nitzer Ebb“ dann prompt stark auf Gesang statt Bass und Synthesizer. Die tiefe und ausdrucksstarke Stimme von Douglas McCarthy kann hier nämlich voll und ganz zum Einsatz kommen. „I am Undone“ verzichtet unterdessen aber auch nicht auf die nötige Synthiebegleitung, die kurzerhand das Interesse auch beim elektronisch interessierten Hörer wecken kann.

Die wirklich spannenden Songs für echte Genrefans kommen dann aber wohl erst mit „Payroll“ auf. Warum es ausgerechnet dieses Lied zum Soundtrack von „Saw IV“ geschafft hat, wird derweil auch sehr schnell klar: Hier handelt es sich um einen der härtesten Songs auf dem gesamten Album, vielleicht sogar der gesamten Bandgeschichte. Mit einer kräftigen Bassline, die selbst auf Vinyl ordentlich Dampf erzeugt und schnellen Beats kann der Track dann voll und ganz überzeugen und könnte womöglich auch für die Techno-nahe Fraktion spannend sein.

Ähnlich setzt sich das ganze dann bei „Down on your knees“ und „Kiss Kiss Bang Bang“ fort, meinen beiden Favoriten. Ich muss schon zugeben, dass ich persönlich eher der härteren Gangart zugeneigt bin und es mir gerade deshalb diese beiden besonders angetan haben. Mit den stakkatoartigen schnellen Synthies und einem discothekentauglichen, tanzbaren Tempo ist dies wohl die beste Wahl für eure Partys. Doch während „Down on your knees“ vor allem auf eher laute, freche Lyrics setzt, geht „Kiss Kiss Bang Bang“ mit seinem Bass richtig nach vorne. So macht Nitzer Ebb erst richtig Spaß.

Nitzer Ebb

Gänzlich andere Gefilde und damit recht unytpisch für Nitzer Ebb ist hingegen „Hit you back“. Und damit wird auch klar, wie wandlungsfähig die britische Band tatsächlich ist. Beinahe erinnert die Nummer nämlich an richtigen Dubstep, obwohl man irgendwie nicht ganz in dieses Genre eintauchen möchte, um gleichzeitig Innovationen zu liefern. Der Hörer soll eben etwas geboten bekommen, dass er nicht schon bei etlichen anderen Projekten zu hören bekam und das nicht einfach bei typischen Genres abgeschaut ist.

So auch bei „My Door is open“, der eher mit einem aufgeblähten und warmem Bass daher kommt, fast schon ein wenig wie in einem Bigroom-Track. Aber keine Sorge: Kommerz oder gar EDM bekommt ihr hier keinen geboten. Stattdessen setzt man eher auf Tiefbass bei insgesamt wenigen Beats pro Minute, was dem Song eine gewisse Intensität verleiht, die man nicht leugnen kann. Erst im Laufe der Zeit steigert man sich dann zu einer etwas schnelleren Gangart mit kürzeren Takten und Basslines. Spannend.

Der Abschlusssong „Traveling“ kann dann allerdings auch noch für einen würdiges Ende sorgen, denn hier gibt es echte Ohrwurmgefahr. Die Lyrics sind dabei so einprägsam, dass es mitunter passieren kann, dass sie uns nicht mehr aus dem Kopf gehen. Dabei handelt es sich zwar nicht um den schnellsten oder härtesten Song, aber sicherlich um jenen, der am ehesten chartstauglich wäre und den Mainstream vermutlich am besten ansprechen könnte. Dafür wird es dann allerdings ein wenig poppiger, was womöglich nicht unbedingt den Geschmack eines jeden echten EBM-Liebhabers treffen könnte. Trotzdem: Besser kann man ein Album wohl kaum abschließen.

Fazit:
Nachdem das grandiose bisher letzte Album der britischen Band „Nitzer Ebb“ nun auch auf einem qualitativ hochwertigen Doppel-Vinyl erscheinen ist, kann man für Fans wohl eindeutig eine Empfehlung aussprechen. Allerdings: Wer vom „Saw IV“-Soundtrack bereits begeistert war und womöglich einmal ein neues, für ihn unbekanntes Genre erkunden möchte, ohne dabei gleich mit ultraharten Nummern konfrontiert zu werden, dem sei „Industrial Complex“ ebenso ans Herz zu legen. Denn hier gibt es elektronische Musik jenseits des bekannten Mainstreams.

PS: Für alle, die keinen Plattenspieler ihr eigen nennen, erscheint das Album nochmal als limitierte Doppel-CD mit zahlreichen Remixes am 29. April 2016.


09
Apr

Berlin: MPS erstmalig in Hoppegarten

Am 28. und 29. Mai 2016 macht das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS), das mit bis zu 3000 Mitwirkenden größte reisende Mittelalter-Kulturfestival der Welt, erstmalig Halt auf der Galopprennbahn Hoppegarten. Auf dem weitläufigen Veranstaltungsgelände führen mehrmals täglich die tollkühnen Recken der Fechtkampfgruppe Fictum ihre brachiale Kampfkunst mit Schwertern, Äxten und Morgensternen vor, während die Ritter hoch zu Ross und im Bodenkampf ihre Fertigkeiten mit Wurfspießen, Schwertern und Lanzen demonstrieren. Auf drei Livemusikbühnen präsentiert das MPS führende Bands der Mittelalter- und Folkszene:

Versengold, Duivelspack, Nachtgeschrei, Waldkauz, Metusa, Omnia, Faun, Mr. Hurley & Die Pulveraffen, Comes Vagantes, Cobblestones, Corvus Corax und Saor Patrol. Für die jüngsten Gäste treten an der Kinderbühne Zauberer und Gaukler auf, und gleich nebenan wird das Kinder-Ritterturnier zum Mitmachen veranstaltet. Beliebt bei Jung und Alt ist auch der Falkner Achim mit seiner Greifvogelshow, das Stelzentheater Feuervögel, der Stelzenläufer Gawan, “Der Tod” und der Bettler “Hässlicher Hans”.

MPS

Täglich wird ein großes Bruchenballturnier mit Mannschaften aus den Heerlagern, mit Markthändlern und Künstlern veranstaltet. Beim Bruchenball geht es darum, einen bis zu 120 kg schweren Ball, eigentlich eine mit Stroh oder Tannenzapfen gefüllte Kuhhaut von 90 bis 120 cm Durchmesser, in den gegnerischen Torkreis zu befördern. Mit diesem Kampfspiel maßen früher die Knappen der Ritter ihre Kräfte, nachdem sie sich bis auf die Bruche, die mittelalterliche Unterhose, entkleidet und der Schiedsrichter die Spieler auf verbotene Waffen kontrolliert hatten. Nach Einbruch der Dunkelheit und dem großen Pestumzug beginnt die Nachtfeuershow der Ritter zu Pferde, an das sich das große MPS-Feuerspektakel anschließt.
Das diesjährige Motto des MPS lautet “Du bist das MPS”. Alle Gäste sind herzlich dazu eingeladen, in Gewandungen gleich welcher Epoche zu erscheinen. Einmal an jedem Tag werden die drei bestgewandeten Besucher vom anwesenden Publikum gekürt und von Bruder Rectus mit Gold überschüttet.

MPS

Zahlreiche Heerlager gewähren den Besuchern Einblick in die Zeit des 13. Jahrhunderts. Hier werden Waffen repariert und neu geschmiedet, dort wird mittelalterlich gekocht, und so mancher verwegener Kämpfer und Söldner übt sich im Schwertkampf. Alle Heerlager beantworten gerne auch die Fragen der Gäste zu handwerklichen Künsten, Gewandungen, und allem, was im Lager zu sehen und zu erleben ist. Tausende Sitzplätze unter Sonnensegeln und an den Bühnen und Arenen laden zum Rasten und Entspannen ein, und zahlreiche Tavernen, Kaffeestände und Garküchen sorgen dafür, dass niemand hungern und dürsten muss.

Der Sonntag ist Familientag – alle Gäste unter 16 Jahren und ab 66 Jahren zahlen keinen Eintritt. Öffnungszeiten: Samstag 12-1 Uhr, Sonntag 11-19:30 Uhr. Die Campsite gleich neben dem Veranstaltungsgelände steht von Freitag, 9 Uhr bis Montag, 10 Uhr allen MPS-Gästen zur Verfügung. Spielpläne und alle Informationen auf www.spectaculum.de

Alle weiteren Termine der diesjährigen MPS-Saison:

  • 16.04. – 17.04., Luhmühlen Turnierplatz
  • 23.04. – 24.04., Bad Säckingen Schloßpark
  • 30.04. – 01.05., Wassenberg Burg
  • 05.05. – 08.05., Rastede Schloßpark
  • 14.05. – 16.05., Hohenwestedt Park Wilhelmshöhe
  • 21.05. – 22.05., Weil am Rhein – Drei Länder Garten
  • 28.05. – 29.05., Berlin Hoppegarten
  • 04.06. – 05.06., Dortmund Fredenbaumpark
  • 10.06. – 12.06., Dortmund Fredenbaumpark
  • 18.06. – 19.06., Leipzig, Agra Veranstaltungsgelände
  • 25.06. – 26.06., Basthorst Rittergut
  • 02.07. – 03.07., Weil am Rhein – Drei Länder Garten
  • 09.07. – 10.07., Bückeburg Schloßpark
  • 16.07. – 17.07., Bückeburg Schloßpark
  • 23.07. – 24.07., Karlsruhe, Schloßgarten
  • 30.07. – 31.07., Köln Fühlinger See
  • 06.08. – 07.08., Dresden, Festivalwiesen der Messe
  • 13.08. – 14.08., Telgte, Planwiese
  • 20.08. – 21.08., Aach an der Aach
  • 27.08. – 28.08., Speyer, unterer Domgarten
  • 03.09. – 04.09., Hamburg-Öjendorf
  • 17.09. – 18.09., Borken, Freizeitpark Pröbsting
  • 24.09. – 25.09., Maxlrain Schloß
  • 01.10. – 03.10., Hohenlockstedt
  • 08.10. – 09.10., Stadthagen – Remeringhausen, Rittergut

05
Apr

Matrix Bochum: Gothic trifft Steampunk

Die Discothek Matrix in Bochum ist eigentlich für ihre vielen allwöchentlichen Gothic-Partys bekannt. Nahezu jede namhafte Band aus der Schwarzen Szene stand dort schon auf der Bühne, um die mitunter ausgefallen verkleideten Fans zu begeistern. Kleidungstechnisch ebenso ausgefallen wird es aber auch an Christi Himmelfahrt, wenn sich das Matrix auf eine kleine Zeitreise in eine fiktive Vergangenheit begibt. Nach dem gelungenen Auftakt im vergangenen Jahr findet dort nämlich wieder die “Steamtropolis” statt, ein Treffen verschiedenster Steampunk-begeisterter Menschen. Und weil die Steampunk-Szene in Bochum wohl spätestens mit dem historischen Jahrmarkt immer weiter wächst, darf man da auch ein großes Publikumsaufkommen erwarten.

Wirft man einen kleinen Blick in die Steampunk-Fotoalben auf unserer Facebookseite wird dabei auch klar: Gothic, Cosplay und Steampunk liegen oft nicht weit auseinander. Hier begeben sich die Besucher und Fans in eine spannende Fantasiewelt, wie sie womöglich ausgesehen hätte, wenn heutige Technik noch immer dampfbetrieben wäre. Eine Mischung aus futuristischer Aufmachung und kreativer Dampfelemente erwartet uns allerdings nicht nur bei den Kostümen, sondern auch beim kompletten Rahmenprogramm. Mit einer retro-futuristischen Ausstellung passt man da natürlich perfekt ins Programm, wenn nicht gerade diverse Musikkapellen das Publikum einheizen, die Besucher auf dem Steampunk-Markt auf die Jagd nach neuen Fundstücken gehen oder sich die Nerds unter den Steampunkern bei einem viktorianischen Lesezirkel auf aufregende Geschichten einlassen.

Wie auch im vorherigen Jahr findet die Steamtropolis allerdings nicht nur an Himmelfahrt selbst statt. Auch in diesem Jahr ist im Matrix einmal mehr reinfeiern angesagt, denn das Event eröffnet bereits am Mittwoch, dem 4. Mai 2016 um 18 Uhr – und dann heißt es Open End, ehe wir am 5. Mai bereits Mittags wieder in die Halle dürfen. Tickets gibt es ab 7,10 Euro im Vorverkauf und weitere Infos findet ihr unter matrix-bochum.de.

Steamtropolis

Foto: Funkelglanz


05
Apr

Hernebration: Fan-Convention mit Stargästen

Die kleinen Cons, die von Fans für andere Fans organisiert werden, gibt es sicherlich wie Sand am Meer. Die meisten davon bleiben in einem kleinen Rahmen und haben bis auf Fangruppen, Händler und die üblichen verdächtigen Vortragenden nicht viel zu bieten. Familiär wird es sicherlich auch in Herne, wenn die “Union of the Force”-Convention unter dem Namen “Hernebration” in ihre zweite Runde geht, aber dennoch möchte man ein bisschen mehr bieten, als die übliche Konkurrenz. Natürlich im kleinen Rahmen, wie es für eine Convention in dieser Größenordnung möglich ist, aber immerhin ganze drei Stargäste aus den Star Wars-Filmen, die wir in Nebenrollen zu sehen bekamen, begeben sich auf die Star Wars-Convention in Herne.

Union of the Force Convention: Hernebration 2

So treffen wir unter anderem auf Femi Taylor, die als Tänzerin Oola in “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” zu sehen war und auch Laurie Goode, den wir unter anderem als X-Wing-Pilot und Stormtrooper in “Krieg der Sterne” zu bewundern konnten, kommt nach Herne und hat sicherlich einige spannende Geschichten vom Set der Original Star Wars-Filme zu berichten. Ebenfalls aus “Krieg der Sterne” auf der Hernebration: Derek Lyons, der als Medal Bearer ebenfalls in einer eher kleinen Rolle zu sehen war. All diese Stargäste werden allerdings nicht nur ihre interessanten Q&A-Panels auf der Bühne des Haus Urbanus halten, sondern stehen auch für Autogramme während der gesamten Convention zur Verfügung.

Union of the Force Convention: Hernebration 2

Insgesamt möchte man dabei ein recht kompaktes Programm bieten und beschränkt sich auf einen einzigen Convention-Tag, sodass sich die “Hernebration” neben den zahlreichen mehrtätigen Wochenend-Cons vor allem als entspannentes Kontrastprogramm anbietet. Los geht es am 16. April 2016 um 11 Uhr und wird in den Abendstunden durch ein musikalisches Rockkonzert von “Still Waters” beendet. Tickets sind für günstige 8 Euro an der Tageskasse erhältlich. Weitere Infos zur Veranstaltung findet ihr unter uotf-convention.de.

Fotos: Hernebration


04
Apr

Bonn: Abschied von der Hobbitcon

Bereits im November vergangenen Jahres mussten die Mittelerde-Fans “Goodbye” zu ihrer geliebten Ringcon sagen. Nun traf es auch die Hobbitcon vom gleichen Veranstalter: Auch hier trafen sich die Besucher ein letztes Mal unter diesem Namen an ganzen drei Tagen im Maritim Hotel Bonn. Und es war ein ganz besonderes Treffen, denn die letzte Hobbitcon widmete sich ganz den Fans von Tolkien, die noch einmal unter sich sein wollten. Um einmal mehr das zu genießen, was in Zukunft so nicht mehr möglich sein wird, denn eine neue Convention soll unter neuem Namen die verschiedenen Franchises aus dem Fantasy-Genre vereinen und kein reines Mittelerde-Treffen mehr bieten.

Hobbitcon

Doch um dieses letzte Mal gebührend zu zelebrieren, kamen gleich dreizehn Stars aus “Der Hobbit” und weitere namhafte Schauspieler aus den “Herr der Ringe”-Filmen nach Bonn. Viele davon bereits bekannte Dauergäste, auf die sich ihre größten Fans ganz besonders gefreut haben, andere hingegen waren fast noch Convention-Frischlinge. Und gerade die schaffen es dann, vollends zu begeistern. Beispielsweise, weil Dallas Barnett es sich nicht nehmen ließ, seiner Freundin live auf der Bühne einen Heiratsantrag zu machen. Und auch sonst war dieser sichtlich gut gelaunt, nutze er die Autogrammstunde doch glatt für einen spontanen Gummibärchen-Wettbewerb mit Thorin-Double Mark Atkin, der für reichlich Gelächter im Publikum sorgen konnte.

Die restlichen Stargäste lieferten obendrein ihr gewohnt routiniertes, aber auch äußerst unterhaltsames Programm ab. Dazu zählte natürlich einmal mehr die “Comedy Hour”, in der sich Mark Ferguson, Lori Dungey und Craig Parker gemeinsam mit Mark Hadlow, Jed Brophy und Stephen Hunter auf eine Improvisationscomedy-Show einließen, bei der sie das Publikum wie in jedem Jahr gerne mit einbezogen. Und sowieso: Berührungsängste haben die alt bekannten Stargäste, die bereits zum dritten oder vierten Mal auf der Hobbitcon mit dabei sind, sowieso nicht. Dass man ihnen also am Abend auf der Cocktail-Party begegnet, oder ein nettes Gespräch auf den Fluren führen kann, ist da fast schon obligatorisch und dürfte es wohl so auf keiner anderen Convention geben.

Hobbitcon

Um in Zukunft allerdings wieder ein paar neue Stars auf die große Bühne holen und sich weiteren Franchises öffnen zu können, geht es im kommenden Jahr auch gleich mit einer neuen Convention unter einem neuen Namen weiter. Auf der “Magic Con” sollen künftig Schauspieler aus den verschiedensten Fantasyserien aufeinander treffen. Und dafür gibt es bereits jetzt einen Termin: Vom 21. bis 23. April 2017 findet diese nämlich ebenfalls im Maritim Hotel in Bonn statt. Eine Webseite mit der Möglichkeit zum Ticketerwerb soll in Kürze online gehen und wird voraussichtlich auf der Facebook-Seite der Ringcon bekanntgegeben.

Weitere Fotos von der Hobbitcon 2016 findet ihr auf unserer Facebook-Seite unter facebook.com/dvdmagazine.