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	<title>Virtual DVD Magazine - News &#187; Spiele</title>
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		<title>Life is Strange: Double Exposure</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 19:41:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rene Daners]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/doubleexposure-thumb.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit den Ereignissen in Arcadia Bay sind bereits einige Jahre vergangen, doch noch immer kann sich Max Caulfield nicht so richtig von den Erinnerungen erholen. An der Caledon-Universität versucht sie deshalb, endlich ein normales Leben zu führen und ihrer Leidenschaft als Fotografin nachzugehen. Doch es scheint, als würde sie von ihrem Schicksal verfolgt, als plötzlich auch ihre Freundin Safi tot im Schnee gefunden wurde. Und damit kehren zugleich auch übernatürliche Kräfte zurück, die ihr schon immer zu schaffen machen. Dieses Mal allerdings kann sie nicht mehr die Zeit zurückdrehen, sondern offenbar zwischen zwei verschiedenen Paralleluniversen hin und her reisen. In dem einen ist Safi tot, in dem anderen weilt sie offenbar noch unter den Lebenden. Nun liegt alles an Max, die mysteriösen Hintergründe über den Todesfall aufzudecken. Doch hat sie womöglich selbst etwas damit zu tun? </p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Als vor knapp 10 Jahren das erste Spiel der „Life is Strange“-Reihe erschien, galt dieses als besonders innovativ. Nicht nur auf Grund seiner außergewöhnlichen Erzählweise, sondern auch wegen dem mutigen Fokus auf LGBT-Themen und besondere Gameplay-Elemente, die sich auf Zeitreisen konzentrieren. Dem Prinzip ist die Reihe seitdem treu geblieben, doch in jedem neuen Teil bekommt die jeweilige Hauptfigur neue übernatürliche Fähigkeiten. Dieses Mal das Öffnen eines Portals in eine Parallelwelt.</p>
<p> <img style="float:left; margin-right: 5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/doubleexposure1.jpg" alt="Life is Strange: Double Exposure" title="Life is Strange: Double Exposure" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Episodenspiel mit LGBT-Thematik</strong><br />
Das grundsätzliche Prinzip hat sich dabei nicht verändert: Die Story wird noch immer in kurzen Kapiteln von etwa 1 – 2 Stunden erzählt, sodass Spieler, die zum Release bereits dabei waren, etwas länger das Spiel genießen dürfen. Inzwischen sind jedoch alle fünf Kapitel erschienen und unser Test widmet sich dem komplett durchgespielten Spiel, das mit einer Gesamtspielzeit von knapp 11 Stunden daher kommt. Erzählerisch kann sich das durchaus sehen lassen, vor allem für Kenner der Reihe: Hauptfigur Max und ihre Beziehungen zu diversen Gleichaltrigen kommt zunächst mit der gleichen Emotionalität daher, wie wir sie kennen. Das gilt auch für vermeintliche Anbahnungen lesbischer Beziehungen, die schon immer wesentlicher Bestandteil der Reihe waren. Vor allem die Figuren rund um Safi und Amanda überzeugen. Interessant ist dabei aber auch der Einbau einer Figur, die womöglich trans ist – ohne dass dies klar hervor geht, da das Spiel dies nicht näher thematisiert. Hier bietet „Life is Strange: Double Exposure“ aber eine gelungene Herangehensweise: Durch das schlichte Zeigen entsprechender Figuren, deren tatsächliche sexuelle Identität jedoch nicht näher erläutert wird, baut das Spiel eine Normalität auf, die auch Außenstehende an die Thematik heranführt, ohne die Spieler dabei zu nerven. Ein angenehmer Umgang.</p>
<p><strong>Spannender Mystery-Krimi</strong><br />
Im Kern steht das alles allerdings nicht, sondern viel mehr ein Mystery-Krimi verbunden mit einem Mord und möglichen Reisen zwischen Paralleluniversum. Spielerisch ist das durchaus faszinierend: Egal, wo wir uns in der Welt befinden – überall sind entsprechende Portale platziert, die uns per Knopfdruck in die Parallelwelt versetzen. Der Kontrast dabei durchaus faszinierend, denn durch den Tod in der einen Welt und der lebendigen Freundin in der anderen, ändert sich in beiden Welten auch jedes Mal die Stimmung. Herrscht im Campus-Pub bei lebendiger Safi noch freudige Partystimmung und mitreißende Musik, bekommen wir in der toten Welt eher eine bedrückende Atmosphäre mit negativer Musik und gänzlich anders gelaunten Charakteren zu sehen. Damit gelingt es auch „Double Exposure“ den Spieler zu fesseln und mitzureißen. </p>
<p> <img style="float:left; margin-right: 5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/doubleexposure2.jpg" alt="Life is Strange: Double Exposure" title="Life is Strange: Double Exposure" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Wenig Gamplay-Optionen</strong><br />
Ein Problem bleibt aber auch beim neuesten Teil von „Life is Strange“: Böse Zungen behaupten schon seit zehn Jahren, dass diese Art von Episodenspiel deutlich zu wenig Gameplay zu bieten haben. Tatsächlich spazieren wir lediglich durch die Welt, wechseln hin und wieder das Universum und schlagen uns durch zahlreiche lange Dialoge, die die Geschichte vorantreiben. Das hat gar nicht so viel Action zu bieten, denn wir verwenden weder Waffen, noch müssen wir spielerisch irgendwelche Akrobatikaktionen meistern. Insgesamt ist „Life is strange: Double Exposure“ wieder einmal ein eher ruhiges, entspanntes Spiel, das den Spieler nicht allzu sehr durch die Welt hetzt und sich viel mehr auf die Story und die Charaktere konzentriert. Mag man das storylastige Erlebnis, wird man an dem Spiel allerdings wohl großen Spaß haben können. </p>
<p><strong>Faszinierende Paralleluniversen</strong><br />
Gewisse Spannungshöhepunkte entwickelt „Double Exposure“ unterdessen dann, wenn der Mystery-Anteil des Spiels zunehemnd größer wird. Gleichzeitig sind das aber auch jene Momente, in denen das Spiel rückblickend das meiste Potential verschenkt. Gibt es durch die Paralleluniversen womöglich mehrere Alter Egos von Max, die an dem Tod von Safi beteiligt waren? Verfügt Max in allen Paralleluniversen über die gleichen Fähigkeiten? Und sind womöglich auch andere Figuren, wie der Detective, in der Lage, zwischen den Universen hin und her zu reisen? In der Mitte des Spiels erinnert „Double Exposure“ sogar ein bisschen an frühere Folgen von „Akte X“. Das Problem: „Life is Strange“ schneidet all diese Aspekte nur kurz an, verwirft sie aber am Ende wieder. Das Spiel deutet ein Mysterium um den Detective an, geht dann aber plötzlich nicht mehr darauf ein. Und das macht das Spiel leider so häufig, dass wir in der zweiten Hälfte deutlich Schwächen im Storytelling ausmachen. </p>
<p> <img style="float:left; margin-right: 5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/doubleexposure3.jpg" alt="Life is Strange: Double Exposure" title="Life is Strange: Double Exposure" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Schwächen im Storytelling</strong><br />
Insgesamt zieht sich das Problem durch die kompletten beiden letzten Episoden, die jeweils mit nur knapp einer Stunde Spielzeit auch deutlich kürzer ausgefallen sind, als die vorherigen. Es wirkt leider so, als hätten die Macher unter Zeitdruck gestanden und hätten das Spiel innerhalb kürzester Zeit fertigstellen müssen. Dadurch kommen zahlreiche Inhalte zu kurz und „Double Exposure“ hinterlässt am Ende das unbefriedigende Gefühl, eine irgendwie unvollständige Geschichte erhalten zu haben. Das macht sich dann auch in Logikfehlern bemerkbar, die sich vor allem in den letzten beiden Episoden stark häufen. Warum etwa für einen der Bösewichte keine Polizei gerufen wird, sondern ein paar Studenten als Zeugen ausreichen sollen – das erklärt sich ebenso wenig nachvollziehbar, wie die Frage, warum Max überhaupt all diese Fähigkeiten hat, für die „Double Exposure“ am Ende keinerlei zufriedenstellende Erklärung liefert. </p>
<p><strong>Schlechte Hardwareoptimierung</strong><br />
Man könnte also zu dem Entschluss kommen: „Double Exposure“ ist ein gutes Spiel – aber eigentlich nur in der ersten Hälfte. Und technisch? Insgesamt entpuppt sich das Spiel als durchaus hübsch. Vor allem die Schneelandschaften auf dem Campus sind ein wahrer Augenschmaus und die vielen liebevollen Details im Pub können sich sehen lassen. Insgesamt haben wir allerdings nicht den Eindruck, dass „Double Exposure“ erheblich hübscher ist, als die früheren Teile von „Life is Strange“. Dennoch sind die Hardwareanforderungen aus kaum nachvollziehbaren Gründen deutlich höher. Das liegt auch an den eher spärlichen Grafikoptionen, die lediglich die Möglichkeit lassen, mit wirklich unschöner Grafik zu spielen, oder einen ausreichend schnellen Rechner mit mindestens einer RTX 2000 sein Eigen zu nennen. Auf Mindestanforderungen möchte man vor allem wegen der entstehenden Unschärfeeffekte, die bei niedrigem Detailgrad entstehen, wirklich nicht spielen. Letztendlich muss man das Spiel insgesamt als mangelhaft optimiert bezeichnen, auch wenn Spieler mit Hardware oberhalt einer RTX 2000 natürlich keine Probleme haben dürften. </p>
<p> <img style="float:left; margin-right: 5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/doubleexposure4.jpg" alt="Life is Strange: Double Exposure" title="Life is Strange: Double Exposure" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Der neueste Teil der „Life is Strange“-Reihe ist ein spannender Mystery-Krimi mit emotionalen Charakteren und einem aufregenden Gameplay um Paralleluniversen. Leider schwächelt „Double Exposure“ in der zweiten Hälfte vor allem beim Storytelling und lässt den Spieler mit zahlreichen offenen Fragen zurück. </p>
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		<title>Brettspiel-Test: Cascadia</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Dec 2023 01:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rene Daners]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/cascadia2.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">Im Nordwesten Amerikas, dem sogenannten Cascadia, bietet sich der Tierwelt eine hervorragende Umgebung. Bussarde kreisen in den Lüften, Bären treten paarweise in den Wäldern auf, Hirsche machen sich in den Bergen auf Wanderung und auch die Füchse streifen umher. Ob hohes Gebirge, tiefe Wälder oder feuchte Sümpfe – die Vielfalt der Natur sorgt dafür, dass sich die Tiere wohlfühlen. Und damit das auch so bleibt, ist nun der Spieler gefragt: Die Aufgabe des Menschen wird es sein, die Natur zugunsten der Tiere zu formen und gezielt Herden in passenden Regionen auszuwildern. Doch welche Region wird den lebenswertesten Raum für die Tiere bieten? </p>
<p>Die Auszeichnung zum „Spiel des Jahres“ lässt die Erwartungen oftmals schnell hochschießen und machen ein Brettspiel zumeist zu einem Qualitätsgaranten. Das Familienspiel „Cascadia“ hat die Auszeichnung im Jahre 2022 erhalten und erfreut sich seither großer Beliebtheit bei Spielern und Kritikern. In dem Legespiel geht es darum, die Landschaften von Cascadia zu formen und geeignete Tiere in den passenden Regionen anzusiedeln. Jener Spieler, der am Ende die größten zusammenhängenden Gebiete geschaffen hat und die meisten Tiere in geeigneten Herden ansiedeln konnte, gewinnt am Ende das Spiel. </p>
<p><img style="float:left; margin-right: 5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cascadia3.jpg" alt="Cascadia Brettspiel" title="Cascadia Brettspiel" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Knallbunter Augenschmaus</strong><br />
Optisch macht „Cascadia“ auf den ersten Blick schon einmal einen recht ordentlichen Eindruck. Ganze 85 bedruckte Wildnisplättchen finden sich in der Schachtel vor, liebevoll mit hübschen Landschaften ausgestattet. Dazu gesellen sich immerhin 100 bedruckte Tierscheiben aus Holz, die als Auslegematerial auf der Landschaft dienen, die wir schon bald selbst formen werden. Mit knalligen Farben und einer bunten Optik kommt das Familienspiel freundlich daher, das Material wirkt insgesamt hochwertig. Ein hübsch verarbeiteter Stoffbeutel dient zudem nicht nur als Aufbewahrungsmöglichkeit, sondern auch für das Nachziehen der Tierscheiben. </p>
<p><strong>Carcassone trifft Catan</strong><br />
Das Spielprinzip ist dabei recht schnell erklärt und benötigt auch lediglich eine kurze Anleitung mit wenigen Seiten. Das liegt vor allem daran, dass uns „Cascadia“ zunächst sehr stark an den kultigen Spieleklassiker „Carcassone“ erinnert. Auch hier müssen wir möglichst passende Wildnisplättchen auf der selbst geschaffenen Landkarte anlegen, die sechseckige Form wiederum erinnert an „Die Siedler von Catan“. Einen Unterschied aber gibt es dann doch: Die Landschaften müssen nicht zwingend an genau passende Gegenstücke angelegt werden, dies ist lediglich für die Wertung relevant. Und der eigentliche Kniff liegt darin, dass wir es hier mit einem doppelten Legespiel zu tun bekommen. Zusammen mit einem Wildnisplättchen wird auch eine Tierscheibe ausgelegt, sofern wir dazu in der Lage sind. Die Kombination aus Wildnis und Tier sind allerdings nicht immer zueinander passend, sodass wir vorausschauend planen müssen und vielleicht doch feststellen, dass wir gar nicht die passenden Tiere für unsere zuvor ausgelegten Landschaften ziehen. Dadurch bleibt das Spiel bis zum Ende spannend. </p>
<p><img style="float:left; margin-right: 5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cascadia2.jpg" alt="Cascadia Brettspiel" title="Cascadia Brettspiel" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Realitätsnahes Siedlungsverhalten</strong><br />
Interessant auch die variierenden Wertungstabellen. Zu Beginn des Spiels wird für jede Tierart eine eigene Wertungskarte ausgelegt, die definiert, auf welche Weise die Tiere angesiedelt werden müssen, um am Ende Punkte für diese zu erhalten. So kommt es, dass die Tiere in der einen Runde aneinandergereiht werden müssen, um Punkte zu erhalten und vielleicht in der nächsten Runde bereits eine gemeinsame Gruppe bilden müssen. Knifflig: So kann es etwas vorkommen, dass Tierpaare von anderen Tierpaaren umgeben sein müssen, oder dass Einzelgänger-Tiere von keinerlei Artgenossen umgeben werden dürfen. „Cascadia“ entpuppt sich dabei sogar als lehrreich, da das Spiel die realen Verhaltensweisen der Tierarten dabei berücksichtigt. So können Hirsche etwa mal in Gruppen leben und mal aneinandergereiht werden, um auf Wanderung zu gehen, wie dies der Realität entspricht – Punkte für Einzelgänger gibt es hier aber nie, anders als etwa beim Bussard, der außerhalb der Brutzeit als Einzelgänger lebt. </p>
<p><img style="float:left; margin-right: 5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cascadia1.jpg" alt="Cascadia Brettspiel" title="Cascadia Brettspiel" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Variationsmöglichkeiten mit Langzeitspielspaß</strong><br />
Für einen hohen Widerspielwert sorgen später die Herausforderungen, in denen die Spieler für Extrapunkte besondere „Achievments“ erfüllen müssen. Das macht das Spiel auch über einen langen Zeitraum weiterhin spannend. Sogar dann, wenn es allein gespielt wird, denn auch dies ist bei „Cascadia“ problemlos möglich mit dem Ziel, je nach Schwierigkeitsgrad bestimmte Punktzahlen zu übertreffen. Die einzelnen Runden wiederum sind recht kurz: Nach jeweils zwanzig Runden ist ein Spiel vorbei, das dauert jeweils rund 30 Minuten, bei flotten Spielern, die die Regeln schon verinnerlicht haben, vielleicht auch mal etwas kürzer. Die Kombination aus simplen Regeln, aber vielen Variationsmöglichkeiten und hohem Widerspielwert machen „Cascadia“ zurecht zum Spiel des Jahres. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Das Legespiel über Nordamerikas Wildnis sieht nicht nur überaus hübsch aus, sondern sorgt mit der Kombination aus einfachen Regeln und hohem Abwechslungsreichtum für einen langfristigen Spielspaß, der sich für die ganze Familie eignet. Ein perfektes Familienspiel für ein Geschenk unter dem Weihnachtsbaum. </p>
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		<title>Industria</title>
		<link>https://dvd-magazine.eu/news/industria/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 23:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rene Daners]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/cover/industria1.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">Im Jahre 1989 stehen einige bahnbrechende Veränderungen in der Welt an: Die Berliner Mauer fällt und Deutschland wird sich endlich wiedervereinigen. Während die Menschenmassen in Ost-Berlin gerade die Checkpoints überrennen, macht sich eine junge Frau auf die Suche nach ihrem verschollenen Arbeitskollegen. Doch da kann sie ihren Augen kaum trauen: Plötzlich gelangt Nora in eine völlig andere Dimension, in der alles anders ist, als es eigentlich sein sollte. Die mysteriöse Umgebung scheint völlig menschenleer, während seltsame Roboter alles angreifen, was sich ihnen in den Weg stellt. Nun liegt es an Nora, das Geheimnis dieser Dimension zu lüften und ihren verschwundenen Kollegen wiederzufinden&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
In den vergangenen Jahren haben Gamer desöfteren eines herausgefunden: Vor allem kleinere Indie-Spiele sind dafür bekannt, echte Innovationen in einem völlig neuartigen Setting zu liefern. Da ist auch der Ego-Shooter „Industria“ keine Ausnahme, denn schon die Idee hinter der Story ist ziemlich einzigartig: Bereits das Setting in Ost-Berlin während des Mauerfalls hat man in Computerspielen bisher eher selten gesehen. Dass dies dann auch gleich noch mit einer mysteriösen, zweiten Dimension verknüpft wird, macht „Industria“ gleich noch ein bisschen ungewöhnlicher. Durch eine Verbindung in einer Art Zwischenwelt landet die Hauptfigur dieses Spiels schließlich in einer seltsamen, fast menschenleeren Umgebung, in der Maschinen offenbar den Planeten übernommen haben: Autonome Roboter greifen uns an, merkwürdige Energiekonstruktionen halten Straßensperren aufrecht und riesige Stahlkonstruktionen sorgen für einen recht beeindruckenden Anblick. Optisch nämlich kann „Industria“ durchaus ein bisschen mit den großen AAA-Titeln mithalten. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/industria1.jpg" alt="Industria" title="Industria" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Half Life mit Robotern</strong><br />
Die Spielmechanik allerdings erinnert dabei sehr häufig an den Klassiker „Half Life“. Tatsächlich ist „Industria“ nämlich ein ziemlich klassischer Shooter ohne allzu viel Interaktion, bei der wir uns mit der Waffe im Anschlag durch (mehr oder weniger) Schlauchlevel bewegen und damit unsere Gegner ausschalten. Was in „Half Life“ die Außerirdischen waren, das sind hier schlicht und einfach klassische und manchmal auch angsteinflößende Roboter verschiedener Arten. Gerade dieser Vergleich macht allerdings auch schon klar, wie altbacken die Mechaniken von „Industria“ sind. Physik, Kampfsystem und Trefferfeedback fühlen sich oft einfach etwas zu hölzern an. Nur selten sind die Bewegungen in diesem Spiel so richtig geschmeidig, vor allem das Gehen erscheint doch oftmals etwas zu eckig. Ganz so sehr hätten sich die Entwickler also nicht am alten Half Life orientieren müssen. </p>
<p><strong>Frust und Alternativlosigkeit</strong><br />
Genau diese Mechanik macht „Industria“ aber auch manches Mal etwas frustrierend. Während uns die Roboter, die uns eigentlich viel zu leicht und fast ausnahmslos entdecken, gleich mal überrennen, sind die Heilungschancen eher gering: Medipacks gibt es insgesamt zu selten und sobald unsere Gesundheit unter einen kritischen Punkt gesunken ist, wird fast jeder Kampf zu einem aussichtslosen Unterfangen. Und dann darf man einen wesentlichen Teil der Region gleich nochmal neu beginnen. Auch sonst gibt es nämlich nicht allzu viele Hilfsmittel, die uns den Kampf erleichtern würden: Ausgestattet mit einer Axt und diversen Schusswaffen (und zugleich wenig Munition) bietet „Industria“ nur wenig Möglichkeiten, eine alternative Vorgehensweise zu finden. Da heißt es nur „Augen zu und durch“ &#8211; ausweichen geht nicht. Die ein oder anderen Dinge, wie Gadgets, Granaten und dergleichen hätten die Spielmechanik sicher deutlich interessanter und weniger frustrierend gestaltet. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/industria2.jpg" alt="Industria" title="Industria" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Kurze Spielzeit und technische Mängel</strong><br />
Das alles sorgt zugleich dafür, dass uns der Ego-Shooter insgesamt eher unbefriedigt zurücklässt. Immerhin beträgt die Spielzeit ohnehin nur gerade einmal mickrige vier Stunden – und wenn diese kurze Spielzeit bereits für frustrierende Momente sorgen kann, ist das an dieser Stelle nicht gerade ein gutes Zeichen. Obwohl man angesichts des kleinen Teams und des innovativen Settings das Spiel doch eigentlich mögen möchte. Nun kommt erschwerend allerdings noch hinzu, dass „Industria“ zugleich über eine katastrophale technische Optimierung verfügt. Einerseits ist der Shooter zwar durchaus in der Lage, moderne Techniken wie Raytracing und DLSS anzuwenden und sieht dabei auch ziemlich hübsch aus – auf der anderen Seite scheinen selbst High-End-Systeme hier und da unter Performanceproblemen zu leiden. Und das tritt sogar ganz ohne Raytracing auf: Beim Test hat sich herausgestellt, dass vor allem die Darstellung der Schatten für extreme Framerate-Drops sorgen, die „Industria“ an den Rand der Unspielbarkeit bringen können. Das Verringern der Schattenqualität ist aber auch keine wirkliche Option: Verringert man diese auf ein Niveau, bei dem FPS-Drops nicht mehr vorkommen, leidet die optische Qualität des Spiels extrem. Den ein oder anderen Patch sollten die Entwickler also unbedingt nachliefern.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Mit seinem innovativen Setting aus Ost-Berlin und einer Paralleldimension weckt „Industria“ schnell die Aufmerksamkeit der Shooter-Fans. Dabei liefert das Spiel auffallende Ähnlichkeiten zu Valves Klassiker „Half Life“. Leider entpuppt sich die Spielmechanik allerdings als hölzern, die Technik als überaus schlecht optimiert und die Spielzeit als erschreckend kurz. Am Ende bleibt eine aufregende Idee, die eher mäßig umgesetzt wurde.</p>
<p><img src="https://dvd-magazine.eu/cover/industria-wertung.jpg" alt="Industria Wertung" title="Industria Wertung" class="alignleft size-full wp-image-288" /></div>
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		<title>Sniper Ghost Warrior Contracts 2</title>
		<link>https://dvd-magazine.eu/news/sniper-ghost-warrior-contracts-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 23:06:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rene Daners]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/cover/sgwc2-1.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">Der hervorragend ausgebildete Scharfschütze Raven gehört zu den Besten in seinem Job. Sobald die Welt vor einer ernstzunehmenden Bedrohung steht, schickt man den Sniper im Alleingang auf schwierige Missionen, bei denen er hochrangige Ziele ausschalten muss. Nach einigen Unruhen im Nahen Osten verschlägt es ihn in die Region Kuamar, gelegen zwischen Syrien und dem Libanon. Das dortige Staatsoberhaupt und seine Verbündeten sind offenbar in den Besitz von Atomwaffen geraten und könnten damit nicht nur ihre direkten Nachbarn, sondern die gesamte Menschheit ernsthaft bedrohen. Raven wird in das Gebiet geschickt, um diese Waffen unschädlich zu machen und das gefährliche Regime endgültig auszuschalten. Doch das ist leichter gesagt, als getan&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Nach der recht umfangreichen Hauptreihe „Sniper Ghost Warrior“ soll der zweite Teil von „Contract“ &#8211; wie der Name schon sagt – für recht schnelle Abwechslung sorgen. Als Sölder und Scharfschütze im Alleingang ist es unsere Aufgabe, wichtige und hervorragend bezahlte Aufträge zu erfüllen. Der Ego-Shooter kommt dabei ziemlich schnell zur Sache: Eine kleine Einsatzbesprechung mit bis zu fünf verschiedenen spannenden Zielen und schon geht es in die jeweilige Region und auf ins Gefecht. Fans hat die Spielereihe dabei vor allem durch seine inzwischen hohe spielerische Freiheit gewonnen: In jeder einzelnen Region werden wir in eine offene Welt versetzt, in der wir die verschiedenen Missionsziele in beliebiger Reihenfolge erledigen können. Ob wir zuerst den gefährlichen Kriegstreiber ermorden und anschließend wichtige Informationen bergen, oder das andersherum machen – diese Entscheidung liegt gänzlich bei uns. Wie schon zuvor „Sniper Ghost Warrior 3“ nimmt uns auch „Contracts 2“ nicht an die Hand, sondern lässt den Spieler selbst entscheiden, aus welcher Position heraus er seine Ziele angreift und wie er strategisch vorgehen möchte. So bleibt der Shooter in jedem Fall spannend. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/sgwc2-1.jpg" alt="Sniper Ghost Warrior Contract 2" title="Sniper Ghost Warrior Contract 2" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Vom Wald in die Wüste</strong><br />
Dabei bieten die unterschiedlichen Regionen und Maps auch gänzlich verschiedene Herausforderungen. Mal geht es in die trockene Wüste, mal in ein tiefes Waldgebiet und wieder ein anderes Mal dürfen wir auf einem Güterbahnhof oder in den hohen Bergen unser Unwesen treiben. Je nach Terrain lässt sich etwa das hohe Gras zum Anschleichen verwenden oder die Berge als wichtige Deckung – und manchmal bleibt nichts von beidem übrig und die Herausforderung ist deshalb umso höher. Optisch sorgt das jedenfalls dafür, dass dem Spieler auch nach einigen Stunden noch nicht langweilig wird, zumal auch das Missionsdesign selbst abwechslungsreich gestaltet ist: In den „klassischen Aufträgen“ sind wir öfter mit dem Nahkampf konfrontiert und müssen mitunter in uneinsichtiges Gelände, wie etwa große Gebäude oder verwinkelte Bunker. Bei den „Weitschussaufträgen“ hingegen kann es sich lohnen, ein möglichst reichweitenstarkes Scharfschützengewehr einzupacken, um aus Entfernungen von über 1000 Metern seine Ziele möglichst sicher treffen zu können. Während ersteres zu den umfangreichsten Missionen gehört, die auch eine ordentliche Spielzeit bieten, entfaltet „Sniper Ghost Warrior Contract 2“ vor allem bei den Weitschussaufträgen seine große Stärker als Scharfschützen-Shooter. Und: Dieses Mal sind Soldaten auch wirklich aus einer enormen Entfernung bereits erkennbar. </p>
<p><strong>Regime Change und Atomwaffen</strong><br />
Die bis zu fünf verschiedenen Missionen in jeder Region sorgen außerdem für Spannung, da sie inhaltlich durchaus zumindest grob zusammenhängen: Beim Kampf gegen ein verbrecherisches Regime in Kuamar müssen wir etwa einen Regime Change durchführen und das Staatsoberhaupt loswerden, um ihn anschließend durch einen unserer Heimat freundlicher gesinnten Präsidenten austauschen zu können. In anderen Momenten wiederum kümmern wir uns um Viren aus einem Biolabor oder machen Atomwaffen und Raketen unschädlich, die eine Gefahr für die friedliche westliche Welt darstellen können. „Sniper Ghost Warrior Contract 2“ ist damit ein stückweit an die Realität angelehnt, auch wenn die Region von Kuamar rein fiktiv ist. Dass es auch wenig Sinn macht, in einem einzigen Land sowohl Berge wie in den Rocky Mountains, als auch Wüste und tiefen Wald zu sehen, kann man an dieser Stelle sicherlich vernachlässigen – immerhin sieht das ganz schön hübsch aus. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/sgwc2-2.jpg" alt="Sniper Ghost Warrior Contract 2" title="Sniper Ghost Warrior Contract 2" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Die Wahl der richtigen Waffe</strong><br />
Beim Start einer jeden Region haben wir zudem die Möglichkeit, uns möglichst optimal vorzubereiten: Für jeden erledigten Auftrag gibt es schließlich Geld und auch Entwicklungspunkte, die wir für unseren Skillbaum ausgeben können. In vier Kategorien können wir etwa unsere Schadensresistenz verbessern, neue Gadget-Plätze freischalten oder besondere Fähigkeiten entwickeln, mit denen wir unsere Gegner als Sniper noch besser aufspüren können. Mit gleich drei Waffen ausgestattet, ist Raven außerdem für jede Situation gerüstet: Am wichtigsten ist dabei natürlich das Scharfschützengewehr, welches wir je nach Situation – ob kurze oder lange Reichweite – entsprechend anpassen sollten. Für Weitschussaufträge braucht es ein schweres, aber recht lautes Gewehr. Für kurze Distanzen eignet sich hingegen ein kleineres, mit Schalldämpfer ausgestattetes Scharfschützengewehr mit geringerer Reichweite. Das Problem dabei allerdings: Im Prinzip gibt uns „Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ nur wenig Anreiz, mehr als zwei der Scharfschützengewehre freizuschalten – für den Rest ergibt sich im Laufe des Spiels kaum Bedarf, außer wir experimentieren viel herum. Das gilt dann auch für die Maschinenpistole und die kleine Handfeuerwaffe. Immerhin: Mit EMP-, panzerbrechender und leichter Munition haben wir zumindest hier etwas Abwechslung.</p>
<p><strong>Spannende Hilfsmittel</strong><br />
So setzt sich das dann schließlich auch bei den Gadgets fort: Drohnen, Lockmittel und Granaten werden schnell unsere wichtigsten Verbündeten. Nur wenig Anreize bleiben jedoch, um auch diverse andere kleine Hilfsmittel auszurüsten. Da fehlt es in „Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ schließlich an Situationen, die bestimmte Gadgets zwingend voraussetzen. Vielleicht wäre es an dieser Stelle vorteilhaft gewesen, hätte das Spiel seine Spieler ein bisschen stärker an verschiedene Einsatzmittel herangeführt, um sie ihnen letztendlich schmackhaft zu machen. Genau das möchte der Shooter allerdings wohl ganz bewusst nicht: Zu jedem Zeitpunkt soll der Spieler die freie Wahl seiner Vorgehensweise haben und wird absichtlich nicht an die Hand genommen. So manchem Fan mag wohl genau das am besten gefallen – schließlich unterscheidet sich „Sniper Ghost Warrior“ dadurch auch signifikant von seiner direkten Konkurrenz „Sniper Elite“.</p>
<p> <img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/sgwc2-3.jpg" alt="Sniper Ghost Warrior Contract 2" title="Sniper Ghost Warrior Contract 2" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Technik mit Optimierung</strong><br />
Schade bleibt an der Stelle jedoch, dass es in der Spielbasis kaum Neuigkeiten gibt: Technisch und grafisch wirkt „Sniper Ghost Warrior Contract 2“ völlig identisch zu seinem Vorgänger. Das ergibt dann zwar keine Referenzgrafik, die es mit den modernsten Spielen aufnehmen könnte, sieht aber nach wie vor recht hübsch aus und erfüllt seinen Zweck wunderbar. Vor allem im melancholisch wirkenden Mondlicht der Waldlanschaft kann der Ego-Shooter genauso atmosphärische Momente erschaffen, wie etwa in den malerischen Tempelregion der neuesten Bonusmissionen, die erst nach dem Release kostenlos ergänzt wurden. Einen Vorteil hat die kaum veränderte Grafik allerdings auch: Technisch ist das Spiel hervorragend optimiert und läuft mitunter noch ein bisschen flotter, als der vorherige Teil. Auf Bugs oder Grafikfehler sind wir in „Sniper Ghost Warrior Contracts 2“ nämlich praktisch gar nicht gestoßen – was dem Spielspaß natürlich außerordentlich zuträglich ist.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Der beliebte Scharfschützen-Shooter geht in die nächste Runde und sorgt wieder für zahlreiche spannende Missionen in abwechslungsreichen Regionen. Dieses Mal sorgt vor allem die grob zusammenhängende Story über Regime Changes und Atomwaffenzerstörung für eine gute Portion Spannung. Und auch das technische Gerüst, das größtenteils seinem Vorgänger entspricht, sorgt für eine großartige technische Optimierung. </p>
<p><img src="https://dvd-magazine.eu/cover/sgwc2-wertung.jpg" alt="Sniper Ghost Warrior Contracts 2 Wertung" title="Sniper Ghost Warrior Contracts 2 Wertung" class="alignleft size-full wp-image-288" /></div>
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		<title>World of Aircraft: Glider Simulator</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2021 15:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rene Daners]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/cover/woa-thumb.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">Nichts ist schöner als fliegen: Über den Wolken von Mannheim, entlang des Rheins bis hin zum Technikmuseum in Speyer bietet sich die perfekte Gelegenheit, das Schweben in der Luft zu genießen, die spektakuläre Aussicht über der Großstadt zu bestaunen und sich vom Wind tragen zu lassen. Ob in der Wilga, einem Schlepperflugzeug mit angehangenem Segelflugzeug im Schlepptau oder selbst in einem der oftmals nicht motorisierten Segler, die vollkommen von den Windverhältnissen abhängig sind, lässt sich die Tragfähigkeit der Thermik hautnah erleben. Und das alles nur mit der eigenen Sicht, dem Kompass und ohne jegliche Hilfe durch Instrumente und Computer. Fliegen in seiner klassischsten Form&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Während der Hype um Flugsimulationen spätestens durch Erscheinen des neuesten Microsoft Flight Simulators wieder Fahrt aufgenommen hat, sind auch die kleineren Simulationen wieder am Start: Mit „World of Aircraft“ erscheint eine alleinstehende Reihe, die sich in jeder Ausgabe einem anderen Flugzeugtyp widmet. Im „Glider Simulator“ dürfen wir dabei ins Cockpit von Segel- und Schlepperflugzeugen steigen und die Auswirkungen der Luftbewegungen vor allem in nicht-motorisierten Segelflugzeugen erleben. Die Simulation kommt dabei mit überschaubaren fünf Flugzeugen daher, von denen zwei der Segelflugzeuge sogar über einen kleinen Hilfsmotor verfügen. „World of Aircraft“ erhebt dabei auch gar nicht den Anspruch, mit den großen Simulationen wie dem Microsoft Flight Simulator, X-Plane oder Prepar3D in Konkurrenz zu treten, sondern vermarktet sich explizit als „Casual Flight Simulator“ für ein paar Flugabenteuer für Zwischendurch. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/worldofaircraft1.jpg" alt="World of Aircraft: Glider Simulator" title="World of Aircraft: Glider Simulator" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Rundflug-Simulator</strong><br />
Das allerdings merkt man dann auch schnell beim Umfang: In „World of Aircraft“ können wir nicht die ganze Welt bereisen und einfach mal eine beliebige Route festlegen, sondern bekommen lediglich eine etwa 2500 m² große Map über Mannheim geboten. Die Aussicht kann sich dabei durchaus sehen lassen: Mit Blick auf den kurvigen Rhein, auf dem sogar vereinzelt Frachtschiffe verkehren, halten wir Ausschau nach dem nächsten kleinen Landeplatz und können einen faszinierenden Blick auf die baden-württembergische Großstadt werfen, die an einigen Stellen sogar wiedererkannt werden kann. So hübsch das aussieht, ergeben sich dabei jedoch auch schnell Probleme: „World of Aircraft“ ist praktisch ein Rundflug-Simulator und die immer gleichen Kreise über die gleiche Stadt zu ziehen, wird nach zwei bis drei Flügen ganz schön langweilig. Erfahrenen virtuellen Piloten, die bereits den MS Flight Simulator oder X-Plane kennen, werden hier die Herausforderung vermissen. </p>
<p><strong>Sightseeing über Mannheim</strong><br />
Das liegt natürlich auch daran, dass die Map keine besonderen Flugszenarien hergibt. Der Abflug von einem Hang etwa oder die Landung auf Flugplätzen in besonders schwierigem Gelände suchen wir vergebens. Hier wäre es sicherlich vorteilhaft gewesen, wenn „World of Aircraft“ mehr als nur eine einzige Map mitgeliefert hätte, um so auch auf verschiedene Flugszenarien einzugehen. Tatsächlich bekommen wir nämlich auch keinerlei Missionen oder besondere Aufgaben: Nachdem hervorragend erklärten Tutorial, das den Einstieg sehr leicht macht, können wir in dieser Simulation praktisch nichts anderes machen, als ein Flugzeug für den Rundflug zu wählen. Nicht einmal Flugmissionen, die uns mit bestimmten Vorgaben oder unter besonderen Wetterbedingungen von A nach B schicken, finden wir in „World of Aircraft“ vor.</p>
<p><strong>Hochschleppen im Koop-Modus</strong><br />
Die echte Besonderheit des Spiels liegt einzig und allein beim interessanten Start eines Schlepperflugzeuges mit an einem Seil hängenden Segelflieger, bei dessen Start wir wahlweise in eines der beiden Flugzeuge steigen können. Hier sorgt immerhin der Multiplayer für einige Stunden Spaß, denn genau diesen Startablauf können wir sogar im Koop-Modus absolvieren, bei dem ein Spieler in das Schlepperflugzeug Wilga schlüpft und der andere in den Segelflieger. Ein Feature, das selbst in den großen Flugsimulationen eine Besonderheit darstellen würde und somit als Alleinstellungsmerkmal von „World of Aircraft“ dient.</p>
<p> <img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/worldofaircraft2.jpg" alt="World of Aircraft: Glider Simulator" title="World of Aircraft: Glider Simulator" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Hübsch, aber ohne Onbord-Technik </strong><br />
Gelungen ist dabei auch die Darstellung und Animation der Flugzeuge. Sowohl das Innendesign, als auch die Außenhülle sind dermaßen detailliert und hübsch ausgefallen, dass sie sich vor den teuren Payware-Addons der großen Flugsimulationen nicht verstecken müssen. Auch Animationen wie das Öffnen der Fenster, das Ausklappen des Motors der Schleicher ASK21 oder die Bewegung der ausfahrbaren Klappen können sich sehen lassen. Da ist es schon ein bisschen schade, dass die restliche Simulation des Flugzeugs eher rudimentär ausgefallen ist. Wir können hier weder einen Bordcomputer bedienen, noch das Funkgerät und auch ein Anflug mit ILS ist nicht durchführbar. Das wird von Aerosoft zwar auch so beworben, bleibt aber vor allem deshalb schade, weil die Instrumente im Cockpit abgebildet, aber nicht bedienbar sind. Einen Schalter oder Knopf im Cockpit drücken ist daher nicht möglich, was den Realismus insgesamt leider trübt. </p>
<p><strong>Referenz bei Thermiksimulation</strong><br />
Dafür allerdings gelingt es „World of Aircraft“ grandios, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Als „Glider Simulator“ liegt vor allem die Simulation der Luftströme im Fokus und hier ist die Simulation sogar in der Lage, den Microsoft Flight Simulator 2020 im aktuellen Zustand zu überbieten. Die simulierte Thermik gehört zu den realistischsten und „erfühlbarsten“, die es bis dato in einem Flugsimulator gab. So können wir auch die Windgeschwindigkeit und -richtung frei wählen, was spürbare Auswirkungen auf das Flugverhalten unserer Segelflugzeuge hat. Selbst der erfahrene virtuelle Pilot kann hier den Anflug bei verschiedenen Windverhältnissen üben und wir merken schnell, dass eine Landung bei Rückenwind praktisch unmöglich oder zumindest sehr schwierig ist. Die animierten Vögel in der Luft dienen dabei als Orientierung, um die Thermik auch als visuelles Feature zu erkennen – wobei einige Spieler deren Häufigkeit etwas übertrieben finden und sich die Möglichkeit wünschen, die Anzahl der Vögel reduzieren zu können. </p>
<p><strong>Mangelhafte Steuerungskonfiguration</strong><br />
Eines der größten Mankos des „Glider Simulator“ erkennen wir jedoch bei genauerem Hinsehen erst im Detail, denn die Simulation verfügt über wesentliche Schwächen bei der Konfiguration von Eingabegeräten. Der virtuelle Pilot weiß schließlich: Mit Maus und Tastatur lässt sich ein Flugzeug nur schwierig steuern. Die meisten Spieler verfügen daher über einen Joystick mit HOTAS, professionelle Flight Yokes oder zumindest über einen Controller mit Analogsticks. „World of Aircraft“ liefert zwar einige Voreinstellungen für verschiedene Eingabegeräte mit, lässt uns dann jedoch nur die Tastenbelegung ändern. So waren wir weder in der Lage, die Deadzone eines Joysticks zu verändern, noch den Schubregler auf einen Analogstick des Controllers zu verlegen. Derartige Basisfunktionen sollte ein ernstzunehemnder Flugsimulator jedoch zwingend beherrschen, um die Steuerung des Flugzeugs optimieren zu können. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/worldofaircraft3.jpg" alt="World of Aircraft: Glider Simulator" title="World of Aircraft: Glider Simulator" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Alternative für Gelegenheitspiloten</strong><br />
Der interessierte Spieler mag sich an dieser Stelle nun die Frage stellen: Warum „World of Aircraft“ kaufen, wenn es doch den Microsoft Flight Simulator und X-Plane gibt? Für wen eignet sich der „Glider Simulator“ eigentlich? Die Ansprüche an einen Flugsimulator sollten jedenfalls nicht allzu hoch sein. Als kleines „Schnupperabenteuer“ für Gelegenheitspiloten eignet sich die Simulation allemal und wer sich vor allem für die grandiose Simulation der Thermik interessiert, sollte einen Blick riskieren. Sucht man hingegen einen Flugsimulator für realistische Flugrouten und mit Langzeitmotivation, ist man bei der „großen“ Konkurrenz besser aufgehoben. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Der Segelflugsimulator „World of Aircraft: Glider Simulator“ richtet sich eher an Gelegenheitsspieler und erhebt auch gar nicht den Anspruch, in Konkurrenz zu den großen komplexen Flugsimulationen treten zu wollen. Während die Simulation vor allem bei der Darstellung seiner Flugzeuge und der herausragenden Simulation der Thermik begeistert, wird das reine Fliegen von Rundflügen leider zu schnell langweilig. </p>
<p><img src="https://dvd-magazine.eu/cover/worldofaircraft-wertung.jpg" alt="World of Aircraft: Glider Simulator Wertung" title="World of Aircraft: Glider Simulator Wertung" class="alignleft size-full wp-image-288" /></div>
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		<title>The Bus</title>
		<link>https://dvd-magazine.eu/news/the-bus/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2021 18:22:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rene Daners]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/cover/bus-thumb.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">Für Passagiere, die am Flughafen Tegel eintreffen, ist sie die direkte und schnellste Verbindung in die Stadt: Die Berliner Buslinie TXL transportiert die internationalen Fluggäste direkt zum berühmten Alexanderplatz. Vorbei am Hauptbahnhof in der Innenstadt bekommt der Fahrgast Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor oder die Berliner Staatsoper zu sehen – und sogar ein kleiner Besuch bei Professor Drosten an der Charité wäre überhaupt kein Problem. Mit einer Flotte aus Scania Gelenkbussen bewältigt der Berliner Verkehrsbetrieb selbst das höchste Verkehrsaufkommen. Und wir dürfen in die Rolle eines Busfahrers schlüpfen. </p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Nach „OMSI“ und dem „Bus-Simulator“ ist „The Bus“ die nächste ernstzunehmende Linienbussimulation für den heimischen PC. Im Early Access gestartet, bietet die noch recht am Anfang stehende Alpha Version noch einen überschaubaren Umfang – kann Genrefans damit aber durchaus bereits begeistern. Mit zwei Bussen ausgestattet (einem Gelenkbus und einem kurzen) dürfen wir uns nach Lust und Laune (und nach Fahrplan) auf der Route der Linie TXL austoben und zwischen Flughafen Tegel und dem Alexanderplatz hin und her fahren. Später sind noch weitere Berliner Linien mit gänzlich eigener Streckenführung geplant, die „The Bus“ in zukünftigen Versionen erweitern sollen. Trotz des geringen Umfangs aus nur einer einzigen Strecke steht das technische Gerüst bereits – und das teils besser als bei manch anderem Spiel in der Release Version. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/bus1.jpg" alt="The Bus" title="The Bus" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Am Steuer eines Scania</strong><br />
Der erste Eindruck, wenn wir uns als Fußgänger um einen der beiden Busse bewegen und uns auf direktem Weg zur Eingangstür des Fahrzeugs machen, kann sich bereits sehen lassen: Beide Modelle von Scania wirken hochwertig und machen optisch einen ordentlichen Eindruck. Hier sitzt jeder Schriftzug und jeder Knopf an der korrekten Stelle, sodass die Darstellung eines realen Busses kaum realistischer ausfallen könnte. Das gilt dann auch für die technische Simulation des Fahrzeugs, bei der man an jedes Detail gedacht hat: Vom Bordcomputer über den Fahrkartenverkauf bis hin zur Klimaanlage und den Fensterhebern wurde hier an alles gedacht. Sogar die Türöffnungen können wir einzeln so steuern, dass wir beim Fahrer nur eine statt beide Seiten öffnen können – ganz wie bei einem echten Bus. Und sogar die Neigetechnik wurde aus dem Original übernommen. Die Physik sorgt dafür, dass wir uns schnell wie in einem realen Bus fühlen. </p>
<p><strong>Die Schwäche: NPCs</strong><br />
Für die NPCs bzw. unsere Fahrgäste gilt das allerdings noch nicht so ganz: Hier wird deutlich, dass „The Bus“ doch noch ein bisschen weniger zu bieten hat, als die große (aber grafisch deutlich weniger hübsche) Konkurrenz von „OMSI“. Unsere Passagiere kaufen zwar Tickets und geben dafür nicht immer das passende Kleingeld, auf echtes Feedback wurde aber bisher verzichtet. So kommentieren sie weder unseren Fahrstil, noch beschweren sich, wenn es im Bus etwa zu kalt oder zu warm ist. Ganz zu schweigen von der recht undetaillierten Gesichtsanimation und der häufigen Wiederholung einzelner Figuren. Da haben wir doch schnell mal Zwillinge oder gar Drillinge in unserem Bus sitzen, die allesamt gleich aussehen. Und sich obendrein auch noch völlig identisch verhalten: Gehen wir auf sie zu, können wir nicht etwa die Fahrkarten kontrollieren, sondern nahezu alle NPCs nehmen spontan ihr Smartphone in die Hand. Immerhin kann man das als humoristische Anspielung auf die Realität verstehen. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/bus2.jpg" alt="The Bus" title="The Bus" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Ein (fast) echtes Berlin</strong><br />
Das eigentliche Highlight von „The Bus“ ist allerdings ohnehin nicht das Verhalten der Fahrgäste, sondern die Ausgestaltung der Strecke. Hier kann sich die Simulation deutlich von der Konkurrenz abheben, in dem sie Berlin fast originalgetreu nachgebaut hat. Das geht so weit, dass sogar die Logos der Supermärkte im Original eingebaut wurden. Der Einheimische wird in „The Bus“ also seine Heimat Berlin problemlos wieder erkennen: Dort wo sich eine Aldi-Filiale befindet, finden wir auch im Spiel den passenden Supermarkt mit dem originalen Aldi Nord-Logo. Bemerkenswert wird das, wenn sich derartiges auch auf kleinere Läden wie An- und Verkauf-Geschäfte oder Bäckereien anwenden lässt. Selbst hier findet der echte Berliner seinen noch so kleinen Lieblingsladen stets korrekt an der richigen Stelle. Ein dermaßen detaillierter Nachbau einer Stadt haben wir so noch in keinem Spiel zu sehen bekommen, was den größten Spielspaß in „The Bus“ ausmacht – und auch eine gewisse Faszination mit sich bringt. Die winzigen Kleinigkeiten, wie ein fehlendes zweites Terminal am Flughafen, fallen da dann schon fast gar nicht mehr auf. </p>
<p><strong>Warten auf die Features</strong><br />
Insgesamt merkt man dem Spiel aber trotzdem an, dass es sich noch im Early Access befindet und noch lange nicht fertig ist. Bereits im Menü stellen wir schließlich fest, dass viele geplante Features noch gar nicht vorhanden sind und dessen Buttons daher noch grau hinterlegt bleiben. So gibt es weder den geplanten Multiplayer-Modus, noch können wir der Spielfigur ein Profil anlegen. Ein Punktesystem fehlt damit ebenso, wie das demnächst folgende Wirtschaftssystem, das die Entwickler ebenfalls fest einplanen. Hinzu kommen diverse Bugs, die in einem Early Access alles andere als ungewöhnlich sind: Die KI-Fahrzeuge nehmen uns hin und wieder die Vorfahrt oder finden den Weg nicht mehr richtig, unsere Navigation ist gelegentlich verwirrt und führt uns in Straßen mit einer unsichtbaren Wand und auch Performance-Probleme machen sich bemerkbar, wenn wir mehrere Umläufe mit unserer Buslinie am Stück machen. Trotzdem: Für eine Alpha-Version ist der bisherige Zustand durchaus ordentlich und bereits gut spielbar. Fans von Bussimulationen werden damit ganz sicher ihren Spaß haben. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/bus3.jpg" alt="The Bus" title="The Bus" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Glanz des Sonnenuntergangs</strong><br />
Optisch ist „The Bus“ in jedem Fall bereits die hübscheste Simulation ihrer Art. Vor allem bei den Fahrzeugmodellen und Wettereffekten kann die Simulation hervorragend überzeugen und dürfte die aktuelle Referenz des Genres sein. Insbesondere die realistische Darstellung von Regen und Nebel kann den virtuellen Busfahrer, der eine Herausforderung sucht, schnell überzeugen. Lediglich bei der Darstellung des Sonnenlichts in den Mittagsstunden bedarf es noch kleiner Nachbearbeitungen, da „The Bus“ hin und wieder etwas überstrahlt wirkt. Dafür machen sich Lichteffekte vor allem bei der untergehenden Abendsonne und in der Nacht besonders gut. Wer jetzt noch die teils wirklich hässlichen Gesichter der menschlichen Figuren „aushalten“ kann, der bekommt hier trotz allem die grafisch beste Bussimulation geboten.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Mit einem extrem detailgetreuen Nachbau der Berliner Innenstadt entwickelt sich „The Bus“ &#8211; trotz früher Phase im Early Access – zu einer potentiellen Referenz-Bussimulation. Vor allem der Umfang bleibt jedoch aktuell überschaubar und den ein oder anderen technischen Feinschliff hat die Simulation noch nötig. </p>
<p><img src="https://dvd-magazine.eu/cover/thebus-wertung.jpg" alt="The Bus Wertung" title="The Bus Wertung" class="alignleft size-full wp-image-288" /></div>
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		<item>
		<title>Cyanide &amp; Happiness: Freakpocalypse</title>
		<link>https://dvd-magazine.eu/news/cyanide-happiness-freakpocalypse/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2021 20:38:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rene Daners]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/cover/cyanide-thumb.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">Coop hat es wirklich nicht leicht: Als deprimierter Außenseiter ohne Freunde und ohne jegliche Beliebtheit ist er der absolute Loser an der Netherton High School. Die Mitschüler lassen keine Gelegenheit aus, den Jungen zu verprügeln und fertig zu machen, für den Abschlussball hat er noch immer keine Begleitung und auch die Lehrer behandeln ihn ungerecht. Egal, was Coop auch macht und so gerne er auch einfach nur die Welt retten möchte: Keiner mag ihn. Und das wird auch nicht dadurch besser, dass er als Waisenkind seit dem Tod seiner Eltern bei der notgeilen Oma aufwächst, die sich lieber mit ihrem Liebhaber aus dem Altenheim vergnügt, statt sich um die Bedürfnisse des Jungen zu kümmern. Ein Schicksal ohne Ausweg – in einer Welt voller absurder Charaktere&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Die Comics von Explosm genießen in Deutschland noch eher ein Nischendasein, in Amerika allerdings sind sie der absolute Renner und gehören zu den am meisten gelesenen Comics im Internet. Mit einem schwarzen, manchmal sogar sexistischen und oftmals albernen Humor begeistern sie schon seit mehr als 15 Jahren ihre Fans mit einer gewaltigen Portion politischer Unkorrektheit. Vor allem das dazugehörige Kartenspiel „Joking Hazard“, bei dem schwarzhumorige, absurde Comicstrips mit Karten zusammengelegt werden müssen, die dann reihum von einem der Spieler bewertet werden, konnte dank dem Tabletop Simulator immerhin auch bei uns schon ein wenig Bekanntheit erlangen. In „Cyanide &#038; Happiness: Freakpocalypse“ dürfen wir nun aber selbst in die Rolle einer der Figuren schlüpfen und bekommen ein witziges, klassisches Point &#038; Click-Adventure geboten. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/cyanide1.jpg" alt="Cyanide &#038; Happiness: Freakpokalypse" title="Cyanide &#038; Happiness: Freakpokalypse" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>In der Rolle des Losers</strong><br />
Da gehen wir zur Schulkrankenschwester, weil wir uns nicht gut fühlen und bekommen prompt die Antwort, dass Schönheitsoperationen an dieser Schule nicht durchgeführt werden. Und gleich darauf kommt gar die Frage, ob wir wohl wegen unseres Geruches oder einer Unterernährung gekommen sind. So geht es dem jungen Schüler Coop ständig, eigentlich ununterbrochen. Wir steuern hierbei einen echten extremen Loser, der in der Spielwelt an wirklich jeder Ecke und bei jeder Konversation mit Diskriminierung und Ausgrenzung konfrontriert ist. Ununterbrochen machen uns die anderen Figuren auf unser schlechtes Aussehen aufmerksam, man traut uns nicht die geringsten Aufgaben zu und auch nur einen Satz mit Coop zu wechseln, ist für viele Mitschüler schon eine unüberwindbare Hürde. Ein ganz schön bemitleidenswerter Typ, der so viel Hass abbekommt, dass wir uns das Lachen manchmal verkneifen müssen – und den schwarzen Humor dann trotzdem irgendwie witzig finden. </p>
<p><strong>Ein Fest der politischen Inkorrektheit</strong><br />
So typisch, wie auch die Comic-Vorlage überzeichnet natürlich auch das Point &#038; Click-Adventure zu „Cyanide &#038; Happiness“ den Humor, die Spielwelt und die Figuren. Coop ist schließlich nicht die einzige ziemlich schräge und absurde Figur, die wir in diesem Spiel zu sehen bekommen. Während eines scheinbar ganz normalen Schultages sitzt ein Lehrer mal eben im SM-Outfit im Klassenzimmer, die Oma bittet uns, Nacktfotos von sich ins Altenheim zu schmuggeln und die Junkies der Schule bekommen einfach nicht genug vom Geruch der Luxustextmarker, die gleich vor dem Schultor von einem Dealer gehandelt werden. Der Humor von „Cyanide &#038; Happiness: Freakpocalypse“ kann manchmal auch so richtig ins Alberne und Absurde abdriften. Fans der Comics werden das ohne jeden Zweifel lieben. Und neben all den vielen gewalthaltigen Spielen, handelt es sich um eine erfrischende Abwechslung. Actionszenen gibt es schließlich nicht – abgesehen von der ersten Szene, bei der wir die Gegner aber nicht mit Schusswaffen bekämpfen, sondern als Superheld die Dummdödel der Schule mit Abschlusszeugnissen malträtieren. Selbst in den seltenen Fällen eines Kampfes bleibt das Spiel seinem absurden Humor treu.</p>
<p> <img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/cyanide2.jpg" alt="Cyanide &#038; Happiness: Freakpokalypse" title="Cyanide &#038; Happiness: Freakpokalypse" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Ansehen, anfassen und ansprechen</strong><br />
Davon abgesehen bleibt „Cyanide &#038; Happiness: Freakpocalypse“ spielerisch allerdings ziemlich simpel. Als klassisches Point &#038; Click-Adventure gibt es eigentlich nur drei wirkliche Spieloptionen: Anfassen, ansprechen und ansehen. Oder um es mit den humorvollen Worten des Tutorials auszudrücken: Wir klicken einfach alles an, was sich im Bild befindet und hoffen, dabei schon einen passenden Gegenstand zu finden. Hin und wieder müssen wir genretypisch auch mal Gegenstände kombinieren oder uns in den Dialogen mit Multiple Choice-Antworten beschäftigen. Die ändern am Spielverlauf allerdings eher wenig, im Vordergrund steht eher der Humor und die witzig-absurden Gespräche. </p>
<p><strong>(Zu) simples Gameplay</strong><br />
Klar ist: Da hätte man spielerisch auf jeden Fall mehr herausholen können, vor allem auch was die Reaktionen der NPCs betrifft. Da können wir im Laufe des Spiels etwa neue Kostüme sammeln, mit denen wir uns auch prompt verkleiden können – und trotzdem gibt es in den Dialogen nicht ein einziges Mal eine Reaktion auf unser verändertes Erscheinungsbild. Und egal, welche Antworten wir in den Dialogoptionen auch auswählen, die Story bleibt generell recht linear und lässt kaum Abweichungen zu. Immerhin: Einige wenige Nebenaufgaben halten uns derweil bei Laune. Eine echte Herausforderung möchte „Cyanide &#038; Happiness: Freakpocalypse“ aber nie sein, auch wenn das Durchstöbern der Räume auch mal etwas länger dauern kann. Mehr als zwei Gegenstände müssen wir praktisch nie kombinieren, sodass von längerem Tüfteln und schwierigen Denkaufgaben kaum die Rede sein kann. Das Adventure wird daher also vor allem eher jene begeistern, die auf den schwarzen Humor stehen und weniger Spieler, die vor allem an komplizierten Rätselaufgaben ihren Spaß haben.</p>
<p> <img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/cyanide3.jpg" alt="Cyanide &#038; Happiness: Freakpokalypse" title="Cyanide &#038; Happiness: Freakpokalypse" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Mit schwarzem Humor, vielen sexistischen Witzen und einer ordentlichen Portion politischer Inkorrektheit begeistert „Cyanide &#038; Happiness: Freakpocalypse“ als witzige Computerspiel-Umsetzung der beliebten amerikanischen Comicreihe. Abseits des gelungenen Humors bleibt das Point &#038; Click-Adventure aber zu simpel und vernachlässigt sein Gameplay. </p>
<p><img src="https://dvd-magazine.eu/cover/cyanide-wertung.jpg" alt="Cyanide &#038; Happiness: Freakpocalypse Wertung" title="Cyanide &#038; Happiness: Freakpocalypse Wertung" class="alignleft size-full wp-image-288" /></div>
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		<title>Port Royale 4</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2021 00:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rene Daners]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/cover/portroyale4-1.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">Ahoi Matrosen! Die Karibik wartet auf spannende Abenteuer, reichlich Rum und aufregende Schlachten gegen die Piraten. Im 17. Jahrhundert beherrschen die vier Kolonialmächte die zahlreichen Inseln auf dem Ozean und versuchen, ihr eigenes großes Imperium aufzubauen. Als Gouverneur müssen wichtige und seltene Handelsgüter möglichst gewinnbringend gehandelt werden, um Einfluss beim Vizekönig zu gewinnen und die Städte des Karibiks zu florierenden Märkten aufsteigen zu lassen. Dumm nur, dass dieses Vorhaben gar nicht immer so einfach ist: Drohende Kriege, plündernde Freibeuter und angriffslustige Piraten haben es auf die Handelsrouten abgesehen, die mit wertvollen Gütern zwischen den Häfen unterwegs sind&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Port Royale, Trinidad, Evangelista oder Havanna – schon die Städtenamen der Karibikregion sorgen für Fernweh beim Spieler und machen ziemlich große Lust auf Urlaub. In der Rolle eines Gouverneurs starten wir mit unserer Heimatstadt als aufsteigender Händler, der gewinnbringende Handelsrouten erschließen und damit zu Ruhm und Anerkennung finden muss. „Port Royale 4“ ist also keineswegs ein klassisches Aufbaustrategiespiel, sondern viel mehr eine waschechte Handelssimulation. Zahlen, Umsatz und Mikromanagement stehen bei dem Spiel mit seinen hübschen Karibikinseln im Vordergrund – und wer das nicht mag, lässt lieber gleich die Finger von der Wirtschaftssimulation. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/portroyale4-1.jpg" alt="Port Royale 4" title="Port Royale 4" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Aller Anfang ist schwer</strong><br />
In einer noch kleinen Stadt mit nur drei Handelskonvois angefangen, ist aller Anfang dabei so schwer, dass es in jedem Fall empfehlenswert ist, die umfangreichen Tutorials des Spiels zuvor zu spielen – sonst kommt ganz schön schnell Frust auf. Und selbst dann kann es in der ersten von vier Kampagnen auch mal drei oder vier Versuche dauern, bis wir den richtigen Dreh raus haben, nicht früher oder später finanziell wieder im Minus zu landen. Als angehender Händler müssen wir selbst herausfinden, welche Waren in welchen Städten angeboten und wo diese nachgefragt werden. Das wichtigste Spielelement dabei: Möglichst günstig einkaufen und anschließend teurer wieder verkaufen. Und das am besten mit umfangreichen Handelsrouten, die mehr als nur einen Hafen anfahren, um die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken. </p>
<p><strong>Der umständliche Handel </strong><br />
Schade ist an der Stelle, dass „Port Royale 4“ bei seinem Kernspielelement mit etwas altbackenen Techniken daher kommt. Um herauszufinden, wie hoch die Preise der jeweiligen Waren sind und für welchen Preis wir diese anschließend wieder verkaufen können, müssen wir die jeweiligen Städte einzeln anklicken und im dortigen Menü die entsprechenden Informationen suchen. Auch um genauere Hinweise darauf zu kriegen, mit welchem Überschuss die Waren am jeweiligen Standort produziert werden, müssen wir in die schnöden braunen Listen und Tabellen, die uns immer wieder aus dem Karibikfeeling heraus holen. Eine praktischere Übersicht direkt im Handelsroutenmenü gibt es dabei nicht, ständiges (und lästiges) hin und herklicken zwischen den Städten prägen das Spielerlebnis. Wer solches Mikromanagement liebt und sich gern in Preistabellen hineinsteigert, wird „Port Royale 4“ also lieben – alle anderen könnten sich an dieser Mechanik jedoch auch schnell stören. </p>
<p><strong>Herausforderung durch Echtzeit-Finanzen</strong><br />
Dabei hat das Spiel allerdings durchaus seinen Reiz, denn mit einer gewissen Komplexität sorgt es auch bei erfahreneren Spielern für eine Herausforderung. Schon die Tatsache, dass Einnahmen und Ausgaben in Echtzeit berechnet werden und die Handelspreise der jeweiligen Waren äußerst realistisch von Angebot und Nachfrage abhängen, benötigt ein bisschen Einarbeitungszeit. Wir erhalten also nicht einfach den Gewinn unseres Handels am Ende der Transaktion, sondern müssen immer schon dann erst einmal Geld ausgeben, wenn unsere Schiffe am Hafen einkaufen. Das macht die Einrichtung eines Puffers zwingend erforderlich: Direkt nach den Einnahmen so viel zu bauen und auszugeben, dass wir stets knapp bei Kasse sind, ist hierbei eine schlechte Idee. Wer finanziell ins Minus gerät, verliert ganz schnell das Spiel, weil seine Schiffe nicht mehr in der Lage sind, neue Waren einzukaufen und die automatischen Handelsrouten damit ausfallen und nur noch Ausgaben produzieren. Für den Spieler bedeutet das: Wenn das passiert, muss die gesamte Kampagne von vorne begonnen werden. Etwas Frustresistenz sollten die Spieler da schon mitbringen.</p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/portroyale4-2.jpg" alt="Port Royale 4" title="Port Royale 4" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Der Weg zur Baugenehmigung</strong><br />
Hier den richtigen Kniff herauszufinden, wie wir dauerhaft ein gutes Plus machen, kann nämlich durchaus ein paar Stunden dauern. Dann aber beginnt „Port Royale 4“ seinen eigentlichen Reiz zu entwickeln, denn wenn Städtebau, Kampf und Plünderungen hinzu kommen, entsteht eine völlig neue Eigendynamik. Schon bald nämlich können wir die Preise auf dem Markt beeinflussen, in dem wir selbst Produktionsstätten errichten und damit das Angebot der Waren beeinflussen. Kaufen wir mit unseren Schiffen dort Waren ein, wo wir selbst produzieren, sind schnell Schnäppchen möglich, die wir dann teuer an andere Städte oder gar Länder verkaufen können. Allerdings: Ganz so einfach ist es nicht: Bevor wir überhaupt eine Baugenehmigung bekommen – und die brauchen wir für jede Stadt separat – müssen wir bereits vorhandene Waren gehandelt haben und somit unsere Bekanntheit in der Stadt auf ein Mindestniveau gesteigert haben.</p>
<p><strong>Handeln statt Bauen</strong><br />
Insgesamt ist der Städtebau dabei im Vergleich zu Aufbaustrategiespielen etwas einfacher gehalten. Die Vielfalt der Produktionsstätten und Stadtgebäude ist recht überschaubar und auch Produktionsketten beschränken sich auf maximal zwei voneinander abhängige Gebäude. An der Stelle kann „Port Royale 4“ nur schwer mit den großen Titeln wie „Anno 1800“ mithalten – doch das soll auch bewusst so sein. Die Entwickler wollten sich voll und ganz auf das Handelssystem konzentrieren und das Spiel nicht überkompliziert machen, in dem sie auch die Produktionsketten allzu sehr vertiefen. Der Fokus ist dabei gelungen und dürfte Fans solcher Wirtschaftssimulationen begeistern. Trotzdem: Zwei oder drei Waren mehr, hätten an dieser Stelle nicht geschadet, zumal manche Produktionsbedingungen kaum nachvollziehbar sind: Vor allem einfache Rohstoffe sind oft an geografische Gegebenheiten gebunden. Doch warum wir auf einigen Inseln etwa kein Holz fällen können, obwohl überall massenhaft Bäume stehen, versteht vermutlich niemand. Auch das setzt manches Aufbaustrategiespiel realistischer um. </p>
<p><strong>Der Handlanger des Königs</strong><br />
An der Langzeitmotivation von „Port Royale 4“ ändert das zum Glück aber nichts: Jedes neu errichtete Gebäude, für das wir bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen, sorgt für motivierende Glücksmomente beim Spieler, die zum klassischen Genreeffekt führen, dass wir doch immer mehr erreichen und immer mehr bauen wollen. Die Hürden dafür sind groß, denn für manche Gebäude braucht es Ruhmpunkte beim Vizekönig – die wir wiederum vor allem für das Erledigen optionaler Stadtaufträge erhalten. Städte mit gewünschten Waren zu beliefern oder Schiffbrüchige ausfindig zu machen, mag zwar manchmal etwas zu generisch erscheinen, fordert uns aber vor allem damit heraus, dass in der Kampagne viele Ziele mit einer Zeitbegrenzung zu erreichen sind. Fehlt uns die so dringend nötige Konzession, um eine bestimmte Produktionsstätte errichten zu können, weil wir einfach noch nicht genug Einfluss beim Vizekönig sammeln konnten, kann auch das Erreichen des nächsten Zwischenziels schnell auf der Kippe stehen. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/portroyale4-3.jpg" alt="Port Royale 4" title="Port Royale 4" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Arbeit ist das halbe Leben</strong><br />
Noch spannender wird „Port Royale 4“ dann, wenn wir selbst zum Verwalter einer Stadt werden. Sobald wir eine Mindestanzahl an neuen Arbeitern in eine Stadt gebracht haben, in dem wir dort Arbeitsplätze in unserer Industrie geschaffen haben, bietet uns der Vizekönig die Möglichkeit, selbst zum Verwalter einer Stadt zu werden. Dann haben wir es selbst in der Hand, Wohngebäude zu errichten, Marktplätze und Kirchen zu bauen oder sogar selbst darüber zu entscheiden, welche Waren am Hafen zu welchem Preis gehandelt werden dürfen. Die Hürde wird dabei – wie bei allen Spielen dieser Art – immer höher, denn die Preise für höherwertigere Gebäude steigen zunehmend, sodass wir unsere Handelsrouten immer mehr erweitern und optimieren müssen. Mit einer zunehmenden Anzahl an Schiffen, wird „Port Royale 4“ dann auch immer komplexer und zieht uns in seinen Bann. Aber auch schwieriger, vor allem, wenn ein paar der Handelsrouten plötzlich nicht mehr so ertragreich sind, wie bei ihrer Einrichtung. </p>
<p><strong>Automatik oder Mikromanagement?</strong><br />
Immerhin versuchten die Entwickler es zumindest Anfängern etwas zu erleichtern: Bei jeder Handelsroute können wir automatisch verwalten lassen, zu welchen Preisen ein- und verkauft wird. Die Profis aber bekommen für den späteren Spielverlauf auch andere Möglichkeiten zur Hand: Wer möchte, kann über das Mikromanagement auch absolut alles manuell einstellen. Mindestpreise für den An- und Verkauf festlegen, die Anzahl der einzukaufenden Waren konfigurieren oder – wenn wir eine Stadt bereits selbst verwalten – den Mindestpreis für den Verkauf aus der Stadt festlegen. Genau da kommen aber die Schwächen des altbackenen Handelssystems besonders zur Geltung: Nichts hätten wir uns lieber gewünscht, als alle wichtigen Informationen direkt in einer einzelnen praktischen Übersicht zu sehen. Für Fans des manuellen Handelns kann „Port Royale 4“ ätzend umständlich werden.</p>
<p> <img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/portroyale4-4.jpg" alt="Port Royale 4" title="Port Royale 4" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Seeschlachten mit Runden-Taktik</strong><br />
Apropos manuell: Auch beim Kampfsystem gibt es im Vergleich zum Vorgänger eine wichtige Änderung. Aus den einstigen Echtzeitkämpfen werden nun rundenbasierte Seeschlachten. Da haben wir für jedes Schiff im Konvoi die Möglichkeit, jede Breitseite einmal abzufeuern, ehe dann der Gegner an der Reihe ist. Spannende Taktiken, die wir uns durch Stufenaufstiege aneignen können, sorgen hierbei für Abwechslung und durchdachte Manöver. Mit der richtigen Taktik kann es dann sogar gelingen, in einem unterlegenen Kampf doch als Sieger heraus zu gehen. Und die muss schon gut überlegt sein, denn wenn sich jede Breitseite pro Runde nur einmal abfeuern lässt, muss auch das Manövrieren wohlüberlegt sein, um im richtigen Moment in der richtigen Position zu stehen, damit unsere Kanonen drauf los feuern können. Dabei gibt es sogar je nach Schiffstyp unterschiedliche Taktiken, wie Extrafeuer mit Abklingzeit, Granatwürfe oder das Abdrängen feindlicher Schiffe. Die Überlegung, verschiedene Schiffstypen in den Konvoi aufzunehmen, kann also ganz neue Möglichkeiten eröffnen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Die Karibik-Handelssimulation ist eine waschechte Wirtschaftssimulation und weniger ein Aufbaustrategiespiel. Dabei offenbaren sich vor allem große Schwächen beim altbackenen Handels- und Menüsystem, das die Erstellung der Handelsrouten – dem Kernelement des Spiels – unnötig umständlich macht. Trotzdem zieht „Port Royale 4“ den Spieler mit einer hohen Langzeitmotivation in seinen Bann, denn einmal am Erfolg geschnüffelt, bekommt der Spieler nicht genug vom Optimieren und Ausbauen. </p>
<p><img src="https://dvd-magazine.eu/cover/portroyale4-wertung.jpg" alt="Port Royale 4 Wertung" title="Port Royale 4 Wertung" class="alignleft size-full wp-image-288" /></div>
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		<title>Mafia: Definitive Edition</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2020 17:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rene Daners]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/cover/mafia-thumb.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">Diesen Arbeitstag hatte sich Taxifahrer Tommy Angelo definitiv ganz anders vorgestellt: Mit vorgehaltener Waffe steigen plötzlich die beiden Mafiosi Paulie und Sam zu, die nach einem Hinterhalt vor der gegnerischen Familie Morello flüchten. Mit einer gefährlichen Verfolgungsjagd die beiden Gangster gerettet, wird kurzerhand Mafiaboss Salieri auf den hervorragenden Fahrer aufmerksam. Und zur „Familie“ kann man natürlich nicht nein sagen: Inmitten der Weltwirtschaftskrise und katastrophalen beruflichen Aussichten steckt Tommy Angelo prompt mitten drin im Mafia-Business und verbringt seinen Alltag damit, Schutzgelder einzutreiben und die Feinde auszurauben. Doch dabei soll es nicht bleiben: Die richtig großen Geschäfte sind einfach zu verlockend und schon bald steht das Leben von Tommy Angelo und seiner Familie auf dem Spiel&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Nachdem im Jahre 2002 das Open World-Actionspiel „Mafia“ erschien, revolutionierte es das Genre. Bis heute gilt die Krimigeschichte um den Mafia-Einsteiger Tommy Angelo als eines der besten Spiele aller Zeiten. 18 Jahre später sollen nun jüngere Spieler und jene, denen die Reihe einst ans Herz gewachsen ist, nochmal auf ihre Kosten kommen: „Mafia: Definitive Edition“ ist nicht einfach ein Remaster, sondern ein technisch komplett neu gestaltetes Remake des originalen Spiels. Und dennoch bleibt die Story dabei fast komplett identisch.</p>
<p> <img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/mafia1.jpg" alt="Mafia: Definitive Edition" title="Mafia: Definitive Edition" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Willkommen im Jahre 1930</strong><br />
Die älteren Fans des damaligen Mafia-Spiels dürften sich jedenfalls sehr schnell zurecht finden. Auch dieses Mal geht es um Tommy Angelo, der sich plötzlich inmitten der Mafia wiederfindet und so manchen „dreckigen Job“ für seinen Don übernimmt. Und auch dieses Mal dürfen wir wieder ins wunderschöne Amerika der 30er Jahre eintauchen. Das Remake hat die damalige Map nämlich komplett übernommen und deutlich aufgehübscht exakt so wieder umgesetzt: Mit einem optischen Mix aus New York, Chicago und San Francisco entführt uns „Mafia: Definitive Edition“ nämlich endlich wieder in das fiktive Lost Heaven, wo sich große Mafia-Familien gegenseitig bekämpfen und zum Teil sogar die Polizei gekauft haben. Doch eines ist klar: Diese Geschichte wird nicht gut ausgehen, denn die Rahmenhandlung wird von einem Blick in die Zukunft erzählt, in dem Tommy Angelo einen Deal mit einem Ermittler eingehen möchte. </p>
<p><strong>Vom Rennfahrer zum Mörder</strong><br />
Bis es soweit ist, bekommen wir wie damals einen spannenden Krimi mit abwechslungsreichem Missionsdesign geboten. Mal dürfen wir einfache Jobs übernehmen, in dem wir Schmuggelware beschaffen oder ein Schutzgeld erpressen. Später kommen Morde hinzu, die Infiltration feindlicher Lagerhallen, waghalsige Autorennen auf der Rennstrecke oder auch die Ermordung von Politikern mit einem Scharfschützengewehr. Obwohl „Mafia: Definitive Edition“, wie auch das Original, praktisch auf jegliche Nebenmissionen verzichtet und trotz der offenen Welt recht linear seine Hauptstory verfolgt, bleiben die Missionen stets so abwechslungsreich, dass kein Auftrag dem anderen gleicht. Das passt gut zur Grundhandlung, denn Tommy Angelo kann hier nicht einfach im Alleingang seine eigenen Ziele verfolgen, sondern muss sich den Befehlen seines Bosses beugen. Da hätten Nebenquests kaum dazu gepasst und statt die Handlung des Spiels mit belanglosen Nebenaufgaben zu füllen, kann man da auch klassisch beim Stil des Originals bleiben.</p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/mafia2.jpg" alt="Mafia: Definitive Edition" title="Mafia: Definitive Edition" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Gameplay der alten Schule </strong><br />
Gerade deshalb kann „Mafia: Definitive Edition“ aber an manchen Stellen durchaus etwas altbacken erscheinen, denn das vorhandene Gameplay mag – wenn man das Spiel allein betrachten würde, ohne auf das Original zu blicken – dem heutigen Standard nicht mehr so richtig entsprechen. Das macht sich vor allem daran bemerkbar, dass das Remake weiterhin mit recht wenigen Interaktionsmöglichkeiten auskommt. Die Spielwelt bleibt nämlich auch dieses Mal nur Kulisse, durch die wir uns frei bewegen können. Zu tun gibt es da aber eher wenig: An den Hot Dog-Ständen stehen keinerlei Verkäufer, es gibt keine geöffneten Läden, man kann nichts kaufen, niemanden in der freien Welt ansprechen und auch sonst für heutige Verhältnisse wenig tun. Das ändert nichts daran, dass die wunderhübschen Häuser von Lost Heaven trotzdem ihre Atmosphäre entfalten, doch hinsichtlich des Gameplays erwarten Spieler von modernen Spielen wie GTA oder Watch Dogs vielleicht etwas anderes. </p>
<p><strong>Hübsch, bis auf Ausnahmen</strong><br />
Auch techisch macht sich die Vorlage des Remakes hin und wieder bemerkbar. Während vor allem die Stadt mit ihren tollen Lichteffekten sehr eindrucksvoll wirkt und die Gesichter in den Zwischensequenzen sehr detailreich aussehen, gibt es vereinzelt jedoch dann doch die Momente, in denen uns schmerzlich bewusst wird, wie wenig Polygone die einstigen Figuren doch hatten oder wie schwammig die Texturen einmal gewesen sind. Solche Szenen, in denen deutlich durchscheint, dass es sich um ein Remake eines grafisch veralteten Spiels handelt, gibt es zum Glück nur recht selten, während wir in den meisten Momenten von der starken Aufhübschung ein wenig „geflasht“ sind. Verschmerzen kann man das sicherlich, erst recht als langjähriger Fan des Originals, hier und da hätten die Entwickler aber ein bisschen weniger schlampen können.</p>
<p><strong>Liebe unter Mafiosi</strong><br />
Das allerdings verdeutlicht womöglich auch, wie sehr die Entwickler am Stil des Originals festhalten wollten, ohne Story und Gameplay grundlegend zu verändern. Den Fan erfreut es und zugleich dürften sich über vereinzelte inhaltliche Veränderungen dann doch die Geister scheiden. Gelegentlich hat Hangar 13 dann nämlich doch ein paar Veränderungen bzw. Modernisierungen vorgenommen, die sich vor allem in den Zwischensequenzen auswirken. Zu Beginn des Spiels kommt etwa nicht Tommy Angelo zum Ermittler, sondern der Ermittler betritt den Diner, in dem Tommy Angelo den Beamten schon sehnsüchtig erwartet. Hier und da wirkt sich das dann auch im Missionsdesign aus: Manche Mafia-Aufträge wurden verkürzt, dafür die Geschichte um Tommys Frau ein wenig erweitert, um den Charakter tiefer zu machen. Das gefällt nicht jedem, macht aber insgesamt einen stimmigen Eindruck und sorgt dafür, dass auch Kenner des Originals noch ein paar Neuheiten zu sehen bekommen.</p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/mafia3.jpg" alt="Mafia: Definitive Edition" title="Mafia: Definitive Edition" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Experiment Oldschool</strong><br />
Insofern ist „Mafia: Definitive Edition“ auch ein äußerst interessantes Experiment: Machen Spiele mit damaligen Spielmechaniken immer noch Spaß, oder müssen all die modernen „Features“ wie Herausforderungen, Looting, Interaktionen mit NPCs und der gleichen zwingend sein? Das Remake gibt darauf die erstaunlich klare Antwort, dass ein herausragendes Spiel, wie es vor fast zwanzig Jahren einmal war, noch immer weitaus besser unterhalten kann, als so manch moderner Titel. Und es beweist damit, dass weniger manchmal mehr ist: Denn während andere Remakes mit jenen neuen Features scheitern, punktet „Mafia: Definitive Edition“ gerade damit, dass es die richtigen Dinge erneuert. Grafisch aufhübschen, die Story noch etwas optimieren, wie bei einem „Director&#8217;s Cut“ &#8211; das Gameplay und die Spielmechanik aber exakt aus dem Vorgänger übernehmen. Das macht aus dem Remake ein in sich abgerundetes, unterhaltsames Werk, das den enorm großen Fußstapfen des Originals mehr als gerecht wird. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Das Remake zum legendären ersten „Mafia“-Spiel aus dem Jahre 2002 punktet mit bemerkenswert aufgehübschter Grafik und einigen durchaus gelungenen Anpassungen der Geschichte. Durch die Beibehaltung des klassischen Gameplays wird daraus ein abgerundetes Spiel, das Fans des Originals begeistert.</p>
<p><img src="https://dvd-magazine.eu/cover/mafia-wertung.jpg" alt="Mafia: Definitive Edition Wertung" title="Mafia: Definitive Edition Wertung" class="alignleft size-full wp-image-288" /></div>
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		<title>TramSim</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2020 20:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rene Daners]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/cover/tramsim-thumb.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div align="justify">In normalen Zeiten ist das Verkehrsaufkommen in Wien ausgesprochen hoch. In der österreichischen Hauptstadt gehört Straßenbahn Linie 1 zu den wichtigsten Verbindungen der Stadt, die zahlreiche Einheimische und Touristen an zentrale Orte bringt. Vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten, kulturellen Einrichtungen und sogar dem österreichischen Parlament würde sich die Strecke sogar beinahe für eine kleine Stadtrundfahrt eignen. Für Fahrer hingegen kann die Fahrt zu einer echten Herausforderung werden: Mit überfüllten Bahnen zu den Stoßzeiten und so manch schwieriger Verkehrssituation kommt im Führerstand des Flexity keine Langeweile auf. Werden wir es trotzdem schaffen, die Fahrgäste pünktlich ans Ziel zu bringen?</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Das Interesse am Simulationsgenre ist seit vielen Jahren ungebrochen, obwohl sich so mancher Außenstehende fragen mag, was die Spieler so sehr daran reizt, mit einem Zug von A nach B zu fahren, oder Gemüse auf einem Feld zu ernten. Vor allem Eisenbahnsimulationen erfreuen sich dabei besonderer Beliebtheit und so gab es deshalb auch schon so einige Versuche, auch die Simulation von Straßenbahnen umzusetzen. Passende Strecken-Addons etwa für den Train Simulator von Dovetail wurden dem technischen Aspekt dieser speziellen Fahrzeuge aber nie wirklich gerecht und die Konkurrenz, der LOTUS-Simulator enttäuscht auf Steam mit eher negativen Bewertungen. Mit „TramSim“ ist deshalb nun endlich eine Hoffnung auf dem Markt der Straßenbahn-Simulationen erschienen, die den Ansprüchen der virtuellen Tram-Fahrer womöglich gerecht werden könnte.</p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/tramsim1.jpg" alt="TramSim" title="TramSim" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Das virtuelle Wien</strong><br />
Der erste Eindruck ist jedenfalls mehr als vielversprechend: Mit einer Grafik, die für das Simulationsgenre außergewöhnlich gut erscheint und es dabei qualitativ durchaus mit der aktuellen Referenz „Train Sim World“ aufnehmen könnte, entführt uns „TramSim“ in die österreichische Hauptstadt Wien. Dort wird auf 25 Kilometern Länge die komplette Fahrstrecke der Straßenbahn Linie 1 nachgebaut und simuliert. Und das so detailgetreu, dass so mancher Wiener Einheimische wohl sagen würde, dass er seine Heimat hier tatsächlich wiedererkennt. Die Straßenführung hält sich recht akkurat an das reale Vorbild, jede Sehenswürdigkeit wurde eingebaut und auch besondere Situationen immer wieder berücksichtigt. Die hübsche Altstadt sorgt dabei für einen kleinen Augenschmaus, während vor allem der Streckenabschnitt rund ums Parlament und die Börse mit einem bemerkenswerten Detailgrad punktet. Das ist für Nicht-Österreicher fast ein wenig wie Urlaub. </p>
<p><strong>Herausforderung auf der Straße </strong><br />
Spannend bleibt das Spiel dabei durchaus: Obwohl wir nur einen Streckenverlauf geboten bekommen, den wir in beide Richtungen abfahren können, gestaltet es sich gar nicht immer so einfach, pünktlich zu bleiben. Auf den Punkt genau müssen wir unsere Straßenbahn an der Haltestelle zum Stehen bringen, sonst gibt es weniger Punkte und der Einstieg dauert wesentlich länger. Doch vor allem die realistischen Straßensituationen machen den Spielspaß aus: Da muss die Straßenbahn auch schonmal quer über die Kreuzung einer Hauptverkehrsstraße, der Spieler die Signale auf Sicht fahrend beachten und sogar die Straßenseite muss auch einmal komplett gewechselt werden. Zusätzliche Abwechslung kommt außerdem durch einen unterirdischen Abschnitt zustande, bei dem wir mehrere Haltestellen durch Tunnel anfahren müssen – und dabei auch andere Signalanlagen zu sehen bekommen.</p>
<p><strong>Lebensmüde Fußgänger</strong><br />
Schade bleibt an der Stelle, dass sich die KI-Fahrzeuge und die NPCs nicht immer glaubwürdig verhalten, was den Spielspaß manches Mal ein bisschen trübt. Die Autos mögen zwar meistens eine recht realistische Fahrweise verfolgen, reagieren aber nicht immer korrekt auf unsere Straßenbahn. Ein lautes Klingeln, das Autofahrer in der Realität auf die Straßenbahn aufmerksam machen würde, wird in „TramSim“ leider zu häufig von den anderen Verkehrsteilnehmern nicht beachtet, was zu Unfällen führt, die im echten Leben wohl so nicht vorkommen würden. Auch die NPC-Fußgänger verhalten sich mitunter recht dumm und laufen gerne lebensmüde über die Straße. Wenn ein Fußgänger trotz mehrfachem lautem Signal immer noch stur auf der Strecke stehen bleibt, ist das dann tatsächlich ärgerlich. Dafür allerdings kann dieses Chaos auch die Herausforderung erhöhen und für glaubwürdige Gefahrensituationen sorgen: Etwa, wenn Fußgänger an einem Umsteigeplatz einfach blind über die Straße laufen – so ergeht es echten Straßenbahnfahrern in der Realität wahrscheinlich auch.</p>
<p> <img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/tramsim2.jpg" alt="TramSim" title="TramSim" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Die bekannte Stimme aus der Straßenbahn</strong><br />
Gelungen ist hingegen umso mehr die detaillierte Simulation der Straßenbahn, die Fans des Genres wohl die meiste Freude bereiten wird. Nahezu jeder Knopf in unsrem Führerstand ist schließlich bedienbar. Das gilt sogar für Live-Kamerabilder aus dem Einstiegsbereich, die wir beim Halten an einer Haltestelle verfolgen können. Auch die Türsteuerung lässt sich manuell ein- und ausschalten, wie dies in einer echten Straßenbahn der Fall ist. Und besonders gefallen werden vermutlich die realen Haltestellenansagen während der Fahrt, die so von der originalen Wiener Straßenbahn übernommen wurden. Schade: Die Funktionalität zum Weiter- oder Zurückschalten der Ansage wurde leider nicht eingebaut. Aktiviert man einen Fahrplan daher zu spät, führt dies leider zu dem Problem, dass die Ansagen auf der gesamten Fahrt hinterher hinken. Da sollte noch nachgebessert werden.</p>
<p><strong>Überschaubarer Umfang </strong><br />
Ob „TramSim“ obendrein Langzeitspaß bietet, darüber darf man sich aktuell noch streiten. Der Umfang des Spiels ist schließlich noch zu gering, um den Spieler dauerhaft am Ball zu halten. Mit nur einer einzigen Strecke und einer einzigen Linie reicht die Abwechslung einfach nicht aus. Da dürfte schnell der Moment eintreten, an dem das ständige Wiederholen der gleichen Fahrt auf Langeweile stößt. Leider wird nämlich auch nur ein einziges Fahrzeug mit einem einzigen Repaint mitgeliefert, nämlich der Flexity in klassischer rot-weißer Lackierung. Das ein oder andere ältere Straßenbahn-Fahrzeug wäre hier wünschenswert gewesen. Zumal eben auch Szenarien praktisch nicht vorhanden sind: Wir können hier lediglich nach Fahrplan fahren. Besondere Szenarien mit Baustellen, Umleitungen, besonderen Verzögerungen und anderen unvorhergesehenen Ereignissen, wie es sie etwa beim „Train Simulator“ gibt, suchen wir leider vergebens. </p>
<p><strong>Kurzweilige Challenges</strong><br />
Dafür halten uns immerhin die „Challenges“ bei Laune. Darin kann man sich in einem Wettbewerb mit anderen Spielern messen, bei dem es unter anderem um perfektes Bremsen geht. Das ist immerhin kurzweilig unterhaltsam, wenn der Reiz der Fahrplanfahrten ein wenig nachlässt. Auch ein Hotseat-Modus, bei dem wir einen lokalen Multiplayer mit zwei Spielern am gleichen PC spielen können, wurde eingebaut. Warum ein vergleichbarer Online-Multiplayer allerdings fehlt, darüber darf man sich an dieser Stelle sicherlich wundern. Ob das am Ende reicht, um die Spieler länger als 5 Stunden zu motivieren, bleibt allerdings fraglich. Interessant ist hingegen, dass „TramSim“ stattdessen eine hervorragende Basis für weitere Addons bietet, in dem wir womöglich zukünftig auch weitere Strecken und Linien geboten bekommen, die wir in einem technisch guten Gerüst spielen dürfen – und das dürfte für ein Spiel dieser Art sicherlich das wichtigste Argument sein. </p>
<p><img style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:10px;" src="https://dvd-magazine.eu/cover/tramsim3.jpg" alt="TramSim" title="TramSim" width="100%" class="alignleft size-full wp-image-288" /></p>
<p><strong>Auch Spiele bekommen Corona</strong><br />
Bis dahin sollte und dürfte es aber vermutlich noch zahlreiche Updates und Patches geben, denn vor allem bei den kleinen Details gibt es noch einige Punkte zu verbessern: Die Vielfalt etwa der vorhandenen Fahrzeuge und Fahrgäste ließe sich noch deutlich erweitern. Gefühlt sehen wir immer wieder die gleichen Autos. Busse, Lastwagen oder gar Motorräder fehlen komplett. Auch bei den Fahrgästen stoßen wir ausschließlich auf gesunde erwachsene Passagiere, Kinder, Familien mit Kinderwägen oder Behinderte suchen wir vergebens – obwohl sogar eine funktionierende Taste für eine verlängerte Türphase integriert ist, die die Tür für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen etwas länger offen lässt. Dafür gibt es aber ein kleines Gimmick für die aktuelle Situation: „TramSim“ bekam nämlich einen optionalen COVID-Modus spendiert, in dem wir wahlweise die Maskenpflicht einschalten können, durch die dann alle unsere Fahrgäste eine Maske während der Fahrt tragen. Ob man so etwas aber unbedingt auch noch in einem virtuellen Spiel sehen möchte, muss jeder für sich entscheiden. Standardmäßig ist das Feature jedoch zunächst abgeschaltet. Dem Eintauchen in eine „bessere“ virtuelle Welt steht also nichts im Wege. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Mit einer 25 Kilometer langen Strecke durch Wien liefert „TramSim“ den ersten ernstzunehmenden Straßenbahn-Simulator, der mit einer technisch gelungenen Simulation und einer überraschend hübschen Grafik überzeugt. Der Umfang ist dabei allerdings noch ausbaufähig und auch diverse kleinere Bugs sollten noch behoben werden, das Grundgerüst bietet jedoch das Potential für eine zukünftig umfangreiche Basis der Tram-Simulationen. </p>
<p><img src="https://dvd-magazine.eu/cover/tramsim-wertung.jpg" alt="TramSim Wertung" title="TramSim Wertung" class="alignleft size-full wp-image-288" /></div>
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