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	<title>Kritik - Virtual DVD Magazine</title>
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		<title>Necrophile Passion</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 21:39:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/filmshots/necrophilepassion1.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Trennung von seiner Freundin fällt ein junger Mann in ein Loch voller Einsamkeit, Liebeskummer und Selbstzweifel. Zu allem Überfluss entdeckt er bei einem Spaziergang im Wald dann auch noch die Leiche einer Frau. Zögernd, ob er wirklich den Notruf wählen sollte, kommt er schnell auf unanständige Gedanken: Er entscheidet lieber, den leblosen Körper mit in seine Wohung zu nehmen, um seine sexuellen Gelüste zu befriedigen. Der Leichenschänder findet so wieder die Kraft, seine Lebensfreude wiederzuerlangen – doch in den Tiefen seiner Psyche hat die nekrophile Tat längst Spuren hinterlassen. Die Wut auf seine Ex-Partnerin bleibt und während er sich fortwährend mit der Toten vergnügt, schmiedet er den Plan, sich auch an der Ex-Freundin zu rächen&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Pure fucking underground – so bewirbt sich das österreichische Label Black Lava Entertainment, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, kontroverse und extreme Nischenfilme auf den Markt zu bringen. Das sind zuweilen auch echte No-Budget- und Amateurfilme, die sich heftigen Themen und den Abgründen der Psyche widmen. </p>
<p><strong>Aufgestiegen aus dem Untergrund</strong><br />
Liest man allerdings den Namen Thomas Binder, der bei diesem Film noch unter seinem Pseudonym Tom Heidenberg in Erscheinung trat, ist dieser zumindest in der Szene des Underground-Films kein ganz so Unbekannter mehr. Gerade gemeinsam mit Brandl Pictures und Black Lava erschienen doch inzwischen einige Titel aus seiner Feder, die mitunter auch für einiges an Aufmerksamkeit sorgten. Das liegt nicht unbedingt immer nur daran, dass die Filme eine besonders extreme Härte vorweisen können, sondern auch daran, dass sie sich an schwierige, kontroverse und sensible Themen heranwagen. Das frühere Werk „Necrophile Passion“ ist da keine Ausnahme und das liegt nicht nur am Thema der Nekrophilie. </p>
<p><strong>Intime Einblicke in die Psyche</strong><br />
„Necrophile Passion“ setzt sich also nicht nur mit dem äußerst ungewöhnlichen Fetisch des Sex mit Verstorbenen auseinander, sondern bietet auch einen überraschend intimen Einblick in die menschliche Psyche. Nur selten bekommen Zuschauer schließlich besonders nahe Einblicke in die Vorgänge des selbstverletztenden Verhaltens, bei dem sich Betroffene mit einer Rasierklinge ritzen oder gar die Pulsadern aufschneiden wollen. Günther Brandl wagt in der Hauptrolle als psychisch kranker Nekrophiler eine unangenehme Nähe zur Gefühlswelt einer solchen Person. Mit Nahaufnahmen von den Verletzungen, mit einem starken Blick der Kamera auf die Mimik des Betroffenen, aber auch mit Einblicken in seine Gedankenwelt erzählt aus dem Off. Da ist auch schnell vergessen, dass die schauspielerische Leistung zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch recht amateurhaft erschien. </p>
<p><strong>Mix aus Ekel und Erotik</strong><br />
Dass „Necrophile Passion“ diesen intimen Einblick dann auch noch bei recht expliziten Szenen hinsichtlich der Nekrophilie verstärkt, macht den Film – trotz seiner Amteuerhaftigkeit – noch mehr besonders. Fast schon wie ein Softporno wirkt es da, wenn sich die Hauptfigur an der Leiche einer toten Frau vergreift und doch recht klar sichtbar den Geschlechtakt mit ihr vollzieht. Aber auch Katharina Buchberger darf da mal ran, wenn sie sich völlig mit Blut besiedelt auf dem leblosen, schon teilweise verwesten Körper einer Leiche räkelt. Nun, klar ist: Für den normalen Zuschauer ohne entsprechende Neigungen ist ein Großteil dieser Szenen eher weniger erotisch oder gar erregend. „Necrophile Passion“ bringt eher Erotik und Ekel zusammen und entfaltet gerade wegen seinen abstoßenden Szenen eine gewisse Wirkung beim Zuschauer. Schade ist da nur, dass sich Black Lava Entertainment leider nicht die Mühe gemacht hat, zwei Pixelfehler auf der Disc vor der Veröffentlichung auch zu entfernen – das trübt dann leider das Filmerlebnis</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Der etwas kontroverse Erotik-Horrorfilm „Necrophile Passion“ mag zwar etwas amateuerhaft wirken, bietet jedoch außergewöhnlich intime Einblicke in die Psyche von Menschen mit selbstverletztendem Verhalten. Eigentlich liegt darin eher die Stärke des Films, während die vordergründigen Nekrophilie-Szenen eher abstoßen und schockieren sollen. </p>
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		<title>The Oak Room</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 16:13:39 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[BluRay]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/filmshots/oakroom1.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Jahre lang war College-Abbrecher Steve vollständig von der Bildfläche verschwunden. Sogar die Beerdigung seines eigenen Vaters hat er nicht besucht. Bis er während eines schweren Schneesturms eines Tages plötzlich wieder im Pub von Barkeeper Paul hereinschneit und offenbar die Hinterlassenschaften einsammeln will. Der ist unterdessen nicht allzu positiv auf ihn zu sprechen, macht ihm schwere Vorwürfe und versucht nach all den Jahren noch diverse Schulden einzutreiben. Bezahlen möchte Steve seine Schulden allerdings nicht mit Geld, sondern eher mit einer Geschichte, die die Aufmerksamkeit des Barkeepers wecken könnte. Denn das, was Steve zu sagen hat, klingt eher wie eine Drohung. Eine Drohung, die dem Pubbesitzer das Leben kosten könnte&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Die verbalen Auseinandersetzungen in einem Pub können ganz schön intensiv und nervenaufreibend sein. Vor allem dann, wenn potentiell das Leben der Beteiligten von dessen Ausgang abhängt. Das wusste auch schon Quentin Tarantino, der mit „The Hateful Eight“ genau so eine nervenaufreibende Gesprächsrunde inszenierte. Regisseur Cody Calahan versucht eine solche Handlung nun in einem etwas moderneren Setting. </p>
<p><strong>Auf den Spuren von Tarantino</strong><br />
Dabei setzt „The Oak Room“ auf eine ähnliche Prämisse, bei der ein Pub in einer amerikanischen Kleinstadt für ein dialoglastiges Kammerspiel dient. Draußen vor der Tür wütet ein schwerer Schneesturm, der uns schnell an „Fargo“ erinnert und für eine eigenwillige Atmosphäre sorgt. Die rustikale Einrichtung des Pubs wiederum versorgt den Film mit einem Mix aus wohliger Wohnzimmeratmosphäre und einer seltsamen Fremde. In dieser Kulisse reichen zunächst auch zwei Protagonisten, um zu fesseln. RJ Mitte aus „Breaking Bad“ und Peter Outerbridge aus „Es: Welcome to Derry“ stoßen als wenig freundlich gesinnte Gesellen aufeinander, die noch ein paar alte Rechnungen zu klären haben. Ein solcher Familienkonflikt ist realitätsnah und kann in seiner verbalen Wirkung schon durchaus ein bisschen fesseln. </p>
<p><strong>Geschichten aus dem Pub</strong><br />
Danach allerdings stellen wir schnell fest, dass es „The Oak Room“ auch bei einem solchen dialoglastigen Kammerspiel belässt und sich trotz des blutigen Covers ganz schön Zeit dabei lässt, bis der Streifen tatsächlich zu einem Thriller wird. Gute zwei Drittel vergehen also, in denen sich die beiden Hauptprotagonisten an der Bar gegenseitig Geschichten erzählen. Oder in ihren Geschichten wiederum von dritten Personen berichten, die ebenfalls eine Geschichte zu erzählen haben. Die ununterbrochene und in die Länge gezogene „Geschichte in der Geschichte“ nimmt insgesamt aber erheblich zu viel Raum ein und sorgt dafür, dass sich der Zuschauer in der gesamten ersten Stunde des Films zunehmend langweilt. Einfach nur Geschichten zuzuhören, reicht in einem Film einfach nicht, wir schauen hier ja schließlich kein Hörbuch. Zumal die Bedrohungslage nicht ansatzweise solche Spitzen erreicht, wie Tarantino in seinem grandiosen „The Hateful Eight“. </p>
<p><strong>Spannung weicht dem ausschweifenden Dialog</strong><br />
Erst im letzten Drittel, wenn sich die Auflösung des Geschichtenerzählens langsam nähert und Peter Outerbridge als Barkeeper Paul zunehmend realisiert, dass dessen Inhalt die Wiedergabe einer persönlichen Bedrohungslage darstellt, kann „The Oak Room“ ein wenig an Fahrt aufnehmen und entwickelt sich zunehmend zu einem intelligenten Thriller, der nur sehr sehr wenige Gewaltszenen benötigt, um letztendlich doch ein wenig Spannung aufzubauen. Die restlichen gerade einmal zwanzig Minuten, in denen der Film dann allerdings seinen Höhepunkt erreicht, erscheinen dann leider aber doch deutlich zu kurz, um beim Publikum ein zufriedenes Gefühl zu hinterlassen. Die Idee ist somit zwar gelungen, doch verpasst „The Oak Room“ leider den Moment, rechtzeitig genug seine spannenden Momente aufzubauen. Da hilft dann auch kein hübsch anzusehender Schneesturm mehr.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Geschichten aus dem Pub: „The Oak Room“ versucht sich am Prinzip von Tarantinos kultigem Western, braucht aber deutlich zu lange, um Spannung und Bedrohungslage in den Mittelpunkt zu rücken. Dadurch bleibt der Thriller am Ende eine eher langweilige Gesprächsrunde am Tresen, die erst in den letzten Minuten den Zuschauer erreicht. </p>
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		<title>Sayara &#8211; Revenge is Darkness</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 22:13:41 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[BluRay]]></category>

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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/filmshots/sayara1.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schon als junge Frau ist Sayara aus Turkmenistan in die Türkei emigriert und arbeitet dort seitdem als Reinigungskraft in einem Fitnessstudio. Ihr eigentlich verheirateter Boss Baris hat dort heimlich eine Affäre mit ihrer Schwester Yonca, durch die sie überhaupt erst an diesen Job gelangt ist. Den Warnungen von Sayara möchte sie jedoch keine nennenswerte Beachtung schenken: Blind vertraut sie ihrer Affäre Baris und gerät damit an einen skrupellosen und gefährlichen Macho-Clan. Bei einem Treffen in dessen Wohnung muss sie nach Vergewaltigungen einen qualvollen Tod erleiden, der anschließend von mächtigen Männern bis hinein in die Politik gedeckt wird. Ein Glück, dass Sayara von ihrem Vater schon in der Kindheit in beeindruckenden Kampfkünsten ausgebildet wurde. Und ihm hat sie geschworen, nicht einmal zu zögern, wenn eines ihrer Familienmitglieder in Gefahr gerät. Sayara beginnt einen erbarmungslosen Rachefeldzug gegen ein sexistisches und patriarchales System, der die Finsternis in ihr zum Vorschein bringt&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Der Rape-and-Revenge-Thriller. Ein besonderes Genre des Horrorfilms, das längst zahlreiche Liebhaber gefunden hat. Nicht zuletzt, weil es auch zu den intensivsten cineastischen Erfahrungen zählt. Mit „Sayara“ kommt ein solcher Film nun ausgerechnet aus der Türkei. </p>
<p><strong>Revenge-Thriller – türkischer Style</strong><br />
Mit seiner Herkunft gibt der Thriller ein ziemlich besonderes Bild ab, das wir ein bisschen so auch aus der Realität kennen. Die männlichen Clans entsprechend ganz klischeehaft den typischen Draufgängern, die mit Muskeln und Besitz protzen. Die zierlichen Frauen hingegen treten eher zurückhaltend, ruhig und zierlich auf – und sind damit Opfer eines patriarchalen Systems, das der türkische Film damit auch anprangert. Zugleich macht das die Hauptfigur aber besonders interessant: Schon in den ersten zehn Minuten zieht uns Duygu Kocabiyik in der Rolle der Sayara in ihren Bann. Introvertiert und wortkarg strahlt sie etwas fesselnd Mysteriöses aus, in dem eine gewisse Finsternis innerlich zu schlummern scheint. Und mit diesem asiatischen Touch, den sie trotz ihrer türkischen Herkunft hat, wirken schon die ersten Trainigsszenen im Fitnessstudio, als hätten wir hier eine moderne Martial Arts-Kämpferin vor uns. Eine schnell faszinierende Figur. </p>
<p><strong>Türkin auf den Pfaden der Martial Arts</strong><br />
Dieser zierlich-schlanke und mysteriöse Auftritt liefert dann auch hervorragend eben jenen Kontrast, den ein Rape-and-Revenge-Thriller benötigt, damit die Szenen besonders intensiv wirken. Kann sich schließlich ausgerechnet das weibliche Leichtgewicht gegen türkische Muskelprotze durchsetzen, wirkt das schließlich gleich doppelt beeindruckend. Und das schafft Duygu Kocabiyik nicht etwa mit körperlicher Überlegenheit, sondern mit dem Ausstrahlen einer skrupellosen und gewaltverherrlichenden Mentalität in ihrer Rolle. Auf den späteren Revenge-Part in der zweiten Hälfte des Films wirkt sich das besonders intensiv aus und da wird dann auch schnell klar, wieso man bei diesem Film lieber gleich den Release über Österreich gewählt hat. „Sayara“ nämlich kennt keine Gnade, sondern empfindet geradezu Freude dabei, selbst unbeteiligte Personen auf ihrem Weg zur Rache niederzumetzeln. Dass der Film überaus blutig und hart ist, versteht sich dementsprechend wohl von selbst. </p>
<p><strong>Skrupellose Konsequenz</strong><br />
Fast schon offensichtlich scheint es dabei, dass sich der türkische Streifen offenbar auch den Kultfilm „I spit on your grave“ zum Vorbild gemacht hat, der quasi als Aushängeschild des Rape-and-Revenge-Genres zählt. „Sayara“ erreicht dabei nicht immer ganz die Dichte an Gewaltszenen wie dieses Vorbild und wirkt dabei zwar intensiv, aber noch nicht so heftig, wie das Genre sein kann. Harte Szenen soll es aber trotzdem genügend geben, zumal „Sayara“ mit einer angenehmen und überzeugenden Konsequenz daher kommt. Das gilt sowohl auch für die mangelnde Gnade gegenüber Kindern, als auch für die mangelnde Rücksicht auf eigene Schäden, Schmerzen und Nachteile. Denn: Sayara wird ihre Opfer zur Strecke bringen – sogar, wenn sie dabei selbst drauf gehen würde. Und genau diese unerbittliche Konsequenz ist eine der größten Stärken dieses Films. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Ganz auf den Spuren von „I spit on your grave“ kommt dieses Mal ein Rape-and-Revenge-Thriller aus der Türkei, der von seiner starken mysteriösen Hauptdarstellerin profitiert und eine erfrischend skrupellose, beinahe gewaltverherrlichende Konsequenz an den Tag legt. Ein heftiges und intensives Werk. </p>
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		<title>Skull: Die Maske</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 18:48:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/filmshots/skull1.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits im Jahre 1944 wird eine geheimnisvolle Maske bei einem Experiment der Nationalsozialisten verwendet, um den Dämon Anhanga, von dessen Existenz die Bewohner der Amazonasregion überzeugt sind, heraufzubeschwören. Heute taucht die Maske bei archäologischen Ausgrabungen in Sao Paolo plötzlich wieder auf und das Unheil lässt nicht lange auf sich warten. Innerhalb kürzester Zeit gelingt es ihr, Besitz von einem menschlichen Wirt zu erlangen und sich auf eine blutige Jagd durch die Stadt zu begeben. Das Ziel: Den Opfern ihre Herzen aus dem Körper reißen, um sie der Gottheit Anhanga zu opfern. Einzig die Polizistin Beatriz Obdias versucht, den mysteriösen Mörder aufzuhalten – und gerät dabei selbst in einen Kampf um Leben und Tod, bei dem sie auch ihr Gewissen hin und wieder ausblenden muss&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Wenn sich ein österreichisches Label wie Illusions Unltd. gemeinsam mit Indeed Film dazu entscheidet, einen Film lieber gleich ungeschnitten in unserem Nachbarland zu veröffentlichen und auf eine FSK-Prüfung zu verzichten, spricht das meistens für einen recht brutalen, blutigen und kompromisslosen Film. Erst recht, wenn auch noch das Logo des Indie-Studios Black Lava auf der Hülle auftaucht. „Skull: Die Maske“ ist zwar sicherlich nicht der heftigste Film des Labels, die handgemachten Effekte können sich aber durchaus sehen lassen. </p>
<p><strong>Handgemachter Gore für Genrefans</strong><br />
Genau um die soll es dann letztendlich auch hauptsächlich gehen, wenn die Regisseure Kapel Furman und Armando Fonseca bei ihren Special Effects aus lauter Gore-Szenen doch einfach einmal selbst Hand anlegen. Der eingefleischten Horrorfilm-Zielgruppe wird das sicherlich gefallen, denn „Skull: Die Maske“ verzichtet vollständig auf computeranimierte CGI-Effekte und setzt lieber auf die alte Schule. Handgemacht soll da jeder Blick in die Eingeweide menschlicher Körper sein, wenn der Bösewicht die Herzen aus dem Brustkorb reißt, Gedärme aus den Körpern zieht und ganze Bauchräume aufschneidet. Das wirkt zwar auch ein bisschen altbacken, als stamme der Film aus den 80ern oder 90ern, hat aber auch interessante Momente: Das Creature Design des blutrünstigen Dämons voller Blut kann sich schließlich vor allem dann sehen lassen, wenn er die Eingeweide seiner Opfer zum Schwingen seiner Waffe verwendet. </p>
<p><strong>Mix aus Krimi und Okkultismus</strong><br />
Solche Effekte sind letztendlich aber auch nötig, denn so interessant die Idee um einen Dämon und seine verselbstständigende Maske auch sein mag, so wenig Story bietet der Film leider zugleich. Das verschärft sich auch durch die Problematik, dass es den Machern leider an jeglichem Gespür für einen mysteriösen Spannungsaufbau mangelt. Gleich in der ersten Szene werden die Rituale der schwarzen Magie offenbart und damit praktisch der Hintergrund der Handlung unmittelbar offengelegt. Da gibt es keinen langsamen Mystery-Aufbau, bei dem die Hintergründe der Todesfälle zunächst unbekannt wäre und schlussendlich auch keine Wendungen, die das Publikum überraschen könnten. Anspruchsvollere Zuschauer, die hier einen religiösen Horrorfilm mit okkulter Hintergrundgeschichte erwartet hätten, werden „Skull: Die Maske“ daher vermutlich eher wenig zu schätzen wissen.</p>
<p><strong>Horror-Krimi scheitert an teilnahmsloser Darstellerin</strong><br />
Nun hätten Furman und Fonseca aus der Geschichte durchaus auch einen außergewöhnlichen Horror-Krimi machen können. Die Basisgrundlage mit der Story um die Polizistin Beatriz Obdias bietet der Film nämlich. Aber so wirklich scheinen die Macher sich auch diese Mühe nicht machen zu wollen, kann man inhaltliche Lücken doch wunderbar durch noch mehr Gore und Gemetzel ersetzen. Trotzdem bleibt die Frage berechtigt, warum Darstellerin Nathalia Rodrigues in der Rolle der Polizistin derartig teilnahmslos und wortkarg bleibt, dass ihre Figur praktisch keinerlei Interesse beim Zuschauer weckt. Ihr Vorgehen bei den Ermittlungen ist gar derart unglaubwürdig und belanglos, dass sie sogar darauf verzichtet, vermeintlichen Verdächtigen überhaupt erst Fragen zu stellen. Ein bisschen mehr Mühe darf sich ein Film aber doch geben – selbst, wenn die Handlung bewusst simpel gehalten ist. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Mit handgemachten Gore-Effekten und einem durchaus gelungenen Bösewicht, der die Eingeweide seiner Opfer zum Bedienen seiner Waffe nutzt, kann „Skull: Die Maske“ sicher bei der Hardcore-Zielgruppe ein paar Punkte sammeln. Den anspruchsvollen Zuschauer wird die dünne Story, das mangelnde Gespür für Spannungsaufbau und die teilnahmslosen darstellerischen Leistungen von Rodrigues aber eher enttäuschen. </p>
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		<title>The Negotiator</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2026 17:14:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/filmshots/negotiator-thumb.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ash fungiert als Vermittler von Bestechungsgeldern zwischen Whistleblowern und millionenschweren Unternehmen. Immer dann, wenn ehemalige Mitarbeiter schwerwiegende Vertuschungen aufdecken wollen und es sich dann doch anders überlegen, kommt er ins Spiel. Er arbeitet für beide Seiten, um so sicherzustellen, dass seine Klienten von dem problematischen Unternehmen nach Übergabe des Schweigegeldes tatsächlich in Ruhe gelassen werden. Doch nun könnte er vor seinem schwierigsten Fall stehen: Sarah Grant war als Mitarbeiterin eines Biotechnologieunternehmens an der Entwicklung von genmanipuliertem Weizen beteiligt, das zu tausenden Todesfällen führen könnte, die nicht mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden können. Seit der Erlangung dieser Informationen wird sie von Handlangern des Firmenchefs drangsaliert und bedroht. Dumm nur, dass die Vermittlung dieses Mal vielleicht nicht so einfach wird – denn trotz Schweigegeld lässt dieser Konzern nicht so schnell locker&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Das Katz- und Maus-Spiel in einem Spionagethriller funktioniert bereits seit Jahrzehnten und erfreut Fans des Genres immer wieder. Doch in „The Negotiator“ ist der Hauptprotagonist kein Agent, sondern versteckt sich aus einer originellen Position heraus vor seinen Widersachern. Und das macht den Film zugleich auch interessant. </p>
<p><strong>Undercover mit Gehörlosen-Telefon</strong><br />
Der deutsche Titel des Films könnte unterdessen etwas irreführend sein. Die eigentliche englische Bedeutung meint schließlich einen Verhandlungsführer bei Geiselnahmen. In diesem Film aber gibt es weder eine Geisel, noch eine echte Verhandlung. In der Rolle des Vermittlers stellt Hauptdarsteller Riz Ahmed schlicht Forderungen – und zwar an beide Seiten. Und so albern es auch erscheinen mag, einem englischen Titel in der deutschen Version schon wieder einen anderen englischen Titel zu geben: Mit „Relay“ dürfte sich das Publikum in Deutschland eher schwer tun, leitet sich der Originaltitel schließlich von einem amerikanischen Telefondienst für Gehörlose ab, den es in Deutschland so nicht geben dürfte. Die Umbenennung ergibt also Sinn, auch wenn der Originaltitel zugleich spoilert, was „The Negotiator“ eigentlich so spannend macht. </p>
<p><strong>Vermitteln durch Fordern</strong><br />
Statt seine Stimme zu verfremden, die Rufnummer über VPNs umzuleiten oder ähnliche Spielereien nutzt Riz Ahmed in der Rolle des Ash also schlicht einen Telefonservice für Gehörlose als Zwischenschritt, um seine Herkunft zu verschleiern. Alles, was er mit einer Art Schreibmaschine eintippt, wird von den Mitarbeitern des Relay Services am Telefon vorgelesen – und der Empfänger des Anrufs kann das Telefonat ausschließlich bis zum Telefondienst zurückverfolgen, hört sogar die Stimme einer völlig anderen Person. Dieses Hilfsmittel nutzt Riz Ahmed allerdings nicht etwa, um wirklich zu vermitteln, sondern um beiden Seiten seine ganz eigenen Forderungen aufzudrücken und so einen Waffenstillstand zwischen Unternehmen und Klientin zu erzwingen. Ein spannender Aspekt des Films, der zudem natürlich aufregende Risiken – und zu guter Letzt auch eine unerwartete Wendung mit sich bringt. </p>
<p><strong>Die Perspektive des Mysteriösen</strong><br />
Das typische Katz-und-Maus-Spiel, das wir aus Spionage- und Agententhrillern kennen, gibt es aber natürlich trotzdem und das sorgt schnell für Hochspannung. Riz Ahmed muss nämlich alles daran setzen, die Situation auf beiden Seiten zwar zu beoachten, jedoch von beiden Vermittlungspartnern niemals entdeckt oder identifiziert werden zu können. Damit wird aus „The Negotiator“ eine Art Stealth-Action-Adventure zwischen den Stühlen, das eine recht innovative Perspektive einnimmt. Die Spannung liegt außerdem auch darin, dass wir die Geschichte nicht aus der Perspektive des Opfers erleben, sondern die Sichtweise von Ash einnehmen. Während Klientin und Unternehmen also im Dunkeln tappen, weiß der Zuschauer bescheid und fiebert mit, dass seine Identität auf keinen Fall auffliegt. Die Perspektive des mysteriösen Dritten verleiht „The Negotiator“ etwas sehr Eigenes und macht damit überraschend viel Spaß, auch wenn der ein oder andere Einfall vor allem in der zweiten Hälfte etwas generisch und austauschbar erscheinen mag. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Spannendes Katz-und-Maus-Spiel mit einer außergewöhnlichen Perspektive, bei der Riz Ahmed als verdeckter Vermittler der speziellen Sorte für Hochspannung sorgt. </p>
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		<title>The Outrun</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Sep 2025 18:59:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/filmshots/outrun-thumb.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem Jahrzehnt in London kehrt Rona zurück in ihre Heimat, den schottischen Orkney-Inseln. Während sie die Schönheit der einzigartigen Landschaft wiederentdeckt, in der ihre Eltern noch heute leben, hat ihr die Großstadt offenbar nicht gut getan. In London hat sie längst einen schmerzhaften Absturz in die Alkoholabhängigkeit hinter sich, ihre Beziehung zu ihrem Freund Daynin endete heftig. Auf der Suche nach Kindheitserinnerungen und neuer Orientierung soll die Idylle Schottlands ihr dabei helfen, zu neuem inneren Frieden zu finden und sich auch beruflich neu zu orientieren. Doch das ist leichter gesagt, als getan, denn der Kampf gegen die Sucht wird zu einer täglichen Herausforderung und die Hilfsangebote auf den Orkney-Inseln sind begrenzt. </p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Alkoholabhängigkeit verbinden wir meist mit sozialen Brennpunkten und heruntergekommenen Gegenden. Dass es auch anders sein kann, schrieb Autorin Amy Liptrot bereits in ihrer Autobiografie „Nachtlichter“. Die Verfilmung widmet sich nun nicht nur einer ganz persönlichen Geschichte, sondern versetzt den Zuschauer auch an Original-Drehorte. </p>
<p><strong>Idylle vs. Elend</strong><br />
Bereits optisch bietet „The Outrun“ also einen außergewöhnlichen Kontrast, den wir so noch in keinem anderen Drama über Alkoholmissbrauch gesehen haben. Der Film kombiniert das Elend der Abhängigkeit schließlich mit den idyllischen Landschaften Schottlands – eine Kombination, die in den Köpfen der Zuschauer nur selten vorschwebt. Damit versucht sich der Film aber an einem ähnlichen Ansatz, wie bereits „Banshees of Inisherin“: Die weite Leere der Landschaften der wenig besiedelten Orkney-Inseln soll ein visuelles Gegenstück zum Chaos im Kopf von Hauptfigur Rona darstellen. Die Ruhe zum Nachdenken, die Ordnung in den Gedanken und im Leben und eine gesellschaftliche Beständigkeit in der rauen Umgebung weckene jene Bedürfnisse und Sehnsüchte, für die Betroffene in der Großstadt womöglich das Auge verlieren könnten. Orkney ist in diesem Film das Gegenteil des „Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ im Großstadt-Dschungel von London. </p>
<p><strong>Der Kampf im Inneren</strong><br />
Gelungen ist dabei vor allem die realitätsnahe und glaubwürdige Charakterdarstellung der Rona, die sicherlich durch die persönlichen Erfahrungen der Autorin begründet sein mag. Überraschenderweise verzichtet „The Outrun“ auf allzu überdramatische Szenen und versucht nicht, aus filmdramaturgischen Gründen künstlisch auf die Tränendrüse zu drücken. Das sorgt dafür, dass das Drama über Alkoholismus insgesamt ohne die typischen Klischees vergleichbarer Genrefilme auskommt. Der Fokus der eigenen Transformation, der die Probleme der Betroffenen vor allem bei sich selbst sieht und mehr eine Fluchtreaktion schildert, als eine dramatische Konfrontation, steht dem Film gut und hat sogar das Potential, ein gewisses Verständnis für Suchtkranke entwickeln zu können. In „The Outrun“ werden Betroffene eher allein gelassen, finden sich in der Einsamkeit wieder, nachdem sich das gesamte Umfeld abwendete und eine neue Gemeinschaft unter Gleichgesinnten offenbart sich bei den Hilfsangeboten. Der innere Konflikt macht die ruhige, mitunter etwas distanzierte Art des Films zu einem Meisterstück. </p>
<p><strong>Werbung für Charity-Projekte</strong><br />
Hin und wieder macht „The Outrun“ allerdings den Eindruck, als wolle der Film unterschwellig auch Werbung für gemeinnützige Projekte machen. Das lässt sich einerseits aus der Darstellung der anonymen Alkoholiker schließen, die ausschließlich als liebenswerte Gemeinschaft dargestellt wird, jedoch zu keinem Zeitpunkt Konflikte unterhalb der Teilnehmer beinhaltet. Andererseits tritt gerade die RSPB Bird &#038; Wildlife Conservation Charity, für die sich Rona im Film bei ihrer beruflichen Neuorientierung verstärkt einsetzt, arg in den Fokus. Das mag zwar den autobiografischen Erfahrungen der Autorin irgendwo entsprechen, wird aber derart – in einigen Szenen fast schon dokumentarisch &#8211; inszeniert, dass wir uns beinahe wundern, nicht sogar Spendenaufforderungen während des Films eingeblendet zu bekommen. Durch einen etwas dezenteren Umgang damit, würde „The Outrun“ weniger propagandistisch wirken, zumal die damit in Verbindung stehenden Hobbys der Hauptprotagonistin doch etwas seltsam bis unglaubwürdig anmuten. Ein bisschen mehr Drama statt Wohltat hätte dem Film an dieser Stelle sicher gut getan. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Schottische Idylle trifft Elend der Alkoholabhängigkeit: „The Outrun“ schildert auf überaus realitätsnahe Weise die autobiografischen Erlebnisse von Amy Liptrot. Das kommt einfühlsam und ohne Klischees aus, schwächelt letztendlich aber ein wenig zu sehr an der Einbindung eines Charity-Projekts. </p>
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		<title>Squid Game &#8211; Staffel 2</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 18:54:55 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Einige wenige Jahre ist es erst her, dass es Seong Gi-hun gelang, die tödlichen Spiele zu gewinnen. Die damaligen Geschehnisse lassen ihm jedoch trotz des hohen Geldgewinns keine Ruhe. Statt sich damit ein schönes Leben zu machen, verwendet er den Gewinn dafür, gemeinsam mit einigen Verbündeten die Spiele endgültig zu beenden. Sein Ziel ist es zunächst, den Rekrutierer des Squid Games aufzuspüren und auf diesem Wege auch den Frontmann und seine Insel zu finden. Das Vorhaben allerdings geht gewaltig schief: Gi-hun landet plötzlich wieder mitten in den Spielen und versucht, die anderen Teilnehmer vom Weiterspielen abzuhalten, während sein Team versucht, ihn aus der Gefangenschaft zu befreien. Dumm nur, dass die Gier der Menschen einfach viel zu groß ist, selbst wenn sie Tod und Leid vor ihren eigenen Augen sehen&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Es war wohl einer der größten Überraschungserfolge auf dem Streamingdienst Netflix: Die südkoreanische Serie „Squid Game“ wurde so sehr gehyped, dass selbst Schüler die Spiele (in nicht-tödlicher Variante) auf dem Schulhof nachspielten und die pinken Overalls der Wärter zum beliebten Halloween-Kostüm wurden. Eine Forsetzung in Form einer zweiten Staffel, die ursprünglich gar nicht geplant war, war somit also naheliegend. </p>
<p><strong>Aus tödlicher Gameshow wird Thriller </strong><br />
Auf den ersten Blick versucht die zweite Staffel von „Squid Game“ die gesamte Serie ein wenig anders aufzuziehen. Einfach die gleichen Spiele noch einmal zu wiederholen, wäre wohl eindeutig zu langweilig gewesen. Der Fokus steht also auf dem Gewinner aus der ersten Staffel und dieses Mal kommt ein völlig neuer Thriller-Aspekt hinzu. Ganz im Stile einer Agentenserie versucht der ehemalige Teilnehmer die Machenschaften aufzudecken, die Beteiligten auszuspionieren und den Spielen im Stile eines Geheimdienstes endgültig ein Ende zu setzen. Während sich die erste Staffel noch komplett auf die Spiele beschränkte, wird die zweite Staffel also ein Mix aus Thriller und fiktiver Game Show, was sich durchaus als Bereicherung für die Staffel herausstellt. </p>
<p><strong>Neue Spiele, neue Gier</strong><br />
Den Ablauf des „Squid Game“ bereits zu kennen, hat allerdings sowohl Vor- als auch Nachteile, wenn Gi-hun wieder an den Spielen teilnimmt: Auf der einen Seite kommt uns das Prinzip doch sehr bekannt vor, es scheint anfänglich wenig Überraschungen zu geben. Andererseits wird der gesellschaftskritische Aspekt, der die erste Staffel ebenfalls ausmachte, noch weiter verstärkt. Trotz das aktive Eingreifen und den tödlichen Verlauf des Spieles zu kennen, wird die Gier der Menschen in den Mittelpunkt gerückt, wenn Tod und Qual der eigenen Mitspieler keinen Grund zur Beendigung des Spiels darstellen. Auch die gehäufte demokratische Abstimmung über die Fortführung des Spiels rückt Gesellschaftskritik in den Fokus und stellt sich als gelungene Idee heraus. </p>
<p><strong>Ein Maulwurf unter den Teilnehmern</strong><br />
Für den Spannungsbogen ebenfalls gelungen ist unterdessen die Idee, den Frontmann selbst als aktiven Spieler hinzuzufügen, der die Entscheidungen der Teilnehmer aktiv zu beeinflussen versucht. Staffel 2 von „Squid Game“ hat somit de facto einen Maulwurf auf Seiten der Spieler eingefügt, der ein Bündnis mit der Hauptfigur vortäuscht, dabei jedoch die Kontrolle stets auf seiner Seite behält, während er aus Faszination zugleich den ehemaligen Gewinner studiert, um Erkenntnisse für seine Spiele zu gewinnen. Entscheidet sich die zweite Staffel dann außerdem dazu, völlig neue, kreative Spiele zu entwickeln, steigert sich die Spannung immer weiter. Vor allem der Fünfkampf, bei dem die Spieler an den Beinen miteinander verbunden, unter Zeitdruck gleich mehrere Kinderspiele schaffen müssen, entpuppt sich als besonders spannend. Hier kann „Squid Game“ einmal mehr von den großartigen Sets profitieren. </p>
<p><strong>Oberflächliche Nordkorea-Thematik</strong><br />
Etwas inkonsequent ist die zweite Staffel dann lediglich bei der durchaus interessanten Idee, auch der Gegenseite ein Profil zu verleihen. Erstmals geht „Squid Game“ nämlich auch auf die Hintergründe der Wärter im pinken Overall ein. Die Anspielungen an den politischen Konflikt zwischen Südkorea und Nordkorea bringen dabei reichlich Storypotential mit, werden aber zu oberflächlich und dünn behandelt, um inhaltlich wirklich allzu viel herzugeben. Hier bleibt abzuwarten, ob die dritte Staffel darauf intensiver eingeht – immerhin endet der zweite Teil mit einem Cliffhanger, der große Lust auf das Finale macht. Die zweite Staffel ist somit ein eindeutiges Must-See für all jene, die schon die erste Staffel von „Squid Game“ mochten. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Mit neuen aufregenden Spielen, einem neuen Thriller-Aspekt und einem verstärkten Fokus auf Gesellschaftskritik kann die zweite Staffel von „Squid Game“ die Spannung sogar noch steigern. Showrunner Hwang Dong-hyuk sind spannende Ideen eingefallen, um den nun fehlenden Innovationsaspekt mit interessanten Neuerungen auszugleichen. Ein Must-See für Fans von „Squid Game“. </p>
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		<title>Harold und die Zauberkreide</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 17:56:21 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Der abenteuerlustige Harold hat eigentlich sowieso schon ein ziemlich aufregendes Leben. In seinem Buch kann er einfach alles zum Leben erwecken, in dem er mit seiner Kreide einfach irgendwelche Objekte oder Figuren malt. Die Stimme aus dem Hintergrund, die offenbar von seinem Erschaffer stammt, macht ihn jedoch neugierig. Es scheint, als gäbe es außerhalb des Buches noch eine „echte Welt“. Und was wäre wohl, wenn er mit seiner Kreide einfach in der Lage wäre, eine Tür in diese echte Welt zu erschaffen. Der Übergang in die Realität stellt für Harold und seine Freunde Elch und Stachelschwein allerdings einen echten Kulturschock dar: Die realen Menschen sind doch weitaus ernsthafter und weniger kindisch, als erwartet. Und was passiert wohl, wenn seine Zauberkreide, die auch in der echten Welt noch alles erschaffen kann, plötzlich in falsche Hände gerät? </p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Ein Familienfilm mit einfacher Handlung, aber reichlich Kreativität. Auch das hat natürlich seine Daseinsberechtigung. Und wer wäre für diese Rolle wohl besser geeignet, als Komiker Zachary Levi, der alberne Figuren nur allzu gerne spielt? </p>
<p><strong>Spaßig, aber nicht originalgetreu</strong><br />
Es ist tatsächlich inzwischen knapp 70 Jahre her, dass es die Buchvorlage von Crockett Johnson tatsächlich gab. In „Harold and the Purple Crayon“, zu deutsch ebenfalls „Harold und die Zauberkreide“ regte er mit einfachen Bildern und kurzen Texten die Kreativität und Fantasie der besonders jungen Leser an. Es stelle eine Art Einstieg in das Lesen für Kindergarten- und Grundschulkinder dar und hatte schlussendlich schon zahlreiche Versuche, den Stoff in andere Formate zu adaptieren. Eine Zeichentrickserie und ein Musical hat es längst gegeben. Mit einer Realverfilmung klappt es aber noch nicht so recht. Regisseur Carlos Saldanha ändert das nun und orientiert sich dabei nur grob an der originalen Vorlage. Was im Original ein 4-jähriger Junge ist, darf hier ein Mann jenseits der 40 sein, dessen Geisteszustand dem eines Kindes gleicht. Und wer wäre dafür wohl besser geeignet, als Zachary Levi? </p>
<p><strong>Zachary Levi überzeugt mit alberner Spielfreude</strong><br />
In „Shazam“ hat er immerhin schon einmal bewiesen, dass er den etwas zurückgebliebenen, albernen Helden durchaus zu verköprern weiß. In einem ähnlich Stil, aber mit deutlich kindgerechterer Action liefert er dabei auch seinen „Harold“, der mit Zauberkreide alle möglichen Objekte zum Leben erweckt. Die Spielfreude sieht man Zachary Levi dabei jederzeit an, er scheint diese albernen Rollen gar ähnlich zu lieben, wie es mitunter Jack Black auch mal gelingt. Eine gewisse Kreativität abseits physikalischer Grenzen bietet das natürlich auch und regt so, wie auch die Vorlage, die Fantasie der Kinder an: Einfach mal ein Flugzeug zeichen und schon wird es real? Wieso eigentlich nicht? Am Ende reicht das sogar für eine richtige Fantasywelt, die in die reale Welt hineingezaubert wird. Spannend. </p>
<p><strong>Eine Welt in lila </strong><br />
Dabei verleiht Carlos Saldanha seinem Film auch einen ungewöhnlichen visuellen Stil. Optisch dürfte der Streifen also vor allem jenen gefallen, die eine gewisse Vorliebe für die farbe Lila haben. Ob „Harold“ selbst in seinem kindischen Overall, oder die Objekte, die er mit seiner Zauberkreide erschafft: In „Harold und die Zauberkreide“ ist alles in einem lila gehalten, was dem Film einen spannenden Look verpasst und eine aufregende Farbenfrohheit in die sonst so graue Welt einfügt. Da fügen sich dann auch die beiden Nebencharaktere Elch und Stachelschein ein, die in der realen Welt in menschlicher Gestalt von Lil Rel Howery und Tanya Reynolds gespielt werden. Vor allem Reynolds macht mit ihrem Alternative Fashion-Look und dem lilafarbenen Iro besonderen Spaß. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Die erste Verfilmung zu Crockett Johnsons Buch „Harold und die Zauberkreide“ hat zwar keine besonders tiefgründige Handlung, braucht diese aber auch nicht: Der Film entpuppt sich stattdessen als kurzweiliger Spaß für die ganze Familie, in dem die Darsteller mit Spielfreude punkten und auch die jüngeren Zuschauer keineswegs überfordert werden. Ein spaßiger Familienfilm.</p>
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		<title>t=E/x²</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 17:26:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/filmshots/tex2-1.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Merlin hat normalerweise eigentlich einen recht unspektakulären Alltag, während er als Cutter für eine Filmproduktionsfirma arbeitet und den ganzen Tag an seinem Computer verbringt. Eines Tages stellt er jedoch ein merkwürdiges Deja Vu fest, als hätte er den aktuellen Moment bereits mehrfach erlebt. Es scheint, als würde er in einer Zeitschleife feststecken, bei der er sich stets an die vorherige Schleife erinnern kann. In dem Versuch, bei der nächsten Schleife etwas anders zu machen, entdeckt er eine geheimnisvolle Nachricht: Ein unbekannter Fremder weist ihn darauf hin, dass er schon bald auf eine zweite Zeitreisende stoßen wird, mit der gemeinsam er die Meerjungfrau retten und den Clown töten muss. Doch was diese kryptische Anweisung bedeuten soll, muss er erst noch heraus finden&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
In den 90er Jahren war Jasmin Wagner vor allem als Sängerin „Blümchen“ bekannt und beliebt. Heute versucht sie sich hin und wieder sogar als Schauspielerin und schreckt dabei auch nicht vor Independent-Produktionen zurück. Dabei sorgt sie dafür, dass es auch aus Deutschland mal einen Science-Fiction-Film gibt. </p>
<p><strong>Science-Fiction aus Deutschland</strong><br />
Die Formel der von Albert Einstein entdeckten Relativitätstheorie E=mc² dürfte wohl so ziemlich jeder kennen. Dass eine Zeitschleife durch die abgewandelte Formel t=E/x² entstehen könnte, nach der dieser Low-Budget-Science-Fiction-Film aus deutscher Produktion benannt wurde, klingt zumindest durch den außergewöhnlichen Titel interessant. Schnell sehen wir dem Streifen allerdings an, dass das Budget nicht allzu groß war: Mit Rückspuleffekten und ein paar verfremdeten Farben sehen wir zunächst immer wieder die gleiche Büroszene, immer wieder widerholend, jedoch zunehemend mit kleineren Veränderungen. Ein Kammerspiel geht offenbar auch mit relativ wenig Budget. </p>
<p>Indie-Produktion mit niedrigem Budget<br />
Beim Setting bleibt dieser Eindruck auch weiterhin bestehen. Gelingt es Mario Ganss erst einmal, den Ablauf seiner Zeitschleife zu durchbrechen und den Beginn der Schleife an einen späteren Zeitpunkt zu versetzen, bleibt man einfachen deutschen Kulissen treu: Irgendwo auf den Straßen von Frankfurt am Main, zwischen Bürgersteig und U-Bahn inszeniert man da den Science-Fiction-Film, ohne allzu aufwändige CGI-Effekte zu bemühen. Dann allerdings entpuppt sich „t=E/x²“ allmählich als kleine Indie-Perle, die mit den geringen Möglichkeiten und einfachen Mitteln eine durchaus sehenswerte Geschichte zu erzählen weiß. In jeder Zeitschleife bewusste abweichende Handlungen erzwingen zu müssen, um den Beginn der Schleife zu versetzen, stellt sich als gelungene Idee heraus. </p>
<p><strong>Eine stumme Blümchen</strong><br />
Fans von „Blümchen“ sollten allerdings nicht darauf hoffen, Jasmin Wagner in einer echten Hauptrolle sehen zu können. Im Mittelpunkt steht klar der ebenso großartige Mario Ganss, während Wagner doch eher dazu herhalten darf, immerhin einen bekannten Namen auf dem Cover stehen zu haben. Mit anderen Worten bedeutet das: Eigentlich sehen wir „Blümchen“ hauptsächlich nur stupide eine Straße entlang rennen. Stumm ist sie in diesem Film auch noch, denn zur Kommunikation mit ihrem baldigen Begleiter benötigt sie den Text in ihrem Smartphone. Ob das Absicht ist, oder „Blümchen“ mit einer Sprechrolle doch zu teuer gewesen wäre, wissen an dieser Stelle wohl nur die Macher. Klar ist aber auch: Wer nicht spricht, wird erst recht nicht singen. Obwohl man zugeben muss: Das Steampunk-Outfit, das Wagner hier von den Machern spendiert bekommt, steht ihr ausgezeichnet. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Der außergewöhnlichen Indie-Film mit Jasmin „Blümchen“ Wagner entpuppt sich als einfach inszenierter, aber dennoch durchdachter deutscher Science-Fiction-Film, der vor allem Fans von Zeitreise-Abenteuern durchaus begeistern könnte. Zuschauer, die offen für ein Low Budget-Werk sind, sollten dem Film eine Chance geben. </p>
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		<title>Star Trek: Sektion 31</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 16:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[https://dvd-magazine.eu/filmshots/sektion31-thumb.jpg]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Philippa Georgiou hat einen außergewöhnlichen Lebenslauf hinter sich. In ihrer Heimat, dem Spiegeluniversum, war sie die gefürchtete Imperatorin des Terranischen Imperiums, bekannt dafür, Leid und Tod über Millionen Menschen gebracht zu haben. Inzwischen hat sie es sich allerdings in unserem Universum gemütlich gemacht, beschäftigt mit eher fragwürdigen Freizeitaktivitäten und einer vermeintlichen Aufarbeitung ihrer Vergangenheit. Trotz der schrecklichen Taten, die sie begangen hat, hält die Föderation sie aber offenbar für nützlich: Fernab des Föderationsraumes wird sie von der „Sektion 31“ kontaktiert, einer geheimen Abteilung der Sternenflotte. Einem Geheimdienst, den es offiziell eigentlich gar nicht geben sollte. Gemeinsam mit einem Team aus verschiedenen außergewöhnlichen Charakteren ist es ihre Aufgabe, eine von ihr selbst einst in Auftrag gegebene Massenvernichtungswaffe zu finden und unschädlich zu machen. Dumm nur, dass sie dabei auch von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt wird&#8230;</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Nach diversen neueren „Star Trek“-Filmen und Serien mit umstrittener Beliebheit bei den Fans, galt der Film über die „Sektion 31“, dem Geheimdienst der Sternenflotte als großer Hoffnungsschimmer bei den Trekkies. Statt einem Kinostart gibt es aber lediglich eine Veröffentlichung auf dem Streamingdienst Paramount+. Das könnte allerdings auch seine Gründe haben. </p>
<p><strong>Gurkentruppe statt Geheimdienst</strong><br />
In den Köpfen der Fans jedenfalls hätte man mit einem Film über den Geheimdienst der Sternenflotte wohl kaum etwas falsch machen können. Die meisten haben sich dabei wohl eine Mischung aus „James Bond“ und „Men in Black“ im Weltraum vorgestellt, bei dem mysteriöse Geheimagenten schreckliche Ereignisse verhindern müssen, von denen die Öffentlichkeit auf keinen Fall erfahren darf. Was der Film „Section 31“ dann aber abliefert, dürfte das absolute Gegenteil davon sein: Die Figurenzusammenstellung des neuesten „Star Trek“-Films erinnert eher an eine albern-schlechte Version von „Guardians of the Galaxy“, kann man schließlich den einen Charakter noch weniger ernst nehmen, als den anderen. Dummschwätzerei und Marvel-like Humor ist aber nunmal absolut nicht das, was Fans von einem seriösen Star Trek-Film erwarten. </p>
<p><strong>Guardians of the Federation</strong><br />
Es wirkt zuweilen etwas, als versuche „Section 31“ auf Biegen und Brechen Spaß zu machen und sich bei einem Mainstream-Publikum anzubiedern, das sonst eher „Suicide Squad“ statt „Star Trek“ sehen würde. In der Folge erleben wir die lächerlichsten Charaktere der Trek-Geschichte, die „Section 31“ zum wahrscheinlich schlechtesten „Star Trek“-Film aller Zeiten machen: Ein Vulkanier, der hyperaktiv-emotional von einem mikroskopischen Wesen ferngesteuert ist, erscheint derweil wohl ähnlich unsinnig, wie ein dümmlicher Draufgänger im Exoskelett, der wohl eine fehlplatzierte Kopie von Dave Bautista in „Guardians of the Galaxy“ darstellen soll. Wozu das alles? Das weiß wohl niemand – denn Trekkies wird man damit vor den Kopf stoßen und jene, die Star Trek sowieso nicht mögen, werden damit wohl ebenso wenig warm. </p>
<p><strong>Oberflächliche Michelle Yeoh</strong><br />
Nun wäre zumindest eigentlich die sonst großartige Michelle Yeoh in der Hauptrolle ein Hoffnungsschimmer. Immerhin gab es für ihre Hauptrolle in „Everything Everywhere All at Once“ noch einen Oscar und auch im jüngst Oscar-nominierten „Wicked“ wusste sie zu überzeugen. Im Vergleich zu den restlichen Figuren hält sich ihr Nerv-Faktor immerhin in Grenzen: Mit ihrem halbwegs ernstzunehmenden Charakter und einem gewissen Gespür für Stil kann sie sich zumindest ein bisschen sehen lassen. Das Drehbuch sorgt allerdings nicht dafür, dass sie es zu einer komplexen Figur schafft, mutet es doch geradezu absurd an, eine Massenmörderin zur Anführerin eines Geheimdienstes zu machen. Bei ihrem inneren Konflikt hinsichtlich der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit bleibt sie dabei oberflächlich und unterkomplex, also weit hinter ihrem schauspielerischen Können zurück. </p>
<p><strong>Action ohne Sternenflotte</strong><br />
Immerhin eines scheint „Star Trek: Section 31“ dann aber zu Können: In der zweiten Hälfte kann sich der Film ein wenig steigern, sobald es zunehmend an die Actionszenen des Films geht. Aber selbst hier schwingt etwas Enttäuschung mit: Tatsächlich gibt es noch nicht einmal ein wenig Fanservice durch den Einbau von Sternenflotten-Schiffen, sondern lediglich einen Raumkampf zwischen einem Müllfrachter (gibt es sowas bei Star Trek überhaupt?) und einem terranischen Kreuzer. Das kann sich bei dem außergewöhnlichen Kampf mit Energiefeldern visuell sehen lassen und man muss immerhin zugeben, dass die terranischen Schiffe in ihrem rot-schwarz gar nicht einmal so übel aussehen. Trotz Weltraumnebel hat das zwar nicht die Klasse eines Kampfes in „Der Zorn des Khan“, aber zumindest entwickelt „Section 31“ bei den Actionszenen kleine Spannungshöhepunkte. </p>
<p><strong>Der chinesische Feind</strong><br />
Das Problem aber auch an dieser Stelle: Trekkies erwarten erheblich mehr von einem „Star Trek“-Film, als gut inszenierte Action. Der Kern des Franchises lag immer in der Inszenierung tiefgründiger, philosophisch angehauchter Geschichten in einer Zukunftsvision, die einer Utopie gleicht. Nichts von alldem hat „Section 31“ zu bieten. Was bleibt vom ursprünglichen „Star Trek“ also übrig? Vielleicht die Tatsache, dass es zumindest kleine Anspielungen an das aktuelle Weltgeschehen gibt, wie sie Roddenberry einst massig in die Originalserie einbaute. Es mag wohl sicherlich kein Zufall sein, dass das für Gräueltaten bekannte terranische Imperium aus dem Spiegeluniversum auffallend an chinesische Dynastien erinnert und eine (aktuell in den USA verbreitete) gewisse China-Feindlichkeit mitschwingt. Aber auch das wird am Ende zu oberflächlich ausgearbeitet, um wirklich zum Nachdenken anzuregen und einem „Star Trek“-Film gerecht zu werden. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Gewünscht hatten sich die Fans wahrscheinlich einen richtigen Sci-Fi-Agententhriller über den Geheimdienst der Sternenflotte. Geliefert wurde der wohl schlechteste Star Trek-Film aller Zeiten, der mit seiner oberflächlichen Handlung und den dümmlichen pseudo-witzigen Charakteren eher an „Guardians of the Galaxy“ erinnert, als an die Sternenflotte. </p>
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