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	<title>Virtual DVD Magazine - Buch-Reviews</title>
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		<title>Geek Pray Love</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2014 19:27:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der junge Lukas Lang gehört zu denjenigen Menschen, die es in ihrer Jugend nicht ganz so einfach haben. Einfach deshalb, weil er anders ist, als seine Mitschüler. Ein Einzelgänger mit ganz speziellen Interessen, der mit dem draufgängerischen Verhalten seiner Altersgenossen ebenso wenig anfangen kann, wie mit dem anstrengenden Sportunterricht in seiner Schule. Ein echter „Geek“ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der junge Lukas Lang gehört zu denjenigen Menschen, die es in ihrer Jugend nicht ganz so einfach haben. Einfach deshalb, weil er anders ist, als seine Mitschüler. Ein Einzelgänger mit ganz speziellen Interessen, der mit dem draufgängerischen Verhalten seiner Altersgenossen ebenso wenig anfangen kann, wie mit dem anstrengenden Sportunterricht in seiner Schule. Ein echter „Geek“ eben, der sich für Science-Fiction interessiert und lieber im nächstgelegenen Kino den letzten „Star Wars“-Film anschauen würde, als seine Freizeit mit Freunden zu verbringen, die er sowieso nicht hat. Mit dem andauernden Gefühl, ein absoluter Versager zu sein und gemobbt von seinem Erzrivalen Jojo Brenner versucht Lukas das, was er lange Zeit für völlig unmöglich gehalten hätte: Freunde zu finden, die genauso anders sind, wie er…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
In den meisten Schulklassen gibt es diese Außenseiter, die ganz seltsame Interessen haben und sich einfach nicht in die Gruppe integrieren wollen. Manchmal ist es nur ein einzelner, hin und wieder auch zwei oder drei Einzelgänger, die mit den Gedanken bei Science-Fiction, Filmen und Büchern sind – und am allerwenigsten den Sportunterricht mögen. „Geek Pray Love“ möchte sich nun an diese Menschen richten und ihnen das Gefühl geben, verstanden zu werden. Andererseits möchte das Buch allerdings auch der „großen Masse“, also den „Normalen“ aus der Schulklasse erklären, was eigentlich so toll an diesen „Geeks“ ist. Das gelingt gut – führt aber auch zu Problemen.</p>
<p><strong>Unterhaltung und Sachbuch</strong><br />
„Geek Pray Love“ hat genau aus diesem Grund nämlich keine ganz so übliche Erzählstruktur. Jedes der insgesamt neun Kapitel besteht nämlich aus exakt zwei Hälften. In der ersten erleben wir die überaus spannende und unterhaltende Geschichte von Lukas Lang, einem Sci-Fi-Geek, der von seinen Mitschülern gemobbt wird und einen Ausweg sucht. Hier wird sich so mancher – also insbesondere die Zielgruppe dieses Buches – schnell angesprochen fühlen und sich selbst ein bisschen widererkennen. Sei es durch dieselben Interessen, ähnliche Erfahrungen in der Schulzeit oder schlicht dieselben „nerdigen“ Gedanken. Ganz klar richtet man sich hier also an die Geeks, Nerds und Cosplayer, die ihre Freizeit am liebsten auf den nicht ganz so günstigen Conventions verbringen und dabei ganz in die Fantasiewelt ihrer Lieblingsserie eintauchen wollen. Eine Minderheit, die vom Mainstream oft nur belächelt wird und dessen Ausgaben für Merchandise oft nur mit einem unverständlichen Kopfschütteln quittiert werden. Das Problem dieses Buches liegt allerdings bei der anderen Hälfte, in der „Geek Pray Love“ dem Leser in Form einer Art von Sachbuch erklären möchte, was es mit dem Geektum, den Conventions und den außergewöhnlichen Interessen auf sich hat.</p>
<p><strong>Erklärungen für Nicht-Geeks</strong><br />
Während nämlich die Geschichte von Lukas eine hervorragende Idenfitikationsmöglichkeit für Geeks bietet, kann der Sachbuch-Teil genau in dieser Zielgruppe nicht so begeistern. Nicht etwa deshalb, weil die Informationen hier nicht ebenso mit einem zustimmenden Nicken oder gar Schmunzeln gelesen werden, sondern einfach, weil ein Geek nun einmal ziemlich genau weiß, warum das Geeksein so toll ist und warum seine Interessen viel interessanter sind, als die der anderen. Kurz gesagt: Der Geek unter den Lesern erfährt an dieser Stelle kaum etwas Neues, wenn die Autoren Christian Humberg und Andrea Bottlinger dem Nicht-Geek erklären, was eine Convention ist. Witzig ist da eher die unterhaltsame Selbstreflexion für Geeks, wenn die beiden Autoren auf ziemlich schräge Weise erklären, wie man einen Geek ganz gezielt gehörig auf die Palme bringen kann oder seine Verhaltensweisen auf lustige Art parodiert werden können. Da muss selbst der schwierigste Nerd doch mal über sich selber schmunzeln. Geeks und Nerds, die einmal erfahren wollen, dass sie mit ihren Interessen nicht allein auf dieser Welt sind, sollten also unbedingt einen Blick in dieses Buch werfen. Und wenn auch ihr zuhause Verwandte, Schulkameraden oder Nachbarn habt, die eure Freizeitaktivitäten überhaupt nicht nachvollziehen können: Schenkt ihnen dieses Buch, vielleicht kommen sogar sie dann mal auf die nächste Convention. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Unterhaltungsliteratur und Sachbuch zugleich: Mit einem ungewöhnlichen Mix aus (mehr oder weniger fiktiver) Lebensgeschichte und sachlichen Erklärungen für Nicht-Geeks liefert man den Geeks und Nerds nicht nur eine Möglichkeit zur eigenen Identifikation, sondern auch die Gelegenheit, hier und da einmal über sich selbst zu lachen. Da merkt man, aus welcher Szene auch die Autoren stammen.</p>
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		<title>Wohlstand</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 01:09:41 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer Zeit, nachdem über die Hälfte der Menschen unterhalb der Armutsgrenze lebten und eine große Überbevölkerung schlimme Folgen hatte, sorgen längst neue, gesellschaftliche Richtlinien für ein vermeintlich geregeltes Zusammenleben. Nur noch, wer ausreichend Leistung erbringt und einer Arbeit nachgeht, hat das Recht zu überleben. Mittels implantierten Chip wird gemessen, wie viele Leistungspunkte ein Mensch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Zeit, nachdem über die Hälfte der Menschen unterhalb der Armutsgrenze lebten und eine große Überbevölkerung schlimme Folgen hatte, sorgen längst neue, gesellschaftliche Richtlinien für ein vermeintlich geregeltes Zusammenleben. Nur noch, wer ausreichend Leistung erbringt und einer Arbeit nachgeht, hat das Recht zu überleben. Mittels implantierten Chip wird gemessen, wie viele Leistungspunkte ein Mensch erreicht hat. Diese dienen sowohl für den Einkauf, als auch für die totale Überwachung der Bürger. Doch sind die Leistungspunkte erst einmal auf den Wert 0 gesunken, gilt der Mensch als wertlos – und wird aufgefordert, sich selbst umzubringen, zum Wohle der Menschheit. Nachdem die Kellnerin Mirabelle Rapace durch derartige Gesetze bereits drei geliebte Menschen verloren hat, sieht sie keinen Sinn mehr in ihrem Leben – und nimmt den Kampf gegen den Staat auf…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
In der Gesellschaft macht sich eine zunehmend schlechtere Stimmung breit. Immer mehr Menschen verlieren ihre Arbeit, oder müssen sich mit niedrigem Lohn zufrieden geben. Im Ausland herrscht längst eine enorme Jugendarbeitslosigkeit und während die totale Überwachung mit dem Vorwand der Sicherheit und Terrorismusbekämpfung immer weiter voran schreitet, bestimmt das Kapital und der Markt den Wert eines Menschen – so auch in der Realität. Eine grauenhafte Dystopie, die den Leser trotz 56 Seiten lange verfolgt.</p>
<p><strong>Totale Überwachung</strong><br />
Die Autorin Thekla Löhr, kurz TeMel, hat ganz eigene Ansichten von einem positiven gesellschaftlichen Zusammenleben. Als ehemaliges Mitglied der Piratenpartei, sieht sie mit ihren 26 Jahren, bereits heute ein großes Risiko in der totalen Überwachung und der Wertlosigkeit von Arbeitslosen. Immer mehr Menschen sollen durch geheime Überwachungspläne und Drohnen überwacht werden und als politisch motivierte Autorin und Comiczeichnerin liegt es da nahe, ein mögliches Zukunftsszenario einfach einmal weiter zu denken. Während vor einigen Jahren bereits über Diskotheken berichtet wurde, die implantierte Chips als Eintrittskarte verwenden wollen, liegt die Bedrohung eines solchen Chips mit Leistungspunkten umso näher. Die Partei und der Staat überwacht und kontrolliert den Bürger, er weiß einfach alles und legt fest, wie ein Mensch zu leben hat. „Wohlstand“ ist damit eigentlich eine modernere, noch viel krassere Form vom guten alten Klassiker „1984“ von George Orwell. Doch dieser Comic ist keineswegs unrealistisch.</p>
<p><strong>Nur wer leistet, soll auch essen</strong><br />
Der Comic setzt sich somit mit spannenden gesellschaftlichen Themen auseinander und regt zum Nachdenken an. Er zeigt Missstände auf und macht das Entsetzen der Autorin deutlich, die es nur allzu offensichtlich widerlich findet, dass Menschen ohne Arbeit absolut nichts wert sein sollen. Mit deutlichen Anspielungen an die diktatorischen Methoden mancher Arbeitsämter und Texten, die wir auch in der Realität von manchen menschenverachtenden Mitbürgern zu hören bekommen, wird die Situation deutlich überspitzt – aber zugleich auch dem Leser reichlich Angst eingeflößt. Informiert man sich nebenbei über die technischen Möglichkeiten ebenso, wie über die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte, erscheint dieses dystopische Zukunftsszenario beängstigend realitätsnah. „Wohlstand“ bleibt also schnell im Gedächtnis, auch mit nur wenigen 56 Seiten. TeMel gelingt es, ihre Gedanken schnell und direkt auf den Punkt zu bringen und kann ohne große Umschweife ausdrücken, was sie uns mitteilen will – ganz ohne Parteipropaganda, denn während wir ihre Mitgliedschaft nur beiläufig erwähnt haben, fällt das Wort „Piratenpartei“ in ihrem Comic kein einziges Mal. Somit bietet sich hier auch Lesestoff für Fans von „1984“ und anderen erschreckend dystopischen SF-Thrillern, die mit ihrer ehemaligen Partei eher wenig anfangen können. Liebevoll gezeichnete Charaktere, die ihre negativen Emotionen gekonnt zum Ausdruck bringen, runden die Comic-Unterhaltung ab. Geheimtipp!</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Packendes Zukunftsszenario im Stil von „1984“, dessen erdrückende und erschreckend realitätsnahe Story so richtig unter die Haut geht.</p>
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		<title>Star Trek: Into Darkness</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 23:54:32 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz nachdem die USS Enterprise von einer Mission auf dem fremden Planeten Nibiru zurückgekehrt ist, auf dem sie mehrfach gegen die oberste Direktive verstieß, steht ihre Crew längst vor einer völlig neuen Bedrohung: John Harrison, ein ehemaliger Agent der Sektion 31, konnte einen vermeintlich unschuldigen Familienvater dazu bringen, einen Sprengkörper im Daystrom Institut detonieren zu [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz nachdem die USS Enterprise von einer Mission auf dem fremden Planeten Nibiru zurückgekehrt ist, auf dem sie mehrfach gegen die oberste Direktive verstieß, steht ihre Crew längst vor einer völlig neuen Bedrohung: John Harrison, ein ehemaliger Agent der Sektion 31, konnte einen vermeintlich unschuldigen Familienvater dazu bringen, einen Sprengkörper im Daystrom Institut detonieren zu lassen. Doch als wäre das noch nicht genug, tötet Harrison höchstpersönlich einige ranghohe Offiziere der Sternenflotte und setzt sich anschließend kurzerhand auf die klingonische Heimatwelt Qo’nos ab. Trotz eines drohenden Krieges mit den Klingonen und dem Risiko entdeckt zu werden, zögert die Mannschaft der Enterprise nicht lange und macht sich auf die Jagd nach dem mysteriösen Fremden aus den eigenen Reihen, um ihn unter allen Umständen dingfest zu machen und an weiteren Vergehen zu hindern. Dumm nur, dass Captain Kirk schon bald vor einer Entdeckung steht, die alles grundlegend in Frage stellt…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Nachdem der neueste, zwölfte Teil der „Star Trek“-Reihe erneut mit seiner Story in der alternativen Zeitlinie von J.J. Abrams sehr erfolgreich vor einem Monat an den deutschen Kinokassen startete, greifen nicht wenige Fans des Franchises gern auch zu den Buchversionen. Nach zahlreichen Serien rund um Deep Space Nine, Titan und vielen anderen, darf da natürlich auch eine Romanumsetzung des neuesten Kinofilms nicht fehlen. </p>
<p><strong>Film = Buch</strong><br />
Anders, als bei den meisten anderen Romanverfilmungen handelt es sich jedoch dieses Mal keineswegs um eine Vorlage zum Film. Stattdessen wurde „Star Trek: Into Darkness“ genau anders herum erstellt: Erst der Film, dann das darauf basierende Buch. Gerade für Kenner des neuesten Kinofilms kommen dabei schnell einige Probleme auf, denn für Autor Alan Dean Foster ist es da nicht gerade einfach, zusätzliche Inhalte in seiner Geschichte unterzubringen. Inhaltlich erfahren wir also exakt jene Storyline, die wir bereits von der Kinoleinwand kennen. Da gibt es nicht wesentlich mehr Hintergrunddetails und auch keine neuen, unerwarteten Handlungsverläufe. Die Spannung kommt dann trotz überzeugendem Schreibstil nur begrenzt auf, da wir das Ende schließlich bereits kennen, sofern der Film zuvor gesichtet wurde. Das wird letztendlich auch bei den Charakteren und den Dialogen fortgeführt, die ebenfalls nahezu 1:1 aus der Filmvorlage übernommen wurden. Das ist nicht immer vorteilhaft, sollte aber für echte „Star Trek“-Fans nicht zwingend ein Grund sein, auf den Kauf zu verzichten.</p>
<p><strong>Enterprise-Crew ohne Hetze</strong><br />
Interessant wird der Roman derweil aus einer ganz anderen Perspektive: Während der Kinofilm „Star Trek: Into Darkness“ wegen seinen starken und oftmals übertriebenen Effekten manchmal sogar ein deutlich zu hohes Tempo vorweisen kann, können wir uns beim Lesen des Romans durchaus etwas Zeit lassen. Hier haben wir die Möglichkeit, uns gänzlich auf die Szenen, die Action, die Dialoge und die Charaktere zu konzentrieren. Einmal mehr können sich die Fans vorstellen, hier die klassische Enterprise-Crew rund um Kirk, Spock und McCoy zu sehen, wie sie mit ihren sachlich-professionellen, aber gewählten Vorgehensweisen die Handlung dominieren und können selbst nach Sichtung des Films uns eine mehr zu den klassischen Serien passende Handlungsweise vorstellen. Immerhin gelingt es uns dank der distanziert-emotionslosen Schreibweise der Spock-Dialoge ebenso, uns einen Leonard Nimoy in alter Rolle vorzustellen, wie einen klassischen Frauenheld namens Kirk, ganz ohne Turbo-Action-Szenen. Das gefällt und bietet den Hardcore-Fans noch mehr die Möglichkeit, sich mit Abrams neuen Version anzufreunden. Gleichzeitig müssen wir allerdings auch eingestehen, dass Foster gelegentlich etwas zu sehr ins Detail geht und die Umgebungsoptik zu ausführlich darstellt. Hat man da ein genaues Bild aus dem Film im Kopf, erscheint es nahezu überflüssig, die genaue Optik anderer Planeten oder Individuen zu beschreiben, was den Lesefluss vor allem zu Beginn ein wenig stört. Erst einmal richtig in die Geschichte vertieft, kann uns der Roman aber ebenso fesseln, wie der Film. Gelungene Romanumsetzung.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Spannende inhaltsgleiche Romanumsetzung, die mit guten Dialogen und exzellentem Schreibstil jeden Star Trek-Fan zufrieden stellen wird – allerdings mit einigen Problemen hinsichtlich der vorherigen Sichtung des Films verbunden ist.</p>
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		<title>Die keltische Verschwörung</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2013 22:25:10 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Ronald MacClary hat es sich als Richter am amerikanischen Supreme Court schon lange zur Aufgabe gemacht, die dunklen Machenschaften des Vatikan aufzudecken und diesen selbsternannten Staat endlich zur Rechenschaft zu ziehen. Doch wegen der Immunität der dortigen Staatsbevölkerung ist es kaum möglich, auch nur ein Strafverfahren in Erwägung zu ziehen – nicht einmal nach den [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ronald MacClary hat es sich als Richter am amerikanischen Supreme Court schon lange zur Aufgabe gemacht, die dunklen Machenschaften des Vatikan aufzudecken und diesen selbsternannten Staat endlich zur Rechenschaft zu ziehen. Doch wegen der Immunität der dortigen Staatsbevölkerung ist es kaum möglich, auch nur ein Strafverfahren in Erwägung zu ziehen – nicht einmal nach den zahlreichen Missbrauchsskandalen der Vergangenheit. Nun jedoch stößt MacClary auf einen Gegenstand, der ihm wohl alle Türen öffnen könnte: Ein uraltes Pergament aus der Zeit der Druiden, das womöglich belegen könnte, wie die Naturvölker von der Kirche einst ausgerottet wurden. Da zögert er auch nicht lange, gemeinsam mit einigen guten Freunden ins ferne Magdalensberg zu fahren, um bei umfangreichen Ausgrabungen weitere Pergamente zu finden und zu entschlüsseln. Gerade erst dort angekommen, gerät er aber längst ins Visier des vatikanischen Geheimdienstes und muss nun alles daran setzen, möglichst viele wertvolle Schriftstücke zu bergen. Nur ein Gerichtsverfahren um den Anspruch auf ein kulturelles Erbe könnte sie dabei noch rechtlich absichern – doch längst sind MacClary und seine Freunde in einem Wettlauf gegen die Zeit geraten, dessen Ausgang völlig ungewiss ist…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Bereits seit mehreren Jahren steht die katholische Kirche in großer Kritik wegen zahlreicher vertuschter Missbrauchsskandale an Waisenkindern. Die Opfer sehen sich noch immer nicht ausreichend entschädigt, die Kirche versucht möglichst glimpflich aus der Sache heraus zu kommen und eine Vielzahl von Kirchenaustritten waren die Folge. Doch Entdeckungen, welche belegen könnten, dass die christliche Religion vollkommen auf Lügen aufbaut, würden der Kirche wahrhaftig den Boden unter den Füßen wegreißen – eine Vision, die Autor Thore D. Hansen wohl nicht missfallen würde.</p>
<p><strong>Christentum gegen Naturvölker</strong><br />
Hansens überarbeitete Neuauflage von „Die keltische Verschwörung“ befasst sich eben genau mit diesem Thema und zieht in Betracht, dass die keltischen Naturvölker – eigentlich keine Religion, sondern Humanisten mit „Vergötterung“ des Natur als höhere Macht – die eigentlich ursprünglichen Weltbilder prägten und für die Macht der Kirche gänzlich ausgerottet wurden. Einerseits mag der Thriller damit vor allem für geschichtlich interessierte Leser spannend sein, nimmt der Autor den sogenannten Pantheismus schließlich genauer unter die Lupe und kann glaubhaft nachvollziehbar schildern, warum der Glaube an die Natur weitaus realistischer erscheint, als der Machtanspruch eines einzelnen Schöpfer-Gottes, der praktisch keinerlei positive Ereignisse über die Menschheit bringen konnte. Insgesamt ist „Die keltische Verschwörung“ somit natürlich ein Fest für Atheisten, bekommt die Religion und vor allem die Kirche hier so einiges an Fett weg – der Vatikan wird generell in Frage gestellt und eine Ein-Gott-Religion grundsätzlich als falsch in Betracht gezogen.</p>
<p><strong>Der Rücktritt des Papstes</strong><br />
In gewisser Weise ist „Die keltische Verschwörung“ dabei sogar teilweise realistisch – aber nur teilweise. Grundsätzlich merkt man der Story einfach ihre Fiktion an und zwar deutlich mehr, als jüngst in „Silent Control“. Viel zu abgehoben und eindeutig zu hochgesteckt erscheint da das Ziel, gleichzeitig wiederum viel zu schnell und leicht umsetzbar. Insgesamt hätte man die Geschichte sicherlich doppelt in die Länge ziehen können, um ein echtes Gespür für die Langwierigkeit und Dauer eines solchen Verfahrens gegen den Vatikan entwickeln zu können – hier geht schließlich alles viel zu einfach. Die Frage, ob darüber hinaus eine Abschaffung der Immunität für den Vatikan überhaupt realistisch ist, mag zudem fraglich sein. Andererseits wurde die Erstauflage des Romans vor einigen Jahren bereits dafür als „unrealistisch“ kritisiert, dass der darin vorkommende Papst überhaupt den Rücktritt vollzogen hat. Inzwischen wissen wir: Ein solcher Rücktritt ist durchaus realistisch und bereits geschehen – bleibt also interessant, wie realistisch die restliche Handlung ist. Bei einigen Punkten allerdings mag der Realismusgrad wirklich recht gering sein, was sich insbesondere auf den ungewöhnlich modernen Auftritt des Papstes und der atheistisch-kämpferischen Sicht der US-Präsidentin auswirkt. Ob wir wohl jemals überhaupt ein humanistisches amerikanisches Staatsoberhaupt sehen werden, liegt wohl weiterhin in den Sternen und könnte noch so einige Zeit dauern. Negativ fällt in diesem Zusammenhang allerdings auch auf, dass das positive Abschneiden des US-Präsidenten wohl ein wiederholtes Merkmal der Thriller von Thore D. Hansen ist, denn auch in „Silent Control“ wurden Staatsoberhäupter auf selbige Weise dargestellt, während die Geheimdienste auf eigene Faust agierten. In diesem Fall wäre etwas mehr Einfallsreichtum für die Zukunft wünschenswert – trotz allem bleibt „Die keltische Verschwörung“, vor allem wegen der Story, für religionskritische Leser sehr spannend. </p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Mit Pantheismus im Kampf gegen den Vatikan: Spannender Thriller von „Silent Control“-Autor Thore D. Hansen, der zwar nicht in allen Punkten realistisch erscheint, jedoch religionskritischen Lesern viel Spannung und einen hohen Anspruch beschert. Spannend bis zur letzten Minute.</p>
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		<title>Star Trek: Doppelhelix 5</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 13:05:36 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz nach dem Ende des Dominion-Krieges steht die Föderation vor einem besonderen geschichtlichen Ereignis: Sie feiern das Jubiläum der Gründung der Vereinigten Föderation der Planeten. Aus diesem Grund wird Commander William Riker von der Enterprise abgesandt, um den besonderen Feierlichkeiten auf der Erde beizuwohnen. Doch während seines Aufenthaltes auf der USS Excalibur, welche ihn sicher [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz nach dem Ende des Dominion-Krieges steht die Föderation vor einem besonderen geschichtlichen Ereignis: Sie feiern das Jubiläum der Gründung der Vereinigten Föderation der Planeten. Aus diesem Grund wird Commander William Riker von der Enterprise abgesandt, um den besonderen Feierlichkeiten auf der Erde beizuwohnen. Doch während seines Aufenthaltes auf der USS Excalibur, welche ihn sicher in die Heimat zurück bringen soll, wird die Crew von romulanischen Schiffen angegriffen, die offensichtlich ganz eigene, noch unbekannte Pläne verfolgen. Unterdessen arbeitet Captain Calhoun bereits für den Geheimdienst der Förderation und versucht die Mannschaft von General Thul zu unterwandern. Er scheint nämlich einer der Drahtzieher bei den Vorfällen mit dem Doppelhelix-Virus zu sein und plant eine Bedrohung der gesamten Föderation. Dumm nur, dass es womöglich längst zu spät sein könnte…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Die 6-bändige „Doppelhelix“-Reihe nähert sich der Zielgeraden: Nachdem bereits mehrere Planeten und Zivilisationen von einem schrecklichen Virus befallen wurden, versuchen namhaften Mitglieder der Föderation, den Verursacher ausfindig und unschädlich zu machen. Stilistisch unterscheidet sich der fünfte Band „Doppelt oder nichts“ daher grundlegend von den vorherigen Bänden.</p>
<p><strong>Das gebrannte Kind</strong><br />
Zum ersten Mal kombiniert das Buch dabei die Inhalte aus „The Next Generation“ und „The New Frontier: Captain’s Table“. In einer der Hauptrollen begegnen wir daher Mackenzie Calhoun, der bereits in „<a href="http://buch.dvd-magazine.eu/?p=355">Gebranntes Kind</a>“ die entscheidende Figur darstellte und über den Kenner viele kindliche Hintergrundinformationen erhalten haben. Es erscheint daher überaus vorteilhaft, auch dieses Buch zuvor gelesen zu haben, um die Handlungsweisen unserer Hauptfigur vollends nachvollziehen zu können. Immerhin erklärt sich damit auch der Grund für Calhouns Groll gegen gewisse andere Völker. Einen grundlegenden Unterschied finden wir aber doch: „Doppelt oder nichts“ ist keineswegs so ruhig und erzählerisch, wie „Gebranntes Kind“ und hat wesentlich mehr Action zu bieten. Dennoch mag auch Autor Peter David gelegentlich vor allem bei den Actionmomenten dazu neigen, etwas zu sehr auszuschweifen – und dem Roman damit einige Längen zu verpassen.</p>
<p><strong>Verbrecherjagd</strong><br />
Doch auch in einem anderen Punkt unterscheidet sich „Doppelt oder nichts“ grundlegend von den restlichen vier „Doppelhelix“-Bänden: Denn um medizinische Inhalte, sowie den Virus geht es hier nur nebensächlich. Tatsächlich kommt es während der Geschichte zum ersten Mal zu keiner einzigen ernsthaften Infektion, sodass wir überwiegend fast nur auf Raumschiffen unterwegs sind. Spannende Gefechte gegen Romulaner werden geschildert, ebenso wie gewaltsame Befreiungsaktionen, sowie das Zusammentreffen mit einer Dyson-Sphäre. „Doppelt oder nichts“ richtet sich daher speziell an jene Star Trek-Fans, die eine Vorliebe für aufregende Weltraumkämpfe haben und obendrein ein paar alte Gesichter wieder lesen wollen, darunter unter anderem William Riker und Jean-Luc Picard.</p>
<p><strong>Crew der Kuriositäten</strong><br />
Für Auflockerung und einige witzige Momente sorgt unterdessen die überaus interessante und ausgefallene Crew der Excalibur. Entgegen den üblichen Regeln der Disziplin herrschen Gerüchte und ungewöhnliche zwischenmenschliche Beziehungen vor, sodass speziell das Zusammentreffen zwischen Riker und dieser Crew einige Besonderheiten zu bieten hat. Die vermeintliche Schwangerschaft eines beidgeschlechtlichen Zwitters in einer Dreiecksbeziehung dient dabei als Running Gag und ziemlich witziger Aufhänger der Geschichte. Spaß und tolle Charaktere bleiben daher nicht aus, obwohl „Doppelt oder nichts“ erzählerisch betrachtet nicht gerade ein Meisterwerk ist. Peter David distanziert sich einfach zu häufig vom Kern der Geschichte und lässt sich zu leicht von Nebensächlichkeiten ablenken, statt uns mit der Hauptstory zu fesseln. Damit liegt Band 5 qualitativ hinter den anderen vier Büchern.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Medizin ade: Der fünfte Band der „Doppelhelix“-Reihe macht sich auf direkten Weg zur Zielgerade und konzentriert sich auf schräge Charaktere, actionreiche Weltraumkämpfe und eine spannende Täterjagd. Leider trüben zu viele Ausschweifungen den Genuss ein wenig.</p>
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		<item>
		<title>Bye Bye, Crazy Chick!</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 16:04:59 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich ist Perry ein ganz normaler Jugendlicher, der statt seinem College-Stipendium eher seine Rockmusik im Kopf hat. Für das andere Geschlecht hatte er bisher nur relativ wenig übrig und als typischer Frauenschwarm gilt er auch nicht gerade. Das sollte sich ändern, als eine Austauschschülerin aus Litauen vor einigen Monaten bei ihnen einzog und seine Fantasien [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist Perry ein ganz normaler Jugendlicher, der statt seinem College-Stipendium eher seine Rockmusik im Kopf hat. Für das andere Geschlecht hatte er bisher nur relativ wenig übrig und als typischer Frauenschwarm gilt er auch nicht gerade. Das sollte sich ändern, als eine Austauschschülerin aus Litauen vor einigen Monaten bei ihnen einzog und seine Fantasien in pubertären Gelüsten endeten. Leider entsprach das Mädchen so gar nicht seinen Vorstellungen und kam eher mit einem hässlichen Mauerblümchen-Look daher, weshalb er sich auch in der Schule eher von ihr fern hielt, um keine bösen Kommentare zu ernten. Dumm nur, dass nun, kurz vor ihrer Abreise in die Heimat, der Abschlussball bevorsteht – und ausgerechnet er soll sie begleiten. Da ahnt er jedoch noch nicht, dass Ball ganz schnell wieder vorbei sein wird und sich die hässliche Gobi plötzlich als sexy Auftragskillerin entpuppt, die mit ihm im Schlepptau durch New York zieht, um zahlreiche Menschen brutal zu ermorden…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Ein unscheinbares kleines Büchlein mit gerade einmal 220 Seiten erzeugt meist keine so große Aufmerksamkeit. Die Geschichte ist kurz, die Wortwahl sicherlich nicht unbedingt einem literarischen Meisterwerk entsprechend – und doch hat dieser kleine, aber feine Thriller es ganz schön in sich. Gradlinig, konsequent und überaus turbulent macht es sich Joe Schreiber zur Aufgabe, einen Speed-Thriller ohne Verschnaufpause zu Papier zu bringen.</p>
<p><strong>Die Suche nach dem Kollateralschaden</strong><br />
Warum dieses Buch so unglaublich gut funktioniert und fesselt? Weil es sehr stark an so manchen Hollywood-Actionthriller erinnert, der uns bis zum Schluss vor den Bildschirm fesseln kann. Wir begleite hier einen jugendlichen Schüler mit dem Auto seines Vaters, der von einer skrupellosen Auftragskillerin gezwungen wird, sie durch New York zu kutschieren, wo sie genauestens geplant und geschickt ihre Opfer aussucht und kaltblütig ermordet – stets mit den richtigen Optionen, den Fahrer entsprechend zu erpressen, damit er ja nicht wegläuft. Insgesamt erinnert der Thriller dabei vor allem an Filme, wie „Collateral“, in dem Tom Cruise ebenfalls als Auftragskiller einen Taxifahrer dazu bewegt, ihn durch die Gegend zu fahren. Nur eben, dass die Protagonisten weitaus jünger sind und dabei vor allem bei jungen Erwachsenen den richtigen Nerv treffen können. Da verspürt man doch einmal mehr die jugendliche Abenteuerlust, einfach mal etwas Verbotenes zu tun und man kann dem tristen Arbeitsalltag leicht entkommen.</p>
<p><strong>Die verbotene Liebe</strong><br />
Stilistisch ist „Bye Bye, Crazy Chick“ sehr schnell geschrieben, hat Autor Joe Schreiber wohl auch nicht gerade viele Seiten zur Verfügung. Eine rasante Flucht, mindestens fünf Morde und eine heikle Familiensituation muss er in diesen wenigen Seiten unterbringen und wir können uns leicht vorstellen, dass dieser Thriller sich niemand auch nur annähernd in die Länge ziehen könnte. Das ist gut so, denn wer flotte Thriller mag, liegt bei diesem kleinen Taschenbuch mehr als nur richtig. Dabei kommen uns die beiden Hauptfiguren besonders nahe, denn trotz gut beschriebener Gewaltexzesse, Entführungsszenarien und Vertrauensbrüchen kommt es zwischen den Protagonisten zu einer unglaublichen Nähe, welche fast schon Gefühle der Liebe beim Opfer aufkommen könnten. Das Buch macht die Sklavenhaltung des Opfers zu einer emotionalen Bindung und erschreckt den Zuschauer: Denn die Emotionen sind angesichts der so unschuldig wirkenden Täterin überaus nachvollziehbar – dieses Buch wird uns also nicht mehr so schnell los lassen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Kurzer, aber extrem fesselnder Thriller, der uns mit seinem Tempo und der Nähe zu den Figuren schnell in seinen Bann ziehen kann. Perfekt für Fans von „Collateral“ &#038; Co.</p>
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		<title>Star Trek: Doppelhelix 4</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 14:38:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die entmilitarisierte Zone in der Nähe des cardassianischen Raumes galt schon immer als ein schwieriges Gebiet – von den einen nicht gewollt, von den anderen zurückgelassen, ist das Sonnensystem Helena ganz auf sich allein gestellt. Mit einer besonderen gesellschaftlichen Struktur setzen die Bewohner alles daran, möglichst viele verschiedene außerirdische Rassen zu vermischen, selbst wenn dafür [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die entmilitarisierte Zone in der Nähe des cardassianischen Raumes galt schon immer als ein schwieriges Gebiet – von den einen nicht gewollt, von den anderen zurückgelassen, ist das Sonnensystem Helena ganz auf sich allein gestellt. Mit einer besonderen gesellschaftlichen Struktur setzen die Bewohner alles daran, möglichst viele verschiedene außerirdische Rassen zu vermischen, selbst wenn dafür gentechnische Veränderungen notwendig sind. Je einzigartiger die daraus entstehende Spezies sein mag, desto höher ist auch dessen gesellschaftlicher Status. Geht es jedoch darum, biologische Kampfstoffe zu testen, die bei möglichst vielen Spezies auf Erfolg stößt, so ist der Planet Helena zugleich auch das beste Testgebiet. So dauert es nicht lange, bis die Bevölkerung von einer schweren Seuche befallen wird, die zuvor auch schon den Alpha-Quadranten heimgesucht hat. Die Föderation hält sich entsprechend des Vertrages der entmilitarisierten Zone aus der Situation heraus und die Cardassianer würden den Planeten lieber zerstören, als zu riskieren, dass die Seuche den Boden verlassen kann. Dumm nur, dass die Maquis fortan die einzigen sind, die den Planeten noch retten können. Doch die Crew um Chakotay, B’Ellana Torres und Thomas Riker, dem Duplikat von William Riker, hat zahlreiche Feinde…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Eingefleischte „Star Trek“-Fans lieben es, wenn die Geschichte eines dazugehörigen Buches einmal ungewöhnliches Terrain betritt, jenseits der klassischen Fernsehserien. Doch viel zu selten kommt es vor, dass man die Crew um Captain Picard gänzlich verlässt und sich auf Gebiete bezieht, die in der Serie so kaum bis gar nicht vorkamen. Umso interessanter mag die daraus resultierende Story sein.</p>
<p><strong>The Other Generation</strong><br />
Obwohl auch der vierte Band von „Doppelhelix“ unter dem Titel „The next Generation“ vermarktet wird, mag das Buch relativ wenig mit der gleichnamigen Serie gemeinsam haben. So stoßen wir innerhalb der Geschichte auf absolut kein einziges Besatzungsmitglied der Enterprise und dürfen uns lediglich mit einem Duplikat von William T. Riker anfreunden, der gemäß der Folge „Riker : 2 =?“ bei einem Transporterunfall erzeugt wurde. Dieser schloss sich anschließend – im Gegensatz zu William Riker – den Maquis an und trifft somit auf die spätere Crew der Voyager. Neben Chakotay, dürfen wir uns also auch über die Halb-Klingonin Torres und den Vulkanier Tuvok freuen, die seinerzeit alle an der Seite von Captain Chakotay auf einem Maquis-Schiff gedient haben. Man vermischt also die Charaktere von „Die nächste Generation“ und „Star Trek Voyager“ geschickt, um eine Story zwischen den beiden Serien zu schaffen und sich gänzlich auf die Maquis zu konzentrieren. Die wiederum sind selbst für Bücher eine äußerst seltene Vorlage.</p>
<p><strong>Ich bin kein Arzt…</strong><br />
Im Gegensatz zu den drei vorangegangenen Bänden kommt der medizinische Teil allerdings erstaunlich kurz. Man befasst sich kaum noch mit der Herstellung eines Heilmittels und lässt die Forschung an dem Virus auch vollkommen außen vor. Für die Bekämpfung der Seuche scheint es ein alleiniges, recht einfaches Mittel zu geben: Den Ursprung ausfindig machen und den Planeten evakuieren. Das mag etwas zu einfach sein und bietet auch nicht mehr die spannenden medizinischen Geschichten, doch bringt es aus gesellschaftlicher Sicht viel Diskussionspotential mit und bietet aus Perspektive der Maquis, die zwischen allen Fronten stehen, auch genügend Dramatik. Besonders der Aspekt einer Schaffung von maximaler Vielfalt in der Bevölkerung, der gänzlich neue gesellschaftliche Probleme mit sich bringt, erscheint besonders interessant, gerade deshalb, weil dieser Gedanke für viele Menschen wohl gänzlich neu und abwegig zu sein scheint. So regt „Doppelhelix 4“ ganz im Stil von „Star Trek“ häufig zum Nachdenken an und stellt gesellschaftliche Richtlinien stets gründlich in Frage. Fans der Serie werden begeistert sein, obwohl der Band durchaus noch mehr Potential für höhere Spannung und mehr Action gehabt hätte. Alles in allem erscheint die Geschichte also etwas knapp und das Ende unbefriedigend, doch die tiefgründige Handlung kann dennoch überzeugen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Spannende Story über die Maquis und die Vorgeschichte der Voyager-Crew – perfekter Stoff für jeden „Star Trek“-Fan, jedoch mit unbefriedigendem Ende und zu geringem medizinischen Part.</p>
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		<title>Wir nennen es Politik</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 01:29:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit der Bundestagswahl im Jahre 2009 wurde die aufstrebende Piratenpartei in Deutschland immer berühmter, konnte sich in den darauffolgenden Jahren sogar in einigen Parlamenten etablieren. Doch während sich die Partei auf Grund von internen Auseinandersetzungen offensichtlich in einer Selbstfindungskrise befindet und ihren Vorstand am liebsten schnellstmöglich absägen will, gab und gibt es doch nach wir [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Bundestagswahl im Jahre 2009 wurde die aufstrebende Piratenpartei in Deutschland immer berühmter, konnte sich in den darauffolgenden Jahren sogar in einigen Parlamenten etablieren. Doch während sich die Partei auf Grund von internen Auseinandersetzungen offensichtlich in einer Selbstfindungskrise befindet und ihren Vorstand am liebsten schnellstmöglich absägen will, gab und gibt es doch nach wir vor eine Hoffnung: Die zur „Ikone“ hochstilisierte Marina Weisband, die auf Grund ihrer gesundheitlichen Probleme und Studienziele ihr Amt als politische Geschäftsführerin vor einiger Zeit zurück gab. Obwohl sie keinerlei Amt mehr innehält und sich selbst nur noch als Teil der Parteibasis sieht, so wird sie doch auch heute noch hochgeschätzt und schafft es noch immer, die Medien zu begeistern. Weisband spricht nun über sich selbst, über ihre Erfahrungen und ihren Vorstellungen von einer besseren Politik.</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Marina selbst kann es, wie sie schreibt, kaum verstehen, wie überhaupt ein so großer Hype um sie entstanden ist. Als ehemaliges Mobbings-Opfer, das aus der Tschernobyl-Umgebung in unser Land einreiste und heute bekennende Jüdin ist, fühlte sie sich stets unterlegen und fachlich eigentlich inkompetent – konnte aber gerade mit dieser Authentizität große Sympathien wecken – überall.</p>
<p><strong>Für Piraten nichts Neues</strong><br />
Weisband kommt schließlich noch immer bei den Piraten an. Mit ihrer natürlichen Art, ihrem erfolgreichen Prozess des „einfach Ich-Seins“ und ihrer eleganten Ausdrucksweise punktet sie noch heute bei zahlreichen Parteimitgliedern. In ihrem Buch „Wir nennen es Politik“, schildert sie nun erstmals ihre eigene Sicht der Dinge, wurde aber allein schon für die Veröffentlichung von vielen Piraten kritisiert. Doch schnell wird klar, warum sie allseits so beliebt ist: Sie verkörpert das Weltbild eines Piraten überaus perfekt – und passt damit wohl in das Bild eines typischen Piratenpartei-Mitglieds. Das Problem dabei: Sie spricht im Grunde nur das aus, was viele Piraten ohnehin bereits denken und geht dabei auf politische Prozesse ein, die für Piraten selbstverständlich sind. Das mag für Außenstehende, die gänzlich uninformiert sind, durchaus interessant erscheinen, doch ein Pirat wird dabei wohl wenig Neues erfahren, ist er doch über die liquide Demokratie bestens informiert. Das nächste Problem: Man erfährt überwiegend jene Dinge, die in den meisten Zeitungsartikeln sowieso schon nachlesbar sind. Wer sich für flüssige Demokratie interessiert, der weiß bereits wie das System des LiquidFeedback funktioniert – und wer sich für Marina Weisband als Person interessiert, der kennt ebenso ihren Leidensweg und viele andere Details. Da fehlt dann auf den ersten Blick zunächst also der wahre Informationsgehalt.</p>
<p><strong>Der Sexismus der Medien</strong><br />
So kommt es also, dass „Wir nennen es Politik“ für die eigentliche Zielgruppe, nämlich denen, die sich für Piraten und Marina Weisband interessieren, in mehr als der Hälfte des Buches absolut nichts Relevantes zu finden ist. Erst dann, wenn sie ihre eigenen persönlichen Erfahrungen mit der Welt, den Medien und der Politik schildert, wird es interessant – und man könnte meinen, Frau Weisband würde nun endgültig mit der Sexismus-Debatte und den Politiker-Vorurteilen abrechnen wollen. Wirft sie den Medien also vor, dass sie selbst durch ihre Darstellung der Frau die Geschlechtervorurteile und den Sexismus erst künstlich erzeugen, so kann schnell eine ganz neue Perspektive entstehen, welche die Post-Gender-Argumentation schnell in ein neues Licht rücken lässt. Doch auch die typische Verachtung der Bürger gegen Politiker, welche letzteren die Arbeit deutlich erschwert und unmöglich macht, regt zum Nachdenken an – stellt aber insgesamt ein wohl zu einfaches Weltbild da.</p>
<p><strong>Kindliche Naivität</strong><br />
Fast schon naiv erscheint es, wenn sich ihr Weltbild darauf beschränkt, dass auch Politiker anscheinend Gefühle haben und aus Angst vor Verachtung gewisse Tatsachen vertuschen. Das wird sicher bei einigen, speziell bei der entsprechenden Gruppe große Sympathien wecken, spricht aber nur einen Teilaspekt der Geschichte an. Die Korruption, Lobbyisten-Einfluss und viele andere wichtige Aspekte, die zu Verschleierung von (möglicherweise absichtlich verursachten) Fehlern führen, wird nahezu verdrängt – und damit erweckt Marina Weisband ein kindlich naives Weltbild, das irgendwie fast zu optimistisch wirkt, aber womöglich viel über ihre Herkunft verrät. Natürlich gibt sie, für Piraten typisch, ihre Naivität auch zu und das kann begeistern. Eine Politikerin, die selbst zugibt, eigentlich zu wenig Erfahrung zu haben, um die Welt einschätzen zu können, wirkt authentisch und überaus bürgernah. Dumm nur, dass Weisband versucht, die Welt und die Politik zu erklären, während sie im selben Atemzug schildert, dazu eigentlich nicht fähig zu sein. Damit relativiert sie ihre eigenen Aussagen und lässt sie beinahe zur Wertlosigkeit verkommen. Schade, denn die Gedankengänge haben zumindest in der zweiten Buchhälfte mit den Vorstellungen einer direkteren hybriden Demokratie, durchaus großes Potential, die Gesellschaft revolutionieren zu können.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Eine Piratin erteilt uns sinnvolle und nachhaltige Vorschläge für die Einführung einer besseren, direkteren und hybriden Demokratie, fährt sich aber mit ihrer naiven, selbstdestruktiven Art ein wenig gegen die Wand. Doch die Sympathien bleiben erhalten.</p>
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		<title>Die achte Offenbarung</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 01:40:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Paulus Brenner hat seine Großmutter gar nicht wirklich gekannt und weiß bis heute nicht viel über sie. Lediglich, dass sie im zweiten Weltkrieg in einem Arbeitslager ums Leben kam und verfolgte Juden bei ihrer Flucht half, wurde ihm überliefert. Dennoch war er stets scharf darauf, mehr über die Frau zu erfahren, die er stets so [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Paulus Brenner hat seine Großmutter gar nicht wirklich gekannt und weiß bis heute nicht viel über sie. Lediglich, dass sie im zweiten Weltkrieg in einem Arbeitslager ums Leben kam und verfolgte Juden bei ihrer Flucht half, wurde ihm überliefert. Dennoch war er stets scharf darauf, mehr über die Frau zu erfahren, die er stets so verehrt und bewundert hat. Da kommt ihm natürlich ein Amerikaner gerade recht, der behauptet, ein uraltes Manuskript aus dem Mittelalter zu besitzen, das einst seiner Oma gehörte. Dieses handelt von einem mysteriösen Mönch und wurde mit aufwändigen kryptischen Zeichen verschlüsselt, was jedoch für den Historiker kein allzu großes Problem darstellt. Schnell entpuppt sich das Schriftstück als die Niederschrift einer Prophezeiung, die tatsächlich stattgefundene Ereignisse vorhergesagt hat – doch die Echtheit wirft zunächst Fragen auf. Dumm nur, dass die „achte Offenbarung“ auch zukünftige Ereignisse schildert, die ebenfalls eintreten werden. Steht die Menschheit also vor einer unausweichlichen Katastrophe und wird Paulus das Schicksal des Planeten noch ändern können?</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Fans spannender Thriller dürften ihn bestens kennen: Karl Olsberg, der mit seinen herausragenden Büchern immer wieder begeisterte und vor allem durch „Das System“ bekannt wurde. Nach zahlreichen aufregenden Titeln rund um Psychologie, Überwachungsszenarien und Bombenanschlägen begibt er sich nun auf ein gänzlich anderes Terrain – und zeigt ein interessantes Gespür für religiöse Themen.</p>
<p><strong>Auf agnostischen Wegen</strong><br />
Tatsächlich sehr ungewöhnlich mag es für Olsberg sein, sich mit historischen Schriften, Religion, Mythen und Kryptologie auseinander zu setzen. Meist kannte man ihn doch eher mit moderneren Themen, die in unserer jetzigen Zeit überaus realistisch erscheinen und durch die allzu reale Bedrohung eine überaus hohe Spannung aufbauen konnten. Mit „Die achte Offenbarung“ stellt er die Existenz eines übermächtigen Wesens, von Prophezeiungen und eventuellen Zeitreisen völlig offen in den Raum und bringt glaubwürdige Argumente, warum unerklärliche Phänomene womöglich doch die Anwesenheit eines höheren Wesens zulassen könnten. Trotz eindeutig atheistischer Sichtweisen bleibt die Figur Paulus Brenner über lange Strecken unentschlossen und damit inkonsequent, kann er doch, obwohl er die Religion als Unfug abtut, diese zugleich nicht recht ausschließen. Gleichzeitig wird seine Figur aber genau deshalb interessant, denn die wahren Hintergründe bleiben so völlig offen und selbst ein überzeugter Atheist könnte manches Mal dazu bewegt werden, über sein Weltbild nachzudenken – leider erscheint die Hauptfigur dadurch aber auch nicht immer sehr charakterstark, lässt er sich doch leicht beeinflussen. </p>
<p><strong>Einer Verschwörung auf der Spur</strong><br />
Trotz diesen neuen inhaltlichen Wegen bleibt Olsberg aber seinem eigentliche Stil treu: Spannung durch flotten Erzählfluss und hohem Tempo. „Die achte Offenbarung“ lässt dem Leser nur selten eine Verschnaufpause und reiht Verfolgungsjagden, packende Aufdeckungsmanöver und interessante Rätseleinheiten aneinander. In der ersten Hälfte des Buches könnten wir den Thriller beinahe regelrecht verschlingen, da die Entschlüsselung des mittelalterlichen Manuskripts so spannend erscheint, dass wir unbedingt herausfinden wollen, welchen Inhalt dieses noch so in sich birgt – ganz so, wie es auch der Hauptfigur ergeht, weshalb wir seine Sicht der Dinge perfekt nachvollziehen und uns sehr gut in ihn hineinversetzen können. Nebenbei scheint allerdings auch die reale Bedrohung durch eine Organisation, die unbedingt an das Buch gelangen will, immer deutlicher zu werden und aufregende Hetzjagden durch ganz Deutschland fesseln den Leser so sehr, wie es kaum ein anderer Verschwörungsthriller schafft. Am Ende bleibt eine Wendung, mit der niemand je rechnen würde – und damit gelingt Olsberg ein Meisterwerk, das von der ersten bis zur letzten Seite durchgehend hochspannend und erstklassig geschrieben bleibt. So kann sich der Autor aus Hamburg einmal mehr übertreffen, zumal es unübersehbar ist, dass auch sein eigener Charakter stellenweise Einzug in die Figuren des Buches gefunden hat.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Eine hochspannende Verschwörung mit temporeichen Hetzjagden, einem schnellen Erzählfluss und einer Geschichte, dessen Fortschritt niemand abwarten kann. Klare Empfehlung!</p>
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		<title>Silent Control</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Mar 2013 01:18:48 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Torben Arnström hat eigentlich fast alles, was man zum Leben braucht: Er hat seine große Leidenschaft, die Informatik, zu seinem Beruf gemacht, ist mit der wohl besten und mutigsten Frau des Landes befreundet und verdient sein Geld in einem erfolgreichen IT-Sicherheitsunternehmen. Doch um ihn herum, scheint die gesamte Welt im Umschwung. Immer wieder versuchen Regierungen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Torben Arnström hat eigentlich fast alles, was man zum Leben braucht: Er hat seine große Leidenschaft, die Informatik, zu seinem Beruf gemacht, ist mit der wohl besten und mutigsten Frau des Landes befreundet und verdient sein Geld in einem erfolgreichen IT-Sicherheitsunternehmen. Doch um ihn herum, scheint die gesamte Welt im Umschwung. Immer wieder versuchen Regierungen neue Überwachungs- und Kontrollgesetze auf den Weg zu bringen, während Occupy- und Anonymous-Aktivisten die Straßen blockieren, um gegen die immer weiter voranschreitende totale Kontrolle zu protestieren. Nun steht auch er vor einem großen Gewissenskonflikt, als sein Unternehmen plötzlich eben jene Aktivisten bekämpfen soll, mit denen er eigentlich so sehr sympathisiert. Während seine beste Freundin spontan kündigt und endgültig die Schnauze voll hat, versucht Torben im Verborgenen seine Pläne durchzuführen. Unter Anleitung eines ehemaligen CIA-Agenten dringt er in die Datenbanken des US-Geheimdienstes ein, um ein Programm in Umlauf zu bringen, das jegliche staatliche Spionage aufdecken soll und so den Überwachungsplänen in die Quere kommt. Das hat allerdings weit größere Folgen, als zunächst angenommen, denn während er erst ins Visier des schwedischen Geheimdienstes gerät, wird er plötzlich auch noch von der CIA entführt. Dumm nur, dass er noch gar nicht ahnt, welche globalen Kontrollsysteme bereits kurz vor ihrem Start stehen… &#8211; wird er Operation „Silent Control“ jetzt noch stoppen können?</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Die einen nehmen es kaum ernst, denn „sie haben ja nichts zu verbergen“, für die anderen ist es eine der wohl größten Bedrohungen der menschlichen Freiheit: Die Kontroll-, Überwachungs- und Zensursysteme, welche auf fast der gesamten Welt immer weiter voran schreiten. Erst geriet die Vorratsdatenspeicherung in den Fokus der Kritiker, anschließend folgen Three-Strikes, biometrische Passfotos, immer mehr Chips und Videoüberwachung, INDECT, ACTA und viele weitere Möglichkeiten zur Überwachung der Bürger. Aktivisten wie Anonymous und WikiLeaks machten sich die Transparenz und Aufdeckung zu ihrem Ziel und selbst ganze Parteien wurden zum Zwecke der Überwachungsbekämpfung gegründet. Doch „Silent Control“ will uns darauf aufmerksam machen, welchen Zweck all diese Mittel wohl wirklich haben mögen.</p>
<p><strong>Die Angst wird Realität</strong><br />
Thore D. Hansens „Silent Control“ erinnert dabei auf den ersten Blick vor allem an bekannte Genrevertreter, die teilweise längst zum Kult wurden. In neuerer Hinsicht erinnert uns der Thriller vor allem an Karl Olsbergs „Das System“ und schauen wir einmal einige Jahrzehnte zurück, so erinnern wir uns schnell an „1984“ von George Orwell. Auch er beschrieb bereits die Möglichkeiten zur totalen Überwachung und schaffte einen Staat, in dem die Meinungen und Gedanken praktisch vorgegeben waren. Heute jedoch sind die technischen Möglichkeiten längst weiter fortgeschritten und die mögliche Bedrohung reicht weit über das hinaus, wovor die Leute sich in „1984“ einst noch fürchteten. Gleichzeitig ist der Thriller dank politischer Sachkenntnis und einem gewissen EDV-Verständnis erschreckend realistisch und könnte so tatsächlich eintreffen. Eine furchteinflößende Story, die einerseits Verschwörungstheorie sein könnte, andererseits aber doch beängstigend real erscheint – zumal einige der Überwachungsmaßnahmen in Europa und den USA längst umgesetzt sind und die Bedrohung durch Drohnen auch heute mehr als aktuell ist.</p>
<p><strong>Die Manipulation der Massen</strong><br />
„Silent Control“ stellt das kapitalistische System grundsätzlich in Frage. Die Regierungen scheinen allesamt korrupt und lassen sich von Lobbyisten und Großkonzernen schmieren, die allesamt daran interessiert sind, an der Macht zu bleiben und alte Strukturen aufrecht zu erhalten. Mit klassischen Medien noch ein leichtes Ziel, wird dies mit der freien Meinungsbildung durch das Internet immer schwieriger und freidenkende Bürger wollen sich gegen das System zur Wehr setzen. Nur die totale Überwachung und Kontrolle scheint da noch eine Lösung, die Massen mittels gezielter Manipulation „auf Linie“ zu bringen. Schlägt das Fehl, müssen härtere menschenverachtende Maßnahmen ergriffen werden. Der Bezug zur Realität wird vor allem daran verdeutlicht, dass „Silent Control“ auf Maßnahmen und Techniken aufbaut, die längst umgesetzt wurden. Ein Three-Strikes-Modell wird plötzlich zu einer On-the-Fly-Zensur, soziale Netzwerke liefern ihre Daten direkt an die Geheimdienste, biometrische Pässe und psychische Analysen werden zu einem angsteinflößenden Pre-Crime-Modell und Brain-to-Computer-Interfaces zur gedanklichen Steuerung von Anwendungen, die eigentlich für Behinderte interessant erscheinen, werden zu einer Gedankenmanipulationswaffe ausgebaut. Findet man dann noch die richtigen Zusammenhänge und glaubwürdige Motive – und das gelingt Thore D. Hansen – außerordentlich gut, wird sich so mancher Leser wohl fragen, welche Teile der Geschichte nicht vielleicht doch der Wahrheit entsprechen und längst in Planung sind. Die Sicherheitspolitik der EU-Länder deutet jedenfalls auch heute bereits darauf hin.</p>
<p><strong>Ein genialer Außenseiter</strong><br />
Hansen schafft damit einen beklemmenden Thriller, der so nah an unserem eigenen Leben ist, dass wir schnell feststellen, dass wir längst von vielen der beschriebenen Maßnahmen betroffen sind. Wer einst noch der Meinung war, er habe doch nichts zu verbergen, könnte nach „Silent Control“ ganz schnell anderer Meinung sein. Kein Wunder übrigens, wenn man bedenkt, dass der Thriller so natürlich wie möglich beschrieben wurde. Die Figuren wirken absolut glaubwürdig und nachvollziehbar und könnten praktisch Menschen von nebenan sein. Denn wer kennt sie nicht, die stillen zurückgezogenen Nerds von nebenan, die ihre Freizeit lieber im Internet verbringen, statt mit Freunden zu feiern. Andererseits die rebellischen Andersdenkenden, die unbedingt gegen das System rebellieren wollen. Aber auch der systemkonforme Mitläufer, der täglich brav zu seiner Arbeit fährt und jegliche Systemkritik als paranoide Verschwörungstheorie abtut – und damit wohl etwa einem Durchschnitt der Bevölkerung entspricht. Gleichzeitig die brutalen Polizisten, die mit Gewalt gegen Demonstranten vorgehen, während die Medien der anderen Seite die Schuld in die Schuhe schieben. Alles Szenarien, die keineswegs unbekannt sind. Und gerade Torben Anström, der geniale Nerd von „nebenan“, fesselt uns mit seiner natürlichen gefühlvollen Art so sehr, dass wir uns fast tatsächlich mit ihm anfreunden wollen. Man hätte einen Thriller mit derartiger Thematik wohl kaum besser schreiben können, als es Hansen mit „Silent Control“ tat. In kaum einem Zukunftsthriller steckt womöglich so viel Wahrheit.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Der Zukunftsthriller von Thore D. Hansen nimmt den Überwachungswahn glaubwürdig unter die Lupe und schildert uns ein erschreckendes Szenario der totalen Kontrolle, das so real und beängstigend zugleich ist, dass so mancher seine Sicht der Dinge schnell überdenken könnte. Ein Meisterwerk voller Tempo, Realismus und Spannung.</p>
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