Star Trek - Virtual DVD Magazine – Kinobereich
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    Star Trek

    Star Trek

    Land/Jahr:
    USA 2009
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    J.J. Abrams
    Darsteller:
    John Cho
    Chris Pine
    Zachary Quinto
    Simon Pegg
    Karl Urban
    Eric Bana
    Winona Ryder
    Leonard Nimoy

    FSK:
    unbekannt
    Dauer:
    126 Minuten
    Kinostart:
    7. Mai 2009
    Label:
    Paramount Pictures

    Die Enterprise, diesmal nicht 1000 Lichtjahre von der Erde entfernt um neue Welten zu entdecken, sondern auf dem Planeten Erde auf seine neue Crew wartend. Die allerdings lässt erstmal noch auf sich warten, ist ihre zukünftige Besatzung momentan schließlich noch damit beschäftigt, auf Partys einen drauf zu machen und gegen die Gesetze zu rebellieren. Besonders James T. Kirk hat momentan anderes im Sinn, als ein Schiff zu kommandieren, stattdessen riskiert er lieber sein Leben bei waghalsigen Wettrennen mit der Polizei. Und auch Spock hat es als Sohn eines Vulkaniers und einer menschlischen Frau nicht immer einfach, seine Gefühle unter Kontrolle zu bringen, doch immerhin scheint er etwas ehrgeiziger zu sein, als Kirk und will als erster Vulkanier die Sternenflottenakademie besuchen. Praktischerweise stellt es für Kirk allerdings einen gewissen Reiz dar, möglicherweise schon in 8 Jahren ein eigenes Schiff kommandieren zu können, wenn er sich ebenfalls auf die Akademie begibt, was bald auch der Grund sein wird, dass man ihn überreden kann. Fortan vergehen die Jahre wie im Fluge, Kirk meistert als einziger den Kobayashi Maru-Test durch Mogelei, Spock gilt als vielversprechendster Schüler und auch die restliche zukünftige Crew liefert Leistungen, die gut genug sind, um auf die Enterprise kommandiert zu werden. Bisher allerdings nur als normale Crewmitglieder, was Kirk ganz und gar nicht gefällt, hat er es schließlich auf den Platz des Captains abgesehen und kann sich mit Spock scheinbar auch nicht allzu gut vertragen. Und als wäre das noch nicht genug, wird die Erde schon bald von Romulanern bedroht, die aus der Zukunft angereist sind, um die Vernichtung des Planeten Romulus zu rächen…

    Lange haben Fans darauf gewartet: Der 11. Teil der Star Trek-Reihe kommt in die Kinos. Soviel Vorfreude, wie es gab, soviel Skepsis gab es nach „Nemesis“ allerdings auch bei den Fans: Viele befürchteten, der Film würde zu sehr auf den Mainstream ausgerichtet sein, viel zu viel unrealistische Actionelemente enthalten und die Kernaussage der alten Serie würde vollkommen abhanden kommen. Nun, eines muss man ganz klar sagen: Es handelt sich in der Tat um einen Mainstream-Film, wesentlich mehr noch, als „Nemesis“. Doch nun die positive Nachricht: Die Figuren haben allesamt ihren Charme behalten und der Witzfaktor des Films ist ungefähr bei „Zurück in die Gegenwart“ anzusiedeln. Genaugenommen bekommt man als Zuschauer die Charaktere der Figuren sogar noch besser zu spüren, als in jedem anderen Star Trek-Film. Kirk ist noch immer der rebellische Einzelgänger, der kein Risiko scheut, seinen eigenen Kopf hat und obendrein gerne mal aus der Reihe tanzt. Spock hat auf Grund seiner Abstammung innere Konflikte und kämpft damit, seine Gefühle unter Kontrolle zu halten, zeigt sich aber ansonsten typisch logisch. Die restliche Besatzung überzeugt mit viel Humor, wie Pavel Chekov, der vom Computer wegen seines Dialektes nicht verstanden wird, oder Sulu, der im Steuern des Schiffes noch nicht ganz so geübt ist, oder gar Leonard „Pille“ McCoy, der Angst hat, in ein Shuttle zu steigen. Vor allem aber Uhuru wird letztendlich für einige Überraschungen sorgen und zeigt sich von einer Seite, wie wir sie bisher noch nicht gesehen haben. Lediglich die Optik des neuen Kirk-Darstellers ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, alle anderen dagegen passen optimal in ihre Rolle und werden meist auch sofort wiedererkannt. Ebenso gewöhnungsbedürftig dürfte aber wohl auch der Inszenierungsstil sein, denn das Tempo hat deutlich zugelegt und auch die Action ist im Grunde überwältigend. Wobei hier durchaus noch zu klären wäre, in wie weit diese physikalisch korrekt ist, was bspw. das Erzeugen von schwarzen Löchern innerhalb einer Supernova betrifft. Aber auch die Zerstörung des Planeten Vulcan wirkt darüber hinaus ein wenig sinnfrei, haben wir Spock in den ersten Star Trek-Film schließlich noch auf eben diesem Planeten gesehen – und die Filme spielten von der Zeit her, nach dem neuesten Teil. Ähnliche fragen kommen aber auch bei dem romulanischen Schiff aus der Zukunft auf: Warum hat dieses riesige Schiff keine Tarnvorrichtung und wo sind die damit verbundenen taktischen Einlagen? Das alles sucht man in diesem Film genauso vergebens, wie die Gesellschaftskritik, die wichtiger Bestandteil in den Vorgängern war. Aber da wir gerade bei Optik waren: Es gibt durchaus auch noch einige Szenen, die jeden Star Trek-Fan erst einmal stutzig machen dürften. So beispielsweise der Maschinenraum, der fast schon aussieht, wie eine Fabrikhalle oder aber der Außenposten auf einem Eisplaneten, der in der Tat, Kacheln an den Wänden und Papier auf dem Tisch liegen hat. An dieser Stelle fragt man sich wohl ernsthaft, wer auf die verrückte Idee gekommen ist, Räumen in einem Star Trek-Film, verkachelte Wände zu geben. Ganz zu schweigen von der etwas merkwürdigen Form der „neuen“ alten Enterprise, dessen Warpgondeln u.a. ein wenig verformt aussehen. Abgesehen davon, handelt es sich aber um einen durchaus guten Star Trek-Film, der Fans zufrieden stellen und Neulinge begeistern wird, da er viel interessantes aus der Vergangenheit der Crew zum Vorschein bringt, solange die Ereignisse nicht pingeligst genau hinterfragt werden, sich bei den Charakteren stark am Original orientiert und soviel Situationskomik mitbringt, dass sich der Zuschauer so manches mal vor Lachen wegschmeißen könnte. In puncto Story erinnert er allerdings ein wenig an „Der erste Kontakt“ und auch sonst wurde hier und da einiges bei den Vorgängern abgeguckt.

    Fazit:
    Extrem Mainstream, extrem viel Action, aber tolle Charaktere und eine ganze Menge Humor. Teil 11 kommt zwar an die alten Filme nicht ganz ran, ist aber deutlich besser geworden, als „Nemesis“ und hat allein damit die Erwartungen bereits übertroffen. Für Fans also ein Muss und für Neulinge absolut sehenswert!