Zweiohrküken - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Zweiohrküken

    Zweiohrküken


    Land/Jahr:
    D 2009
    Genre:
    Komödie
    Regie:
    Til Schweiger
    Darsteller:
    Til Schweiger
    Nora Tschirner
    Edita Malovcic
    Ken Duken
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    119 Minuten
    Kaufstart:
    27. August 2010
    Label:
    Warner Bros.



    Zwei Jahre sind inzwischen vergangen, doch Ludo und Anna sind immer noch ein mehr oder weniger glückliches Paar. Längst wohnen die beiden zusammen, kümmern sich stets mit voller Zufriedenheit um die Kinder im Kindergarten und verstehen sich eigentlich recht gut. Wäre da nicht das Problem, dass bei den beiden längst der Alltag eingekehrt ist und die beiden sich regelmäßig über die typischen Geschlechter-Macken streiten könnten. Anna ist regelrecht genervt von Ludos chaotischer Seite und Ludo ist ebenso genervt von den weiblichen Macken, wie der ständigen Suche nach den passenden Klamotten. Dumm nur, dass ausgerechnet jetzt, Ludo eine alte Flamme wiedertrifft, die fortan versucht, sich an ihn ranzumachen. Natürlich hat sie bei Ludo, wegen dessen Liebe zu Anna, kaum Chancen, doch wird diese dennoch dementsprechend eifersüchtig. Als Ludo dann jedoch zurecht seinen Freiraum einfordert und sich gegen Kontrollversuche wehrt, taucht auch noch Annas Ex-Freund wieder auf, der mehr als nur gut bestückt und zudem ganz schön freizügig ist. Da passt ihm der Freiraum natürlich prompt überhaupt nicht mehr…

    Kritik:
    Drei Jahre ist es nun her, dass der Vorgänger “Keinohrhasen” zahlreiche Fans für sich gewinnen konnte. Zu recht, war dieser damals eine der witzigsten deutschen Komödien, die seinerzeit in den Kinos anliefen. Da ist es natürlich kaum verwunderlich, dass man prompt eine Fortsetzung zu dieser erstklassigen Komödie verfilmte und sie – so kreativ man nun einmal ist – “Zweiohrküken” nannte. “Küken” allerdings nicht etwa deswegen, weil bei dem bekannten Filmpaar inzwischen Nachwuchs anstünde, sondern eher als plumpt eingebrachter Witz, damit man einen neuen Titel hatte. Während dieses “Zweiohrküken” also eher nebensächlich ist, geht es bei der Story einmal mehr um die typischen Klischees zwischen Mann und Frau, sowie um die sich anbahnenden Beziehungsprobleme – natürlich mit entsprechendem Humor unterlegt. Da ist es einerseits Ludos Faulheit, die reichlich Chaos mit sich bringt und andererseits die typischen Frauenmacken von Anna. Wenn beim Öffnen des Schrankes plötzlich hunderte Plastikflaschen herausfallen, weil Ludo zu faul war, diese zum Container zu bringen, ist das nämlich ebenso zum Totlachen, wie Ludos Genervtheit, wenn Anna einfach nicht weiß, was sie anziehen soll und so typischerweise nicht in die Pötte kommt. So spielt “Zweiohrküken” also immer wieder mit den witzigen Klischees und wird so zur würdigen “Keinohrhasen”-Fortsetzung. Das perfekte Filmpaar, bestehend aus Til Schweiger und Nora Tschirner, tun dabei natürlich ihr übriges und sorgen für eine hohe Sympathie bei den Darstellern. Dabei macht “Zweiohrküken” eigentlich etwas ganz Entscheidendes anders: Wir bekommen hier viel mehr Romantik und Dramatik geboten. Denn plötzlich stehen hier die Beziehungsprobleme der beiden ganz klar im Vordergrund, besonders dann, wenn plötzlich die alten Flammen wieder auftauchen. Beide werden plötzlich eifersüchtig und befürchten, ihr Partner könnte fremdgehen und die Tatsache, dass die jeweiligen Gegenspieler ihnen selbst womöglich überlegen sind, macht es nicht gerade einfacher. Ludos alte Flamme ist schließlich ziemlich direkt und weiß, wie sie sich an ihren Angebeteten ranmachen könnte und Annas Ex-Freund Ralf kann nicht nur mit einem überdimensional großen Penis punkten, sondern auch noch mit der Tatsache, dass Annas Sex mit ihm in der Vergangenheit wohl um einiges besser gewesen sein mag, als mit ihrem jetzigen Freund Ludo. Wie soll ihre Beziehung also so eine Chance haben? Wir sehen also, langweilig wird es uns bei “Zweiohrküken” in keinem Fall, was sowohl an der interessanten Story liegt, als auch an zwei äußerst sympathischen Hauptdarstellern. Wer zusätzlich zum erstklassigen Filmvergnügen dann auch noch reichlich Unterhaltung beim Bonusmaterial genießen will, sollte sich aber unbedingt die “2-Disc Special Edition” zulegen, die wirklich mit Extras vollgepackt ist, die sich auf der zusätzlichen zweiten DVD/BD befinden.

    Fazit:
    Witzige, romantische und teilweise auch dramatische Fortsetzung des Mega-Erfolgs “Keinohrhasen”.