World War Z - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    World War Z

    World War Z


    Land/Jahr:
    USA 2013
    Genre:
    Action
    Regie:
    Marc Forster
    Darsteller:
    Brad Pitt
    Peter Capaldi
    Moritz Bleibtreu
    Mireille Enos
    James Badge Dale
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    123 Minuten
    Kaufstart:
    7. November 2013
    Label:
    Paramount
    Home Entertainment



    Eigentlich war Gerry nur mit seiner Familie mitten in der Innenstadt von Philadelphia unterwegs, als plötzlich der Ausnahmezustand in Kraft tritt. Hinter ihnen flüchten hunderte von Menschen, das reinste Chaos bricht aus und die Leute scheinen sich gegenseitig aufzufressen. Die Regierung und Nachrichten schieben dies zunächst auf eine globale Tollwut-Pandemie, die überall ausbricht und sich zunehmend verbreitet. Doch schnell ist für Gerry klar: Hier muss es sich ganz offensichtlich um Zombies handeln. Komplett in Angst versetzt, setzt er fortan alles daran, seine Familie zu retten. Der beste Zufluchtsort scheint dabei ein mobiler Flugzeugträger zu sein, der den Familien von Militärangehörigen als sicherer Zufluchtsort dienen soll. Einzige Bedingung: Gerry muss erneut als UN-Soldat in den Dienst treten und an vorderster Front gegen die Zombieinvasion kämpfen und zugleich, den Ursprung der Ereignisse ausfindig machen. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt…

    Kritik:
    Ein neuer Trend ist in Hollywood ausgebrochen: Nach der Erfolgsserie „The Walking Dead“ wollen plötzlich alle ein Stück vom großen Zombiekuchen abbekommen und mit möglichst aufwändigen Effekten einen packenden Actionthriller inszenieren. Dass man allerdings Hollywood-Superstar Brad Pitt einmal im Kampf gegen Zombies sieht, ist schon eine Neuheit.

    Zombies on a plane
    Da ist natürlich sofort klar, dass „World War Z“ nun nicht gerade ein typischer Zombie-B-Film ist. Hier gehen die Zombies nicht langsam und orientierungslos zur Sache, während die Helden den Feind lediglich abschlachten, sondern sind – ganz untypisch für Zombies – einmal richtig schnell. Genau genommen rennen die genauso schnell, wie die flüchtenden Menschen vor ihnen und sorgen für richtig viel Tempo und massenhaft Action auf dem Bildschirm. Da zappelt der Streifen auch nicht lange und kommt ziemlich schnell zur Sache. Ein paar Berichte im Radio, ein paar Gespräche im Auto – und schon geht die Action in den ersten Minuten bereits voll los. Hinten kommt ein riesiger Müllwagen angefahren und rammt die anderen Autos weg, gleich dahinter eine Horde von Zombies, die über Menschen herfällt und Brad Pitt mit seiner Filmfamilie mitten drin. Das ist Hochspannung und Dramatik von der erste Minute an und wird bis zum Ende größtenteils auch durchgehalten. Einer effektvollen und spektakulären Zombieattacke im Flugzeug inklusive.

    Niemand möchte eine Mauer errichten
    Bei einer solchen Inszenierung kann man allerdings nicht gerade erwarten, dass die Story viel zu bieten hat. Inhaltlich bleibt der Film recht dünn und endet schnell in stumpfen Dauergeballer gegen Zombiehorden. Da darf man getrost das Popcorn rausholen, das Hirn abschalten und den Film richtig genießen. Denn optisch hat „World War Z“ einiges zu bieten – von tausenden Zombiemassen, über Luftangriffe aus dem Hubschrauber, bis hin zu riesigen Explosionen am Boden. So gesehen ist der Film vor allem etwas für das Auge und die große Mainstream-Masse. Ein bisschen Verzweiflung hier, ein bisschen Emotionen und Dramatik um die Familie da und schon funktioniert der simple Actionstreifen ganz hervorragend. Leider sind die visuellen Effekte nicht immer perfekt, denn vor allem Angriffe von großen Zombiemassen – etwa dann, wenn sie eine Mauer hinauf klettern – wirken zu künstlich und lassen die häufig verwendeten CGI-Effekte leicht erkennen. Da wäre gerade für Hollywood noch Verbesserungsbedarf angesagt.

    Eine Frage des Doctors
    Im letzten Drittel hat „World War Z“ allerdings auch noch gänzlich andere Qualitäten zu bieten, denn beim Part auf englischem Boden zeigen die Filmemacher, dass sie auch einmal ein bisschen langsamer können. Für Fans von „Doctor Who“ ist das außerdem ein besonderer Anreiz, denn der nächste Doctor spielt hier tatsächlich einen WHO-Wissenschaftler, der ausgerechnet in Cardiff nach einem Impfstoff gegen die Zombieinvasion sucht. Da gibt es nicht nur erstmals ein wenig inhaltlichen Tiefgang, sondern auch gänzlich andere Inszenierungsarten. Aus temporeicher Daueraction wird dann plötzlich eine geschickte Schleicheinlage, die mit langsamem und geräuschlosem Vorgehen noch richtige Spannungshöhepunkte erreichen kann. Insofern hat „World War Z“ doch eine gewisse Abwechslung zu bieten und schafft es, bis zum Ende zu fesseln und zu begeistern. Diesen Film sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man großartige Effekte liebt.

    Fazit:
    Brad Pitt auf Zombiejagd: „World War Z“ liefert temporeiche Daueraction für den Mainstream und unterhält mit hoher Spannung, aufregenden Effekten und einem abwechslungsreichen Ende.