Wish upon - Kritik – Virtual DVD Magazine


Wish upon


Wish upon

Land/Jahr:
USA 2017
Genre:
Horror
Regie:
John R. Leonetti
Darsteller:
Joey King
Ryan Phillippe
Ki Hong Lee
Mitchell Slaggert
Shannon Purser
Sydney Park
Alice Lee
Kevin Hanchard
Sherilyn Fenn
FSK:
ab 16 Jahren
Dauer:
91 Minuten
Kaufstart:
27. November 2017
Label:
Splendid Film



Die junge Claire gehörte bisher nicht gerade zu den beliebtesten Schülern ihrer Highschool und die Tatsache, dass ihr Vater den Vormittag damit verbringt, die Müllcontainer nach vermeintlich wertvollen Gegenständen zu durchsuchen, sorgt hier nicht gerade für Besserung. Als dieser jedoch eines Tages eine mysteriöse chinesische Spieluhr mit nach Hause bringt, könnte sich ihr Leben grundlegend ändern. Denn wie es scheint, kann sie sich damit bis zu sieben Wünsche erfüllen. Kaum für möglich gehalten, dass die Erfüllung der Wünsche tatsächlich funktioniert, kann sich Claire zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich besonders fühlen. Dumm nur, dass sie die Warnhinweise in altchinesischer Schrift nicht lesen kann: Denn jeder erfüllte Wunsch muss mit dem Tod eines nahestehenden Menschen bezahlt werden…

Kritik:
Das Leben ist kein Wunschkonzert. Doch was, wenn man sich die größten Wünsche plötzlich doch einmal erfüllen kann. Für Claire wird diese Möglichkeit im Horrorfilm „Wish upon“ zur Wirklichkeit.

Horror für Teenies
Bis es soweit ist, macht der Streifen aber eines bereits recht deutlich klar: „Wish upon“ möchte gar kein knallharter Horrorfilm sein, der sich nur an die härtesten Zuschauer richtet und dabei nur knapp einer Indizierung entgeht. Stattdessen kann man den Film wohl eher zu den weicheren Vertretern seines Genres zählen und ihn ziemlich eindeutig dem typischen Teenie-Horror zuordnen. Das liegt allerdings nicht nur an den vergleichsweise soften, aber trotzdem noch funktionierenden Effekten, sondern vor allem an seiner Rahmenhandlung, den Charakteren und dem Setting. Typisch für Filme dieser Art ist es schließlich, Jugendliche auf einer Highschool zu zeigen, die von übernatürlichen Phänomenen fasziniert sind und sich am liebsten gegenseitig das Leben zur Hölle machen, wenn sie nicht gerade ihre unheimlichen Fähigkeiten ausprobieren. Für große Überraschungen sorgt „Wish upon“ also nicht. Viel mehr erwarten den Zuschauer die üblichen Muster.

Das Final Destination-Prinzip
Dass der Streifen trotzdem durchaus gut funktionieren kann, liegt vor allem an der Ausnutzung eines klassischen Stilmittels, das man spätestens seit den 90igern in zahlreichen Teenie-Horrorstreifen findet. Der Spannungsaufbau basiert nämlich darauf, dass der Zuschauer den nahenden Tod eines Protagonisten bereits vorhersehen kann und nur noch die tatsächliche Person und den Todeshergang erraten muss. Mit anderen Worten: „Wish upon“ arbeitet keineswegs mit Jumpscares oder überhaupt irgendwelchen Überraschungsmomenten, sondern kündigt seine Schreckmomente geradezu langsam an. Und was schon bei „Final Destination“ mit der Reihenfolge der zu sterbenden Personen funktioniert hat, muss schließlich auch mit einer Spieluhr funktionieren, die nach jedem erfüllten Wunsch einen nahestehenden Menschen sterben lässt. Das Grundprinzip ist also altbekannt. Große Innovationen bietet der Streifen damit nicht, aber immerhin solide Genrekost.

Überschaubarer Bodycount
Schade ist unterdessen, dass „Wish upon“ – wie bereits erwähnt – zu den eher sanfteren Vertretern seines Genres gehört. Dementsprechend kann der Streifen seine Schwächen also auch nicht mit brutalen Splatterszenen oder besonders eindrucksvollen Effekten wett machen. Die Horrorszenen hat man derweil schließlich schon mehr als einmal gesehen: Der klassische Mord mit der Hand im Essenszerkleinerer ist da schon beinahe ebenso obligatorisch, wie von einem spitzen Gegenstand erstochen zu werden. Besondere Kreativität legen die Macher also auch beim Bodycount nicht gerade an den Tag. Da sind wir dann umso mehr froh, dass die Darsteller allesamt eine einigermaßen glaubwürdige Figur abgeben und hinsichtlich ihres Verhaltens einen für Horrorfilme überraschend intelligenten Eindruck hinterlassen. So kann sich „Wish upon“ immerhin im guten Durchschnitt ansiedeln.

Fazit:
Klassischer Teenie-Horrorstreifen, dessen Spannungsaufbau nach dem klassischen „Final Destination“-Prinzip auf der Ankündigung von Todesfällen basiert. Damit liefert man keine eindrucksvollen Innovationen, aber immerhin einen soliden Genrefilm.

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