Unstoppable - Kritik – Virtual DVD Magazine
  • Startseite|
  • News|
  • Games|
  • Kino|
  • Bücher|
  • Verlosung|
  • Partner|
  • Impressum
  • Review

    Unstoppable

    Unstoppable


    Land/Jahr:
    USA 2010
    Genre:
    Actionthriller
    Regie:
    Tony Scott
    Darsteller:
    Danzel Washington
    Chris Pine
    Rosario Dawson
    Ethan Suplee
    Kevin Dunn
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    94 Minuten
    Kaufstart:
    18. März 2011
    Label:
    20th Century Fox


    Bei der örtlichen Eisenbahngesellschaft läuft momentan anscheinend alles schief. Während Zugführer Will Colson wegen den Problemen mit seiner Frau gedanklich ständig abwesend ist und einen Güterzug aus der Stadt bewegen soll, geschehen in Pennsylvania die schlimmsten Missgeschicke, die einem Bahnmitarbeiter passieren könnten. Wegen seiner Übermütigkeit und Fahrlässigkeit springt Lokführer Dewey aus seinem mit Treibstoff beladenen Zug ab, um eine Weiche manuell umzustellen und schafft es dummerweise nicht mehr, wieder auf den Zug aufzuspringen. Von nun an bewegt sich dieser führerlos über die Gleise auf direktem Wege in die nächsten Großstädte. Doch als wäre das nicht schon schlimm genug, lösen sich plötzlich von selbst die Bremsen und auch die Schläuche für die Druckluftbremsen sind nicht angeschlossen. Der Zug ist plötzlich nicht mehr zu stoppen…

    Kritik:
    Haben wir sie nicht alle geliebt? Diese spannenden Actionfilme aus den 80er und 90er Jahre, in denen gewaltige Züge über die Schienen rasten und nicht mehr zu stoppen waren. Immer wieder konnten wir mitfiebern, wie Menschen mit allen Mitteln versuchten, eben diese „Todesfahrten“ zu stoppen und es sind Jahre vergangen, seit wir den letzten Film dieser Art zu sehen bekamen. Nun jedoch dürfen wir uns dank „Unstoppable“ erneut an einem solchen Film erfreuen, was wir erstaunlicherweise einer wahren Begebenheit zu verdanken haben, die vor zehn Jahren in Ohio geschah: Der Vorfall CSX 8888, bei dem ebenfalls ein Güterzug mit gefährlichen Chemikalien führerlos in die nächste Stadt raste und kaum zu stoppen war.

    Realität sorgt für Spannung
    Natürlich können reale Ereignisse als Grundlage für einen Film dafür sorgen, dass dieser entsprechend spannend wird. Das mag zunächst an der für einen Film dieses Genres recht hohen „Kreativität“ liegen, durch die wir viel Abwechslung bei den vielen Versuchen, den Zug aufzuhalten, geliefert bekommen. Diese gehen so natürlich über die üblichen Manöver hinaus, sodass wir in „Unstoppable“ reichliche spektakuläre Szenen zu sehen bekommen, die wir noch nie zuvor gesehen haben. Da ist es dann natürlich sogar vorteilhaft, dass der Film hin und wieder ein wenig von den wahren Begebenheiten abweicht, um „Unstoppable“ noch spannender zu machen.

    Kraft bahnt sich ihren Weg
    Inszenatorisch macht Tony Scott außerdem alles richtig. Er kommt bei seinem Film schnell zur Sache und schafft es, die jeweiligen Situationen perfekt in Szene zu setzen. Das beginnt bei der recht beeindruckenden Kameraperspektive während der Fahrt, bis hin zur Darstellung der Charaktere. Besonders die besonders knappen Manöver und die actionreichen Crashs des Zuges können den Actionfan richtig begeistern und sorgen für einen optischen Augenschmaus für jeden Filmfan, der gute Effekte liebt. Doch kein Wunder, denn Scott schafft es sogar, die Kraft des tonnenschweren und rasend schnellen Zuges genau ins Bild zu bekommen, sodass der Zuschauer regelrecht nachempfinden kann, welche Wucht hinter jeder Kollision steckt. So können wir auch die möglichen Auswirkungen einer Entgleisung stets gut abschätzen, was die Spannung zusätzlich auf bemerkenswerte Weise fördert.

    Washington und Pine auf Rettungsmission
    Hervorragende Darstellerleistungen können erwartungsgemäß außerdem Denzel Washington und Chris Pine abliefern. Sie sind nicht nur interessante Charaktere, die auch emotional wegen ihrer Familiensituation beim Zuschauer punkten können, sondern auch noch überzeugende Actiondarsteller, die selbst für richtig krasse Stunts zu haben sind. Wenn ein Washington sich nämlich auf atemberaubende Weise auf das Dach des Waggons schwingt, um die Waggonbremsen manuell zu lösen, oder wenn Chris Pine das waghalsige Manöver unternimmt, von einem fahrenden Auto auf den Zug aufzuspringen, können sie den Zuschauer ständig vor den Bildschirm fesseln und lassen ihn nicht mehr so schnell los. In Kombination mit den anderen positiven Aspekten des Films, wird „Unstoppable“ so zu einem Actionthriller, den niemand verpassen sollte.

    Fazit:
    Ein Koloss auf Rädern bahnt sich seinen Weg und präsentiert uns einen extrem spannenden und mitreißenden Eisenbahnthriller der besonderen Art.