Thor 3D - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Thor 3D

    Thor 3D


    Land/Jahr:
    ISL 2011
    Genre:
    Animation
    Regie:
    Óskar Jónasson
    Darsteller:
    -
    FSK:
    ab 6 Jahren
    Dauer:
    85 Minuten
    Kaufstart:
    25. Oktober 2013
    Label:
    Koch Media



    Eigentlich hat Thor gänzlich anderes im Sinn, als sein gesamtes Leben damit zu verbringen, gelangweilt Waffen zu schmieden. Als Sohn des Gottes Odin und einer sterblichen Mutter, möchte er doch am liebsten direkt an der Seite seines Vaters gegen die bösen Riesen kämpfen. Die nämlich fallen seit geraumer Zeit über die Dörfer des Planeten her und zerstören ganze Siedlungen unter der Herrschaft der Unterwelt. Kurz nachdem Thor seinen Vater um ein göttliches Zeichen gebeten hat, scheint dieses auch prompt einzutreffen: Ein goldener Hammer voller Superkräfte fällt vom Himmel herab und verleiht dem jungen Schmied unglaubliche Kräfte. Doch im Kampf um böse Mächte scheint es da doch noch nicht so ganz rund zu laufen…

    Kritik:
    Die sagenumwobene Geschichte um den Gott Odin und seinen Sohn Thor dürfte wohl jedem bekannt sein. Kurz nachdem Disney erst mit einer Marvel-Realverfilmung in den deutschen Kinos gestartet ist, gibt es das passende Abenteuer auch gleich für die Kinder. Der Animationsfilm dürfte dabei zwar inszenatorisch nicht ganz so aufwendig sein, jedoch trotzdem gut unterhalten.

    Der kaputte Hammer
    In dieser Verfilmung wird die Geschichte um Thor nämlich ein kleinwenig umgedichtet. Hier haben wir es nicht mit einem mächtigen Superhelden zu tun, der bereits auf den ersten Blick die gesamte Menschheit retten könnte, sondern eher mit einem trotteligen Tollpatsch, der an die Macht des Hammers einfach nicht so recht glaubt. Denn trotz der offensichtlichen Eigenheit des Werkzeuges scheint dieses beim Kampftraining nicht so ganz zu funktionieren. Nunja… ein mächtiger Hammer eben, der gar nicht so leicht zu bedienen ist. Da bringt sich Thor natürlich schnell in schwierige und verrückte Situationen, was für den Zuschauer recht lustig ist. Insgesamt nimmt sich „Thor 3D“ dabei selbst nicht ganz ernst und ist doch eher als locker-flockige Kindergeschichte erzählt. Damit schafft man zwar keine großen Sprünge, aber immerhin ein unterhaltsames Weihnachtsgeschenk für die Kids. Eine gewisse Komik bleibt natürlich ebenfalls nicht aus.
    Vater und Sohn – ein witziges Duo
    Immerhin reitet man nur allzu gerne auf der klassischen Vater-Sohn-Beziehung herum, die durch Gefühlsduselei und so manche Versäumnisse irgendwie auch herzerwärmend ist. Dabei hält man sich aber eben gar nicht an typische Götter-Klischees und zeigt selbst Odin nicht wirklich als starken Herrscher über die Welt. Die „Armee“ besteht damit nur allzu gerne aus Jammerlappen und wir können uns über eine pseudo-religiöse Story freuen, bei der Götter eben gar nicht so gut abschneiden und erst recht nicht unkritisiert bleiben. Insgesamt bleiben die großen Lacher damit zwar aus, aber „Thor“ lebt überwiegend von einer gewissen Situationskomik. Damit werden ungeschickte Unfälle ebenso zu einem amüsanten Unterfangen, wie die witzigen Kommentare der geliebten menschlichen Mutter. Gute Unterhaltung lässt sich also garantieren, zumal ein gewisser Augenunfall zu einem Running Gag in diesem Film mutiert.

    Haarlose Kreaturen
    Bei der Sichtung der 3D-BluRay hat uns die 3D-Version allerdings nicht ganz überzeugen können. Der erhoffte Effekt bleibt schließlich oftmals aus und beschränkt sich größtenteils auf einen reinen Tiefeneffekt, der sich optisch kaum von der normalen Version unterscheidet. Lediglich ein bis zwei Szenen können jedoch mit ein paar tollen 3D-Effekten überzeugen und immerhin zwischendurch für ein wenig Abwechslung sorgen. Rein optisch ist die 2D-BluRay allerdings vollkommen ausreichend. So oder so kann „Thor“ allerdings bei den Animationen und dem Grafikdesign nicht immer punkten, sind viele Charaktere einfach zu eckig und detaillos ausgefallen. In Anbetracht der merkwürdig geformten Riesen, wünschen wir uns so manches Mal einfach eine plastischere Darstellung von Muskeln und Gesichtszügen – das kriegen nämlich selbst aktuelle Computerspiele schon besser hin. Dass dann auch die Animation von Fell und Haaren bei weitem nicht so detailliert ausgefallen ist, wie beispielsweise im bereits etwas älteren „Ice Age 4“, trägt zur optischen Qualität nicht gerade bei. Dafür dürfen wir uns allerdings über ein klares Bild mit guten Kontrasten freuen, das das Filmerlebnis zumindest nicht trübt. Wir empfehlen trotzdem eher einen Griff zur 2D-Version.

    Fazit:
    Der Animationsfilm sorgt für turbulente kindgerechte Unterhaltung für all jene, die den neuesten Disney-Blockbuster nicht abwarten können und begeistert Genrefans mit witzigen Kommentaren, einer liebenswerten Abwandlung der Götter-Story und schräger Situationskomik.