The New Daughter - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    The New Daughter

    The New Daughter


    Land/Jahr:
    USA 2008
    Genre:
    Horrorthriller
    Regie:
    Luis Berdejo
    Darsteller:
    Kevin Costner
    Ivana Baquero
    Gattlin Griffith
    Noah Taylor
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    104 Minuten
    Kaufstart:
    7. Januar 2011
    Label:
    Universum Film


    John James hat wohl ein ziemlich schwieriges Leben: Gerade erst von seiner Frau geschieden, zieht der alleinerziehende Vater mit seinen beiden Kindern in ein großes Haus am Stadtrand, direkt in unmittelbarer Nähe zum Wald. Während sich sein Sohn recht schnell in das neue Zuhause einleben kann, scheint sich die ältere Tochter überhaupt nicht mit ihrer ländlichen Umgebung anfreunden zu können. Zu allem Überfluss beginnt sie, sich sozial zu isolieren und sich überwiegend an einem mysteriösen Grabhügel herumzutreiben, welcher ein unheimliches Geheimnis beinhaltet. Als sie dann auch noch beginnt, ihre Persönlichkeit zum Negativen zu verändern, kommt etwas Schreckliches auf die Familie zu…

    Kritik:
    Ein großes und schönes Haus in der Nähe des Waldes, eine kleine Familie, die sich dort einfinden wird und eine junge Tochter, die sich schon bald sehr stark verändern wird. Damit erinnert „The New Daughter“ mit Kevin Costner zunächst ein wenig an bekannte klassische Horrorfilme, wie „Amityville Horror“. Natürlich hat es auch bereits andere, ähnliche Titel gegeben, die eine gewisse Ähnlichkeit mit diesem Film aufweisen konnten. Doch während die Story somit zunächst nicht allzu innovativ erscheint, kann der Film dennoch einige Überraschungen vorweisen.

    Ähnlichkeiten mit Überraschungen
    Man muss nämlich erstaunt feststellen, dass es sich bei diesem Film keineswegs um einen typischen Haunted House-Horror handelt. Hier ist es weder das Haus, welches sich verselbstständigt und ihren Bewohnern reichlich Schrecken einjagt, noch werden sich die Protagonisten hier gegenseitig bekämpfen. Stattdessen bietet „The New Daugther“ einige gelungene Mysteryeinlagen, die wir so zunächst nicht erwartet hätten. Die Handlung dreht sich nämlich um einen rätselhaften alten Grabhügel, welcher die Tochter scheinbar magisch anzuziehen weiß und für starke Persönlichkeitsänderungen zu sorgen vermag. Hinzu kommen dann noch düstere und gewalttätige Gestalten, die irgendwie mit den Geschehnissen in Verbindung zu stehen scheinen. Sind es einfach nur mutierte Schweine, die nachts ihr Unwesen treiben, oder verwandelt sich sogar die Tochter in eines von ihnen? Oder handelt es sich gar um etwas gänzlich anderes, um einen Mythos, dessen Existenz eigentlich unmöglich scheint? „The New Daughter“ lässt dies lange Zeit völlig offen und gibt dem Zuschauer lediglich einige spannende Rätsel mit, die erst im späteren Verlauf aufgeklärt werden.

    Zäher Anfang, gruseliges Ende
    Dumm nur, dass genau dieser Verlauf über lange Zeit ein großes Problem darstellt. Für einen Horrorfilm dieser Art kommt „The New Daughter“ definitiv zu langsam in die Gänge. In den ersten beiden Dritteln geschieht in puncto Action nahezu gar nichts. Lediglich dialoglastiges Rätselraten um das Verhalten der Tochter ist angesagt. Spannung kommt dabei nur langsam auf. Dann jedoch schafft der Film die erhoffte Wendung, als die Geschehnisse immer offensichtlicher werden und Kevin Costner als John versucht, die Folgen zu verhindern. Die dabei aufkommende Atmosphäre kann mit ihrem düsteren Look inmitten der finsteren Nacht stets überzeugen und den Zuschauer stets mitreißen. Richtige Gruselstimmung kommt außerdem auf, wenn sich John mittels Taschenlampe durch die engen Flure seines Hauses schleicht, oder in eine alte Höhle unterhalb des Grabhügels kriecht, in der er hofft, die Ereignisse aufklären zu kommen. Dabei kommt tatsächlich schnell Hochspannung auf, die den Zuschauer vor den Bildschirm fesseln kann. Insgesamt ist „The New Daughter“ somit zwar kein Meisterwerk geworden, aber immerhin ein Horrorthriller, welcher streckenweise gut unterhalten und hohe Spannung aufweisen kann. Genre-Fans, die wenig Wert auf brutale Gore- und Splatterszenen legen, liegen hier richtig.

    Fazit:
    Während „The New Daughter“ zu Beginn auf Grund seiner Ähnlichkeiten zu anderen Genrevertretern einen gewissen Deja Vu-Effekt mit sich bringt, kann er im späteren Verlauf eine gute finstere Atmosphäre und viel Spannung aufkommen lassen.