The Impossible - Kritik – Virtual DVD Magazine
  • Startseite|
  • News|
  • Games|
  • Kino|
  • Bücher|
  • Verlosung|
  • Partner|
  • Impressum
  • Review

    The Impossible

    The Impossible


    Land/Jahr:
    ESP 2012
    Genre:
    Drama
    Regie:
    Juan Antonio Bayona
    Darsteller:
    Naomi Watts
    Ewan McGregor
    Geraldine Chaplin
    Tom Holland
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    109 Minuten
    Kaufstart:
    18. Juni 2013
    Label:
    Concorde


    Maria und Henry wollten eigentlich nur mit ihren drei Söhnen einen wunderschönen Urlaub an der Küste von Thailand verbringen. Inmitten von beeindruckenden Strand- und Palmenkulissen verbringen sie dafür ihre Ferien in einem luxuriösen Ferienhaus und genießen ihre gemeinsamen Tage. Das allerdings soll sich schlagartig ändern, als das Feriencamp von einer riesigen Welle heimgesucht wird. Ein Tsunami zerstört ganze Häuser, reißt Bäume und Fahrzeuge mit sich und verwüstet die gesamte Gegend. Zahlreiche Menschen kommen ums Leben, doch Maria und ihr Sohn Lukas können sich verletzt aus den riesigen Wassermassen zerren. Die Hoffnung beinahe aufgegeben, machen sie sich auf die Suche nach Hilfe und setzen alles daran, den Rest ihrer Familie wiederzufinden. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn nur der junge Lukas scheint seiner Familie noch helfen zu können…

    Kritik:
    Am 26. Dezember 2004 wurde die Küste von Thailand durch ein Erdbeben im indischen Ozean von einem schweren Unglück heimgesucht. Einer der schlimmsten Tsunamis der Geschichte fegte ausgerechnet an Weihnachten über die Feriengebiete hinweg und kostete zahlreichen Bewohnern das Leben. „The Impossible“ hat sich an die schwere Aufgabe gewagt, das wahre Schicksal einer Urlauberfamilie möglichst originalgetreu zu verfilmen. Eine Geschichte, die tief unter die Haut geht.

    Wasser bis zum Horizont
    Auf den ersten Blick begeistert „The Impossible“ dabei mit wunderschönen, fast paradiesischen Strand- und Palmenkulissen. Fast unmöglich scheint es in dieser idyllischen Umgebung, dass dort tatsächlich ein schlimmes Unglück passieren könnte. Gerade damit fängt Regisseur Juan Antonio Bayona die Unvorhersehbarkeit und den großen Überraschungseffekt des Tsunami ein. So plötzlich und unberechenbar das Ereignis für die Bewohner und Urlauber wohl seinerzeit über die Menschen hinweggefegt sein muss, so schnell wird auch der Zuschauer von dieser Katastrophe überrascht. In einem Moment noch glücklich im Wasser, ein paar Sekunden später schon von einer riesigen dreckigen Welle geschockt. Kaum besser hätte man diese unglaubliche Bedrohung inszenieren können, kaum mitreißender die Wucht, mit der sich auch die Stimmung des Films schlagartig grundlegend ändert. Die unüberschaubaren Wassermassen bis zum Horizont machen dabei die aussichtslose Lage klar, in der Rettung kaum in Sicht ist und in der die Betroffenen völlig überfordert mit der aktuellen Situation sind. Ein derartig authentisches Katastrophendrama haben wir schon lange nicht mehr gesehen und sind überwältig von der Inszenierung.

    Flucht vor der Einsamkeit
    Selbst abgehärtete Zuschauer, die schon tausende Filme in ihrem Leben gesehen haben, dürfen sich bei „The Impossible“ dabei erwischen, wie sie den Tränen so manches Mal nahe sind. Ein gewisser Vorrat an Taschentüchern sollte bei dieser extrem emotionalen und glaubwürdigen Darstellung möglichst nicht ganz so weit weg liegen. Das mag daran liegen, dass sich das Drama in seiner Emotionalität immer mehr steigert, je länger der Streifen andauert. Gerade noch von der Wucht der Welle überwältigt, kommt anschließend der große Realisierungsprozess, dessen weitere Entwicklung man sich anfangs kaum vorstellen kann. Während die Protagonisten nach und nach das wahre Ausmaß der Situation realisieren und durch die Suche nach ihren Verwandten versuchen, ein wenig Schadensbegrenzung zu betreiben, werden wir so sehr von diesem Film gefesselt, dass wir anschließend erst einmal richtig durchatmen müssen. Die Verzweiflung bei der Suche nach den verschollenen Liebsten und die Angst vor der großen Einsamkeit lässt selbst den härtesten Zuschauer vor Gefühlen fast in Tränen ausbrechen. Ein überwältigender Film, bei dem man sich auf Gefühlsausbrüche unbedingt gefasst machen sollte. Pflichtfilm, der in keinem Regal fehlen sollte.

    Fazit:
    Extrem emotionales Katastrophendrama über die wahren Ereignisse beim Tsunami an der Thailändischen Küste im Jahre 2004, das uns nicht nur optisch mit seiner Wucht überwältigt. Ein Film, der so sehr unter die Haut geht, dass man ihn unbedingt gesehen haben muss. Taschentücher werden empfohlen.