The Cold Light Of Day - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    The Cold Light Of Day

    The Cold Light Of Day


    Land/Jahr:
    USA 2012
    Genre:
    Action
    Regie:
    Mabrouk El Mechri
    Darsteller:
    Bruce Willis
    Henry Cavill
    Sigourney Weaver
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    90 Minuten
    Kaufstart:
    4. Oktober 2012
    Label:
    Concorde


    Eigentlich wollte Will nur einen angenehmen Urlaub mit seiner Familie verbringen. Doch da die Freundin seines Bruders bei einem Bootsausflug in Spanien plötzlich verletzt wird und seine Firma kurz vor dem Bankrott steht, ist er schnell gezwungen, aufs Festland zurückzukehren. Lediglich eine Salbe soll er besorgen und danach umgehend zu seinen Verwandten zurückkehren. Dumm nur, dass plötzlich das gesamte Boot leer steht und sein Vater kurz darauf ermordet wird. Für Will stellt sich fortan die Frage, wer seine Familie entführt hat und was die Täter von ihm wollen. Nur ein mysteriöser Aktenkoffer scheint die vermeintliche Lösung. Doch der Wettlauf gegen die Zeit hat längst begonnen…

    Kritik:
    Normalerweise sind wir es gewohnt, dass Action-Blockbuster, die mit Bruce Willis werben, auch eben jenen in der Hauptrolle besetzen. Doch bei „Cold light of day“ ist eben diese Hauptrolle doch nur sehr zeitlich begrenzt. Stattdessen sehen wir ein eher unbekanntes Gesicht, nämlich Henry Cavill, der in den Mittelpunkt des spannenden Actionkrachers gerät. Und erstaunt stellen wir fest, dass er zukünftig glatt in die Fußstapfen von Willis schlüpfen darf – den passenden Namen hat er mit „Will“ in dem Film wohl bereits bekommen.

    Bruce Willis‘ Nachfolger?
    Eigentlich ist „Cold light of day“ ja ein waschechter Actionthriller. Kurz erhalten wir eine Einführung in die Familiensituation und die vermeintlichen Gründe für die Tat, da wird auch schon die Familie entführt und der Vater ermordet. Mit nahegehenden Mitteln versucht der Streifen dabei die Emotionen des Zuschauers zu wecken, denn so manch jemand kann sich wohl in die Motivation zum Handeln hineinversetzen, wenn die eigene Familie plötzlich von einem Verbrechen betroffen ist und der Protagonist den wohl schwersten Verlust des Lebens zu erleiden hat. Im Grunde recht einfach und doch umso wirkungsvoller, denn mit einer solchen Basis steht knallharter Non-Stop-Action kaum noch etwas im Wege. Die bekommen wir in etwa zwei Drittel des Filmes dann auch geboten, denn neben Verfolgungsjagden, wilden Schießereien und korrupten Polizisten ist Will fast ununterbrochen mit dem Feind konfrontiert und kann nebenbei interessante Entdeckungen machen. Das Muster des Films ist also keineswegs neu, mit solch guten Darstellern funktioniert das aber allemal sehr unterhaltsam.

    Hetzerei in Spanien
    Überzeugen kann Regisseur Mabrouk El Mechri dabei vor allem durch eine tolle Location, die am Strand von Spanien stets sehr eindrucksvolle und begeisternde Bilder mit sich bringt. Das zumindest am Anfang, denn nach einer erste Landschaftsschau folgt auch gleich der eher düstere Touch, denn „Cold light of day“ spielt dann doch überwiegend in der Nacht. Die Tatsache, dass der Protagonist zudem kein spanisch spricht und mit Eingeborenen durchaus seine Verständnisprobleme hat, macht die Situation umso intensiver. Letztendlich kommen aber dabei vor allem die Actionfans auf ihre Kosten, denn dieser Streifen hält sich mit hohem Tempo nicht gerade zurück. Schnelle Szenenwechsel und Schnitte folgen auf mehr oder minder brutale Gewalteinsätze und so mancher muss dann doch gestehen, dass ihm die Inszenierung des Films hier und da vielleicht sogar etwas zu hektisch von statten geht. Hätten wir uns schließlich gelegentlich eine stärkere Fokussierung auf die Charaktere gewünscht, statt ständig die Kamera mitten aufs Actiongeschehen zu halten.

    Der Teufel ist eine Frau
    Die guten Darsteller können aber zumindest die ansonsten eher schwache Charakterzeichnung allemal etwas abfangen. Allen voran Sigourney Weaver, die hier als besonders qualitative Bösewichtin einmal die weibliche Seite des Bösen darstellen darf. Sie kann mit ihrem strengen Auftreten und willenstarkem Vorgehen eine absolut glaubwürdige Gegenspielerin darstellen, die für Will eine wahre Herausforderung darstellt. Da kommt es vielleicht sogar gut, dass Henry Cavill in die Rolle des unerfahrenen und gebrechlichen Helden schlüpfen darf, statt einen allseits überlegenen Bruce Willis ins Rennen zu schicken. Obwohl wir zugeben müssen, dass die Vater-Sohn-Beziehung zu Beginn nicht so ganz ins richtige Bild passt – schließlich sieht Cavill nun ganz und gar nicht aus wie ein Sohn von Willis.

    Fazit:
    „The Cold light of Day“ mag zwar bei der Charakterzeichnung etwas dünn ausgefallen sein, doch die tollen Hauptdarsteller, sowie die hochgradig inszenierte Non-Stop-Action dürfte Genrefans bestens gefallen.