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The Code


The Code

Land/Jahr:
USA / D 2009
Genre:
Thriller
Regie:
Mimi Leder
Darsteller:
Morgan Freeman
Antonio Banderas
Robert Forster
Radha Mitchell
FSK:
ab 12 Jahren
Dauer:
100 Minuten
Kaufstart:
18. März 2010
Label:
Planet Media


Keith Ripley gilt als der Beste unter den Kunsträubern. Er ist in der Lage, jeden noch so großen Diebstahl durchzuziehen, indem er sich im Trubel und der Action anderer, ganz gelassen und trickreich seine Beute schnappt. Doch für den neuesten Auftrag benötigt er einen Partner, um seine Schulden bei einem russischen Gangster abzubezahlen. Er will zwei Farberge-Eier stehlen und für diesen Job scheint Gabriel Martin genau der richtige Mann zu sein. Die Eier befinden sich nämlich in einem extrem sicheren Gebäude hinter einer riesigen Tresor-Tür, die sowohl mit Spracherkennung, Biometrie-Scanner, als auch Sensoren geschützt ist – und diese Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, kann nur Gabriel schaffen. Dumm nur, dass die Polizei den beiden längst auf den Fersen ist und auch Gabriels Geliebte allmählich in die Sache mit hineingezogen wird.

Kritik:
Gaunerthriller sind ja allseits beliebt, besonders wenn sie davon handeln, wie zwei coole Typen in einen schwer gesicherten Tresor einbrechen. Meist schaffen es derartige Filme auch mit tollen Hollywood-Effekten ins Kino. Doch bei „The Code“ kommt schnell die Frage auf: Warum war dieser Film eigentlich nicht im Kino zu sehen? Nun, spätestens wenn man den Film sieht und sich so richtig in die gelungene Story vertiefen kann, wird das Unverständnis darüber immer größer. Denn „The Code“ ist genau das, was wohl die meisten beim vor kurzem erschienenen „Cash“ mit Jean Reno erwartet hätten. Hier bekommen wir nämlich endlich wieder einen spannungsgeladenen und zugleich intelligenten Thriller geboten, der natürlich ganz klassisch aufgebaut ist. Von der Planung des Diebstahls, über die dazugehörigen Recherchen, bis hin zur eigentlichen Tat nutzt der Film die Möglichkeit, die Handlung sehr detailvoll zu inszenieren. Nichts dauert hier zu lange und doch hat alles seine passende Länge. Selbst die Dialoge zwischen Morgan Freeman und Antonio Banderas sind stets gelungen und halten den Zuschauer bei Laune. Dabei ist es besonders Freeman, der wieder in die alte Rolle schlüpft. Ihn kennen wir eher als lässigen, ruhigen Charakter, der lieber die Kunst der List nutzt, als wild in der Gegend herumzuballern. Und genau so zeigt er sich auch in „The Code“ wieder. Er ist der Drahtzieher, doch nutzt er die Verwirrung und Action seiner Umgebung, um sich dann aus dem Hinterhalt an die Beute ran zu machen. Natürlich führt er seine Gegner dabei immer wieder an der Nase herum und sei es, indem er ihnen irgendwelche Lügen auftischt und sich in eine Story vertieft, mit der er jeden um den Finger wickeln kann. Gleichzeitig stellt Antonio Banderas fast schon eines seiner Opfer dar, dessen flinke Fähigkeiten er unbedingt braucht. Klar also, dass Banderas nebenbei für die passende Action sorgt, die dem Film eine ordentliche Portion Spannung verpassen. Vor allem aber macht es viel Spaß, das perfekte Zusammenspiel der beiden Schauspielgrößen zu beobachten, denn beide können erneut perfekte Leistungen abliefern. Dabei bietet „The Code“ aber auch stets den Platz für interessante Nebengeschichten, die den Charakteren ein wenig mehr Tiefgang verleihen und die Situation insgesamt noch weiter auflockert. Interessant ist dabei, wenn man am Ende merkt, wie sehr diese Nebenstory in Wirklichkeit doch mit der Hauptstory verstrickt war. Denn erst dann lüftet sich, wie sehr die drei Charaktere doch eigentlich in Verbindung stehen und warum auch die Nebencharakterin Alexandra, Banderas an der Nase herumführt. Bis dahin bleibt allerdings dem Zuschauer bestenfalls die Möglichkeit, darüber zu rätseln, warum sich Ripley und Alexandra so gut kennen, was auf einen entsprechenden Ausgang hindeutet, aber dennoch undurchsichtig genug bleibt, um nicht zu viel zu verraten. Das ist genial! Ganz nebenbei hat man bei „The Code“ immer wieder die Möglichkeit, versteckte Ironie zu entdecken, wenn man genau hinschaut und stellt irgendwann fest, warum man dieses immer wieder angedeutete Augenzwinkern der Darsteller eigentlich wörtlich nehmen kann. Das verpasst „The Code“ sogar noch eine interessante Atmosphäre, die mit einer gelungenen, weichen und oftmals schnittlosen Kameraführung gut präsentiert wird. Wenn dann im späteren Verlauf auch noch intelligente Wendungen und ein überraschendes Ende hinzukommen, rundet das das Filmerlebnis perfekt ab.

Fazit:
Spannender und intelligenter Gaunerthriller mit zwei Hollywood-Größen in Bestform.

Externe Review: Filmempfehlung.com bewertete “The Code” in ihrer Kritik mit 4/5 Punkten.