Takers - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Takers

    Takers


    Land/Jahr:
    USA 2010
    Genre:
    Actionthriller
    Regie:
    John Luessenhop
    Darsteller:
    Matt Dillon
    Paul Walker
    Idris Elba
    Jay Hernandez
    Michael Ealy
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    103 Minuten
    Kaufstart:
    7. April 2011
    Label:
    Sony Pictures


    In Downtown geht es mal wieder richtig zur Sache: Gerade erst hat eine Gruppe von Bankräubern ganze zwei Millionen Dollar ergattert und ist anschließend mit einem TV-Hubschrauber geflüchtet, da lockt auch schon der nächste große Coup. Sie sollen innerhalb von fünf Tagen einen gepanzerten Geldtransporter überfallen, der ganze 25 Millionen Dollar mit sich führt. Trotz der kurzen Planungszeit, scheint es für sie ein einfacher Job zu sein. Dumm nur, dass dieser gewaltig schief geht und sie dabei die Rechnung ohne die örtlichen Cops gemacht haben…

    Kritik:
    Bei Actionfans erfreuen sich spannende Banküberfälle und packende Verbrecherjagden nach wie vor an großer Beliebtheit. Kein Wunder also, dass auch heute noch Filme auf dieses gelungene Konzept setzen. So ist dies natürlich auch in „Takers“ der Fall, der ganz im Stile eines „Italian Job“ auf ausgeklügelte Geldtransporter-Überfälle setzt.

    Kopierte Planungen
    Auch wie in seinem großen Vorbild nutzt „Takers“ dabei die intelligente Planungsmethode, bei der die Räuber unterirdische Kanalsysteme zur Explosion bringen wollen, um direkt vor Ort einen Geldtransporter zu überfallen und möglichst schnell flüchten zu wollen. Also alles ganz diskret, schnell und hinterhältig, wie wir es auch aus oben genanntem Film bereits kennen. Auch ansonsten ist das Konzept sehr ähnlich, denn wir bekommen eine etwa genauso große Verbrecherbande zu sehen, die auf ähnliche Weise vorgeht.

    Meisterhafte Stunts und Verfolgungsjagden
    Spannung kann allerdings in „Takers“ ebenso viel aufkommen, denn die packenden Verfolgungsjagden, welche uns der Film immer wieder bietet, können stets mitreißen. Egal, ob zu Fuß oder mit dem Auto, die Cops machen stets Jagd auf die Verbrecher und der Film zögert nicht damit, dies mit eindrucksvollen und schnellen Kamerafahrten und Schnitten auch zu zeigen. In puncto Stunts macht der Film nämlich so einiges richtig, sodass dem Zuschauer sicherlich nie langweilig wird und es immer flott zur Sache geht. Ein schneller Einstieg und das auch sonst sehr hohe Tempo des Films tun ihr übriges und machen „Takers“ zu einem wahren Augenschmaus für Actionfans.

    Nebendarsteller geraten in den Hintergrund
    Natürlich können wir von einem solchen Film kaum erwarten, dass die Charakterzeichnungen besonders tiefgründig ausgefallen sind. Lediglich einige wenige Hauptcharaktere können einen halbwegs interessanten, aber dennoch oberflächlichen Charakter vorweisen. Während also einerseits der gerade aus dem Knast entlassende „Ghost“ einmal mehr im großen Geschäft mitmischen will und sich mit unseriösen Typen einlässt, ist es vor allem Polizist Jack Welles, der mit seinem spannenden Familienleben eine Identifikationsfigur bietet. Er versucht vergeblich immer wieder seinen Beruf und sein Privatleben als Vater unter einen Hut zu bekommen, sodass wir sogar packende Szenen zu sehen bekommen, bei denen er nicht davor zurückschreckt, seine eigene Tochter zu gefährden. Natürlich bleibt aber auch dieser Einblick eher oberflächlich, sodass man in „Takers“ sicherlich keine psychologischen Studien erwarten sollte.

    Ganz nebenbei zeigt sich sein Kollege Eddie Hatcher, gespielt von Jay Hernandez, sogar als der interessantere Charakter, zumal er etwas zwiespaltiger ausgefallen ist. Er spielt einen Cop, der nicht immer mit offenen Karten spielt und im Laufe des Films sogar in Bedrängnis geraten wird. Als Gegenspieler macht allerdings auch Michael Ealy, den wir bereits aus „Sleeper Cell“ kennen, eine gute Figur, sodass Fans ihn sicherlich sofort auf sympathische Weise wiedererkennen. Doch auch er kommt neben den wenigen Hauptdarstellern, wie auch alle weiteren Darsteller, deutlich zu kurz, sodass er mitunter schon einmal eher die Rolle eines Mitläufers spielt, den man genauso gut hätte ersetzen können. Hier hätte „Takers“ sicherlich noch einiges an Potential gehabt, doch dann hätte man vermutlich auch die turbulente Inszenierungsweise, die den Film ausmacht, aufgeben müssen.

    Insgesamt stellt „Takers“ also einen hochspannenden und soliden Actionstreifen dar, der durch einige interessante Wendungen stets mitreißen kann und dem Zuschauer zudem in die aufregende Ermittlungsarbeit zweier Polizisten einführt, die bei allen Einsätzen stets an vorderster Front stehen. Genrefans können also bedenkenlos zugreifen und werden diesen Film lieben.

    Fazit:
    Packender Actionstreifen über einen Raubüberfall, der stets rasante Actionszenen, ein hohes Tempo und viel Spannung zu bieten hat. Actionfans liegen hier – trotz der etwas mageren Charakterzeichnungen – genau richtig.