Super 8 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Super 8

    Super 8


    Land/Jahr:
    USA 2011
    Genre:
    Action / Sci-Fi
    Regie:
    J. J. Abrams
    Darsteller:
    Joel Courtney
    Riley Griffiths
    Kyle Chandler
    Jessica Tuck
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    107 Minuten
    Kaufstart:
    5. Januar 2012
    Label:
    Paramount
    Home Entertainment


    Die Kreativität und Fantasie von Kindern ist manchmal überwältigend und faszinierend zugleich. Kein Wunder also, dass Joe und seine Freunde für einen Wettbewerb ausgerechnet selbst einen Zombiefilm mit einer Super-8-Kamera drehen wollen. Mit scheinbar gelungenen Masken und für ein solch junges Alter herausragenden Ideen begeben sie sich kurzerhand an den nahegelegenen Bahnhof der Kleinstadt Lillian und proben die emotionalen Liebesszenen der Protagonisten. Dumm nur, dass ausgerechnet in diesem Moment ein rasanter Güterzug direkt neben ihnen entgleisen soll und die Stadt fortan in großer Gefahr schwebt. Eine unbekannte Kreatur treibt schließlich sein Unwesen und die US Air Force zögert nicht lange, die Stadt gänzlich zu evakuieren. Doch als ausgerechnet die junge Alice von dem Monster verschleppt wird, machen es sich die mutigen Freunde zur Aufgabe, ihre Freundin zu retten – ein waghalsiges Abenteuer beginnt.

    Kritik:
    Da haben sich zwei Größen des Hollywood-Kinos endlich zusammengetan: Mit „Super 8“ erscheint nun die erste gemeinsame Produktion von Regisseur J.J. Abrams und Produzent Steven Spiegelberg auch für das Heimkino. Da dürfen wir ein großes Spektakel erwarten, das jeden Zuschauer schnell mitreißen kann.

    Kids auf Rettungsmission
    Beide haben sie schließlich schon immer ein gutes Gespür für eine tolle Inszenierung und gelungenen Perspektiven beweisen können. So verwundert es kaum, dass „Super 8“ ausgerechnet aus der Sicht einiger Kinder spielt, die allesamt gemeinsam ihr eigenes aufregendes Kleinstadt-Abenteuer erleben werden. Inmitten großer Herausforderungen taucht da schließlich eine monströse Bedrohung auf, die mit unheimlichen mysteriösen Science-Fiction-Elementen die Stadt in Atem hält. Voller Spannung halten sich die beiden Macher damit lange zurück, die eigentliche Bedrohung auch tatsächlich darzustellen und führt den Zuschauer in eine angsteinflößende Welt ein, in der Menschen aus dem Hinterhalt angegriffen werden und Tiere, wie Objekte einfach spurlos verschwinden. Niemand weiß, worum es sich genau handelt – auch der Zuschauer wird stets im Dunkeln gehalten, indem Kameraperspektiven das Monster bewusst nicht darstellen und die Welt durch die Augen von Kindern einfach ein wenig größer erscheint, als sie es tatsächlich ist. Da reicht dann auch eine Kleinstadt problemlos aus, um ein großes Szenario darzustellen, schließlich braucht es nicht immer enorme Zerstörungen in riesigen Großstädten. Einen gewissen Charme voller Nostalgie der 30er Jahre mag da schnell aufkommen, wenn sich die Kids für ihren Film in die passenden Kostüme quetschen, um anschließend auf Alienjagd zu gehen.

    Die Handschrift der Profis
    Optisch kommt dabei allerdings auch stark die Handschrift der beiden Mega-Filmemacher zum Vorschein, denn „Super 8“ bietet offensichtlich genügend Platz, um die Stilmittel von Spielberg und Abrams gleichermaßen einzubauen. Da haben wir einerseits den Meister der beeindruckenden Special Effects, der uns ein absolut beeindruckendes Zugunglück präsentieren kann und uns anschließend sogar ein außerordentlich gelungenes Alienmodell vor Augen führt, sodass wir hier tatsächlich wohl einen der Filme mit den besten Effekten des Jahres zu Gesicht bekommen. Andererseits darf aber auch bei der Kameraperspektive und den Lichteffekten der Stil von J.J. Abrams nicht fehlen, der gerne die Lichtstrahlen quer über den gesamten Bildschirm einfängt, wie wir es seinerzeit bereits bei „Star Trek 11“ gesehen haben, der aber andererseits auch in dunklen Szenen hervorragende Kontraste liefert und die Atmosphäre einer düsteren unterirdischen Höhle perfekt einfangen kann. Diese Mischung, kombiniert mit einfach knuffigen Kinderdarstellern und einer spannenden Kleinstadtgeschichte, macht „Super 8“ einfach zu einem atemberaubenden Meisterwerk, das niemand verpassen sollte. Übrigens: Allein schon wegen des liebevoll-knuffigen Charakters des etwas pummeligen Riley Griffiths ist der Film schon sehr sehenswert.

    Fazit:
    Die beiden Meister der Hollywood-Kinos haben sich vereint, um uns ein atemberaubendes Effektespektakel mit Kleinstadtabenteuer und Science-Fiction-Elementen zu präsentieren.