Scream 4 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Scream 4

    Scream 4


    Land/Jahr:
    USA 2011
    Genre:
    Horror
    Regie:
    Wes Craven
    Darsteller:
    Neve Campbell
    Courtney Cox
    David Arquette
    Emma Roberts
    Hayden Panettiere
    Mary McDonnell
    Rory Culkin
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    101 Minuten
    Kaufstart:
    20. Oktober 2011
    Label:
    Universal Pictures


    Nachdem Sidney Prescott vor Jahren als einzige Überlebende aus dem Massaker von Woodsboro hervorging, hielten die Bewohner das Schrecken endgültig für beendet. Doch heute, zum Jahrestag des blutigen Ereignisses, erhalten die Mädchen der örtlichen Highschool erneut die Todesnachrichten des Killers. Mit der Frage „Was ist dein Lieblingsgruselfilm“ sucht er sich so nach einander die passenden Opfer aus und dringt als maskierter Killer in die Häuser ein. Lediglich mit einem Messer bewaffnet, lauert er ihnen auf, macht ihnen so viel Angst, wie nur möglich und schlägt dann gnadenlos aus dem Hinterhalt zu. Doch fraglich bleibt, ob der Killer von damals erneut aufgetaucht ist, oder ob es sich um einen Trittbrettfahrer handelt, der ganz im Stile der „Stab“-Filme in dessen Fußstapfen treten will.

    Kritik:
    Remakes von bekannten Horrorfilmreihen halten sich für gewöhnlich an standardisierte Regeln, durch welche der betroffene Film überaus vorhersehbar wird und seinen Schockeffekt im Vergleich zum Original deutlich verliert. Doch „Scream 4“ will nun mit diesen Klischees aufhören und uns mit gänzlich anderen Überraschungsmomenten überzeugen. Doch soll der nun mehr vierte Teil dieser beliebten Slasher-Reihe tatsächlich neues Potential zu bieten haben?

    Der Maskenkiller ist zurück
    Zumindest sollte man doch annehmen, dass „Scream 4“ durchaus gute Chancen dabei hat, wenn wir bedenken, welcher Star dieses Mal die Regie übernommen hat. Denn kein geringerer, als Wes Craven höchstpersönlich hat sich einmal mehr die Mühe gemacht, den Regiestuhl zu übernehmen und mit altbewährtem Stil eine Fortsetzung zu schaffen, die den Kult weiterleben lässt. Ob das nun gut oder schlecht sein mag, dazu kommen wir zwar erst später, doch fest steht in jedem Fall, dass auch der vierte Teil an bekannten Mustern festhält und einen sofortigen Wiedererkennungswert bietet. Den Killer kennen wir schließlich bereits seit dem Jahre 1996 und mit seinen Messerattacken und der kultigen weißen Maske ist er sicherlich der passende Protagonist für die nächste Horrorparty. Leider muss man allerdings zugeben, dass dies allmählich doch abgenutzt erscheint, denn auch die Horrorszenen selbst, können kaum mehr echte Überraschungen bieten. Einmal mehr schleicht sich der Killer ins Haus, attackiert seine Opfer von hinten mit dem Messer und lässt den Zuschauer über seine wahre Identität rätseln. Dabei sind die Szenen so wenig innovativ, dass wir im Prinzip gleich das Original noch einmal einlegen könnten. Den Versuch, mit unkonventionellen Mitteln beim Zuschauer zu punkten, ist hier bereits kläglich gescheitert.

    Der Film im Film im Film
    Einzige Neuerung ist da wohl die selbstreflektierende Sicht auf das Filmgenre. So philosophieren die Protagonisten doch des Öfteren einmal über die typischen Klischees bekannter Horrorfilme und inszenieren ihre Umgebung so, als würde der Killer sein eigenes Spektakel passend zum Remake eigens inszenieren. Immerhin sehen wir mit „Scream 4“ nicht nur ein vermeintliches Remake des ersten Streifens, sondern bekommen auch noch eine Handlung zu sehen, die ebenfalls von einem Remake eines Films im Film berichtet. Immerhin ist die „Stab“-Reihe, absoluter Kult in der kleinen amerikanischen Stadt und der Killer setzt alles daran, in die Fußstapfen des „Stab“-Killers zu treten und dessen Vorgehensweise zu kopieren. Er will kurzerhand ein eigenes Remake zu „Stab“ drehen, während wir doch gleichzeitig ein „Scream“-Remake zu sehen bekommen, in dem sich der Killer selbst filmt. Wie witzig, denkt man da. Schade ist bei der durchaus interessanten Idee wohlgemerkt, dass dieser Versuch, neue Ideen einzubringen, ebenfalls gewaltig in die Hose geht. Denn statt echte Spannung mit den Slasher-Szenen aufbauen zu können, macht das Philosophieren über die Horrorfilm-Klisches eben diese Spannung wieder kaputt. So sehen wir eher nervige Horrorfilm-Nerds mit dümmlichen Dialogen, statt ein mitreißendes Gemetzel. Dass die Darsteller darüber hinaus teilweise unglaubwürdig erscheinen macht es da nicht unbedingt besser. So gesehen: Die „Scream“-Reihe könnte allmählich eingestampft sein, zumal die Hauptdarsteller aus dem ersten Teil heute offensichtlich kaum noch die gewohnten Qualitäten liefern können – denn das sehen wir an ihrem misslungenen Auftritt in „Scream 4“ nur zu genüge.

    Fazit:
    Der nunmehr vierte Teil der „Scream“-Reihe sorgt nun endgültig dafür, dass die Slasher-Szenen und die einstmals kultige Handlung endlich abgenutzt sind. Daran kann leider auch der misslungene Versuch, unkonventionelle Wendungen mit selbstreflektierender Sicht einzubringen, nichts ändern.