R.I.P.D. - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    R.I.P.D.

    R.I.P.D.


    Land/Jahr:
    USA 2013
    Genre:
    Action
    Regie:
    Robert Schwentke
    Darsteller:
    Jeff Bridges
    Ryan Reynolds
    Kevin Bacon
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    92 Minuten
    Kaufstart:
    9. Januar 2014
    Label:
    Universal Pictures



    Nick war schon zu seinen Lebzeiten ein korrupter Cop und hat gemeinsam mit seinem Kollegen wertvolle Beweismittel vom Tatort abgezweigt. Mit einer eigenen Goldsammlung, vergraben in seinem Garten, wollte er einfach ein kleines Zusatzeinkommen generieren. Doch das macht ihn prompt zur Zielscheibe, sodass er kurzerhand von seinem eigenen Partner erschossen wird. Für Nick scheint dies aber keineswegs das Ende zu sein: Kurz vor der Himmelspforte, an der das Jüngste Gericht auf ihn warten sollte, wird er mal eben aus seinem Todestunnel gerissen – und landet auf dem Bewerbungsstuhl eines Polizeireviers. Aus dem Staunen noch nicht so ganz heraus, stellt er fest: Es handelt sich um das „Rest in Peace Department“, in dem gestorbene Polizisten angestellt werden, um tote Seelen wieder einzufangen, die vor dem Fegefeuer geflohen sind. Gemeinsam mit seinem neuen Partner Sherriff Roy Pulsifer macht er also seine Heimatstadt Boston unsicher und erhofft sich, einmal erneut in Kontakt mit seiner noch lebenden Ehefrau treten zu können. Dumm nur, dass Nick dabei auch feststellen muss, dass sein ehemaliger korrupter Kollege mit den untoten Flüchtigen zusammenarbeitet und es sich beim Gold um ein wertvolles, unheilbringendes Artefakt handelt. Aus einem einfachen Polizeijob wird also prompt ein Kampf gegen den Untergang der Welt…

    Kritik:
    Die Frage nach einem Leben nach dem Tod beschäftigt viele, vor allem religiöse Menschen. Nach christlichem Glauben geht man gerne davon aus, dass man entweder im Himmel oder Jenseits weiterlebt, oder aber in Form eines anderen Lebewesens wiedergeboren wird. Doch was wäre, wenn wir stattdessen flüchtige Seelen auf der Erde jagen müssten?

    Seelenjagd
    Mit dieser Idee beschäftigt sich „Rest in Peace Department“, dessen Titel bereits andeutet, worauf der Streifen hinaus will. Menschen werden nach ihrem Tod in ein Polizeirevier im Jenseits gebracht und müssen anschließend flüchtige Seelen einfangen, die vor dem Fegefeuer geflüchtet sind. Schließlich war nicht jeder Mensch zu Lebzeiten nett und hat einen solchen Job auch verdient. Auf der Erde führt das zu witzigen Situationen, denn für die noch lebendigen Menschen entspricht das Aussehen nicht ihrem üblichen Körper. Nick wird von der restlichen Bevölkerung also als alter Chinese erkannt, während sein Partner als vollbusige Blondine herum wandelt – nicht gerade zur Freude von Nick, der mit seinem neuen Körper ziemlich unzufrieden ist und immer wieder schräge Situationen mit ansehen muss. Humor ist also gegeben, wenn auch insgesamt nur oberflächlich. Leider bleibt die Oberflächlichkeit aber auch gegenüber Emotionen und lebendigen Verwandten bestehen, denn hier gibt es keine tiefgründige Geschichte um unerledigte Dinge. „RIPD“ ist damit eher ein einfaches, leichtes Popcorn-Kino, das ausschließlich auf Unterhaltungswert, statt Story wert legt.

    Men in grey
    Da entstehen allerdings recht schnell Ähnlichkeiten zu einer berühmten Filmreihe, etwa „Men in Black“. Ähnlich wie einst Will Smith und Tommy Lee Jones im Kampf gegen außerirdische Lebensformen müssen sich Jeff Bridges und Ryan Reynolds nun gegen mutierte Untote schlagen. Die verstecken sich schließlich auch in einem menschlichen Körper und können durch äußerliche Einwirkung in ihre wahre Gestalt zurückverwandelt werden. Auch die Beziehung zwischen den beiden Hauptdarstellern ähnelt sich sehr und spielt ganz eindeutig auf die Sci-Fi-Vorlage an. Hier entsteht aber auch das Problem, denn „RIPD“ scheint qualitativ nichts weiter als ein minderwertiger Abklatsch seiner Filmvorlage zu sein. Die Atmosphäre kommt nicht annähernd so gut rüber, der Humor bleibt eher eingeschränkt und auch die Action kann da nicht ganz mithalten. Durch eher undetaillierte Animationen der Bösewichte und farblosen Gegencharakteren entwickelt sich „RIPD“ zu einem zwar unterhaltsamen, aber eher belanglosen Streifen. Und das schlimmste: Das Polizisten-Duo wirkt farblos im Vergleich zu ihren Vorbildern. Da kann auch Kevin Bacon, der in der Rolle des Oberbösewichtes wirklich hervorragende Leistungen abliefert, den Film nicht retten. Insofern: Hervorragende Idee mittelmäßig umgesetzt. Schade.

    Fazit:
    Das „Rest in Peace Department“ liefert uns eine eigentlich geniale Idee, verkommt dabei aber zu einem mittelmäßigen „Men in Black“-Abklatsch, dessen Hauptdarsteller-Duo einfach nicht an die Qualitäten der Vorbilder heran kommt. Ein gewisser Unterhaltungswert bleibt zwar, doch qualitativ wäre weitaus mehr möglich gewesen.