Pro-Life - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Pro-Life

    Pro-Life


    Land/Jahr:
    USA 2006
    Genre:
    Horror
    Regie:
    John Carpenter
    Darsteller:
    Caitlin Wachs
    Ron Perlman
    FSK:
    SPIO/JK:
    keine schwere
    Jugendgefährdung
    Dauer:
    58 Minuten
    Kaufstart:
    30. März 2012
    Label:
    Splendid


    Auf der Flucht vor dem Unbekannten entgeht Angelique nur knapp einem Unfall. Die Fahrer des heranbrausenden Fahrzeugs bringen die geistig scheinbar verwirrte junge Frau umgehen in das örtliche Krankenhaus. Schnell stellen die Ärzte fest, dass Angelique offensichtlich schwanger ist und das weitaus länger, als sie behauptet. Dumm nur, dass plötzlich auch noch der gewalttätige Vater mit seinem Van vor dem Gelände auftaucht und sich trotz des Hausverbotes mittels Waffengewalt Zugang verschaffen will. Doch während draußen die Hölle tobt, geschieht im Untersuchungsraum das Unfassbar – denn das vermeintliche Baby ist gar nicht so normal, wie es auf den ersten Blick scheint…

    Kritik:
    Bereits seit Jahrzehnten ist Meisterregisseur John Carpenter für seine legendären Horrorfilme bekannt. Doch auch er hat sich, wie viele andere Regisseure, gelegentlich auch den kleineren Produktionen gewidmet und nicht ausschließlich Kinofilme produziert. Mit „Pro-Life“ gelingt ihm dabei ein kleiner, aber feiner einstündiger Film, der sich einer knappen, soliden Story widmet und dabei mit geringem Budget ein unterhaltsames Spektakel abliefert.

    John Carpenter: Master of Horror
    Als Teil der „Masters of Horror“-Reihe verfilmte er somit vor etwa sechs Jahren diesen Titel um ein noch ungeborenes Baby, das offensichtlich von bösen Dämonen besessen ist. Die Atmosphäre ist dabei wie üblich sehr dicht, auch wenn die Geschichte nicht allzu umfangreich und kompliziert ausgefallen ist. Als kleines Beinahe-Kammerspiel, das sich lediglich in und um ein Krankenhaus abspielt, sorgt Carpenter für eine einengende Atmosphäre, aus der es scheinbar kein Entkommen zu geben scheint. Völlig offen bleibt da, ob der gewalttätige Vater womöglich als Vergewaltiger der Vater des Kindes ist, oder ob er lediglich mit zweifelhaften Methoden seine eigene Tochter beschützen möchte. Doch so kommen spannende familiäre Themen auf, die für reichlich Diskussionsbedarf sorgen können, trotz einer geringen Laufzeit.

    Kampf gegen den Teufel
    Davon abgesehen mag die Geschichte recht klassisch ausgefallen sein, um ein von Satan gezeugtes Baby, das unter allen Umständen vernichtet werden muss. Damit mag man den normalen Zuschauer zwar nicht vom Hocker hauen, doch Genrefans werden immerhin ihren Spaß haben, schließlich versteht Carpenter sehr viel von seinem gewohnten Handwerk. Nichts desto trotz sieht man „Pro-Life“ aber auch das geringe Budget an, denn gerade bei den Effekten, die insgesamt zurückhaltend eingesetzt werden, kann der Streifen nicht vollends überzeugen. Da wirken die dämonischen Bösewichte einfach zu künstlich und machen eher den Eindruck harmloser, wenig schreckenerregender Gummifiguren. Ähnliches gilt für die vereinzelten Goreszenen, die bei Schusswechseln zu Tage kommen. Hier mögen zwar ganze Köpfe regelrecht explodieren und an der Wand kleben, doch ein reales Erscheinungsbild kommt nur selten zu Tage. Echten Genrefans mag das angesichts der Atmosphäre nur wenig nur wenig stören, doch für Genrereferenz reicht das leider wirklich nicht. Da mag man sich über die Verweigerung einer Altersfreigabe bei der „Black Edition“ doch sehr wundern, denn wir haben uns tatsächlich die ungeschnittene Fassung zu Gemüte geführt. Hier sei darauf hingewiesen, dass die Fassung ab 18 Jahren leider nicht unzensiert ist. Fans des klassischen Horrors sei „Pro-Life“ aber auf jeden Fall wärmstens empfohlen.

    Fazit:
    John Carpenter beweist einmal mehr, dass er auch mit niedrigem Budget einen soliden Horrorstreifen auf die Beine stellen kann und beschert uns unterhaltsame und spannende knapp sechzig Minuten.