Midnight Sun - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Midnight Sun

    Midnight Sun


    Land/Jahr:
    USA 2017
    Genre:
    Drama
    Regie:
    Scott Speer
    Darsteller:
    Bella Thorne
    Patrick Schwarzenegger
    Rob Riggle
    Quinn Shephard
    FSK:
    ab 0 Jahren
    Dauer:
    93 Minuten
    Kaufstart:
    24. August 2018
    Label:
    Universum Film

    Im Leben der 17-jährigen Katie dreht sich alles nur um ihre Musik. Tagsüber komponiert sie eigene Songs und abends sitzt sie am liebsten in der Dunkelheit am Bahnhof und singt mit ihrer Gitarre vor den wenigen Fahrgästen, die in ihrer kleinen Stadt ankommen. Das ist aber auch kein Wunder, hat Katie schließlich kein so normales Leben, wie all ihre Gleichaltrigen: Seit ihrer Kindheit leidet sie nämlich an einer Krankheit, wegen der das Sonnenlicht für sie tödlich sein kann. Der ganz normale pubertäre Alltag bleibt ihr somit wohl für immer verwehrt. Das soll sie allerdings nicht davon abhalten, eine Beziehung mit Charlie einzugehen, den sie schon seit Jahren immer wieder von ihrem Fenster aus beobachtet. Dumm nur, dass der von ihrer Krankheit noch gar nichts ahnt…

    Kritik:
    Schon in der Pubertät unter schlimmen Krankheiten zu leiden, bedeutet für so manchen Betroffenen eine starke Einschränkung der eigenen Lebensqualität. Und vor allem das Liebesleben ist damit alles andere als einfach – das soll auch der Sohn von Arnold Schwarzenegger in diesem Film erfahren dürfen…

    Teenie-Film mit Extras
    Interessierte Zuschauer sollten sich von der ersten halben Stunde des Films allerdings nicht abschrecken lassen. Auf den ersten Blick wirkt „Midnight Sun“ schließlich wie ein typischer Teenie-Film, der fast alle Klischees ein bisschen zu bieten hat: Die erste große Liebe, schüchterne Mauerblümchen, ausgefallene Partys und der übliche Stress des eigenen Highschool-Abschlusses. Irgendwie bekommen wir doch den typischen Coming-of-Age-Streifen zu sehen, der ein Teenie- und Highschool-Klischee nach dem anderen zu bieten hat und sich anfänglich damit noch schwer tut, sich von den anderen Genrevertretern abzuheben. Immerhin: Auf den üblichen vorpubertären Humor verzichtet „Midnight Sun“ dann aber doch. Nicht zuletzt, weil es sich im Kern eigentlich um ein tieftrauriges Drama handelt, das ganz und gar nicht auf der humorvollen Schiene fahren möchte.

    Die Einschränkung einer Krankheit
    „Midnight Sun“ hat nämlich dieses eine wichtige Extra, durch welches das Drama sich dann doch deutlich von üblichen Teenie-Filmen unterscheidet. Denn unter der anfänglichen Fassade steckt ein emotional stark aufgeladenes Drama um Krankheiten und eine verpasste Jugend. Hauptfigur Katie kann nämlich an all dem typischen Teeniefilm-Kram einfach nicht teilnehmen und berührt den Zuschauer hinter ihren Spezialfenstern damit schon recht frühzeitig. Bella Thorne gelingt ihre Rolle, die zugleich ein charakterlicher Spagat bedeutet, dabei brillant: Einerseits ein ganz normales Teenie-Mauerblümchen voller Schüchternheit zu spielen und andererseits trotzdem die ernsthafte starke Persönlichkeit zu verkörpern, die sich für ihre Erkrankung schämt und einfach nur versucht, ein ganz normales Leben zu führen und dabei nicht auf ihre Krankheit reduziert zu werden. „Midnight Sun“ schafft es zu jedem Zeitpunkt, die Handlungsweisen ihrer Hauptfigur stets nachvollziehbar und glaubwürdig darzustellen.

    Die Traurigkeit des Lebens
    Spätestens, wenn die Krankheit früher oder später im Mittelpunkt der Geschichte von „Midnight Sun“ steht, ist dann allerdings auch der vorherige Teeniefilm-Charakter komplett verflogen. Dann nämlich geht der Streifen dermaßen unter die Haut, dass selbst abgehärtete Drama-Fans zu Tränen gerührt sein könnten und am besten die Taschentücher in der Nähe liegen haben. Auch das sorgt zugleich dafür, dass sich „Midnight Sun“ positiv von anderen Teenie-Filmen abheben kann: Der Mix aus lockeren Highschool-Parties einerseits und die extreme Emotionalität und Dramatik des Films andererseits sorgen für eine Kombination, die man so nicht allzu häufig zu sehen bekommt. Da kann man dann auch verschmerzen, dass Patrick Schwarzenegger als athletischer Musterschüler mit Sportstipendium ein bisschen zu tief in die Klischeekiste greift. Denn eines ist sicher: Die emotionale Seite eines Charakterdarstellers hat er vielleicht jetzt schon besser drauf, als sein verwandter Actionheld.

    Fazit:
    Obwohl „Midnight Sun“ auf den ersten Blick wie ein typischer Teenie-Film wirkt, verbirgt sich unter seiner Oberfläche ein hochemotionales Drama über eine Krankheit, das selbst abgehärtete Zuschauer berühren wird.

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