Virtual DVD Magazine – DVD-Reviews » Reviews / Kritiken » Mechanic: Resurrection


Mechanic: Resurrection


Mechanic: Resurrection

Land/Jahr:
USA 2016
Genre:
Action
Regie:
Dennis Gansel
Darsteller:
Jason Statham
Tommy Lee Jones
Jessica Alba
Michelle Yeoh
FSK:
ab 16 Jahren
Dauer:
99 Minuten
Kaufstart:
27. Dezember 2016
Label:
Universum Film



Der Auftragskiller Arthur Bishop wollte seine Vergangenheit eigentlich hinter sich lassen, als er sich auf den schönen Inseln nahe Thailand niederließ. Doch daraus wird so schnell offenbar nichts. Sein erbitterter Erzfeind Crain, der ihm schon seit seiner Kindheit das Leben zur Hölle machen möchte, erwartet von Bishop nämlich noch die Erfüllung einiger weiterer Aufträge. In fünf Tagen soll er auf verschiedenen Kontinenten gleich drei Zielpersonen ausschalten und den Tod wie einen Unfall aussehen lassen. Dummerweise lässt sich Crain dafür allerdings einiges einfallen, verkuppelt er den ehemaligen Killer nämlich nicht nur mit einem hübschen Mädchen, sondern entführt sie anschließend kurzerhand auch noch, sobald sich Bishop in sie verliebt hat. Das verleiht der Auftragsforderung nämlich erst den nötigen Nachdruck, der dazu führen soll, dass Bishop fortan alles tun würde, um seine neue Freundin zu retten…

Kritik:
Jason Statham hat vor allem einen Ruf: Wenn sein Name auf dem Cover steht, können die Zuschauer in aller Regel einen rasanten und packenden Actionstreifen erwarten. Das muss nicht immer mit einer tiefgehenden Story einhergehen, hat aber für gewöhnlich herausragende Actionchoreographien zu bieten. Und genau so ein Film möchte auch „Mechanic: Resurrection“ sein.

Ein typischer Statham
Das wird auch bereits nach weniger als fünf Minuten ersichtlich, wenn unser allseits geliebter Actionheld Statham schon gleich zu Beginn die erste Nahkampfszene zu bieten hat. Denn schon hier wird klar, worum es im Kern letztendlich gehen soll: Statham, der hier den ehemaligen Auftragskiller Bishop mimt, soll mehrere komplizierte Ziele umbringen und hat daran eigentlich überhaupt kein Interesse. Mal abgesehen von der Tatsache, dass obendrein auch noch seine baldige neue Freundin entführt wird, war es das im Kern allerdings auch schon in Sachen Story. Wie üblich bleibt „Mechanic: Resurrection“ also recht dünn, bietet aber grundsolide Actionkost, deren Szenen sich definitiv sehen lassen können. Nicht nur deswegen, weil sich Statham nur allzu gerne in luftige Höhen bewegt, wirklich waghalsige Manöver durchführt oder – sehr passend an der Seite von Jessica Alba – die wunderschönen Inseln von Thailand unsicher macht. Das hat zugleich natürlich auch beeindruckende Bilder zu bieten, denn der hübsche Urlaubsort ist wahrlich ein Augenschmaus.

In den Fußstapfen von Hitman
Richtig spannend wird „Mechanic Resurrection“ allerdings erst im zweiten Drittel, wenn unser Hauptdarsteller sich tatsächlich an die Arbeit macht, seine drei geforderten Ziele zu ermorden. Dann nämlich lassen die Macher ihrer Kreativität freien Lauf und schaffen es tatsächlich, sich bei den Auftragsmorden ein bisschen was einfallen lassen. Denn wenn Statham sogar ein Hochsicherheitsgefängnis infiltrieren muss, oder an der Spitze eines gut bewachten Hochhauses auf sein nächstes Ziel treffen soll, hat schon allein die Vorbereitung reichlich Spannung zu bieten. Ein bisschen werden wir dabei sogar an den berühmten Agent 47 erinnert, der vor allem in der Videospielreihe „Hitman“ vergleichbare Aufgaben übernehmen muss. Statham lässt sich dafür zwar keinen Barcode auf den Hinterkopf tätowieren, schlüpft aber mitunter ebenfalls in besondere Kleidung, um unentdeckt an seine Zielperson heranzukommen. Spätestens hier wird dann klar, dass Actionfans tatsächlich voll auf ihre Kosten kommen.

Die undurchsichtige Alba
Doch auch die Nebendarsteller können sich sehen lassen und warten mit hochkarätigen Namen auf. So finden wir in diesem Streifen schließlich niemand geringeres als Jessica Alba und Tommy Lee Jones, die mal als Partner und mal als Widersacher an der Seite des Helden auftreten dürfen. Insbesondere Jessica Alba kann anfänglich in ihrer Rolle tatsächlich überzeugen, mimt sie zunächst doch einen recht undurchsichtigen Charakter. Denn wenn vom Feind geplant ist, dass sie sich an die Hauptfigur heranmachen soll, ist selten so ganz ersichtlich, ob sie ihre vermeintlich freundlich gesinnte Seite noch spielt, oder tatsächlich wahre Gefühle gegenüber Bishop zeigt. Schade ist allerdings, dass sich die Macher keineswegs die Mühe gegeben haben, an diesem interessanten Storykniff dauerhaft festzuhalten und Alba bei fortschreitender Laufzeit doch zu einem eher einseitigen und oberflächlichen Charakter wird. Denn sobald sich Statham auf die „Jagd“ begibt, bleibt von Albas Rolle nicht viel mehr übrig, als den hübschen Strandbody zu präsentieren und als Geisel eher den Statisten zu mimen. Schade.

Fazit:
Jason Statham liefert in seiner klassischen Rolle als Actionheld einmal mehr grundsolide Actionkost, die mit gekonnten Choreographien und waghalsigen Stunts begeistern kann. Dass die Story dabei insgesamt dünn ausgefallen ist und die hochkarätigen Nebendarsteller ihre Leistungen nicht immer gänzlich entfalten können, bleibt dann zwar schade, stellt sich für den Genrefan aber als nicht allzu problematisch heraus. Statham-Fans werden also auch an „Mechanic: Resurrection“ ihre Freude haben.

Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt..