Konferenz der Tiere - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Konferenz der Tiere

    Konferenz der Tiere


    Land/Jahr:
    D 2010
    Genre:
    Animation
    Regie:
    Reinhard Klooss
    Holger Tappe
    Darsteller:
    -
    FSK:
    ab 0 Jahren
    Dauer:
    89 Minuten
    Kaufstart:
    24. März 2011
    Label:
    Constantin Film


    Das Erdmännchen Billy und die anderen Tiere Afrikas leben eigentlich glücklich und zufrieden. Nur selten gibt es ernsthafte gewalttätige Auseinandersetzungen und alle haben sie gute Freunde und eine liebevolle Familie. Nur an eines fehlt es ihnen leider: Wasser. Nachdem der Fluss bereits völlig ausgetrocknet ist, bleibt ihnen nur noch eine kleine Wasserstelle, die nicht mehr lange ausreichen wird und um die sich selbst Nashörner und Büffel miteinander streiten. Um nicht zu verdursten, hat sich der furchtlose, aber tollpatschige Billy das Ziel gesetzt, endlich das Wasser zu finden. Doch seine Entdeckung wird die Tiere vor eine große Herausforderung stellen, bei der sie sich gegen die Menschen zur Wehr setzen müssen…

    Kritik:
    Spätestens seit dem Atom-Unglück in Fukushima ist ein Thema wieder topaktuell: Die Menschen zerstören die Natur. In „Konferenz der Tiere“ geht es allerdings nicht ganz so krass zur Sache, denn der Film behandelt eher die Problematik, dass den Tieren einmal mehr der Lebensraum entzogen wird. Beispielsweise, indem die Menschen riesige Staudämme bauen, um auf anderer Seite entsprechende Touristenattraktionen zu bauen. Selbst die Jagd auf Tiere geht ihnen dabei nicht zu weit.

    Animation mit Öko-Belehrungen
    Natürlich bietet „Konferenz der Tiere“ dabei einige ökologische Belehrungen, die den Zuschauern einmal mehr ihre eigenen Fehler der Menschheit vor Augen führen sollen. Auf unverschönte Weise wird dabei gezeigt, wie Menschen mit riesigen Kraftwerken die Landschaft zerstören und jede ihrer Handlungen gegen die Natur, eine Kettenreaktion hervorruft, von der auch sie selbst betroffen sein werden. Sicherlich mag nun klar sein, dass sich nicht jeder Zuschauer mit derartigen Belehrungen anfreunden kann, doch negativ anrechnen kann man dies dem Film definitiv nicht, denn er führt lediglich die Wahrheit vor Augen. Außerdem ist der Film so auf indirekte und geschickte Weise auch lehrreich für die Kinder, sodass man sich den Film auf jeden Fall als gewaltfreie Alternative zum üblichen Kinderfernsehprogramm zulegen kann.

    Witzige Charaktere
    Um allerdings nicht zu sehr den Zeigefinger auf den Zuschauer zu richten und den Film äußerst unterhaltsam zu machen, hat man besonders viel Wert auf Humor gelegt. Und den haben besonders die Charaktere der Tiere zu verantworten. Ganz an der Front sehen wir dabei den „wuschigen“ und tollpatschigen Billy, der als Erdmännchen versucht, sich auf die Suche nach Wasser zu machen. Er tappt dabei immer wieder in die dümmsten Situationen und schafft es, den Zuschauer mit seiner recht lebensmüden Zielstrebigkeit immer wieder zu belustigen. Allein schon für diesen Charakter lohnt sich der Film allemal. Aber auch die anderen Tiere, wie der Elefant und der Koala, die mit ihrer schrägen Haarpracht für so einige Gags gut sind, dürfen nicht fehlen. Wenn dann außerdem noch ein Affe als Orakel zur Beratung der „Tierpräsidentin“ herhalten darf, wird den Politikern auf ziemlich direktem Wege ein Spiegel vors Gesicht gehalten, sodass „Konferenz der Tiere“ auf versteckte Weise sogar politischen Stoff für Erwachsene bietet. Zugegeben, man hätte es kaum geschickter angehen können, einen Animationsfilm für Erwachsene interessant und für Kinder verständlich zu gestalten. „Konferenz der Tiere“ sei also der ganzen Familie ans Herz gelegt und stellt das perfekte Geschenk für Ostern dar.

    Fazit:
    Witziger Animationsfilm für die ganze Familie, der für Kinder besonders spannend und für Erwachsene nicht uninteressant ist, sowie mit seinen hervorragenden und humorvollen Charakteren jede Altersklasse begeistern kann. Absolut sehenswert!