Kiss the Coach - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Kiss the Coach

    Kiss the Coach


    Land/Jahr:
    USA 2012
    Genre:
    Liebesdrama
    Regie:
    Garbiele Muccino
    Darsteller:
    Gerard Butler
    Jessica Biel
    Uma Thurman
    Catherine Zeta-Jones
    Dennis Quaid
    Judy Greer
    FSK:
    ab 0 Jahren
    Dauer:
    106 Minuten
    Kaufstart:
    30. August 2013
    Label:
    Splendid


    George war einst einer der berühmtesten und besten Fußball-Profis und konnte im wahren Luxus leben. Doch davon ist nicht mehr viel übrig: Die Karriere liegt lange Zeit zurück, auf dem Konto herrscht längst Ebbe und auch die einst so geliebte Frau heiratet bald einen anderen. Nur noch der gemeinsame Sohn macht ihm da Hoffnung, versucht er schließlich alles, um endlich sein Herz zurück zu gewinnen. Da kommt es ihm gerade recht, dass dessen Jugend-Fußballmannschaft dringend einen neuen Trainer sucht. Erst einmal in seinem neuen Job angekommen, hat er fortan nur noch Augen für seine Ex-Frau, schließlich wünscht er sich nichts mehr, als sie zurückzugewinnen. Leider ist das keine leichte Aufgabe, angesichts der Tatsache, dass die Mütter Patti, Denise und Barb alle gleichermaßen um den hübschen Fußballspieler werben…

    Kritik:
    Frauen lieben sie: Fußballstars sind seit je her heißbegehrt beim anderen Geschlecht. Nicht allzu selten würde so manche Frau alles dafür tun, um einen gut aussehenden, heiß begehrten Profi-Spieler zu angeln. Damit erfüllt „Kiss the Coach“ nicht zuletzt so manches Klischee, konzentriert sich aber im Kern auf eine ganz klassische Lovestory.

    Frauenschwarm mit Liebeskummer
    George, gespielt von Gerard Butler, passt da perfekt in die Rolle: Mit einem – offensichtlich aus Sicht der Frauen – hervorragenden Aussehen, hat er als ehemaliger Fußball-Profi gleich drei Frauen auf einmal an der Backe. So ziemlich jede will ihn unbedingt für sich gewinnen, oder einfach nur ihren Spaß dabei haben, den eigenen Mann zu betrügen, ganz ohne Rücksicht auf Verluste. Nur George selber hat ganz anderes im Sinn: Er will unbedingt seine Ex-Frau zurück und die ist ausgerechnet die einzige Frau, die bisher kein Auge mehr auf ihn geworfen hat. Das mag insgesamt eine locker witzige Story ergeben, kommt aber im Hinblick auf die beiden Nebenbuhlerinnen nicht ganz so glaubwürdig rüber. Ganz ohne Vorlaufzeit schmeißen die sich schließlich ihrem Schwarm um den Hals und sind dabei so unrealistisch direkt, dass wir ihnen die Rolle allesamt nicht wirklich abkaufen. Lediglich Butler kommt dabei halbwegs glaubwürdig rüber, punktet aber eher als einfühlsamer Familienvater.

    Emotionen für Jessica Biel
    Ganz anders erscheint da Jessica Biel, die in der zweiten Hauptrolle ganz klar den stärkeren Charakter abbekommen hat. Sie ist keineswegs nur ein Flittchen für ein wenig Abwechslung, sondern die große Familienfrau mit riesigem Herz und enormen Emotionen. Ihre Rolle kann sie dabei herausragend spielen und überzeugt in traurigen Momenten auf ganzer Linie, wenn sie mit Tränen in den Augen vor ihrem Ex-Mann steht. Dumm nur, dass die gesamte Handlung kaum aufgesetzter und klischeehafter sein könnte und alle anderen Nebencharaktere einfach viel zu oberflächlich erscheinen. Selbst der vermeintliche neue Mann der Ex-Frau bleibt farblos und zeigt trotz offensichtlicher Annäherungen keinerlei Eifersuchtsmomente. Schade, denn da wäre weitaus mehr möglich gewesen und „Kiss the Coach“ pendelt sich eher im Durchschnittsbereich ein. Einzige Hoffnung, die bleibt: Die dramatische Familienstory.

    Familienmomente ohne Humor
    Klar ist: „Kiss the Coach“ ist keineswegs als Komödie angelegt, sondern versteht sich eher als typisches Liebesdrama. Dementsprechend werden unsere Lachmuskeln nicht wirklich gefordert, sondern einzelne Momente regen eher zum Schmunzeln an. Insgesamt steht sowieso die Familienstory rund um den Sohn im Mittelpunkt und dabei können beide Hauptfiguren vollends aufgehen. Gerard Butler, als Vater mit zahlreichen Fehlern und Problemen will in seinem Wochenendkontakt mit dem Sohn endlich die Beziehung neu aufbauen und Jessica Biel, als bald neu verheiratete Mutter, kann den Vater ihres Kindes einfach nicht vollständig aus ihrem Leben ausschließen. Realistisches, emotional und spannend erzähltes Familiendrama, das uns komplett in ihren Bann zieht, jedoch auch hier noch etwas mehr Tiefgang durchaus hätte vertragen können. Dennoch eignet sich „Kiss the Coach“ perfekt als unterhaltsamer Familienfilm.

    Fazit:
    Emotionales Familien- und Liebesdrama mit einem herausragenden Gerard Butler und einer glaubwürdigen Jessica Biel. Leider wird das Gesamtpaket durch farblose Nebencharaktere und einer wenig innovativen Story etwas getrübt.