Killer’s Bodyguard - Kritik – Virtual DVD Magazine


Killer’s Bodyguard


Killer’s Bodyguard

Land/Jahr:
USA 2017
Genre:
Action
Regie:
Patrick Hughes
Darsteller:
Ryan Reynolds
Samuel L. Jackson
Gary Oldman
Selma Hayek
Elodie Yung
FSK:
ab 16 Jahren
Dauer:
118 Minuten
Kaufstart:
12. Januar 2018
Label:
Eurovideo



Michael Bryce galt als der weltweit beste Bodyguard, für den kein Job zu schwierig war. Das änderte sich allerdings schlagartig, als einer seiner Klienten durch einen gezielten Kopfschuss getötet wurde. Damit verliert Michael nicht nur sein hohes Ansehen, sondern auch noch zahlreiche seiner lukrativen Jobs. Mit eher einfachen und wenig schmeichelhaften Tätigkeiten muss er sich fortan herumschlagen, obwohl er eigentlich keine seiner Fähigkeiten verloren hat. Bis eines Tages seine Ex-Freundin Amelia anruft, die bereits seit einigen Jahren für Interpol tätig ist. Denn bei der Überführung eines inhaftierten Auftragskillers von London nach Den Haag, um dort eine wichtige Aussage zu tätigen, kommt es zu schwerwiegenden Komplikationen. Denn während einige Gangster unbedingt seine Aussage verhindern wollen, ist es nun Michael Bryce’ Job, den Gefangenen sicher in die Niederlande zu bringen. Dumm nur, dass es sich bei dieser Person ausgerechnet um seinen Erzfeind handelt…

Kritik:
Weg von den Komödien, hin zu ernstzunehmenden Actionrollen: Diesen Weg hat Ryan Reynolds sicherlich spätestens seit „Deadpool“ angetreten. Doch mit „Killer’s Bodyguard“ erinnert er vielleicht sogar ein bisschen an vergangene Tage.

Nachfolger von Bruce Willis
Erinnert ihr euch noch an die diversen Actionstreifen aus den 1980er und 1990er Jahren, in denen Bruce Willis und Samuel L. Jackson gemeinsam Seite an Seite kämpften und sich dabei nur allzu gern lockere Sprüche zu warfen? Legendär dürfte hier etwa der dritte Teil der „Stirb langsam“-Reihe sein, in der sie als ungleiche Kollegen für reichlich Unterhaltung sorgten. Und genau in diese Fußstapfen von Bruce Willis scheint nun auch Ryan Reynolds treten zu wollen, der über zwanzig Jahre später ein ähnliches Buddy-Movie mit Samuel L. Jackson abliefert. Action und lockere Sprüche natürlich im Mittelpunkt, aber vor allem mit dem großen Spaßfaktor an ihrer Seite, weil die beiden Hauptdarsteller in ihren Rollen nämlich keineswegs Freunde sind, sondern verbitterte Erzfeinde, die sich am liebsten gegenseitig über den Haufen schießen würden. Und das macht ziemlich viel Spaß.

Yo, Motherfucker!
Denn so einfach die Handlung um einen Bodyguard, der seinen Erzfeind über die Grenze bringen muss, auch sein mag, tragen Ryan Reynolds und Samuel L. Jackson schließlich die Handlung. „Killer’s Bodyguard“ funktioniert unterm Strich nämlich einzig und allein wegen der witzigen und ebenfalls an die 80iger Jahre erinnernden Dialoge, bei denen Jackson mit seinen bekannten Schimpfwörtern nur allzu gerne um sich wirft. Das Problem dabei: Da die Actionkomödie daneben eigentlich recht wenig zu bieten hat, kann das beinahe zweistündige Dauergezicke der beiden Herren auf die Dauer auch ein wenig nerven. Jackson hält sich schließlich auch nicht gerade damit zurück, hier und da etwas unter die Gürtellinie zu greifen und seinen Kollegen mit Fäkalsprache zu attackieren. Die alten Fans der „Stirb langsam“-Reihe werden daran vermutlich auch mit Ryan Reynolds ähnlich viel Spaß haben, wie in den vergangenen Zeiten, doch für besonders anspruchsvolles Kino reicht es bei „Killer’s Bodyguard“ damit bei weitem nicht.

In den Grachten von Amsterdam
Darüber hinaus punktet der Streifen aber vor allem mit leichter Kost, da er überwiegend auf rasante und durchaus ansehnliche Actionszenen setzt. Schießereien, Nahkampfszenen und Verfolgungsjagden gehören da natürlich an die Tagesordnung und halten den Spannungsbogen überraschend weit oben. Letztere gehören hierbei zu den Highlights, was wir vor allem den großartigen Kulissen zu verdanken haben. Neben den umfangreichen Szenen in London zu Beginn des Films, setzt „Killer’s Bodyguard“ nämlich auf die schöne niederländische Hauptstadt Amsterdam und inszeniert seine Verfolgungsjagden inmitten der idyllischen Grachten. Selbstverständlich auch einmal auf einem Schnellboot, was mit Samuel L. Jackson am Steuer nochmal ein zusätzlicher Hingucker ist. Wer also auf die alten 80iger Jahre Sprüche in Kombination mit schneller Action abfährt, aber auf eine allzu komplexe Story keinen großen Wert legt, kann bei diesem Film nicht viel falsch machen.

Fazit:
Ryan Reynolds schlüpft erstmals in die wahrhaften Fußstapfen von Bruce Willis und liefert ein rasantes Buddy-Movie mit Samuel L. Jackson ab, das so manchen Fan an alte Zeiten erinnert.

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