Kickboxer: Die Abrechnung - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Kickboxer: Die Abrechnung

    Kickboxer: Die Abrechnung


    Land/Jahr:
    USA 2018
    Genre:
    Martial Arts
    Regie:
    Dimitri Logothetis
    Darsteller:
    Alain Moussi
    Jean-Claude Van Damme
    Christopher Lambert
    Mike Tyson
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    111 Minuten
    Kaufstart:
    27. April 2018
    Label:
    Ascot Elite

    Noch nicht lange ist es her, dass Kurt Sloane den begnadeten thailändischen Kämpfer Tong Po ermordet hat, um sich für den Tod an seinem Bruder zu rächen. Nun allerdings soll er die Konsequenzen für seine Tat endgültig zahlen müssen, als er plötzlich die nächste Zeit in einem thailändischen Gefängnis verbringen muss. Dafür ist allerdings nicht die Justiz verantwortlich, sondern viel mehr Sport-Promoter Thomas Moore, der mit dem Tod von Tong Po seinen lukrativsten Kämpfer verloren hat und das Geld nun irgendwie wieder zurückgewinnen möchte. Von ihm erhält Kurt kurzerhand einen Deal: Wenn er für ihn gegen den neuen Champion, einen mit 200 kg Muskeln bepackten Schwergewichtskämpfer um Leben und Tod kämpft, kommt er nicht nur aus dem Gefängnis frei, sondern gewinnt außerdem seine entführte Frau zurück, die sich längst in den Händen von Moores Schergen befindet. Dumm nur, dass das Leichtgewicht Sloane womöglich kaum eine Chance gegen den übermächtigen Gegner haben wird…

    Kritik:
    Als vor nicht einmal zwei Jahren das eher bescheidene Reboot der „Kickboxer“-Reihe in die deutschen Läden kam, hatten die Macher offenbar längst nicht genug. Erneut schlüpft Martial Arts-Legende Jean Claude Van Damme in die Rolle des Trainers und schickt seinen Schützling in einen schier aussichtslosen Kampf.

    Kämpfer in Eile
    Hatte es der Vorgänger tatsächlich geschafft, Gefallen zu finden, darf man sich über den neuesten Teil „Die Abrechnung“ sicherlich freuen. Der zweite Teil der Reboot-Reihe setzt nämlich nahtlos an die Story des Vorgängers an und befasst sich mit den Konsequenzen des vorangegangenen Kampfes. Umfangreiches Vorwissen ist dabei nicht unbedingt erforderlich, kann aber zumindest von Vorteil sein: In kleineren Rückblenden sehen wir noch einmal Ausschnitte aus dem Kampf gegen Tong Po und werden in die Hintergründe der Handlung eingeführt. Schade ist dabei allerdings, dass es „Kickboxer: Die Abrechnung“ offenbar ein bisschen zu eilig hat und eine Storyeinführung lediglich anreißt. In der ersten halben Stunde des Films lässt sich der Streifen mit der Vorstellung seiner Charaktere und der Motive eher wenig Zeit. Die dünne Handlung wird schnell runtergerattert und eine Actionszene an die andere gereiht. Dabei übertreibt Regisseur Dimitri Logothetis manchmal gar so sehr, dass wir den Zusammenhang der ersten Actionszene über einen längeren Zeitraum kaum nachvollziehen können.

    Gelungene Choreographien
    Dennoch stellt es sich als gute Entscheidung heraus, die Fortsetzung des Reboots in neue Hände zu geben und die Person auf dem Regiestuhl gewechselt zu haben. Zumindest deshalb, weil Logothetis die Inszenierung seiner Actionchoreographien insgesamt etwas besser meistern kann. Das macht sich auch darin bemerkbar, dass „Kickboxer: Die Abrechnung“ häufig ein wenig mutiger und experimenteller in Erscheinung tritt, als noch sein Vorgänger. Dieses Mal wird mit ausgefallenen Kameraperspektiven und intelligenten Schnitten ein wenig mehr Abwechslung präsentiert. Interessant wird das dann, wenn sich die Actionchoreographie als derartig gelungen herausstellt, dass es dem Streifen manchmal gar gelingt, multiple Actionszenen in einem Rutsch ohne jegliche Schnitte zu inszenieren. Das hinterlässt dann durchaus selbst beim erfahrenen Martial Arts-Fan ein wenig Eindruck und ist eine qualitative Steigerung im Vergleich zum ersten Film.

    Der blinde Kämpfer
    Dennoch hat leider auch Logothetis kein wirkliches Händchen für einen langsamen und gekonnten Spannungsaufbau. Nicht zuletzt deshalb, weil die eigentliche Story innerhalb von zehn Minuten praktisch auserzählt ist und ähnlich wenig hergibt, wie noch bei „Kickboxer: Die Vergeltung“. Die zahlreichen Actionszenen, die einen Großteil des Films füllen, haben zwar meistens tatsächlich einen Unterhaltungswert, können aber zuweilen auch etwas ermüden, weil der Fokus auf eine interessante Handlung generell häufig fehlt. Daran kann dann auch die Legende Van Damme nicht mehr viel ändern, liefert er doch als blinder Trainer, der die Bewegungen seines Gegners zu spüren vermag, eher eine Klischeerolle ab, die so manchem Actionfan aus anderen Filmen bereits bekannt vorkommen mag. Sympathiepunkte kann er damit zwar sicherlich angeln, den großen Wurf liefert der Film damit aber trotzdem nicht ab. Somit bleibt auch „Kickboxer: Die Abrechnung“ weit hinter seinen Möglichkeiten zurück und reiht sich ebenfalls in die Reihe der eher durchschnittlichen Produktionen ein.

    Fazit:
    Mit ein wenig mehr Experimentierfreude und fantastischen Actionchoreographien kann sich „Kickboxer: Die Abrechnung“ zumindest im Vergleich zum ersten Reboot-Film ein wenig steigern. Doch auch dem neuen Regisseur fehlt leider das Händchen für gekonnte Dramaturgie, sodass auch dieser Streifen insgesamt zu holprig inszeniert wurde und mit einer eher dünnen Story auskommen muss.

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