Justin Bieber: Never Say Never - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Justin Bieber: Never Say Never

    Justin Bieber: Never Say Never


    Land/Jahr:
    USA 2011
    Genre:
    Musik
    Regie:
    Jon Chu
    Darsteller:
    Justin Bieber
    Miley Cyrus
    Usher
    Boys II Men
    FSK:
    ab 0 Jahren
    Dauer:
    111 Minuten
    Kaufstart:
    8. September 2011
    Label:
    Paramount
    Home Entertainment


    Bereits als kleiner Junge zeigte sich das große Musiktalent von Mega-Star Justin Bieber. Mit einer niedlich-kindlichen Stimme, einem außerordentlichen Rhythmusgefühl und frühen Gitarrenkünsten konnte er bereits im sehr frühen Alter seiner Verwandtschaft beweisen, dass er das Zeug zum internationalen Musikstar hat. Dank seinen Produzenten und der Zusammenarbeit mit Superstar „Usher“ hat er es heute geschafft, selbst den berühmten Madison Square Garden zu füllen. Soweit das Auge reicht, schreien und kreischen ihm die weiblichen Fans nach und brechen in Tränen aus, sobald sie ihrem Idol gegenüber stehen. Ein Phänomen, das sicherlich Geschichte geschrieben hat…

    Kritik:
    Für die männlichen Musikliebhaber ist es oftmals ein absolutes Rätsel, weshalb Mädchen derartige Gefühlsausbrüche erleiden, wenn sie ihrem Idol und Vorbild gegenüber stehen. Massen von Menschen stürmen regelmäßig seine Konzertauftritte und würden so ziemlich alles dafür geben, ihn endlich persönlich kennenzulernen. Nun bekommen wir mit dem „Director’s Fan Cut“ endlich einen tieferen Einblick in das Leben des jungen Justin Bieber und begleiten ihn bei seinen Konzertauftritten und seiner Laufbahn. Wir sehen ihn bei seinen ersten Gitarrenversuchen, können ihn im Studio erleben und bekommen ihn auch beim persönlichen Kontakt mit seinen Fans zu sehen. Das perfekte Material für seine Fans also – doch kann „Never Say Never“ auch für Nicht-Fans interessant sein?

    Auf dem Weg zum Star
    Aufgebaut wurde Justin Biebers Film „Never Say Never“ ganz im klassischen Stil einer Laufbahns-Begleitung mit Einbringungen von Interviews und diversen Konzertauftritten. Wie auch bereits bei anderen derartigen Produktionen, wie den „Jonas Brothers“ sehen wir dabei hinter die Kulissen des bekannten Popstars und bekommen einen tieferen Einblick in sein Leben. Besonders die vielen Videos aus seiner Kindheit dürften Fans wohl jederzeit begeistern, wenn wir selbst als Nicht-Fan sehen können, welch großes Talent in diesen Kinderschuhen steckte. Die Gastauftritte von Usher, Miley Cyrus und diversen anderen Weltstars tun außerdem ihr Übriges und können die Fans immer wieder zum Kreischen und Staunen bringen.

    Dabei macht „Never Say Never“ handwerklich auf jeden Fall alles richtig. Perfekt zusammengeschnitten wurden da die Auftritte, Interviews und Rückblenden, sodass keine Szene auch nur im Geringsten unpassend oder aufgesetzt wirkt. In den Storyablauf fügen sich alle Szenen stets perfekt ein und liefern uns im passenden Zeitpunkt immer das passende Hintergrundmaterial. Da sind dann besonders die Bühnenmitschnitte von Justin Bieber ein besonderes Schmankerl, die auch ein optisches Highlight darstellen. Unterdessen können die teils uninteressanten Privatvideo-Aufnahmen von Fans nicht immer punkten, vermitteln jedoch den Eindruck, den sich der Film vorgenommen hat: Eine Schnittfassung für Fans. In dem Sinne bleibt es also dabei: Das optimale und interessanteste Material für Fans.

    Der umgeleitete Sänger
    Für Nicht-Fans allerdings stellt sich schnell das Problem heraus, dass ihm die Fanaufnahmen immer wieder suspekt erscheinen könnten. Nachvollziehen kann das Gekreische da wohl so gut, wie niemand und es gibt ohnehin kein Material zu sehen, das nicht komplett auf die Fans abgestimmt ist. Gleichzeitig müssen wir allerdings auch auf Selbstkritik und Hintergrundinformationen verzichten. Eine wirkliche Erklärung für den Erfolg von Justin Bieber gibt es ebenso wenig, wie ein ausgiebiger Blick in die Hintergründe seiner Musik – abgesehen von kurzen Studioaufnahmen und gelegentlichem Backgroundmaterial. Insgesamt wirkt dieses allerdings eher, wie übertriebene Selbstbeweihräucherung und Eigenlob, denn von Kritik und den Problemen des Stars gibt es nichts zu sehen. Der Umgang mit dem riesigen Fanandrang, der Wunsch nach anderen Wegen, oder gar die Ängste des Musikers suchen wir vergeblich. Alles scheint perfekt in einer Welt voller Glamour, die einzig dem positiven Image gegenüber den Fans gilt. Immerhin erfahren aufmerksame Zuschauer anhand der Kindheitsaufnahmen eines: Justin Bieber ist ein gemachter Star, der von Produzenten in die Pop-Richtung gezerrt wurde und nur deshalb stets mit seiner kindlichen Baby-Stimme auftritt. Sein wahres Talent erkennen wir dann, wenn er sich in Privataufnahmen an Ne-Yo-Songs versucht, oder sich selbst einmal hinter das Schlagzeug setzt. Doch für diese Erkenntnis ist Kritik seitens des Films selbst nicht einmal nötig.

    Fazit:
    Ein Muss für Justin Bieber-Fans: „Never Say Never“ begleitet das Teenie-Idol bei seinem Weg zum Star und zeigt uns sowohl Kindheitsaufnahmen, Bühnenmitschnitte, als auch Backgroundmaterial. Für Nicht-Fans allerdings wenig empfehlenswert.