Ironclad - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Ironclad

    Ironclad


    Land/Jahr:
    GB 2010
    Genre:
    Action
    Regie:
    Jonathan English
    Darsteller:
    James Purefoy
    Paul Giamatti
    Jason Flemyng
    Kate Mara
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    116 Minuten
    Kaufstart:
    7. Oktober 2011
    Label:
    Universum Film


    England im Jahre 1925: Der berüchtigte King John muss längst mitansehen, wie sein Land im blutigen Krieg untergeht. Seit er seinerzeit die Magna Carta gezwungenerweise unterzeichnen musste, gestand er dem Adel grundlegende Rechte gegenüber der Krone zu. Nun jedoch will er das Land erneut unter seine Tyrannei bringen und verstößt dabei rigoros gegen das selbst unterzeichnete Abkommen. Nun beginnt er einen blutigen Feldzug gegen das eigene Volk, bei dem er sich wahllos durch die Städte mordet und jeden rebellierenden Gegner brutal hinrichtet. Doch unterdessen wird die Rebellion immer größer, sodass sich zahlreiche Menschen dem Widerstandskampf an der Seite des Tempelritters Marshal anschließen. Gemeinsam lassen sie sich auf einer nahegelegenen Festung nieder, um von dort den blutigen Kampf gegen das übermächtige Regime des Königs aufzunehmen. Ein Kampf bis auf den letzte Krieger beginnt…

    Kritik:
    Die Geschichten um die berühmten Tempelritter sind allseits beliebt und dank herausragender Film, wie „Braveheart“ bleibt auch das Genre im Allgemeinen sehr gern gesehen. Nun wagt sich allerdings „Ironclad“ einmal an eine etwas brutalere Version der Geschichte und konfrontiert seine Protagonisten sogar mit neuen Herausforderungen und ungewöhnlichen Gegnern. Denn nicht oft kommt es vor, dass die besagten Tempelritter gegen das eigene Regime ankämpfen.

    Ein Tempelritter im Kampf gegen die Kirche
    Eigentlich sollte jeder wissen: Ein Tempelritter kämpft grundsätzlich unter der Anweisung der Kirche und befolgt grundsätzlich die direkten Befehle des Papstes. Als streng gläubige Katholiken glauben sei dabei an die Macht des allmächtigen Gottes und kämpfen aus ihrer Sicht grundsätzlich ehrenvoll im Namen des Kreuzes. Doch auch für einen Tempelritter soll einmal der Zeitpunkt kommen, an dem er die Vorherrschaft es Königs als „rechte Hand Gottes“ nicht mehr weiter mit ansehen kann. All die vielen brutalen Morde am eigenen Volk, die vom König ausgeübt und vom Papst abgesegnet werden, sind einfach zu viel für einen gewissenhaften Mann. Grund genug also sich als Quasi-Söldner auf die Seite der Widerstandskämpfer zu schlagen und dort nebst Gewissensbissen und Problemen mit dem anderen Geschlecht, den Krieg gegen das Heer des Königs aufzunehmen. Alle sind dabei von ihrer Sache überzeugt und kämpfen für die Bürgerrechte. Dabei machen sie eine überaus gute Figur und können in allen Punkten jederzeit überzeugen, allen voran James Purefoy als kampferprobter und brutaler Tempelritter.

    Der Krieg ist brutal
    Insgesamt kann man „Ironclad“ durchaus auch als ein Beinahe-Kammerspiel betrachten, da der Film seine Kulisse nur selten verlässt. Immerhin haben sich die Rebellen auf einer Festung verschanzt und müssen sich von dort – und nur von dort – den feindlichen Kriegern stellen. Trotz einer so kleinen Kulisse kann sich die Story jederzeit voll entwickeln, sodass wir uns hervorragend in den Hauptdarsteller und seine Kameraden hineinversetzen können. Auch die schwierigen Familienverhältnisse um den Burgbesitzer sind da sehr mitreißend und verstärken die Emotionalität des Films umso mehr. Das alles ändert allerdings nichts daran, dass die Gewalt und Brutalität von „Ironclad“ ganz klar im Mittelpunkt steht. Mit überaus blutigen Szenen und stellenweise sogar beinahe Gore-Einlagen zeigt sich der Film dabei eindeutig als Streifen für Erwachsene. Da können wir dann sogar in Nahaufnahme beobachten, wie die Gegner in Stücke geschnitten und ganze Gliedmaßen abgetrennt werden. Auch die Wut der Rebellen wird überaus deutlich, während sie sogar mittels Feuerball-Katapulten in die eindrucksvolle Schlacht ziehen. Besonders eindrucksvoll sind dann die Wutausbrüche und Machtdemonstrationen des Königs, gespielt von Paul Giamatti, der uns zeigen will, wie extrem ein Schauspieler doch tatsächlich brüllen kann und wie sehr er sich in seine hervorragende Rolle hineinversetzen kann. Überaus glaubwürdig übt er seine Macht aus, in dem er die Gegner durch Folterungen einzuschüchtern versucht. Vor den Augen der Widerstandsgruppe wird den Menschen da glatt die Hände und Füße abgehackt, ehe sie mit dem Katapult gegen die Wand geklatscht werden, um den Widerstand ein für alle Mal zu brechen. Das alles sind Szenen, die dem Zuschauer sicher längerfristig im Gedächtnis bleiben und „Ironclad“ überaus eindrucksvoll machen. Damit ist der Film nicht nur für Genrefans absolut sehenswert.

    Fazit:
    Ungewöhnlich brutal mit einer ungewöhnlichen Story: Ein Tempelritter im blutigen Feldzug gegen König und Kirche beschert uns die brutalsten Szenen des Genres.