Fast & Furious 7 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Fast & Furious 7

    Fast & Furious 7


    Land/Jahr:
    USA 2015
    Genre:
    Action
    Regie:
    James Wan
    Darsteller:
    Jason Statham
    Dwayne Johnson
    Vin Diesel
    Paul Walker
    Michelle Rodriguez
    Lucas Black
    Jordana Brewster
    Nathalie Kelley
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    132 Minuten
    Kaufstart:
    13. August 2015
    Label:
    Universal Pictures

    Mittlerweile ist es bereits ein Jahr her, dass Dominic Toretto und seine Crew ihren Widersacher Owen Shaw außer Gefecht gesetzt haben, sodass dieser seither im Koma liegt. Ihr so lange erarbeitetes Leben in Straffreiheit soll allerdings nicht allzu lange friedlich bleiben, haben sie offenbar dessen Bruder Deckard Shaw vergessen. Der hat schließlich nur eines im Sinn: Blutige Rache an der gesamten Crew von Dominic „Dom“ Toretto. Ihr geliebter Freund Han soll dabei schließlich das erste Opfer des knallharten Killers sein. Für Dom steht damit fest: Sie müssen ihm um jeden Preis zuvor kommen und endgültig unschädlich machen. Doch das soll keineswegs ohne Hilfe zu schaffen sein. Für einen unbekannten Militäranführer namens „Mr Nobody“ sollen sie schließlich ein geheimes Überwachungsprogramm beschaffen, mit dem praktisch eine gesamte Stadt in Echtzeit ausspioniert werden kann. Ob Gesichtserkennung oder Mobilfunkverkehr – hiermit wäre niemand mehr sicher. Im Gegenzug erhalten sie anschließend Zugriff auf selbiges Programm, um ihren Widersacher Deckard Shaw ausfindig zu machen. Dumm nur, dass der Plan nicht ganz so einfach ist: Um an die Software zu gelangen, müssen sie erst einmal eine junge Hackerin befreien – und die wird von Deckards Handlangern gefangen gehalten…

    Kritik:
    Mittlerweile ist es schon fast zwei Jahre her, als Actionfans eine schreckliche Nachricht erhielten: Paul Walker war – ironischerweise – bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen. Die Fortführung des Drehs zu „Fast & Furious 7“ stand damit in den Sternen. Doch offenbar haben die Filmemacher eine interessante Lösung gefunden.

    Widerauferstehung eines Toten
    Zu dem Zeitpunkt, als Paul Walker qualvoll ums Leben kam, war der neueste Teil der berühmten Actionreihe schließlich noch lange nicht fertig. Gerade einmal etwa die Hälfte des Filmes war im Kasten, das Fortführen des Drehs stand auf der Kippe. Und doch haben es Regisseur James Wan und seine Filmcrew geschafft, seine Figur über den gesamten Film mitspielen zu lassen – mit einem interessanten und spektakulären Kunststück. Nach dem Ausscheiden von Paul Walker gab es schließlich offenbar nur eine Lösung: Die beiden Brüder Cody und Caleb Walker sollten fortan seine Rolle übernehmen. Überaus praktisch also, dass diese verblüffend und zum Verwechseln ähnlich sein. Das Problem: Über Schauspielerfahrung verfügten die beiden bis dato nicht. Dass es also viele Stunts und Actionszenen geben sollte und wenig Charakterdarstellungen sollte klar sein – passt allerdings zur „Fast & Furious“-Reihe auch hervorragend. Und für die restlichen Szenen: Da hat man einfach auf CGI zurückgegriffen und es geschafft, dass der Zuschauer selbst in diesen Szenen nicht bemerkt, dass er nicht den originalen Paul Walker vor sich hat. Beeindruckend und technisch auf extrem hohem Niveau.

    Spektakuläre Stunts
    Das technisch spektakuläre Niveau setzt sich dann allerdings auch bei der übrigen Inszenierung des siebten Teils fort. Immerhin setzt man erneut auf klassisches Popcorn-Kino und weniger auf eine große Story, sodass der Actionstreifen vor allem ein Ziel hat: Er soll Spaß machen. Glücklicherweise ist es den Filmemachern offenbar gelungen, „Fast & Furious 7“ zu einem der spaßigsten Teile der ganzen Reihe zu machen. Das muss wohl daran liegen, dass die Stunts noch spektakulärer und rasanter ausgefallen sind, als noch in den vorherigen Filmen. Allein der Fallschirmsprung mit Autos aus einem Flugzeug ist wahrscheinlich kaum zu überbieten und ein wahres Spektakel. Gleich gefolgt von einem rasanten Sprung zwischen den Hochhäusern von Dubai – natürlich ebenfalls im fahrenden Auto versteht sich. „Fast & Furious 7“ zappelt also wie gewohnt nicht lange rum und lässt dem Zuschauer trotz der mehr als zwei Stunden Spieldauer keinerlei Verschnaufpausen. Die Szenen sind mitunter so schnell, dass man sogar wichtige Storyelemente verpassen kann, wenn man gerade einmal nicht hinschaut. Das macht sich auch in extrem schnellen Schnitten, rasanten Stunts und einer allgemein hohen Geschwindigkeit bemerkbar – schließlich geht es hauptsächlich um Straßenrennen mit Fahrzeugen.

    The Transporter geht auf die Jagd
    Da hätte man wahrscheinlich auch keinen besseren Bösewicht wählen können, als Action-Superstar Jason Statham. Der hat schließlich schon vor dreizehn Jahren in „The Transporter“ bewiesen, dass er definitiv Auto fahren kann – und das sogar ziemlich gut. Dass er gleichzeitig auch Nahkampf- und Stuntszenen hervorragend hinbekommt, wissen wir ebenso nur zu gut. Das passt dann auch zum Inszenierungsstil: Seine flinken Fäuste, die sportliche Akrobatik und allgemeine Schnelligkeit in seinen Bewegungen machen ihn zum perfekten Darsteller für diese Filmreihe. Lediglich der Kampf gegen Dwayne „The Rock“ Johnson wirkt dann doch etwas übertrieben, da er hinsichtlich der Statur seines Gegners nicht unbedingt glaubwürdig erscheint. Ansonsten allerdings kann sich Jason Statham hervorragend einfügen und liefert sogar im Streetfight gegen Vin Diesel eine gute Figur ab. Dass „Fast & Furious 7“ somit auch hochkarätig besetzt ist, müssen wir wohl nicht weiter erwähnen.

    Die Geschichte geht weiter
    Allerdings bedeutet ein großes Staraufgebot nicht unbedingt, dass ein Film auch eine überwältigende Story bekommen muss. Dafür war die Actionreihe allerdings noch nie bekannt. Die klassische Rachestory rund um einen Regierungsauftrag und die Suche nach einer Überwachungssoftware muss also vollkommen reichen, verbringt der Streifen sowieso einen Großteil seiner Zeit mit Stunts und Rasereien. Und trotzdem möchte sich „Fast & Furious 7“ nicht auf eine so kleine und begrenzte Location beschränken, wie noch in den Vorgängern. Stattdessen darf die Crew dieses Mal rund um den Globus reisen – und besucht dabei stellenweise auch immer wieder Orte aus den früheren Filmen, um eine Verbindung zu eben diesen aufzubauen. Das gelingt insofern sogar recht gut, weil der siebte Teil ausnahmsweise nicht völlig ignoriert, dass es eine frühere Story bereits gegeben hat. Die Drifts in Tokyo, der Gedächtnisverlust von Letty, das Familienleben von Brian – alles ein Thema in diesem Streifen. Spaß macht das vor allem deshalb, weil eben gerade diese kleinen Erinnerungsstücke auch dazu dienen, etwas Situationskomik einzubringen. Man hätte „Fast & Furious“ also vermutlich kaum besser drehen können.

    Fazit:
    Mit gelungenem Ersatz und technischen Tricks gelingt es den Machern, den verstorbenen Paul Walker auf würdige Weise wieder auferstehen zu lassen und sorgen mit höchst rasanter und spektakulärer Action wieder für zufriedene Fans.

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