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Doctor Who – Auferstehung …


Doctor Who – Auferstehung …

Land/Jahr:
GB 1984
Genre:
Serie / Sci-Fi
Regie:
Matthew Robinson
Darsteller:
Peter Davison
Janet Fielding
Mark Strickson
FSK:
ab 12 Jahren
Dauer:
93 Minuten
Kaufstart:
19. Januar 2018
Label:
Pandastorm



Die Daleks sind zurück und verfolgen einen teuflischen Plan. Um die Macht über die Erde zu erlangen, erstellen sie Klone der Menschen und platzieren sie an wichtigen Schlüsselpositionen. Denn ohne freien Willen sind sie von dieser Position aus in der Lage, die Menschheit unter die Kontrolle der Daleks zu bringen. Unterdessen gerät allerdings auch der Doktor in die Fänge seiner Erzfeinde. Mit einer Duplikation seiner Person planen die Daleks ein Attentat auf den hohen Rat von Gallifrey, dem Heimatplaneten des Doktors. Umso besser also, dass die Daleks längst an einem tödlichen Virus leiden, der schon bald droht, sie ein für alle mal auszulöschen. Ihre einzige Hoffnung ist daher der geniale und skrupellose Wissenschaftler Davros, der allerdings gänzlich eigene Pläne verfolgt…

Kritik:
Die klassischen Episoden von Doctor Who sind in Deutschland teilweise immer noch recht rar gesät. Trotzdem hat es die Serie, die aktuell mit Jodie Whitaker auf den Start des ersten weiblichen Doktors wartet, auch hierzulande längst zu einem Kultstatus unter Science-Fiction-Fans geschafft. Mit „Die Auferstehung der Daleks“ gibt es nun ein Widersehen mit dem fünften Doktor Peter Davison.

Nachschub für Fans
Dass sich die klassische Serie, die von 1963 bis 1989 noch mit eher geringem Budget gedreht wurde, nicht unbedingt für den Einstieg in „Doctor Who“ eignet, versteht sich dabei von selbst, wenn man einmal einen Blick in die deutsche Erstveröffentlichung von „Die Auferstehung der Daleks“ wirft. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren, in denen Doctor Who bereits mit durchaus ansehnlichen Effekten punkten konnte und auch über einen wesentlich flotteren Humor verfügte, würde so mancher Neueinsteiger den Handlungsstrang aus dem Jahre 1984 vermutlich als eher „trashig“ empfinden. Das liegt nicht zuletzt an der optischen Aufmachung der beiden hier enthaltenen Episoden, die selbst für die 80iger Jahre ein erschreckend niedriges Budget ersichtlich machen.

Der Doktor und die Spielzeugwaffen
Immerhin sehen die Kostüme mancher Cosplayer heute ein wenig aufwändiger aus, als die Serienkostümierung der damaligen Protagonisten. Nicht, dass etwa der Doktor selbst mit seinem schrulligen Outfit nicht den Erwartungen entspräche, aber vor allem die Besatzung eines Raumschiffes mit ihren Plastikrüstungen, Pappwaffen und seltsamen Helmen sehen für heutige Verhältnisse doch ein klein wenig albern aus. Nicht zuletzt deshalb, weil wir uns doch desöfteren die Frage gestellt haben, ob die Protagonisten wohl mit Licht oder Luft schießen, statt tatsächliche Kugeln oder wenigstens Strahlen aus ihren Handfeuerwaffen abzugeben. Das hier dargestellte kann man aus heutiger Sicht sicherlich bestenfalls als vorgetäuschte Gewalt bezeichnen und kaum als realistische Actionszenen. Das allerdings hatte Doctor Who auch noch nie nötig, um seine Fans zu begeistern.

Familienprogramm für Nerds
Der große Reiz an „Auferstehung der Daleks“ liegt schließlich eher an der Geschichte, die für Fans der Neuauflage nach 2005 auch heute noch spannende Inhalte zu bieten hat. Die Daleks in ihrem Zustand von vor über 30 Jahren zu sehen und mehr über die Hintergründe ihres vermeintlichen Anführers Davros zu erfahren, reicht den meisten eingefleischten Fans dann schon aus, um Gefallen an den alten Episoden zu finden. Zumal Peter Davison als Doktor doch auf seine ganz eigene Art überzeugen kann. Weit weniger temporeich und humorvoll, als etwa die heutigen Darsteller des Doktors, aber mit seinem geradezu tollpatschigen Charme sorgt auch er dafür, dass jede Reinkarnation des Doktors auf seine ganz eigene, spezielle Weise unterhalten kann. Damit ist „Auferstehung der Daleks“ zwar wahrlich kein Sci-Fi-Programm für den Mainstream, aber trotzdem ein Must-See für die wahren „Whovians“.

Fazit:
Obwohl die klassischen Episoden aus dem Jahre 1984 aus heutiger Sicht recht „trashig“ und unspektakulär daher kommen mögen, begeistern sie auch heute noch die eingefleischten Doctor Who-Fans, die sich mit dem Charme der alten Doktoren anfreunden können.

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